וווּ מען דאַרף האָבן מוח העלפֿט ניט קיין כּוח

January 10, 2018

Am heutigen Abend wurde in der Stadtbücherei Mering in der Bachstraße die Wanderausstellung „מה טובו – (ma tovu) …- „Wie schön sind deine Zelte, Jakob… – Synagogen in Schwaben“ vorgestellt. Zur Begrüßung sprachen der Bürgermeister von Mering Hans-Dieter Kandler, Landrat Dr. Klaus Metzger, Günter Wurm aus Unterbergen als Sprecher der Partnerschaft von Mering mit Karmiel in Israel, Gerhard Schröder (nein, nicht der …) von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Augsburg, wie auch Frau Dr. Benigna Schönhagen, vom Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, „dem einzigen Ort im Bezirk Schwaben, in dem heute Juden leben können“, die die ausgestellten Bildtafeln und ihre Anordnung erläuterte. Die Reden wurden umrahmt von den viel Applaus bedachten musikalischen Darbietungen des Augsburger Tenor Yoed Sorek. Für die Sicherheit der Versammelten unter denen immerhin zwei Israelis weilten, standen vor dem Gelände immerhin drei Polizeikombiwagen, die bei der Anfahrt wegen ihrer für normale Verkehrsteilnehmer wohl verbotene Abstellweise zur schwierigen Platzsuche für Auto (nein, Park sage ich nur bei Pflanzen) beitrugen. As men sogt:

וווּ מען דאַרף האָבן מוח העלפֿט ניט קיין כּוח

Den wohl treffendsten Satz sagt aber wohl der Tenor Sorek mit der Aussage, dass ehemalige Synagogen die heute Museen sind, eine traurige, keine freudige Sache seien.

די גאַנצע וועלט שטייט אויף דער שפּיץ צונג

 

Advertisements

9. November 2017: Gedenken in Augsburger Synagoge

November 9, 2017

AM heutigen Abend wurde in der Augsburger Synagoge der sog. “Reichskristallnacht” (die von fragwürdigen Deppen auch “Reichspogromnacht” genannt wird, ohne zu verstehen, dass Russ. погром in etwa “Unwetter” bedeutet, was historisch auch nicht so ganz dem gedachten Sachverhalt entspricht) … gedacht in rednerischer Anwesenheit des früheren, nun gleichfalls historischen Bundespräsidenten Joachim Gauck.
 
But as my grandmother told so often: Be it as it may …


בית הכנסת אוגסבורג – חצי אתר בנייה, חצי בית תפילה … או מוזאון


The German term “Gauck” historically refers to and equals English “gag”what can be understood as sort of a “joke” (Latin: iocus) or “joy” … but maybe also in the meaning of “gag order”. Depends on your criteria. You may see the very same building as a prayer hall (unnoticed without any prayer) as a construction site, as a museum, as a concert hall … as a “younameit”. As local Swabian put it somewhat Austrian: “Is ayh woorsht…”

Augsburg gegen Antisemitismus

August 20, 2017

filmed by Yehuda Shenef, August 8, 2014 Synagoge Augsburg, Innenhof

Mayor Kurt Gribl, Rabbi Dr. Henry Brandt, Israeli consul general Dan Shaham, head of Jewish community Alexander Mazo


Neuauflage: Mord am Lech

August 15, 2017

Mord 2. Auflage: Mord am Lech

NEU

ein jüdisch-bayerischer Kriminalfall aus dem Jahr 1862

Paperback

264 Seiten, 16 Euro

ISBN: 978-3-7448-9364-0

Erscheinungsdatum: 11.08.2017

 

The brutal murder case of young Jewish jeweller Ludwig Bach from Kriegshaber near Augsburg in 1862 in historical documents. The books dips into the complex almost inescapable circumstances of the victim and the perpetrator who tried to save his skin with crude antisemitism.


Video: 100 Jahr-Feier Synagoge Augsburg am 28. Juni 2017

July 27, 2017

Foto-Video der IKG Augsburg


Augsburg – Die Gegenwart

July 17, 2017

Mitmach-Installation am Augsburger Königsplatz:

wohl nicht als Hommage an das alte Gögginger Tor gedacht

Augsburg: mit der Gegenwart verbunden

القضايا العربية

מוזר, ערבית ולא עברית


Augsburg – mei Vaterschtadt

July 16, 2017

Augsburg mei Vaterschadt

Wie hab i di, mei Augschburg gera!

Dir gilt mei schöanster Gruaß,

weil ma di net nur muaß verehra,

weil ma di liaba muaß!

Zählst du au scho zwoitaused Jährla,

du bleibscht doch schöa und jung

und bischt trotz deine weiße Härla

no voller Kraft und Schwung.

 

Du hosch no Maura, Wäll und Gräba

und Tor und Plätz’ gar weit

und alte Höf mit Schpinnawebe

aus längscht vergangener Zeit.

Und hoahe, schöane Giebelhaiser

tun kund von alter Pracht:

drum hont sogar die früh‘re Kaiser

oft bei Dir Eikehr gmacht.

 

 Doch bischt du mit d’r Zeit au ganga;

denn Stillschtand isch dir fern.

Ma sieht im neista G’wand di pranga,

gar nobel und modern.

Mit Prachtpaläscht und broite Stroßa

bischt du jatzt guat beschtellt;

Mei Augschburg ka si seha lossa

voll Stolz der ganza Welt.

 

Und mag ma mi au “Datschi” nenna

i ärger mi net dra:

Da Datschi muaß ma nor erst kenna

no beißt a jeder a …!

Mei Augschburg, dir nur will i leba

 in Freid und au im Leid!

Gott mög dir Glück und Sega geba

 jatzt und für alle Zeit!

 

 (Adam Rauh, „Augsburger Heimatbüchlein für Schule und Haus“, 1920)