Kriegshaber Synagoge 1982

December 29, 2016

kriegshaber-synagoge-1982

The former Synagogue of Kriegshaber as photographed bei Lori Stevens-Hogue in 1982. Many thanks for sharing.


erweiterte Neuauflage: “Das Haus der drei Sterne”

November 13, 2016

Yehuda Shenef:  –  Das Haus der drei Sterne: Die Geschichte des jüdischen Friedhofs von Pfersee, Kriegshaber und Steppach bei Augsburg, in Österreich, Bayern und Deutschland

Neuazflage des Buches von 2013

yehuda-shenef-das-haus-der-drei-sterne-neuauflage-2016https://www.amazon.de/dp/374310069X/

ISBN: 978-3743-100-695

288 Seiten / 16.50 Euro

Der jüdische Friedhof an der heutigen Hooverstraße im Augsburger Norden hat eine sehr wechselvolle Geschichte, wie kaum ein anderer in Deutschland. Hier ruhen berühmte Gelehrte, Eisenbahnpioniere, Politiker und Bankiers, bis 1815 auch Hofagenten aus München, bis 1865 auch Augsburger.

Gegründet wurde er zur Beginn des 30-jährigen Krieges in der damals österreichischen Markgrafschaft Burgau, von den Juden aus Pfersee, Kriegshaber und Steppach, just am selben Tag, als gleich daneben ein Feuerball in der Umgebung einschlug.

Hundert Jahre später eskalierte der Bau eines Hauses am Friedhof beinahe zum Krieg zwischen Österreich und der benachbarten Reichstadt. Ein weiteres Jahrhundert später, übte das Militär des Königreichs Bayern neben dem Friedhof den Umgang mit Kanonenkugeln, wobei immer wieder Trauernde, Passanten und Gräber getroffen wurden.

Die Nazis schändeten 1942 den Friedhof als Vergeltung für einen alliierten Bombenangriff auf die MAN-Werke am Vortag. Als nach den Zweiten Weltkrieg um den Friedhof herum eine Wohnsiedlung für US-Soldaten entstand, bildete der Friedhof eine exterritoriale Enklave, für deren Erhalt sich General Eisenhower einsetzte, der bald darauf Präsident der USA wurde.
Nun steht dem lange vernachlässigten Friedhof eine russische Zukunft, als letzte Ruhestätte aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderter Juden, bevor.

Die um hundert Seiten erweiterte Neuauflage des Buches bietet eine Auswahl an Grabsteinen und Inschriften nebst dem (fast) vollständig rekonstruierten Grabregister.

Mit Vorworten von Dr. Arthur Obermayer, Boston (Obermayer Foundation) und Botschafter Peter R. Rosenblatt, Washington DC, beide Nachkommen jüdischer Familien aus Kriegshaber und Pfersee.

 


MUT Aufbau in Augsburg

August 8, 2016

MUT in Augsburg, am Rathausplatz

MUT Aufbau Augsburg 2016

המילה הגרמנית לאומץ על גג בית

המילה הגרמנית כתוב באותיות עבריות יהיה … מות

snapshot taken 8. July 2016

installtion of the word “MUT” (= courage, bravery)

on the roof of a building next to the town hall of Augsburg.
The letters of course are well fixed,

so there is no actual risk in being “mutig” (courageous) this way.

 

Thus the Augsburg Friedenfest also just includes friends, as if there ever was a need to make peace with friends


Dr. Richard Grünfeld

August 4, 2016

מורנו הרב

ר יצחק בן ר אליעזר ליפמן זל

נפטר ביום יט תשרי תרצב

תנצבה

 

Dr. Richard Grünfeld

1863 – 1931

Großherzoglicher Kreisrabbiner in Bingen am Rhein 1889 –  1910

Bezirksrabbiner in Augsburg 1910 – 1929

Caecilie Lilli Grünfeld geborene Stein

1871 – 1934

תנצבה

Rabbiner Richard Grünfeld Augsburg Grabstein gravemarker

The Hebrew inscription mentions Richard Grünfeld by his Hebrew name Itzchak son of Elieser Lipman as well as the day of his death which was the 19th of Tishri.


Synagoge Augsburg

July 7, 2016

The Synagogue of Augsburg in Halderstr. in summer 1916 (officially inaugurated in April 1917):

Synagoge Augsburg Halderstr.  1917 בית הכנסת אוגסבורג, חודשים לפני החנוכה באביב 1917


Keine Auswanderung ohne Sprachkenntnisse

June 29, 2016

(Heute wieder aktuell ..?)

Keine Auswanderung ohne Sprachkenntnisse

Der Hilfsverein der Juden in Deutschland teilt mit:

Die verstärkte Auswanderung nach Übersee, die im Herbst 1935 eingesetzt hat, hält unvermindert an. Bei den meisten Ländern könnte man die Aussichten unserer Auswanderer als verhältnismäßig günstig bezeichnen, zumal die großen ausländischen Organisationen bei der Unterbringung der Neu-Eingewanderten unschätzbare Hilfe leisten. Demgegenüber mehren sich aber in letzter Zeit immer stärker die Klagen, dass unsere Auswanderer selbst verhängnisvolle Fehler begehen, die nicht nur ihr wirtschaftliches Fortkommen erschweren, sondern auch eine unerträgliche Belastung für die Arbeit der Hilfskomitees im Ausland darstellen.

Dass es die Pflicht des jüdischen Auswanderers ist, sich im Einwanderungslande jeder politischen Tätigkeit strikt zu enthalten, ist vom Hilfsverein wie von den zuständigen ausländischen Organisationen mehrfach betont worden und muss auch an dieser Stelle mit allen Nachdruck wiederholt werden.

Jüdische Auswanderung 1936 September 1936 Korrespondenzblatt Südamerika Hilfsverein

Ein sehr viel allgemeineres Verschulden unserer Auswanderer liegt indes in ihrem mangelnden Eifer zur Erlernung der künftigen Landessprache. Es liegt auf der Hand , dass der Einwanderer auf wirtschaftlichen Erfolg in der Regel nur rechnen kann, wenn er die Sprache seiner neuen Heimat von Anfang an wenigstens einigermaßen beherrscht und sich im Lande selbst möglichst rasch in ihr vervollkommnet. Dies gilt natürlich im besonderen Maße für die Angehörigen der kaufmännischen und akademischen Berufe, die ohne Beherrschung der Landessprache als Arbeitskräfte meistens geradezu unbrauchbar sind. Trotzdem wird immer häufiger aus überseeischen Ländern berichtet, dass kaum ein kleiner Teil der Einwanderer auch nur über die bescheidensten Sprachkenntnisse verfügt, und dass viele sich einfach darauf verlassen, sie würden die Sprache schon im Einwanderungslande sozusagen von selbst lernen. Allein innerhalb der letzten Tage sind dem Hilfsverein aus Südafrika, aus Kolumbien, aus Argentinien, Uruguay und Brasilien heftige Klagen über die Trägheit vieler Auswanderer in dieser Hinsicht zugegangen.

Zu gleicher Zeit klagt das Hilfskomitee in Bogota (Kolumbien), es müsse immer wieder feststellen, dass die Einwanderer fast ausnahmslos sprachlich, psychisch und beruflich völlig unvorbereitet dahin kämen und sich so „selbst die allergrößten Hindernisse für ihr Vorwärtskommen“ bereiteten.

Andererseits erhält der Hilfsverein aber auch immer wieder Briefe von früheren Auswanderern, die zufrieden darüber berichten, wie schnell sie dank ihrer früheren Sprachstudien Stellung gefunden haben, und welch unschätzbaren Vorteil es für den Einwanderer, wenn er die Landessprache, und möglichst außerdem noch eine Sprache beherrscht. Es verdient nachdrücklichste Betonung, dass die Kenntnis der englischen Sprache auch für Auswanderer nach Südamerika eine außerordentliche Hilfe bedeutet; noch wichtiger ist allerdings die Kenntnis der jeweiligen Landessprache, d.h. im allgemeinen des Spanischen und für Brasilien des Portugiesischen. Es ist deshalb unbedingt notwendig, dass jeder einzelne Auswanderer, ganz besonders wenn er öffentliche Mittel in Anspruch nimmt, schon in Deutschland die Sprache seiner voraussichtlichen Heimat studiert.

 

Der Artikel erschien am 15. Juni 1936 in Heft 12 der „Bayerischen israelitischen Gemeindezeitung“, also vor recht genau 80 Jahren.


Леви и Дан – the tribes of Levi and Dan

June 3, 2016

Картина из Аугсбургской синагоги, изображающая израильские племена ( колена ) Леви и Дана. Дизайн выполнен Генрихом Лемпелом (1877 – 1951) для синагоги , построенной архитектором Фрицем Ландауером сто лет назад. В современной интерпретации художницы Ханы Таусендфелз в 2010 году.

tribe Levi tribe Dan Augsburg Synagogue Stämmeלוי ודן