“Tor in Augsburg”: Wertachbrucker Tor

April 23, 2017

Das Wertachbrucker Tor ist seit 1370 als Zollstation belegt. Um 1605 wurde es von Elias Holl erhöht und umgebaut. Neben dem “Gögginger (eigentlich: Pferseer) Tor” war das Wertachbrucker Tor jahrhundertelang als Eingangstor der Juden aus Kriegshaber. Zum 200-jährigen Jubiläum des Neubaus kam 1805 Napoleon höchstselbst durch das Tor in die Reichstadt, doch beim Anblick der städtischen Infrastruktur, die durch Misswirtschaft und durch die Kriege der letzten Jahre  in Mitleidenschaft gezogen wurden, insbesondere das desolate Straßenpflaster, kam es zu Napoleons berühmten Satz, der die Augsburger Unabhängigkeit auslöschen sollte: “Die Stadt bedarf eines Fürsten” und so wurde Augsburg dem Münchner Hof “geschenkt”, der mit den Franzosen verbündet war. Augsburg wurde bayerisch und zur Bezirkshauptstadt (“Bezirk Schwaben”), weshalb das Wertachbrucker Tor heimatgeschichtlich sozusagen ein “Gegentor” ist.

שער גשר וערטאך

Wertachbrucker Tor mit Backofenwall


Augsburg Synagogue snowy in late April

April 18, 2017

After Passover and Easter, snow in Augsburg


erweiterte Neuauflage: “Das Haus der drei Sterne”

November 13, 2016

Yehuda Shenef:  –  Das Haus der drei Sterne: Die Geschichte des jüdischen Friedhofs von Pfersee, Kriegshaber und Steppach bei Augsburg, in Österreich, Bayern und Deutschland

Neuazflage des Buches von 2013

yehuda-shenef-das-haus-der-drei-sterne-neuauflage-2016https://www.amazon.de/dp/374310069X/

ISBN: 978-3743-100-695

288 Seiten / 16.50 Euro

Der jüdische Friedhof an der heutigen Hooverstraße im Augsburger Norden hat eine sehr wechselvolle Geschichte, wie kaum ein anderer in Deutschland. Hier ruhen berühmte Gelehrte, Eisenbahnpioniere, Politiker und Bankiers, bis 1815 auch Hofagenten aus München, bis 1865 auch Augsburger.

Gegründet wurde er zur Beginn des 30-jährigen Krieges in der damals österreichischen Markgrafschaft Burgau, von den Juden aus Pfersee, Kriegshaber und Steppach, just am selben Tag, als gleich daneben ein Feuerball in der Umgebung einschlug.

Hundert Jahre später eskalierte der Bau eines Hauses am Friedhof beinahe zum Krieg zwischen Österreich und der benachbarten Reichstadt. Ein weiteres Jahrhundert später, übte das Militär des Königreichs Bayern neben dem Friedhof den Umgang mit Kanonenkugeln, wobei immer wieder Trauernde, Passanten und Gräber getroffen wurden.

Die Nazis schändeten 1942 den Friedhof als Vergeltung für einen alliierten Bombenangriff auf die MAN-Werke am Vortag. Als nach den Zweiten Weltkrieg um den Friedhof herum eine Wohnsiedlung für US-Soldaten entstand, bildete der Friedhof eine exterritoriale Enklave, für deren Erhalt sich General Eisenhower einsetzte, der bald darauf Präsident der USA wurde.
Nun steht dem lange vernachlässigten Friedhof eine russische Zukunft, als letzte Ruhestätte aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderter Juden, bevor.

Die um hundert Seiten erweiterte Neuauflage des Buches bietet eine Auswahl an Grabsteinen und Inschriften nebst dem (fast) vollständig rekonstruierten Grabregister.

Mit Vorworten von Dr. Arthur Obermayer, Boston (Obermayer Foundation) und Botschafter Peter R. Rosenblatt, Washington DC, beide Nachkommen jüdischer Familien aus Kriegshaber und Pfersee.

 


Mark Twain: “Münchens beste Zeitung kommt aus Augsburg”

September 22, 2016

mark-twain-1871-wikipedia

Wenn man einen Münchner Bürger fragt, welches die beste Münchner Tageszeitung sei, wir er einem unweigerlich antworten, dass es nur eine einzige gute Münchner Tageszeitung gäbe, und dass sie in Augsburg erscheine. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, die beste New Yorker Zeitung erscheine irgendwo draußen in New Jersey.“

(Mark Twain in München 1879, zitiert aus Michael Klein – Mark Twain in Bayern, Erzählungen, Reiseberichte, Briefe)

According to Mark Twain, who live some months in Munich, the best Munich paper was from Augsburg.


Augsburg Panorama

August 22, 2016

Augsburg Panorama Dom St. Moritz Perlachturm Rathaus MAN St. UlrichAugsburg Panorama (von links nach rechts): Dom, St. Moritz, Perlachturm, Rathaus, MAN, St. Ulrich

(Foto: Yehuda Shenef, August 2016)


Ansbach Synagogue

July 25, 2016

Former Synagogue of Ansbach (Franconia, near Nuremberg)

Ansbach (17)בתוך בית הכנסת לשעבר באנסבך


Gedenken Synagoge Schopfloch

July 20, 2016

Gedenktafel zur Erinnerung an die Synagoge im mittelfränkischen Schopfloch:

schopfloch-memorial-plate-gedenktafel-synagogueMemorial plate Schopfloch synagogue