Gedenktage Augsburger Juden 26. bis 31. Dezember

December 26, 2022

am 26. Dezember:

1802 Tod von Menachem Adler (Ansbach) in Pfersee

am 27. Dezember:

1909 Geburt von Albert Bruckner, 1942 gestorben in Buchenwald

1896 Tod von Louis Obermayer, 26 Jahre alt

1896 Tod von Jakob Rosendahl, 63 Jahre alt

 

am 28. Dezember:

1878 Tod von Isaak Hirsch, geb. 1811

1919 Tod von Heinrich Schwarz, 60 Jahre alt

1930 Tod von Isaak Mayer, geb. 1843

 

am 29. Dezember:

1925 Tod von Heinz Bernheim, 22 Jahre alt

1973 Mejer-Jonas Rübenfeld, geb. 1905, früherer Vorstand der IKG Augsburg

1998 Tod von Jakov Arbabanel, geb. 1912

 

am 30. Dezember:

1913 Geburt Martha Eliasowitz, geb. Lang aus Treuchtlingen

1913 Tod Moritz Dannenbaum, geb. 1847

 

am 31. Dezember:

1732 Tod von Matl Etthausen aus Pfersee

1747 Tod von Baruch Chaim Ulmo, 54 Jahre alt, Koch in Steppach

1803 Tod von Jakob Mendel Ulmo, Kriegshaber, 55 Jahre alt

1892 Tod von Lehman Gerstle, geb. 1816

1897 Tod von David Neumayer, geb. 1824

1926 Tod von Karl Schwarz, geb. 1877

1980 Tod von Alice Krebs, geb. 1877

2018 Tod von Efim Mazo, geb. 1931


Gedenktage Augsburger Juden 18. bis 25. Dezember

December 18, 2022

am 18. Dezember:

1869 Geburt von Josefine Bollack, im KZ ermordet

1879 Geburtstag von Siegfried Schaefer, gest. 1935

1919 Geburt von Irene Frank, geb. Bachmann

1937 Tod von Prof. Samuel Landauer (ساموئل لانداور), im Alter von 91 Jahren

1950 Tod von Chana Debinska, im Alter von 62

Prof. Samuel Landauer mit Ehefrau Anna im Jahr 1884 (C) Foto: JHVA

 

am 19. Dezember:

1820 Geburtstag von Samuel Lemle, gest. 1895

1863 Geburt von Hermann Glückselig, München

1967 Tod von Pinchos Redlich (geb. 1897)

 

am 20. Dezember:

1820 Geburtstag von Abraham Heilbronner, gest. 1906

1837 Geburtstag von Isak Bernheim, gest. 1924

1850 Geburtstag von Therese Bach, nee Steppacher, gest. 1886

1862 Geburt von Laura Frank, geb. Lemle in Steppach

1885 Geburt von Paul Gross, Augsburg, umgekommen in Minsk

 

am 21. Dezember:

1711 Tod von David Sosa, Steppach

1805 Geburtstag von Michael Untermayer in Kriegshaber, gest. 1888

1821 Geburtstag von Samuel Bachmann, gest. 1907

1844 Tod von Löb Natan Friedberger, Hausierer aus Ichenhausen

1850 Geburtstag von Gustav Krailsheimer in Pfersee, gest. 1906

1925 Tod von Saly Löw, geb. 1857

1926 Tod von Aron Kahn im Alter von 85 Jahren

 

am 22. Dezember:

1816 Tod von Leser Marx, Hausierer aus Wiesloch, im Alter von 61 Jahren

1874 Tod von Jakob Götze aus Kriegshaber, im Alter von 80 Jahren

1933 Tod von Salomon Kukoli, 33 Jahre alt

Anna Abraham, geb. Kukoli, geboren am 15.05.1897,wurde am 11.11.1941 von Frankfurt aus ins Ghetto Minsk deportiert (Wiesbaden)

 

am 23. Dezember:

1818 Geburtstag Alexander Rothschild, gest. 1891

1827 Tod von Schaul Hechinger, Augsburg, im Alter von 65 Jahren

1851 Geburtstag Abraham Hechinger, gest. 1929

1907 Todestag von Samuel Bachman, geb. 1821

 

am 24. Dezember:

1836 Geburt von Regina Gunz, geb. Bach, gest. 1911

1884 Geburt von Jakob Ginzberg, gest. 1957

1884 Tod von Samuel Thannhauser

1911 Tod von Hermann Regensburger, geb. 1853

 

am 25. Dezember:

1859 Geburt von Heinrich Schwarz, gest. 1919

1862 Geburt von Ludwig Epstein, gest. 1932

1866 Geburt von Sami Günzburger, gest. 1924

1893 Tod von Emanuel Wortsmann, geb. 1843

1915 Geburt von Khaim Shikhanovich, gest. 2007


Gedenktage 14. bis 17. Dezember

December 13, 2022

  1. Dezember:

1856 Tod von Samuel Dick aus Pfersee im Alter von 63 Jahren

1880 Geburtstag von Moritz Marx (gest. 1938)

1882 Geburtstag von Anna Arnold (Kahn), gest. 1942

2016 Tod von Chana Tausendfels, im Alter von 53 Jahren

Yehuda & Ruven, Illustration Chana Tausendfels 2010, nach Abbildung in Synagoge Augsburg
  1. Dezember:

1896 Tod von David Lämmle, 74 Jahre alt

1918 Tod von Hugo Bein, geb. 1881

1958 Tod von Salomon Offenbach, geb. 1899

 

  1. Dezember:

1779 Tod von Efraim Ulmo aus Pfersee, im Alter von 75 Jahren

1868 Geburtstag von Max Gunz, gest. 1938

1920 Tod von Moritz Bollack, geb. 1866

1957 Tod von Jakob Ginzberg, geb. 1884

 

  1. Dezember:

1854 Geburtstag von Irene Binswanger, geb. Guggenheimer (gest. 1931)

1892 Todestag von Emil Neuburger, geb. 1838

 

 


Vortrag zur Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Augsburg

November 11, 2022

Im Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstraße

Sonntag, 13. November 2022, 15 Uhr 30

Yehuda Shenef, “Die jüdischen Friedhöfe in Augsburg

zum Auftakt der “2. jüdischen Kulturwoche Schwaben” (Programm: https://dig-augsburg.de/wp-content/uploads/2022/11/Kulturwoche-Online-Programm-9-1.pdf )

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Irsee: Geschichte der Juden in Schwaben

May 12, 2022

Seit 900 Jahren: Juden in Schwaben

Seit dem 3. Jahrhundert leben Juden im Raum des heutigen Deutschland. Heuer erinnern wir an die erste schriftliche Erwähnung von Juden in Köln vor 1700 Jahren. In Schwaben ist mit Joseph de Augusta im Jahr 1208 ein Jude urkundlich erwähnt. Zugleich stehen wir 80 Jahre nach der Shoa vor der Zunahme von antisemitischer Hetze, von Gewalttaten und Anschlägen in Deutschland, die von den unterschiedlichsten Gruppierungen ausgehen.

Wie können wir angemessen der jüdischen Geschichte erinnern? Zwei Ansätze bieten sich an: Wir hören auf die Zustandsbeschreibung von hier in Schwaben lebenden Juden und auf profilierte jüdische Kulturträger; wir fragen nach den Perioden von Normalität und Konflikten in der jüdischen Geschichte Deutschlands.

Die Referenten der 33. wissenschaftlichen Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben werfen einen Blick zurück in die Geschichte von Nachbarschaft, Kooperation und Konflikten, auf die Situation heute und auf die Chancen digitaler Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert.

Zugleich wird im Rahmen dieser Tagung mit Dr. Peter Fassl der ehemalige Heimatpfleger des Bezirks Schwaben, der seit Ende 2020 im Ruhestand ist, von Bezirkstagspräsident Martin Sailer öffentlich verabschiedet, was pandemiebedingt mehrfach verschoben werden musste.

33. Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben
Schwabenakademie Irsee, 17. bis 18. Mai 2022

Programm

Dienstag, 17. Mai 2022

14.00 Uhr
Dr. Markwart Herzog, Direktor Schwabenakademie Irsee / Christoph Lang, Bezirksheimatpfleger Schwaben: Begrüßung

14.15 Uhr
Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg: Einführung in die Thematik der Tagung

14.30 Uhr
Yehuda Shenef, (JHVA) Augsburg / Sigrid Atzmon, Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth: Normalität – für Juden heute?

15.30 Uhr
Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität München: Erwartungen und Hoffnungen der Juden in Deutschland

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Jim G. Tobias, Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts: Antisemitismus heute in Bayern

17.00 Uhr
Martin Sailer, Bezirkstagspräsident von Schwaben und Vorsitzender der Schwabenakademie Irsee: Verabschiedung von Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R.

18.30 Uhr
Abendessen

Mittwoch, 18. Mai 2022

9.00 Uhr
Anton Limmer, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben / Dr. Maximilian Strnad, Institut für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur, München / Angela Bachmair, Kulturjournalistin (Moderation): Erinnerungskultur digital – Expertengespräch

10.00 Uhr
Dr. Johannes Mordstein, Stadtarchiv Wertingen: Die Koexistenz von Juden und Christen in der Grafschaft Oettingen am Beispiel der Judenschutzbriefe

10.45 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Dr. Axel Töllner, Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen, Augustana-Hochschule Neuendettelsau: Zwischen Hoffnung und Abneigung: Evangelische Perspektiven aus Bayern auf Judentum und jüdisches Leben zwischen 1806 und 1945

11.45 Uhr
Dr. Claudia Madel-Böhringer, Stadtarchiv Ichenhausen: „Eine Gemeinde nährt sich zum Teil durch die andere.“ Kooperation und Konflikte im Wirtschaftsleben der christlichen und jüdische Gemeinde Ichenhausens

12.30 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Gerhard Beck, Fürstlich Oettingen-Wallersteinsches Archiv, Harburg (Schwaben): Gute Nachbarschaft und Konflikte. Das Verhältnis zwischen Juden und Christen im Nördlinger Ries

14.45 Uhr
Dr. Claudia Ried, Kreisheimatpflegerin Landkreis Augsburg: Zwischen Normalität und Konflikt. Das Zusammenleben von Juden und Christen in Schwaben im 19. und 20. Jahrhundert

15.30 Uhr
Schlussdiskussion

16.00 Uhr
Ende der Tagung / Abreise

Konzeption und Leitung

Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg

Veranstalter

Heimatpflege des Bezirks Schwaben
Schwabenakademie Irsee

Kontakt

Schwabenakademie Irsee • Klosterring 4 • 87660 Irsee
Telefon: 08341 906-661 oder -662
E-Mail: buero@schwabenakademie.de
www.schwabenakademie.de

Foto: (c) Schwabenakademie Irsee 


CHag CHanucka SameaCH

December 2, 2018

To all friends and members a happy and healthy Chag Chanucka

חג חנוכה שמח לכולם

Bluat Lech – Theater – Aufführungen in MERING

October 2, 2018

Heute, am 2. Oktober, morgen am 3. Oktober jeweils um 19 Uhr, sowie am Sonntag 7. Oktober um 20 Uhr wird  in der Bücherei in 86415 MERING, Bachstr. 1

das Theaterstück BLUATLECH von Martina Drexler aufgeführt mit Simon Nagy in der Doppelrolle als Mörder und Ermordeter.

Es basiert auf dem historischen Mordfall des jüdischen Goldschmieds Ludwig Bach aus Kriegshaber im August 1862, der im Buch akribisch recherchiert ist:

MORD AM LECH

von Yehuda Shenef

aus dem Jahr 2014

ISBN: 978-3744-89-3640

266 Seiten, 16 €


ונתנה תוקף

September 18, 2018

 

ונתנה תוקף

classical Yom Kipur prayer noted by קלונימוס בן משולם (Kalonimos ben Meschulam) from Mainz (Magenza), who died in 1096.

וּנְתַנֶּה תֹּקֶף קְדֻשַּׁת הַיּוֹם כִּי הוּא נוֹרָא וְאָיוֹם וּבו תִנָּשֵׂא מַלְכוּתֶךָ וְיִכּון בְּחֶסֶד כִּסְאֶךָ וְתֵשֵׁב עָלָיו בֶּאֱמֶת. אֱמֶת כִּי אַתָּה הוּא דַיָּן וּמוֹכִיחַ וְיוֹדֵעַ וָעֵד וְכוֹתֵב וְחוֹתֵם וְסוֹפֵר וּמוֹנֶה. וְתִזְכֹּר כָּל הַנִּשְׁכָּחות, וְתִפְתַּח אֶת סֵפֶר הַזִּכְרוֹנוֹת. וּמֵאֵלָיו יִקָּרֵא. וְחוֹתָם יַד כָּל אָדָם בּו. וּבְשׁוֹפָר גָּדוֹל יִתָּקַע. וְקוֹל דְּמָמָה דַקָּה יִשָּׁמַע. וּמַלְאָכִים יֵחָפֵזוּן. וְחִיל וּרְעָדָה יֹאחֵזוּן. וְיֹאמְרוּ הִנֵּה יוֹם הַדִּין. לִפְקד עַל צְבָא מָרוֹם בַּדִּין. כִּי לֹא יִזְכּוּ בְעֵינֶיךָ בַּדִּין

Leonhard Cohen‘s Who by Fire was inspired by this medieval poem:

And who by fire, who by water,
Who in the sunshine, who in the night time,
Who by high ordeal, who by common trial,
Who in your merry merry month of may,
Who by very slow decay,
And who shall I say is calling?
And who in her lonely slip, who by barbiturate,
Who in these realms of love, who by something blunt,
And who by avalanche, who by powder,
Who for his greed, who for his hunger,
And who shall I say is calling?
And who by brave assent, who by accident,
Who in solitude, who in this mirror,
Who by his lady’s command, who by his own hand,
Who in mortal chains, who in power,
And who shall I say is calling?

Jewish New Year 5779

September 7, 2018

allen Mitgliedern, Abonnenten und Freunden

des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg

wünschen wir ein gesegnetes, gesundes und vermögendes

neues Jahr 5779

in Frieden, Gesundheit und Wohlstand und Segen

des EINEN.

 

a happy and healthy

NEW YEAR 5779

to all members and friends of the JHVA

שנה טובה תשע’ט לכל החברים והחברות

שאַנאַ טאָוואַ פֿאַר אַלע מיטגלידער און פריינט

Шана Това для всех членов и друзей

سنة جديدة سعيدة 5779 لجميع الأعضاء والأصدقاء


Totale Mondfinsternis (auch) über Augsburg

July 29, 2018

 red moon between city theater and cathedral of Augsburg

In vielen Kulturen und Religionen wurden (und werden) Phänomene wie Kometen, Sonnen- oder Mondfinsternisse als (meist: schlechte) Omen oder Vorzeichen gehalten, die bevorstehende Katastrophen wie Kriege, Hungersnöte und dergleichen ankündigen, während es sich für Astronomen im Grunde leicht zu berechnende Routineereignisse handelt, die – keine Frage – nichts desto trotz, im Wortsinn sehenswert sind.

Ähnlich nüchtern betrachtet das klassische Judentum solche Erscheinungen. Schon Jeremia ben Hilkia sagt:

אל דרך הגוים אל תלמדו ומאתות השמים אל תחתו  כי יחתו הגוים מהמה

Lernt nicht den Lehren der Völker und fürchtet euch nicht vor den Zeichen des Himmels, wie sie sich fürchten. Denn die Praktiken der Völker sind nutzlos“ (Jeremia 10.2-3)

Und auch im Talmud heißt es ganz sicher: „Folgen die Juden den Worten Gottes, haben sie keinen Grund, sich wegen solcher Zeichen Sorgen zu machen.“ (Sucka 29a)

Roter Mond zwischen Perlachturm und Rathaus

fotografiert aus dem 7. Stock mit Zoom

Although many people all over the world regard solar or lunar eclipses as somewhat sinister omen, astronomers in contrary rate those occurrences quite prosaic as regular and calculable constellations – which however by all means are worth watching, no doubt.

Similar sober is the traditional Jewish standpoint in relation to any of those celestial phenomena. Already the prophet Jeremia ben Hilkia said:

Do not learn the ways of the peoples and don’t be frightened by signs in sky, although they are frightened of them. For the practices of the peoples are worthless.”  (Verse 10.2-3)

While the Talmud is likewise unambitious: “When the Jews follow the word of God, they have no reason to worry about all those signs.”

 

ירח אדום מעל אוגסבורג

צולם מחלוני