Augsburg Synagogue snowy in late April

April 18, 2017

After Passover and Easter, snow in Augsburg


חג פסח שמח

April 10, 2017

To all readers, friends and members of the JHVA

a happy, healthy and kosher

Pesach / Passover festival

chag pessach sameach 5775 augsburg 2015

Illustration by Chana Tausendfels (2010)


erweiterte Neuauflage: “Das Haus der drei Sterne”

November 13, 2016

Yehuda Shenef:  –  Das Haus der drei Sterne: Die Geschichte des jüdischen Friedhofs von Pfersee, Kriegshaber und Steppach bei Augsburg, in Österreich, Bayern und Deutschland

Neuazflage des Buches von 2013

yehuda-shenef-das-haus-der-drei-sterne-neuauflage-2016https://www.amazon.de/dp/374310069X/

ISBN: 978-3743-100-695

288 Seiten / 16.50 Euro

Der jüdische Friedhof an der heutigen Hooverstraße im Augsburger Norden hat eine sehr wechselvolle Geschichte, wie kaum ein anderer in Deutschland. Hier ruhen berühmte Gelehrte, Eisenbahnpioniere, Politiker und Bankiers, bis 1815 auch Hofagenten aus München, bis 1865 auch Augsburger.

Gegründet wurde er zur Beginn des 30-jährigen Krieges in der damals österreichischen Markgrafschaft Burgau, von den Juden aus Pfersee, Kriegshaber und Steppach, just am selben Tag, als gleich daneben ein Feuerball in der Umgebung einschlug.

Hundert Jahre später eskalierte der Bau eines Hauses am Friedhof beinahe zum Krieg zwischen Österreich und der benachbarten Reichstadt. Ein weiteres Jahrhundert später, übte das Militär des Königreichs Bayern neben dem Friedhof den Umgang mit Kanonenkugeln, wobei immer wieder Trauernde, Passanten und Gräber getroffen wurden.

Die Nazis schändeten 1942 den Friedhof als Vergeltung für einen alliierten Bombenangriff auf die MAN-Werke am Vortag. Als nach den Zweiten Weltkrieg um den Friedhof herum eine Wohnsiedlung für US-Soldaten entstand, bildete der Friedhof eine exterritoriale Enklave, für deren Erhalt sich General Eisenhower einsetzte, der bald darauf Präsident der USA wurde.
Nun steht dem lange vernachlässigten Friedhof eine russische Zukunft, als letzte Ruhestätte aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderter Juden, bevor.

Die um hundert Seiten erweiterte Neuauflage des Buches bietet eine Auswahl an Grabsteinen und Inschriften nebst dem (fast) vollständig rekonstruierten Grabregister.

Mit Vorworten von Dr. Arthur Obermayer, Boston (Obermayer Foundation) und Botschafter Peter R. Rosenblatt, Washington DC, beide Nachkommen jüdischer Familien aus Kriegshaber und Pfersee.

 


MUT Aufbau in Augsburg

August 8, 2016

MUT in Augsburg, am Rathausplatz

MUT Aufbau Augsburg 2016

המילה הגרמנית לאומץ על גג בית

המילה הגרמנית כתוב באותיות עבריות יהיה … מות

snapshot taken 8. July 2016

installtion of the word “MUT” (= courage, bravery)

on the roof of a building next to the town hall of Augsburg.
The letters of course are well fixed,

so there is no actual risk in being “mutig” (courageous) this way.

 

Thus the Augsburg Friedenfest also just includes friends, as if there ever was a need to make peace with friends


Jüdisch-deutscher Patriotismus im ersten Weltkrieg

July 21, 2016

Vor genau hundert Jahren: Patriotische jüdische Zeitungen in Deutschland berichteten Meldungen wie diese, zur Halbzeit des Weltkrieges: ein jüdischer Knabe der gegenüber dem amerikanischen Präsidenten in New York seine deutsche Flagge gegenüber der amerikanischen Neutralität verteidigt.

Roosevelt jüdischer Knabe 1916In den Gräben des Krieges, unter den Verwundeten und Toten, ebenso wie unter den für ihre Tapferkeit ausgezeichneten Deutschen waren die jüdischen Soldaten der Wehrmacht überdurchschnittlich vertreten.


Gedenken Synagoge Schopfloch

July 20, 2016

Gedenktafel zur Erinnerung an die Synagoge im mittelfränkischen Schopfloch:

schopfloch-memorial-plate-gedenktafel-synagogueMemorial plate Schopfloch synagogue


Jüdische Handwerker in Deutschland

July 12, 2016

Viele Leute haben gewisse Vorstellungen über „typische“ Berufe von Juden, dazu zählt auch die weitverbreitete Anschauung, dass Juden kaum in Handwerksberufen tätig sind. Hierzu eine Übersicht über eingetragene jüdische Handwerker im Jahre 1916 vor hundert Jahren, als sehr viele von ihnen freilich als Soldaten unterwegs an den Fronten des Weltkrieges waren, veröffentlicht  im Magazin „Handwerk und Gewerbe; offizielles Organ des Zentralverbandes selbständiger jüdischer Handwerker Deutschlands“, 9. Jahrgang, 2. Juni-Heft 1916, S. 258. Frauen wurden nur erwähnt, wo sie damals bereits im Berufsleben eine größere Rolle spielten.Man sieht, dass einige Berufe häufig sind, andere eher selten – wofür es freilich verschiedene Gründe geben kann. So konnten in Textilfirmen weitaus mehr Leute beschäftigt werden, als bei einem Photographen.

jewish tailor factory

Schneider – 14422 (davon: 4804 Frauen)

Fleischerei  – 7590

Putzmacher – 2691 (davon: 2314 Frauen)

Schuhmacher  -1813

Wäschekonfektion – 1775 (davon: 646 Frauen)

Näher – 1457 (davon: 1367 Frauen)

Bäcker und Konditoren – 1415

Buchdrucker – 969

Riemer und Sattler – 909

Tischler  – 901

Tapezierer – 792

Buchbinder – 745

Instrumentenmacher (elektrische Apparate) – 613

Stubenmaler, Anstreicher – 643

Klempner – 534

Glaser  – 530

Schlosser – 501

Uhrmacher – 495

Gold- und Silberschmiede – 467

Photographen – 389

Friseure, Barbiere – 384

Gerber – 334

Getreidemüller                – 310

Bürsten- und Pinselmacher  – 265

Brauer – 232

Drechsler  – 213

Maurer – 106

Steinmetze, Steinhauer               – 81

Dachdecker – 56

Wagner, Radmacher – 54

Korbmacher  – 53

Sensen-, Messer-, Waffenschmiede – 45

Hufschmiede – 36

Böttcher  – 32

Zimmerer – 24