Irsee: Geschichte der Juden in Schwaben

May 12, 2022

Seit 900 Jahren: Juden in Schwaben

Seit dem 3. Jahrhundert leben Juden im Raum des heutigen Deutschland. Heuer erinnern wir an die erste schriftliche Erwähnung von Juden in Köln vor 1700 Jahren. In Schwaben ist mit Joseph de Augusta im Jahr 1208 ein Jude urkundlich erwähnt. Zugleich stehen wir 80 Jahre nach der Shoa vor der Zunahme von antisemitischer Hetze, von Gewalttaten und Anschlägen in Deutschland, die von den unterschiedlichsten Gruppierungen ausgehen.

Wie können wir angemessen der jüdischen Geschichte erinnern? Zwei Ansätze bieten sich an: Wir hören auf die Zustandsbeschreibung von hier in Schwaben lebenden Juden und auf profilierte jüdische Kulturträger; wir fragen nach den Perioden von Normalität und Konflikten in der jüdischen Geschichte Deutschlands.

Die Referenten der 33. wissenschaftlichen Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben werfen einen Blick zurück in die Geschichte von Nachbarschaft, Kooperation und Konflikten, auf die Situation heute und auf die Chancen digitaler Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert.

Zugleich wird im Rahmen dieser Tagung mit Dr. Peter Fassl der ehemalige Heimatpfleger des Bezirks Schwaben, der seit Ende 2020 im Ruhestand ist, von Bezirkstagspräsident Martin Sailer öffentlich verabschiedet, was pandemiebedingt mehrfach verschoben werden musste.

33. Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben
Schwabenakademie Irsee, 17. bis 18. Mai 2022

Programm

Dienstag, 17. Mai 2022

14.00 Uhr
Dr. Markwart Herzog, Direktor Schwabenakademie Irsee / Christoph Lang, Bezirksheimatpfleger Schwaben: Begrüßung

14.15 Uhr
Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg: Einführung in die Thematik der Tagung

14.30 Uhr
Yehuda Shenef, (JHVA) Augsburg / Sigrid Atzmon, Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth: Normalität – für Juden heute?

15.30 Uhr
Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität München: Erwartungen und Hoffnungen der Juden in Deutschland

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Jim G. Tobias, Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts: Antisemitismus heute in Bayern

17.00 Uhr
Martin Sailer, Bezirkstagspräsident von Schwaben und Vorsitzender der Schwabenakademie Irsee: Verabschiedung von Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R.

18.30 Uhr
Abendessen

Mittwoch, 18. Mai 2022

9.00 Uhr
Anton Limmer, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben / Dr. Maximilian Strnad, Institut für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur, München / Angela Bachmair, Kulturjournalistin (Moderation): Erinnerungskultur digital – Expertengespräch

10.00 Uhr
Dr. Johannes Mordstein, Stadtarchiv Wertingen: Die Koexistenz von Juden und Christen in der Grafschaft Oettingen am Beispiel der Judenschutzbriefe

10.45 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Dr. Axel Töllner, Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen, Augustana-Hochschule Neuendettelsau: Zwischen Hoffnung und Abneigung: Evangelische Perspektiven aus Bayern auf Judentum und jüdisches Leben zwischen 1806 und 1945

11.45 Uhr
Dr. Claudia Madel-Böhringer, Stadtarchiv Ichenhausen: „Eine Gemeinde nährt sich zum Teil durch die andere.“ Kooperation und Konflikte im Wirtschaftsleben der christlichen und jüdische Gemeinde Ichenhausens

12.30 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Gerhard Beck, Fürstlich Oettingen-Wallersteinsches Archiv, Harburg (Schwaben): Gute Nachbarschaft und Konflikte. Das Verhältnis zwischen Juden und Christen im Nördlinger Ries

14.45 Uhr
Dr. Claudia Ried, Kreisheimatpflegerin Landkreis Augsburg: Zwischen Normalität und Konflikt. Das Zusammenleben von Juden und Christen in Schwaben im 19. und 20. Jahrhundert

15.30 Uhr
Schlussdiskussion

16.00 Uhr
Ende der Tagung / Abreise

Konzeption und Leitung

Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg

Veranstalter

Heimatpflege des Bezirks Schwaben
Schwabenakademie Irsee

Kontakt

Schwabenakademie Irsee • Klosterring 4 • 87660 Irsee
Telefon: 08341 906-661 oder -662
E-Mail: buero@schwabenakademie.de
www.schwabenakademie.de

Foto: (c) Schwabenakademie Irsee 


CHag CHanucka SameaCH

December 2, 2018

To all friends and members a happy and healthy Chag Chanucka

חג חנוכה שמח לכולם

Bluat Lech – Theater – Aufführungen in MERING

October 2, 2018

Heute, am 2. Oktober, morgen am 3. Oktober jeweils um 19 Uhr, sowie am Sonntag 7. Oktober um 20 Uhr wird  in der Bücherei in 86415 MERING, Bachstr. 1

das Theaterstück BLUATLECH von Martina Drexler aufgeführt mit Simon Nagy in der Doppelrolle als Mörder und Ermordeter.

Es basiert auf dem historischen Mordfall des jüdischen Goldschmieds Ludwig Bach aus Kriegshaber im August 1862, der im Buch akribisch recherchiert ist:

MORD AM LECH

von Yehuda Shenef

aus dem Jahr 2014

ISBN: 978-3744-89-3640

266 Seiten, 16 €


ונתנה תוקף

September 18, 2018

 

ונתנה תוקף

classical Yom Kipur prayer noted by קלונימוס בן משולם (Kalonimos ben Meschulam) from Mainz (Magenza), who died in 1096.

וּנְתַנֶּה תֹּקֶף קְדֻשַּׁת הַיּוֹם כִּי הוּא נוֹרָא וְאָיוֹם וּבו תִנָּשֵׂא מַלְכוּתֶךָ וְיִכּון בְּחֶסֶד כִּסְאֶךָ וְתֵשֵׁב עָלָיו בֶּאֱמֶת. אֱמֶת כִּי אַתָּה הוּא דַיָּן וּמוֹכִיחַ וְיוֹדֵעַ וָעֵד וְכוֹתֵב וְחוֹתֵם וְסוֹפֵר וּמוֹנֶה. וְתִזְכֹּר כָּל הַנִּשְׁכָּחות, וְתִפְתַּח אֶת סֵפֶר הַזִּכְרוֹנוֹת. וּמֵאֵלָיו יִקָּרֵא. וְחוֹתָם יַד כָּל אָדָם בּו. וּבְשׁוֹפָר גָּדוֹל יִתָּקַע. וְקוֹל דְּמָמָה דַקָּה יִשָּׁמַע. וּמַלְאָכִים יֵחָפֵזוּן. וְחִיל וּרְעָדָה יֹאחֵזוּן. וְיֹאמְרוּ הִנֵּה יוֹם הַדִּין. לִפְקד עַל צְבָא מָרוֹם בַּדִּין. כִּי לֹא יִזְכּוּ בְעֵינֶיךָ בַּדִּין

Leonhard Cohen‘s Who by Fire was inspired by this medieval poem:

And who by fire, who by water,
Who in the sunshine, who in the night time,
Who by high ordeal, who by common trial,
Who in your merry merry month of may,
Who by very slow decay,
And who shall I say is calling?
And who in her lonely slip, who by barbiturate,
Who in these realms of love, who by something blunt,
And who by avalanche, who by powder,
Who for his greed, who for his hunger,
And who shall I say is calling?
And who by brave assent, who by accident,
Who in solitude, who in this mirror,
Who by his lady’s command, who by his own hand,
Who in mortal chains, who in power,
And who shall I say is calling?

Jewish New Year 5779

September 7, 2018

allen Mitgliedern, Abonnenten und Freunden

des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg

wünschen wir ein gesegnetes, gesundes und vermögendes

neues Jahr 5779

in Frieden, Gesundheit und Wohlstand und Segen

des EINEN.

 

a happy and healthy

NEW YEAR 5779

to all members and friends of the JHVA

שנה טובה תשע’ט לכל החברים והחברות

שאַנאַ טאָוואַ פֿאַר אַלע מיטגלידער און פריינט

Шана Това для всех членов и друзей

سنة جديدة سعيدة 5779 لجميع الأعضاء والأصدقاء


Totale Mondfinsternis (auch) über Augsburg

July 29, 2018

 red moon between city theater and cathedral of Augsburg

In vielen Kulturen und Religionen wurden (und werden) Phänomene wie Kometen, Sonnen- oder Mondfinsternisse als (meist: schlechte) Omen oder Vorzeichen gehalten, die bevorstehende Katastrophen wie Kriege, Hungersnöte und dergleichen ankündigen, während es sich für Astronomen im Grunde leicht zu berechnende Routineereignisse handelt, die – keine Frage – nichts desto trotz, im Wortsinn sehenswert sind.

Ähnlich nüchtern betrachtet das klassische Judentum solche Erscheinungen. Schon Jeremia ben Hilkia sagt:

אל דרך הגוים אל תלמדו ומאתות השמים אל תחתו  כי יחתו הגוים מהמה

Lernt nicht den Lehren der Völker und fürchtet euch nicht vor den Zeichen des Himmels, wie sie sich fürchten. Denn die Praktiken der Völker sind nutzlos“ (Jeremia 10.2-3)

Und auch im Talmud heißt es ganz sicher: „Folgen die Juden den Worten Gottes, haben sie keinen Grund, sich wegen solcher Zeichen Sorgen zu machen.“ (Sucka 29a)

Roter Mond zwischen Perlachturm und Rathaus

fotografiert aus dem 7. Stock mit Zoom

Although many people all over the world regard solar or lunar eclipses as somewhat sinister omen, astronomers in contrary rate those occurrences quite prosaic as regular and calculable constellations – which however by all means are worth watching, no doubt.

Similar sober is the traditional Jewish standpoint in relation to any of those celestial phenomena. Already the prophet Jeremia ben Hilkia said:

Do not learn the ways of the peoples and don’t be frightened by signs in sky, although they are frightened of them. For the practices of the peoples are worthless.”  (Verse 10.2-3)

While the Talmud is likewise unambitious: “When the Jews follow the word of God, they have no reason to worry about all those signs.”

 

ירח אדום מעל אוגסבורג

צולם מחלוני

 


Bluat Lech

June 10, 2018

BLUAT LECH
Sonntag | 08.07.2018 | 19:30 Uhr

Das Artus Ensemble präsentiert in Kooperation mit ARGE Städtefreundschaft Mering – Karmiel und Yehuda Shenef

Tragödie am Lechrain 1862 nach einer wahren Begebenheit

Einakter von Martina Drexler

8. Juli 2018 | 19.30 Uhr Stadl-Uni, Bergstr. 10, Unterbergen, Gespielte Lesung • Eintritt frei,


Zion and Jerusalem

May 11, 2018

For Jerusalem Day: Thoughts on the centrality of Zion and Jerusalem from the first Chief Rabbi of Israel.

The sages in Eretz Yisrael were furious. True, Hananiah was a great scholar, among the greatest of his generation. But even after he left for Babylon, Hananiah continued to set the Jewish calendar, deciding whether to add a leap month and determining the first day of the month.

The sages dispatched two messengers to Hananiah with the following warning: “If you insist on setting the calendar outside of Israel, then go build your own altar and publicly declare that you and your community in Babylon have left the Jewish people and no longer belong to the God of Israel.” The Babylonian Jews were stunned to hear this message, wailing, “Heaven forbid! We are still part of the Jewish people!”

 

Read more: https://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/22138

HaRav Avraham Yitzchak HaCohen Kook zts”l

First Ashkenazi Chief Rabbi of Israel, revered and famed Torah sage, philosopher, writer, poet, iconic and beloved leader of religious Zionism and the return to Zion (1865-1935).


חג פסח כשר ושמח

March 30, 2018

חג פסח כשר ושמח לכל החברים בעולם

preparation for the seder


13. Mitgliederjahresversammlung des JHVA 2017

August 4, 2017

Einladung zur ordentlichen Mitgliederjahresversammlung 2017


Liebe Freunde und Mitglieder des Jüdisch-Historischen Vereins Augsburg (JHVA),

satzungsgemäß gibt, es wie zuvor bereits mitgeteilt

die bereits 13. ordentliche Mitgliederjahresversammlung

und zwar am

am Sonntag, 6 August um 1500 Uhr

im Biergarten Zeughaus,

Zeugplatz 4, 86150 Augsburg,

Haltestellen „Moritzplatz/Königsplatz

in der ehemaligen Waffenkammer der Freien Reichstadt Augsburg.

Bei gutem Wetter  im Biergarten, ansonsten im geräumigen und gemütlichen Lokal.

Freunde und Gäste sind wie immer willkommen.