Mietek Pemper Weg in Pfersee

August 8, 2019

In Pfersee, Augsburg erinnert heute der “Mietek Pemper – Weg” an Mieczysław Pemper (1920-2011), weltbekannt geworden durch den Spielberg Film “Schindlers Liste”. Er lebte seit 1956 in Augsburg und wurde wie bereits sein Vater am jüdischen Friedhof Hochfeld bestattet.

Mietek Pemper im Jahr 2010 (foto: Yehuda Shenef)

 


Der jüdische Friedhof in Augsburg Hochfeld

May 13, 2019

Yehuda Shenef: “Die Liebe ist der Dichtung Stern – Der jüdische Friedhof von Augsburg Hochfeld, Geschichte, Inschriften, Grabregister, Biographien, Photos

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten (Format A 4)
  • ISBN: 978-3752856569
  • 35 Euro

Archäologische Funde legen nahe, dass die Geschichte der Juden in Augsburg wenigstens bis ins dritte Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung zurückreicht, als der Ort Distrikthauptstadt der römischen Provinz Rätien war. Im 9. Jahrhundert gibt es erste Berichte über eine Synagoge direkt neben dem Sitz des kaiserlichen Vogts. Eine städtische Urkunde aus dem Jahr 1298 berichtet vom Ausbau der Bischofsstadt, zu welchem die Augsburger Judenschaft sich verpflichtete, einen etwa 450m langen Abschnitt der Stadtmauer zu errichten, binnen vier Jahren aus eigenen Mitteln, der sogleich auch den bereits existierenden jüdischen Friedhof miteinschließen sollte. In den Jahrhunderten nach der Ausweisung der Juden aus Augsburg in den 1440er Jahren, wurde der Judenkirchhof geplündert und seine wuchtigen Steine als Baumaterial missbraucht, insbesondere auch zum Ausbau des alten und des neuen steinernen Rathauses.

Erst im Jahre 1867, drei Jahre nach der vom bayerischen König Ludwig II. formell anerkannten Gründung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), kaufte der Vorsitzende der Augsburger Juden ein schmales Stück Land in dem Hochfeld genannten Landstrich südlich der Augsburger Altstadt, um endlich einen eigenen Friedhof für die Juden von Augsburg zu besitzen. Über 60 Jahre nach ihrer festen Wiederansiedlung in Augsburg, hatten sie bis dahin ihre Toten am Friedhof von Pfersee/Kriegshaber begraben müssen.

Nun 150 Jahre später, ist der Friedhof zwischen Haunstetter Straße und Altem Postweg ohne Möglichkeit der Erweiterung fast vollständig belegt. Der Friedhof legt Zeugnis ab über die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde, die sich vom noch souveränen Königreich Bayern und der Gründerzeit über die beiden Weltkriege, das mörderische Nazi-Regime und der desolaten Nachkriegszeit erstreckt, bis zur modernen Gemeinde, die ganz wesentlich dominiert wird von jüdischen Auswanderern aus der post-sowjetischen Ukraine und Russland.
Das Buch bietet ein aktualisiertes Grabregister mit vielen genealogischen Anmerkungen. Es beschreibt anhand zahlreichen Materialen die Geschichte des Friedhofs. Beleuchtet werden auch die am Friedhof tätigen Friedhofswärter und Steinmetze, ebenso wie Stile und Moden der sehr wechselvollen Begräbniskultur in eineinhalb Jahrhunderten.

Abgerundet wird das Werk mit rund sechzig Kurzportraits mit Fotos von Personen, die am Friedhof begraben sind, einem alphabetischen Register, einer Namensliste der im Holocaust ermordeten Augsburger Juden.

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten (Format A 4)
  • ISBN: 978-3752856569
  • 35 Euro
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Adolf Hitler an der Mauer des jüdischen Friedhofs in Augsburg

June 1, 2018

Nicht persönlich, aber namentlich … immerhin. Was  das auch immer zu besagen hat.

שם אדולף היטלר
ליד בית הקברות היהודי אוגסבורג

Bild:  (c) yehuda shenef / 2. August 2012 am heutigen Ernst-Cramer-Weg

im Stadtteil Augsburg-Hochfeld


Bar Kochba – Son of Star

November 15, 2017

Bar Kochba – the ancient star of Israel (short instructive video)

 

Bar Kochba followed the same strategy that the Jews had followed in the first rebellion against Rome. He first reconquered the Galilee to cut the Romans off from the sea. Then he surrounded Jerusalem and forced them out. He had active support of most of the rabbis – in contradistinction to the first two revolts against Rome. In those instances the rabbis were at best neutral. In this war, the most influential rabbi lent his name to the cause, was Akiva ben Joseph. It was Rabbi Akiva who ascribed to Shimon bar Kochba the famous messianic verse: “A star will shoot forth from Jacob” (Numbers 24:17). That is how he got the name “Kochba,” which means “star.” In essence, Rabbi Akiva crowned him the Messiah. Rabbi Akiva was so widely respected among the people that if he saw in Shimon messianic qualities then the people immediately elevated him to the level of the Messiah.

See also:

  • ISBN: 978-3739238159
  • 304 Seiten, 18 Euro (3 mal 6)
  • Yehuda Shenef – 666, die Zahl des Menschen:  Das Mysterium der Apokalypse im Spiegel jüdischer Geschichte

כלוב קיץ

November 7, 2017

Am heutigen Abend referierte Rabbiner Julian-Chaim Soussan aus Frankfurt am Main im Festsaal der Augsburger Synagoge kurz und kurzweilig im kleinen Kreis über den biblischen „Prophet Amos, seine Sozialkritik aus klassischer jüdischer Sicht und deren Aktualität“. Zu Beginn sind die beiden etwas unscharfen Schnappschüsse entstanden.

Rabbi Julian Chaim Soussan / Frankfurt am Main

 


Rabbi Jehuda Löw ben Bezalel

September 8, 2017

Maharal  יהודה ליווא בן בצלאל  

 Jahrzeit 18. Elul

Rav Judah Löw wurde um 1525 wahrscheinlich in Posen geboren. Er entstammte einer rabbinischen Familie, die ursprünglich in Worms beheimatet war.

Der Maharal (Akronym aus Morenu HaRav Löw – unser Lehrer, Rabbiner Löw) zeichnete sich als gewissenhafter Schüler aus und eignete sich nicht nur großes Torawissen an, sondern hatte auch umfassende naturwissenschaftliche Kenntnisse, die ihn in Kontakt mit führenden Forschern seiner Zeit wie dem Astronomen Tycho Brahe brachten.

1553 wurde er zum Rabbiner von Nikolsburg gewählt und nahm damit auch die Position des Landesrabbiners von Mähren ein. Zwanzig Jahre lang wirkte er dort als Rabbiner, bis er nach Prag berufen wurde, wo er eine Jeschiwa eröffnete. Mit einer mehrjährigen Unterbrechung als Rabbiner von Posen blieb der Maharal bis an sein Lebensende in Prag, wo er 1609 starb.

Grabmahl des Maharal am jüdischen Friedhof Prag – gekrönt von einer Zirbelnuss

Der Maharal war schon zu Lebzeiten eine berühmte und geachtete Torapersönlichkeit. Er schrieb zahlreiche Bücher, von denen vor allem sein Kommentar Gur Aryeh zu Raschis Chumasch-Kommentar zu nennen ist. Er vertrat die Ansicht, dass man gemäß den Pirkej Awot kleine Jungen zuerst Chumasch und Mischna lehren sollte, was sein Schüler Rav Yom Tov Heller in seinem Kommentar zur Mischna Tosafos Yom Tovvermerkt. Als großer Experte von Sohar und Kabbala, deren Gedankengut in seine Werke einfloss, ist er auch später in chassidischen Kreisen sehr anerkannt worden.

In etlichen Erzählungen wird die Schaffung des Prager Golem Rabbi Löw zugewiesen.

Text: Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) @ http://www.ordonline.de

 

 


Augsburg Judenhut

September 5, 2016

wearing-a-jewish-hatwearing the Judenhut (medieval Jews hat) in Augsburg

Judenhut in Augsburg Yehuda ShenefAnders als von vielen “Experten” vermutet, war der Judenhut (anders als der gelbe Ring oder Fleck, den Muslime erfunden hatten) im Mittelalter KEIN Merkmal negativer Diskriminierung, sondern diente der Kennzeichnung hochstehender Gemeindeführer, vergleichbar einem Bischofshut bei den Christen. Entsprechend häufig finden sich bei Christen auch Formulierungen wie Judenbischof für Rabbiner oder Gemeindevorsitzende.