Vortrag zur Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Augsburg

November 11, 2022

Im Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstraße

Sonntag, 13. November 2022, 15 Uhr 30

Yehuda Shenef, “Die jüdischen Friedhöfe in Augsburg

zum Auftakt der “2. jüdischen Kulturwoche Schwaben” (Programm: https://dig-augsburg.de/wp-content/uploads/2022/11/Kulturwoche-Online-Programm-9-1.pdf )

May be an image of text that says 'Deutsch-Israelische Gesellschaft Augsburg-Schwaben e.V. Wissenschaftlicher Vortrag und Buchvorstellung mit Jehuda Shenef mit Grußworten von Bischof Dr. Bertram Meier, Regionalbischof Axel Piper sowie dem Kulturreferenten der Stadt Augsburg Jürgen Enninger Wann? 15.30 Uhr Wo? Festsaal der Synagoge Augsburg (Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg) Veranstalter Israelitische Kultusgemeinde Schwaben Augsburg mit Musik von Olga und Marjan Abramovitsch'

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Neuausgabe: Das Haus der drei Sterne …

August 1, 2022

Der jüdische Friedhof von Pfersee/Kriegshaber im Augsburger Norden hat eine wechselvolle Geschichte wie kaum ein anderer in Deutschland. Gegründet wurde er zu Beginn des 30jährigen Krieges in der österreichischen Markgrafschaft Burgau von den Juden aus Pfersee, Kriegshaber und Steppach, just am Tag als gleich daneben ein himmlischer Feuerball in der Umgebung einschlug.

Hundert Jahre später eskalierte der Bau eines Hauses am Friedhof beinahe zu einem Krieg zwischen Österreich und der benachbarten Reichstadt. Ein weiteres Jahrhundert später übte das königlich-bayerische Militär neben dem Friedhof den Umgang mit Kanonenkugeln, wobei immer wieder mal Trauernde, Passanten und auch Gräber getroffen wurden. Die Nazis schändeten den Friedhof 1942 als Vergeltung für einen alliierten Bombenangriff auf die Augsburger MAN-Werke am Vortag.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg um den Friedhof herum eine Wohnsiedlung für US-Soldaten entstand, bildete der Friedhof eine exterritoriale Enklave, für deren Erhalt sich niemand geringer als der damalige General Eisenhower einsetzte, der bald darauf Präsident der USA werde sollte. Nach langer Vernachlässigung in der Nachkriegszeit stand dem Friedhof nun eine ‘russische Zukunft’ bevor, jedoch haben die Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion vorerst am neuen Ostfriedhof eine Ruhestätte für ihre Angehörigen gefunden. Am Friedhof an der Hooverstraße ruhen zahlreiche Gelehrte, Rabbiner, Eisenbahnpioniere, Politiker, Bankiers, Ärzte, Hoffaktoren.

Bis 1815 begruben hier die Münchner Juden ihre Honoratioren, bis 1867 auch die Augsburger. Die stark erweiterte dritte Auflage des Buches bietet eine sehr umfangreiche Portraitsammlung vieler am Friedhof bestatteter Personen aus vier Jahrhunderten, ein umfassendes Grabregister, viele Fotos und zuvor unveröffentlichte historische Details.

Als chronologisch zweiter Band beschließt das Buch auch die Trilogie zu den drei historischen jüdischen Friedhöfen in Augsburg.

264 Seiten (DIN A 4)

ISBN: 978-3756 243 662


JUDEN in AICHACH

July 3, 2022

Es sprich viel dafür, dass es in Aichach im 14. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde gab. Zwei oder drei Personen sind namentlich bekannt, nach ihnen ist davon die Rede, dass in einem Jahr 5 Aichacher Juden nach Augsburg gebracht wurden, um dort am „Judenkirchhof“ vergraben zu werden. Die logischen Zusammenhänge ergeben wenigstens einen Zeitraum von 50 Jahren, in welchem es eine wie auch immer geartete jüdische Gemeinschaft in Aichach gegeben haben wird.

Spielstein mit Bar Kochba- Stern im Aichacher Stadt-Museum

 

Aichach gehört, obwohl östlich des Lechs, seit rund 40 Jahren zu Bayerisch-Schwaben. Im Mittelalter war Aichach (der Name bedeutet wörtlich „Eichenbach“ und hat daher eine Eiche im Wappen) bayerisch. Aus seiner Umgebung entstand das Herrscherhaus Wittelsbach, als die Grafen von Scheyern Anfang des 12. Jahrhunderts das Wittelsbacher Schloss gründeten. Auf der Anhöhe von Oberwittelsbach, das heute ebenso wie Unterwittelsbach zur Stadt Aichach gehört, finden sich spärliche Reste einer älteren Burg, die allerdings etwas jünger sein dürften.

Zu den bedeutenden Wittelsbacher Herrschern, die Bayern bis 1918 regierten, gehörte „Ludwig der Bayer“, der bis 1348 römischer Kaiser war. Kaiser Ludwig hatte bekanntlich viele Kontakte zur jüdischen Gemeinde im benachbarten Augsburg. Immer wieder benötigte er Geld für Feldzüge oder zur Finanzierung des Hofstaates und lieh sich daher beträchtliche Geldsummen von den Vertretern des Augsburger Judentums. Zu diesem Zweck gab der Wittelsbacher Kaiser München sogar seine Residenz als Pfand.

Mittelalterliche Augsburger Aufzeichnungen nennen Isaak von Aichach, der 136 bis 1369 als Steuerzahler vermerkt ist, einige Jahre später nennt dieselbe Quelle Moses von Aichach im Zeitrahmen 1377 – 1382. Die beiden können verwandt sein, müssen es aber nicht. Das bedeutet natürlich nicht, dass andere in Augsburg erwähnte Juden nicht auch aus Aichach stammten konnten, und es bedeutet auch nicht, dass alle Juden aus Aichach in Steuerakten oder Gemeindeurkunden genannt wurden. Allerdings deutet darauf hin, dass zumindest in dieser Zeit Juden aus Aichach in Augsburg lebten. Das Wittelsbacher Schloss wurde angeblich bereits 1209 zerstört – archäologische Forschungen haben keine Beweise – Aichach war jedoch in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis 1384 auch Sitz des Deutschordens. Der offizielle Name lautet „Orden der Brüder des Deutschen Hauses St. Marien in Jerusalem“ (lat.: Ordo domus Sanctæ Mariæ Theutonicorum Hierosolymitanorum), was natürlich die Kreuzzugsgeschichte des Ordens unterstreicht. Offensichtlich waren die Juden in Aichach in gewisser Weise mit dem Orden verbunden. Vielleicht erklärten sie ihnen den Weg nach Jerusalem oder wie man einen Seder hält. Wir wissen nicht.

Etwa zur selben Zeit, um 138 ist in Ulm der Nürnberger Bürger Isak von Aichach notiert, dessen Tochter Henlin (wohl von Hanna/Chana) in Ulm mit Viflin, dem Sohn des Säcklin (von Zacharias/Secharja) verheiratet war. Der Brautvater Isak von Aichach wird nur im Zusammenhang mit einem (einzigen?) Geldgeschäft überliefert.

Kühbacher Bier

Intermezzo: Dem Verfasser dieser Zeilen wird damit klar, dass er, als er im Jahr 2003 einen rasch getilgten Kredit aufnahm, sich als Jude wohl sogleich auch seinen Platz in den lokalen Geschichtsbüchern gesichert haben dürfte. Das wesentliche ist damit ja nun wohl gesagt, der Rest nur bloße Zierrat.

Wie dem auch sei, kann es wohl sein, dass der Nürnberger Isaak von Aichach mit dem Augsburger Isaak von Aichach übereinstimmt. Wissen tun wir es nicht. Das trifft auch für die Vermutung zu, dass Moses von Aichach der Sohn des Isaak von Aichach gewesen sein könnte, Henlin in Ulm war vielleicht seine Schwester. Die Namensgleichheit spricht dafür, ansonsten nichts, aber auch weiter nichts dagegen. Isaak der in Augsburg bis 1369 registriert ist, könnte dann nach Nürnberg übergesiedelt sein, und nach 1877 heiratet dann Henlein, die Tochter des Isaak aus Aichach in Nürnberg ihren Viflin.

Was wir wissen, ist, dass beide Aichacher Juden, Isaak und Moses die insgesamt zwischen 1363 bis 1382 in Augsburg aktenkundig sind, mit Getreidehandel zu tun hatten. Das könnte dann auch mit Bierbrauen zu tun haben, einer Kunst, die talmudische Juden nach Mitteleuropa brachten.

Auch wenn nun nur 2 Juden in Aichach namentlich überliefert sind (oder: 3, falls es etwa zeitgleich 2 Männer namens Isaak aus Aichach gab), ist es doch offensichtlich, dass es eine jüdische Ansiedlung in Aichach gegeben haben muss.

Für das Jahr 1389 nämlich sind immerhin 5 Juden aus Aichach notiert, für die ein Wegzoll nach Augsburg beglichen werden musste, damit sie auf dem mittelalterlichen Augsburger Friedhof bestattet werden konnten, der damals „Judenkirchhof“ genannt wurde. Wenn es nicht gerade ein Massaker oder eine lokale Seuche war, spricht das unter normalen Umständen schon dafür, dass es eine beachtliche Gemeinde gegeben haben wird.

In Augsburg, wo heute etwa 1700 Juden leben sterben pro Jahr etwa 15 – 25 Personen. Das lässt sich sicher nicht übertragen auf Umstände im 14. Jahrhundert, wo wir (wenigstens: phasenweise) mit einer deutlich höheren Sterberate rechnen können, aber es zeigt doch eine gewisse erwartbare Größenordnung an, denn bei 50 Personen am Ort wären 5 Tote ja schon sehr gravierend.

Ilse Koch – Wikipedia (wikipedia)

Heute ist Aichach in der Region vor allem durch das Kennzeichenkürzel „AIC“ und durch das einzige Frauengefängnis Bayerns mit rund 440 Insassen bekannt, das 1908 eingerichtet wurde. Unter den Insassen des Gefängnisses war auch Ilse Koch, geb. 1906-1967) Ehefrau von Karl Koch, der nach seiner Einführung des KZ-Systems, im besetzten Norwegen Kommandant der Konzentrationslager Buchenwald und Majdanek (1941-43) … Ihr Mann wurde wegen seiner Verbrechen zum Tode verurteilt. Ilse Koch „die Bestie von Buchenwald“ beging 1967 im Aichacher Frauengefängnis (1909 das erste seiner Art in Bayern) Suizid.


Irsee: Geschichte der Juden in Schwaben

May 12, 2022

Seit 900 Jahren: Juden in Schwaben

Seit dem 3. Jahrhundert leben Juden im Raum des heutigen Deutschland. Heuer erinnern wir an die erste schriftliche Erwähnung von Juden in Köln vor 1700 Jahren. In Schwaben ist mit Joseph de Augusta im Jahr 1208 ein Jude urkundlich erwähnt. Zugleich stehen wir 80 Jahre nach der Shoa vor der Zunahme von antisemitischer Hetze, von Gewalttaten und Anschlägen in Deutschland, die von den unterschiedlichsten Gruppierungen ausgehen.

Wie können wir angemessen der jüdischen Geschichte erinnern? Zwei Ansätze bieten sich an: Wir hören auf die Zustandsbeschreibung von hier in Schwaben lebenden Juden und auf profilierte jüdische Kulturträger; wir fragen nach den Perioden von Normalität und Konflikten in der jüdischen Geschichte Deutschlands.

Die Referenten der 33. wissenschaftlichen Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben werfen einen Blick zurück in die Geschichte von Nachbarschaft, Kooperation und Konflikten, auf die Situation heute und auf die Chancen digitaler Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert.

Zugleich wird im Rahmen dieser Tagung mit Dr. Peter Fassl der ehemalige Heimatpfleger des Bezirks Schwaben, der seit Ende 2020 im Ruhestand ist, von Bezirkstagspräsident Martin Sailer öffentlich verabschiedet, was pandemiebedingt mehrfach verschoben werden musste.

33. Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben
Schwabenakademie Irsee, 17. bis 18. Mai 2022

Programm

Dienstag, 17. Mai 2022

14.00 Uhr
Dr. Markwart Herzog, Direktor Schwabenakademie Irsee / Christoph Lang, Bezirksheimatpfleger Schwaben: Begrüßung

14.15 Uhr
Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg: Einführung in die Thematik der Tagung

14.30 Uhr
Yehuda Shenef, (JHVA) Augsburg / Sigrid Atzmon, Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth: Normalität – für Juden heute?

15.30 Uhr
Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität München: Erwartungen und Hoffnungen der Juden in Deutschland

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Jim G. Tobias, Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts: Antisemitismus heute in Bayern

17.00 Uhr
Martin Sailer, Bezirkstagspräsident von Schwaben und Vorsitzender der Schwabenakademie Irsee: Verabschiedung von Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R.

18.30 Uhr
Abendessen

Mittwoch, 18. Mai 2022

9.00 Uhr
Anton Limmer, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben / Dr. Maximilian Strnad, Institut für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur, München / Angela Bachmair, Kulturjournalistin (Moderation): Erinnerungskultur digital – Expertengespräch

10.00 Uhr
Dr. Johannes Mordstein, Stadtarchiv Wertingen: Die Koexistenz von Juden und Christen in der Grafschaft Oettingen am Beispiel der Judenschutzbriefe

10.45 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Dr. Axel Töllner, Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen, Augustana-Hochschule Neuendettelsau: Zwischen Hoffnung und Abneigung: Evangelische Perspektiven aus Bayern auf Judentum und jüdisches Leben zwischen 1806 und 1945

11.45 Uhr
Dr. Claudia Madel-Böhringer, Stadtarchiv Ichenhausen: „Eine Gemeinde nährt sich zum Teil durch die andere.“ Kooperation und Konflikte im Wirtschaftsleben der christlichen und jüdische Gemeinde Ichenhausens

12.30 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Gerhard Beck, Fürstlich Oettingen-Wallersteinsches Archiv, Harburg (Schwaben): Gute Nachbarschaft und Konflikte. Das Verhältnis zwischen Juden und Christen im Nördlinger Ries

14.45 Uhr
Dr. Claudia Ried, Kreisheimatpflegerin Landkreis Augsburg: Zwischen Normalität und Konflikt. Das Zusammenleben von Juden und Christen in Schwaben im 19. und 20. Jahrhundert

15.30 Uhr
Schlussdiskussion

16.00 Uhr
Ende der Tagung / Abreise

Konzeption und Leitung

Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirks Schwaben i.R., Augsburg

Veranstalter

Heimatpflege des Bezirks Schwaben
Schwabenakademie Irsee

Kontakt

Schwabenakademie Irsee • Klosterring 4 • 87660 Irsee
Telefon: 08341 906-661 oder -662
E-Mail: buero@schwabenakademie.de
www.schwabenakademie.de

Foto: (c) Schwabenakademie Irsee 


Слава Україні ..!

February 27, 2022

We express our solidarity with the Jews in and from Ukraine, with the people of Ukraine and their state and brave leadership. We hope that the malicious and lying aggressors Putin and his henchmen will fail and their sinister plans will be null and void.

Augsburg Rathausplatz 24. Feb. 2022


1700 Jahre Geschichte der Juden in Deutschland … auch in Augsburg (Video-Vortrag)

October 13, 2021

VIDEO-VORTRAG im Hauptraum der Großen Augsburger SYNAGOGE an der Halderstraße anlässlich des Datums „1700 Jahre GESCHICHTE der JUDEN in DEUTSCHLAND … auch in AUGSBURG“ … ein kurzer Streifzug von der Antike über mittelalterliche Verhältnisse, die Rechte der Juden im Augsburger Stadtrecht von 1276, den Bau des Judenwalls 1298, die Ansiedlung in den (nord)westlichen, damals österreichischen Vororten bis zur Neuzeit und Gegenwart.


Für die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Augsburg-Schwaben gefilmt und bearbeitet von Vladyslav SHAYKHIT und Iryna KATS – Juli 2021


Radio Kanal C Augsburg

October 11, 2021

https://www.machdeinradio.de/radiobeitrag/juedisches-leben-in-augsburg-damals-und-heute/

>>Wie sah jüdisches Leben vor 1700 Jahren in Augsburg aus? Um dieser Frage nachzugehen, haben sich die beiden Kanal C-Redakteure Lukas Ulbrich und Fabian Kapfer auf den Weg in einen Park in die Augsburger Innenstadt gemacht. Dort wartete der Historiker Yehuda Shenef, der sich bereits seit Jahren mit der jüdischen Geschichte in der Fuggerstadt beschäftigt. Der Experte vom Jüdisch-Historischen-Vereins Augsburg, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt, erzählt über die Rolle der Juden und informiert über die Berufe, die von ihnen ausgeübt wurden.

Das jüdische Leben in Augsburg lässt sich dabei bis in die Antike zurückverfolgen. Das belegen mehrere Funde, erklärt Shenef. Weiter geht er auf die Rechte der Juden der damaligen Zeit ein, die teilweise so gut waren, dass sie sogar denen des Klerus ähnelten. Somit waren auch die jüdischen Leben im Stadtleben gut integriert. Shenef lässt es sich dabei nicht nehmen, auch einige Klischees aus dem Weg zu räumen: „Die meisten Juden waren überwiegend Handwerker. Sie haben als Bäcker, Metzger, Schlosser oder Schneider gearbeitet.“ Außerdem sei die älteste Apotheke in Augsburg von einem Mitglied der jüdischen Gemeinde betrieben worden, informiert der Historiker.

In der heutigen Zeit gibt es derweil einige Herausforderungen. Die antisemitisch-motivierten Straftaten nehmen in Deutschland seit einiger Zeit stetig zu. Den Juden werde daher von der Bundesregierung geraten, nicht mit der Kippa in der Öffentlichkeit aufzutreten. Ein bis zwei Polizeiautos „gehören zum Alltag dazu, wenn wir in die Synagoge gehen“, sagt Shenef. Anschläge, wie etwa in Halle, würden zur weiteren Aufrüstung der Sicherheitsmaßnahmen sorgen, erklärt der Historiker. Zudem seien öffentliche Auftritte von Juden ohne Personenschutz zum Teil nicht mehr möglich. „Es ist ein Stück weit zur Normalität geworden“, sagt Shenef.<<


Trauer um Amei Schilling

August 18, 2021

Der Jüdisch Historische Verein Augsburg (JHVA) trauert um sein Mitglied und seine frühere Sprecherin Agnes Maria Schilling, die am Sonntag im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Neben der persönlichen Freundschaft verbanden uns auch viele gemeinsame Veranstaltungen, darunter auch Vorträge und zahlreiche Friedhofsführungen. א גרויסן דאנק, vergelts Gott.

Agnes Maria Schilling | Jüdisch Historischer Verein Augsburg
Agnes Maria Schilling am jüdischen Friedhof Kriegshaber/Pfersee

Tamar Eshel celebrates 101st birthday

August 6, 2021

עד מאה ועשרים

Former Israeli diplomat and member of Knesset celebrated her 101st birthday.

בריאות, אושר וברכה

https://www.jpost.com/israel-news/israels-first-wonder-woman-tamar-eshel-celebrates-101st-birthday-674948?fbclid=IwAR1e_OCQ9vXmU_WTzyGzvAG5Sw_do6SW6yfJCZOHBzgNxJQ30TuOm3UXVPk


SCHUM … dawar …? Speyer, Worms, Mainz, jüdisches Weltkulturerbe in Deutschland durch UNESCO anerkannt

July 27, 2021

www.worms-erleben.de/erleben-wAssets/img/sehens...
שום דבר

Erstmals hat die UNESCO jüdisches Kulturgut in Deutschland als Weltkulturerbe anerkannt. “Nur” 76 Jahre nach Hitlers Versuch selbiges komplett auszulöschen, ist es zwar einerseits ein bemerkenswertes Zeichen gegen diese finstere Absicht, andererseits aber auch kein passendes Beispiel für … Eile. Allein schon Raschi hätte sich deutsch-französisch schon wesentlich früher angeboten. Aber in zwanzig Jahren ist ja sein tausendster Geburtstag und bis dahin erscheinen deutsche Zeitungen ohnehin in Raschi-Schrift … 🙂

Für heute bleibt die Freude für das SCHUM, dessen vielfältige Spuren schon im Mittelalter zu oft auch nach Augsburg führten, um abseits davon zu stehen. Möge die Aufmerksamkeit mehr bringen als שום דבר und Touristen wie in Praga.