Konzentrationslager Mühldorf am Inn und Mettenheim

April 12, 2018

Impressions from the Mass Grave Memorial Site in Mühldorf am Inn, Ahamer Str. (next to the Feuerwehr and opposite of the municipal cemetery), now surrounded by a parking lot. Until today THERE IS NO memorial plate WITH THE NAMES at least of several hundred known murdered people from lists. Thus entering the place is a nameless, faceless experience. According to the season there are flowers, birds, butterflies, snow, leaves and other leftovers. Aside from the 3 mentioned by the Tesslers: No Names. No Names, No Names.

And the question is: WHY …?

Es fehlt noch immer eine Tafel mit den aus Listen zumindest der bekannten Namen der Verstorbenen und das sind schon einige hundert. Zumindest Namen mit Geburts- und Sterbedaten sollten möglich sein. Es sind schon 73 Jahre vergangen und es wurde und wird Geld für Kränze ausgegeben, die niemand sonst nutzen.

“Das KZ-Außenkommando Mühldorf, auch KZ-Lagergruppe Mühldorf, war eines von 169 Außenkommandos des Konzentrationslagers Dachau. Neben den Lagern in Kaufering und München-Allach gehörte die Lagergruppe Mühldorf zu den drei größten Außenkommandos des Stammlagers Dachau. Die Häftlinge der Lager wurden in der Umgebung von Mühldorf zum Arbeitseinsatz gezwungen. Ein Großteil von ihnen war dabei außerhalb der Lager tätig, vor allem in der Landwirtschaft und Bauwirtschaft. Auf der Baustelle des Projektes Weingut I, wo ein Rüstungsbunker für die Produktion der Me 262 entstehen sollte, stellten die KZ-Häftlinge die Hälfte der Zwangsarbeiter. Wie viele Häftlinge die Lager des Außenkommandos Mühldorf tatsächlich durchliefen, ist nicht mehr zweifelsfrei belegbar. Im so genannten Mühldorf-Prozess wurde eine Zahl von etwa 8.300 Personen für den Zeitraum von Juli 1944 bis April 1945 angegeben. Die Zahl der Todesopfer schwankt je nach Quelle, liegt aber vermutlich bei etwa 4.000 Personen. Außer den KZ-Lagern gab es im Umkreis von Mühldorf mehrere Arbeitslager der Organisation Todt sowie Fremdarbeiterlager. Diese waren zwar nicht dem KZ in Dachau unterstellt, aber meist ähnlichen Bauprojekten zugeordnet.” (wikipedia, siehe Link unterhalb Foto)

Überlebende des Außenkommandos Mühldorf am 4. Mai 1945, wenige Tage nach der Befreiung durch die U.S. Army. Die meisten der jüdischen KZ-Häftlinge wurden in Osteuropa gefangen genommen und 1944 nach Bayern verschleppt für aussichtslose Rüstungprojekte, überwiegend aus Ungarn.

מילדורף על האינן

 

 

3 Memorial stones: one in German, one in Hebrew one in English Rudolph and Edith Tessler of Chicago, Il. Dedicated to some 1500 murdered Jews by as memorial for her brothers Yitzhak Leib, Binyamin Moshe and Abraham Yehuda of blessed memory who all were sons of her father David Hofmann from the (Hungarian) town of Pápa.

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Moses in Ziemetshausen

April 5, 2018

Christ stopped at Eboli” was the somewhat inaccurated English translation of Carlo Levi’s famous book “Cristo si è fermato a Eboli“, because the actual meaning is, he wasn’t inside Eboli. Be it as it may: Moses (משה רבנו) however was seen these days in Ziemetshausen, a small townlet, just 5 km away from Thannhausen (3o km from Augsburg), where in 17th century was a small Jewish community with a amount of Jewish book printing … There is no notice on a Jewish community of Ziemetshausen, but the vicinity to a number of places with Jewish settlements make it likely that Jews were there too.

משה היה בצימטהאוזן


Augsburger Synagoge im Winter

February 19, 2018

some impressions from yesterdays onset of winter (just about the 27th of this season):

רשמים של בית הכנסת אוגסבורג

Впечатления синагоги Аугсбурга

انطباعات كنيس أوغسبورغ


(c) yehuda shenef Feb. 2018


Augsburg at dusk

January 31, 2018

Gestern Abend um viertel nach “siebzehn” (i.e. fünf) bei einsetzender Abenddämmerung

אוגסבורג – מגדל פערלאך והעירייה – עם רדת החשכה

Augsbourg – la tour de Perlach et l’hôtel de ville – à la tombée de la nuit

 


Kriegshaber Toravorhang zurück in der ehemaligen Synagoge

January 30, 2018

Kriegshaber Toravorhang zurück in der ehemaligen Synagoge … zeitweilig zumindest.

פרוכת קריסהבר

Das obige Exemplar aus dem Jahre 1723 von Elkana Schatz Naumberg für die Kriegshaber Gemeinde gefertigt, befindet sich gewöhnlich in der Judaica-Ausstellung des Israel Museums in Jerusalem. Es ist vorübergehend in der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber zu sehen, wo ab heute Abend bis Mitte Juni des Jahres eine Ausstellung zu “Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber” öffnet.

http://www.jkmas.de/2018/01/erinnerung-ausstellung-kriegshaber/#more-7928

Das in Schwarzweiß gezeigte Exemplar aus dem Jahr 1751 wurde 1927 von Theo Harburger in Augsburg abgelichtet (CAHJP P160/105) und ist wohl “verloren” gegangen.

Auch in den Nachbargemeinden gab es vergleichbar hochwertig verarbeitete Stücke, wie das Pferseer Exemplar von Jakob Koppel Gans aus der Gemeinde belegt (Jüdische Museum New York):

פרוכת פארשי

F 1285, Torah Ark Curtain and Valance, Jacob Koppel Gans, Photographer: John Parnell, Photo © The Jewish Museum, New York

 


וווּ מען דאַרף האָבן מוח העלפֿט ניט קיין כּוח

January 10, 2018

Am heutigen Abend wurde in der Stadtbücherei Mering in der Bachstraße die Wanderausstellung „מה טובו – (ma tovu) …- „Wie schön sind deine Zelte, Jakob… – Synagogen in Schwaben“ vorgestellt. Zur Begrüßung sprachen der Bürgermeister von Mering Hans-Dieter Kandler, Landrat Dr. Klaus Metzger, Günter Wurm aus Unterbergen als Sprecher der Partnerschaft von Mering mit Karmiel in Israel, Gerhard Schröder (nein, nicht der …) von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Augsburg, wie auch Frau Dr. Benigna Schönhagen, vom Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, „dem einzigen Ort im Bezirk Schwaben, in dem heute Juden leben können“, die die ausgestellten Bildtafeln und ihre Anordnung erläuterte. Die Reden wurden umrahmt von den viel Applaus bedachten musikalischen Darbietungen des Augsburger Tenor Yoed Sorek. Für die Sicherheit der Versammelten unter denen immerhin zwei Israelis weilten, standen vor dem Gelände immerhin drei Polizeikombiwagen, die bei der Anfahrt wegen ihrer für normale Verkehrsteilnehmer wohl verbotene Abstellweise zur schwierigen Platzsuche für Auto (nein, Park sage ich nur bei Pflanzen) beitrugen. As men sogt:

וווּ מען דאַרף האָבן מוח העלפֿט ניט קיין כּוח

Den wohl treffendsten Satz sagt aber wohl der Tenor Sorek mit der Aussage, dass ehemalige Synagogen die heute Museen sind, eine traurige, keine freudige Sache seien.

די גאַנצע וועלט שטייט אויף דער שפּיץ צונג

 


9. November 2017: Gedenken in Augsburger Synagoge

November 9, 2017

AM heutigen Abend wurde in der Augsburger Synagoge der sog. “Reichskristallnacht” (die von fragwürdigen Deppen auch “Reichspogromnacht” genannt wird, ohne zu verstehen, dass Russ. погром in etwa “Unwetter” bedeutet, was historisch auch nicht so ganz dem gedachten Sachverhalt entspricht) … gedacht in rednerischer Anwesenheit des früheren, nun gleichfalls historischen Bundespräsidenten Joachim Gauck.
 
But as my grandmother told so often: Be it as it may …


בית הכנסת אוגסבורג – חצי אתר בנייה, חצי בית תפילה … או מוזאון


The German term “Gauck” historically refers to and equals English “gag”what can be understood as sort of a “joke” (Latin: iocus) or “joy” … but maybe also in the meaning of “gag order”. Depends on your criteria. You may see the very same building as a prayer hall (unnoticed without any prayer) as a construction site, as a museum, as a concert hall … as a “younameit”. As local Swabian put it somewhat Austrian: “Is ayh woorsht…”