Premierenbericht zur Aufführung von “Bluatlech” in Mering

October 7, 2018

https://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Knisternde-Spannung-beim-Regionalkrimi-id52357836.html

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Sowohl Täter als auch Opfer verkörptert Schauspieler Simon Nagy 
Bild: Heike Scherer

Die Inszenierung basiert auf dem Sachbuch „Mord am Lech“. Der Augsburger Autor Yehuda Shenef war zur Premiere gekommen und erläuterte den Zuhörern die Ereignisse des 12. August 1862 und der nachfolgenden Tage. Er war im Grabregister auf den Tod des 19-jährigen Ludwig Bach aufmerksam geworden. Da dieser aus der selben Familie stammte wie die Mutter des Autors, erweckte der Fall sein Interesse und er begann nachzuforschen: Der jüdische Goldschmiedelehrling aus Kriegshaber war mit dem Zug nach Mering gefahren und zu Fuß nach Unterbergen gelaufen. Dort traf er in einem Gasthaus auf den verarmten Bauernsohn Mathias Brunnhuber, dem er eine silberne Uhr verkaufte. Später jedoch tötete der Unterberger den junge Ludwig Bach. „Der Gerichtsreporter sagte, dass er ihm von der Tat mit einer solchen Gleichgültigkeit erzählte, als ob er nur ein Huhn geschlachtet hätte“, berichtete Yehuda Shenef. Dumm sei er ebenfalls gewesen, weil er in Augsburg versucht hatte, den Schmuck des Opfers zu verkaufen und Verwandte diesen wiedererkannt hätten. Der Bauernsohn wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und starb 1877 im Gefängnis von Kaisheim.

https://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Knisternde-Spannung-beim-Regionalkrimi-id52357836.html

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Bluat Lech – Theater – Aufführungen in MERING

October 2, 2018

Heute, am 2. Oktober, morgen am 3. Oktober jeweils um 19 Uhr, sowie am Sonntag 7. Oktober um 20 Uhr wird  in der Bücherei in 86415 MERING, Bachstr. 1

das Theaterstück BLUATLECH von Martina Drexler aufgeführt mit Simon Nagy in der Doppelrolle als Mörder und Ermordeter.

Es basiert auf dem historischen Mordfall des jüdischen Goldschmieds Ludwig Bach aus Kriegshaber im August 1862, der im Buch akribisch recherchiert ist:

MORD AM LECH

von Yehuda Shenef

aus dem Jahr 2014

ISBN: 978-3744-89-3640

266 Seiten, 16 €


Jewish New Year 5779

September 7, 2018

allen Mitgliedern, Abonnenten und Freunden

des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg

wünschen wir ein gesegnetes, gesundes und vermögendes

neues Jahr 5779

in Frieden, Gesundheit und Wohlstand und Segen

des EINEN.

 

a happy and healthy

NEW YEAR 5779

to all members and friends of the JHVA

שנה טובה תשע’ט לכל החברים והחברות

שאַנאַ טאָוואַ פֿאַר אַלע מיטגלידער און פריינט

Шана Това для всех членов и друзей

سنة جديدة سعيدة 5779 لجميع الأعضاء والأصدقاء


Augsburger Stolpersteine beschmiert

August 6, 2018

Fand heute nachmittag beim Gang durch die Maximilianstraße direkt vor der Burgerking-/ Die Grünen-Filiale, wo Kunden saßen und aßen die im letzten Jahr verlegten drei “Stolpersteine” zum Gedenken an Emma und Eugen Oberdorfer und an die Schirmfabrik von Jacob Oberdorfer mit jeweils einem weißen Buchstaben beschmiert. Offenbar fiel es niemanden auf und störte auch niemanden. Kaum vorstellbar, dass das bei Tageslicht gemacht wurde, während hunderte Leute hin und herlaufen. Dann aber hat es bis abends halb sechs auch niemand beachtet. Anyway, zu lesen stehen so quasi auf dem Kopf gestellt, die Buchstaben

C D B

die nun was besagen sollen?

Wikipedia kennt unter einem solchem Kürzel etwa die “Chinese Development Bank”, oder den “Codex diplomaticus Brandenburgensis”, eine Urkundensammlung zur Geschichte der Mark Brandenburg – beides eher ohne Bezug zu den Oberdorfern. Sollte es gar für “constant database” stehen? Oder für “see the bee”? Oder eine jener mörkwürdigen Abkürzungen aus dem Urban Dictionary die Hinweise auf den IQ jener Person geben könnte, die es wichtig befand, das Gedenken an die Nazi-Opfer in dieser Weise zu übermalen? Krank ist ein solches Tun auf jeden Fall.


Totale Mondfinsternis (auch) über Augsburg

July 29, 2018

 red moon between city theater and cathedral of Augsburg

In vielen Kulturen und Religionen wurden (und werden) Phänomene wie Kometen, Sonnen- oder Mondfinsternisse als (meist: schlechte) Omen oder Vorzeichen gehalten, die bevorstehende Katastrophen wie Kriege, Hungersnöte und dergleichen ankündigen, während es sich für Astronomen im Grunde leicht zu berechnende Routineereignisse handelt, die – keine Frage – nichts desto trotz, im Wortsinn sehenswert sind.

Ähnlich nüchtern betrachtet das klassische Judentum solche Erscheinungen. Schon Jeremia ben Hilkia sagt:

אל דרך הגוים אל תלמדו ומאתות השמים אל תחתו  כי יחתו הגוים מהמה

Lernt nicht den Lehren der Völker und fürchtet euch nicht vor den Zeichen des Himmels, wie sie sich fürchten. Denn die Praktiken der Völker sind nutzlos“ (Jeremia 10.2-3)

Und auch im Talmud heißt es ganz sicher: „Folgen die Juden den Worten Gottes, haben sie keinen Grund, sich wegen solcher Zeichen Sorgen zu machen.“ (Sucka 29a)

Roter Mond zwischen Perlachturm und Rathaus

fotografiert aus dem 7. Stock mit Zoom

Although many people all over the world regard solar or lunar eclipses as somewhat sinister omen, astronomers in contrary rate those occurrences quite prosaic as regular and calculable constellations – which however by all means are worth watching, no doubt.

Similar sober is the traditional Jewish standpoint in relation to any of those celestial phenomena. Already the prophet Jeremia ben Hilkia said:

Do not learn the ways of the peoples and don’t be frightened by signs in sky, although they are frightened of them. For the practices of the peoples are worthless.”  (Verse 10.2-3)

While the Talmud is likewise unambitious: “When the Jews follow the word of God, they have no reason to worry about all those signs.”

 

ירח אדום מעל אוגסבורג

צולם מחלוני

 


Moses in Augsburg

July 20, 2018

Moses-Glasfenster im Augsburger Dom

משה רבנו חלון הזכוכית באוגסבורג


Augsburger Zirbelnuss

July 13, 2018

מעיל של העיר אוגסבורג

Zirbelnuss in Augsburg an Staatsbibliothek