Rabbi Yom Tow Lippmann Heller

August 25, 2017

Rabbi Jom Tow Lippmann Heller : 

יום-טוב ליפמן הלר

:(Jahrzeit 6. Elul (Todestag):

(Judengasse in Wallerstein)

Rav Gerschon Schaul Yom Tov Lippmann Heller ben Natan haLevi wurde 1579 im bayerischen Wallerstein geboren. Früh verwaist wurde er von seinem Großvater aufgezogen und lernte als Junge zunächst in der Friedberger Jeschiwa von Rav Jakow Günzburg (gest. 1616) und dann beim Maharal von Prag (Rav Juda Löw, 1520-1609). Mit knapp achtzehn Jahren wurde er vom Maharal zum Rabbiner ordiniert und fungierte sodann als Dajan in Prag.

Zwischen 1614 und 1617 veröffentlichte Rav Heller seinen Kommentar zur Mischna Tosafot Jom Tow, der noch heute zu den wichtigsten Mischna-Kommentaren gehört. 1624 war er sechs Monate lang Rabbiner von Nikolsburg in Mähren und wurde im März 1625 Rabbiner in Wien, wo er den dortigen Juden erhebliche Rechte erstritt.

1627 bis 1629 amtierte er als Rabbiner von Prag. Dort folgte innerjüdischen Streitigkeiten über Steuererhebungen seine Inhaftnahme durch die habsburgischen Behörden und seine Inhaftierung in Wien. Er wurde antichristlicher Aussagen angeklagt und schließlich durch den Hofjuden Jakob Bassevi (1570-1634) unter der Bedingung freigekauft, die Habsburger Lande zu verlassen.

Den Rest seines Lebens verbracht Rav Heller in Polen: 1631 wurde er Rabbiner von Nemirov und 1634 in Ludmir, beides heute in der Ukraine gelegen. Er wurde eine einflussreiche Kraft im Va’ad Arba Aratzos und 1643 zum Aw Bet Din von Krakau gewählt. In seinen letzten Lebensjahren füllte er auch die Position des Oberrabbiners von Krakau aus. Er starb 1654 in Krakau und ist in der Sektion für arme, unbedeutende Leute auf dem jüdischen Friedhof beerdigt.

Grabstein in Krakau

 

Text: Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland @ http://www.ordonline.de

Advertisements

Rabbi Löw Memorial in Prague

October 6, 2016

rabbi-low-memorial-prague-ladislav-saloun

rabbi-low-prague-ladislav-saloun-1910-townhall-radnice-rathaus

Das 1910 vom Prager Bildhauer Ladislav Šaloun (1870-1946) geschaffene beim Neuen Rathaus (Nova Radnice) in Prag ist selbstredend kein historisches Abbild von Rabbi Jehuda ben Bezalel Löw Liwa (1522-1609), der Maharal, (מורנו הגדול רבי ליווא). Neben der schieren Höhe des Denkmals fallen als Nebenfiguren ein Hund und eine nackte Frau auf, die sich von zwei Seiten an den hohen Mann hängen, dessen zu klischeehaft geratene Nase sich über die Straße erhebt.

rabbi-low-memorial-with-dog-prague

Der Allgemeinheit bekannt ist Rabbi Löw, dessen Grab am alten Friedhof eine Zirbelnuss krönt, vor allem für die Golem-Legende. In seinen umfangreichen, übrigens auch heute noch gut zu lesenden, Schriftwerk ist freilich nirgends von einem Golem die Rede, jedoch befasste sich ein Augsburger Vorfahr des Gelehrten aus der Kalonimos-Sippe bereits im 13. Jahrhundert mit der Frage, ob es möglich sei ein(en Golem als) künstliches Wesen zu erschaffen.

rabbi-low-naked-woman-prague-saloun

Ein Spaßmacher meinte mal dazu, das handfeste Ergebnis existiere noch heute sichtbar in Augsburg und sei seit einiger Zeit als „Steinerner Moa“  (Mann) bekannt, dem Generationen anderer Scherzbolde regelmäßig die Steinnase mit Feuerzeugen anschwärzen.

steinerner-mo-augsburgגולם אוגסבורג הפכו לאבן


Der moderne Golem

September 25, 2016

Anders als in der Legende hilft der moderne Golem in Prag nicht gegen Judenhass, sondern beim Geschäft. Er ist käuflich und passt in verschiedenen Größen und Ausfertigungen in große und kleine Tassen. Da das hebräische Wort golem wörtlich in etwa Klotz (im übertragenem Sinn daher für einen rohen Kerl) heißt, passt das durchaus.

golem-figure-praguewooden Golem figures in Prague are good for bizznezz


At Franz Kafka Museum Prague

September 20, 2016

  • A maternal (Löwy) relative Franz Kafka in his hometown Prague is awarded with a museum, but I query whether he would appreciate to be focussed or the somewhat awkward Piss fountain figures by David Cerny in front of it.

yehuda-shenef-at-franz-kafka-museum-pragueבפרנץ קפקא מוזיאון

yehuda-shenef-at-franz-kafka-museum-prague-2

pisser-brunnen-kafka-museum-prag female tourist obviously are fond of the fountains

pisser-brunnen-kafka-museum-prag-2wann see even more?

http://www.kafkamuseum.cz


Die Spanische Synagoge von Prag

September 13, 2016

spanische-synagoge-prag

Offenkundiges Vorbild für die 1917 vollendete Augsburger Synagoge …:

synagoge-kuppel-augsburg-dome-synagogue


Jüdische Famliengeschichte in Schwaben und Böhmen

September 9, 2016

deutsche-botschaft-prag-reprasentanz-bayern-sudeten-prag-kulturverband

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Tschechischen Republik,
der Kulturverband der Bürger deutscher Nationalität in der Tschechischen Republik,
die Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik,
und das Sudetendeutsche Büro Prag laden Sie sehr herzlich ein zum Vortrag

750 Jahre deutsch-jüdische Familien-Geschichten
in Böhmen und Schwaben.

Der Vortrag findet statt am

Dienstag, den 13. September 2016 um 15.00 Uhr

im Haus der nationalen Minderheiten der Stadt Prag,
Vocelova 3, 120 00 Prag 2.

Als Vortragender konnte der Geschäftsführer des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg Yehuda Shenef gewonnen werden. Herr Yehuda Shenef berichtet über weniger bekannte Aspekte der gemeinsamen Geschichte des deutschsprachigen Judentums in Böhmen und Schwaben.
Böhmen wie Schwaben waren sehr lange Zeit Bestandteile des Habsburgerreiches. Seit dem Hochmittelalter sind enge Familienverbindungen zwischen Prager und Augsburger Juden belegt, sei es durch hebräische Grabsteininschriften, Briefe, Urkunden oder durch zahlreiche Bücher. Was aus der Außenperspektive oft nur als Handelsaktivität erscheint, war im Wesentlichen doch Familien- und Heiratspolitik.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei, aus Platzgründen ist (war) jedoch eine verbindliche Anmeldung bis zum 5. September 2016 per E-Mail an info@sks-praha.com erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.prag.bayern.de | http://www.sks-praha.com | http://www.kulturverband.com | http://www.prag.diplo.de

yehuda-shenef-prag-2016-deutsch-judische-familiengeschichte-bohmen-und-schwaben


דגל יהודי של פראג

November 24, 2015

jüdische Fahne PragJewish flag of Prague, one of the oldest uses of the so called “Star of David” as token of a Jewish community in Europe, what later became the badge of the Zionist movement as well as for Jews in general. The origin however probably refers to the last ancient Jewish ruler in Israel: Simon Kosiva, better known as Bar Kokhba, lit. “the star”.