Pizza and Sushi Hamantaschen for Purim

March 24, 2016

presented by Kosher in the Kitch

בתאבון


“Von Spiel zu Spiel denken …”

March 23, 2016

Wir müssen von Spiel zu Spiel denken“ lautet eine oft gehörte Phrase von Fußballern, wenn sie betonen wollen, dass sie angesichts der schwierigen Aufgaben in den bevorstehenden Wochen besonders konzentriert zu Werke gehen müssen oder wenigstens wollen, klappt ja trotz Vorsatz nicht immer. Jedenfalls: man macht keine großen Pläne, sondern geht Schritt für Schritt vor und arbeitet die Aufgaben, die vor einem liegen, bestmöglich ab …

Ob es daran liegt, dass wie in diesem Jahr, das jüdische Purim und das christliche Oster-Fest sich begegnen, was wegen des hebräischen Schaltmonats „Adar 2“ nur alle paar Jahre vorkommt, jedenfalls erinnert die Synchronizität daran, dass es im Judentum und Christentum ein paar (äußerliche) Ähnlichkeiten gibt. Da wäre etwa das Purim-Spiel, in welchem – meist Kinder – die Geschichte von Ester und Mordechai am Königshof im persischen Schuschan nachspielen, öfter mal improvisiert, fast immer eher komisch. Sicher nicht ganz damit zu vergleichen, aber gleichfalls bereits mittelalterlich überliefert, sind die christlichen Passionsspiele, in welcher, in der Regel eher ernst als komisch, die Leidensgeschichte des Jesus nachgestellt werden soll. Welche der beiden Traditionen die ältere ist, ist nicht sicher zu belegen, ist aber aus heutiger Sicht letztlich auch egal, da die zeitgenösische Art und Weise Purim zu feiern, längst mit der christlichen Tradition des Karnevals verschmolzen ist, wenigstens optisch, d.h. was die Art der Kostümierung der Kinder anbetrifft. Neben zahlreichen Indianern und Cowboys finden sich in der Regel die aktuellsten Filmfiguren, Superman, Batman, Shrek, Minions, Star Wars, Harry Potter, Simpsons, oder was eben gerade “in” ist und für den ungeübten Betrachter die grundlegende Erzählung des Geschehens am persischen Hof mitunter etwas erschwert. Selbst im „ultra-orthodoxen“ Bne-Brak können Kinder auch rote Weihnachtsmützen tragen, die jemand wahrscheinlich als Weihnachtsmarkt-Souvenir aus Deutschland mitgebracht hat und dergleichen mehr. Christlicherseits kamen bislang aber wohl selbst liberale Reformer noch nicht auf die Idee Fasching und Passionsspiel zu vermengen, was am wahrscheinlichsten damit zu tun hat, dass das eine vom anderen kalendarisch strikt getrennt wird.

Eine weitere strukturelle Gemeinsamkeit zwischen Purim und Ostern besteht im Umstand, dass es in beiden Festen den seltsamen Brauch gibt, dass man symbolisch den Teil eines Menschen isst, und zwar in Form eines Backwerks. Bei den Christen ist dies bekanntlich die Hostie (lat. eigentlich Opfertier), im (europäischen) Judentum sind das die Haman-Ohren, die in Anspielung auf die jiddische Aussprache „ha’mon“ meist mit Mohn gefüllt sind, zudem mit reichlich Zucker bestreut  und deshalb letztlich kaum etwas mit den kargen „Obladen“ zu tun haben, die Christen bei der spartanischen Eucharistie zu sich nehmen. Zu der gibt es freilich aber auch noch den Wein und den gibt es beim Purimfest eben auch, reichlich, ja überreichlich. Immer wieder kolportiert wird das (freilich nur angebliche) „Gebot“, das man sich als Jude an Purim so sehr betrinken soll, dass man Haman (den Schurken) und Mordechai (den Helden) miteinander verwechselt – Haman und Mordechai wie gesagt, und nicht, wie man aufgrund der Anzüglichkeiten meinen könnte Jesus und Haman, obwohl beide öffentlich von den jeweiligen Herrschern hingerichtet worden sein sollen. Freilich hatte der eine zwölf, bzw. elf Anhänger (Schüler/Jünger), der andere hingegen zehn Söhne, die mit ihm aufgehängt wurden. Da verwechselt man doch eher noch Persien mit Pfersee …

Andererseits sitzen in der klassischen Abendmalszene christlicher Maler eben nur ein Dutzend „Jünger“ mit am Tisch des Jesus, während ein chassidischer Rebbe an seinem Purim-Tisch schon mal hundert oder noch mehr Leute empfangen kann. Kein Wunder eigentlich, dass es im Judentum zu Purim fast ein Tanz-Gebot gibt, während Christen an Karfreitag ein Tanzverbot haben, das selbst in mutmaßlich “weltanschaulich neutralen” Staaten wie Deutschland übrigens auch sogar ein gesetzliches Verbot ist. Heute ist das kein wesentliches Problem (mehr), aber man kann sich denken, wie das in früheren Zeiten war, wenn Feiertage und Bräuche aufeinanderstießen …

purim abendmahl hostie wein hamantascheeigentlich nicht zu verwechseln: Hostie oder Haman-Ohr zum Wein

Man sieht es handelt sich eher um strukturelle Ähnlichkeiten als um tatsächliche Übereinstimmungen, von denen es zugegeben aber dann doch noch einige weitere gibt, etwa die Szene des Tanzes der Salome, der „das halbe Königreich“ angeboten wurde, wie zuvor bereits der Ester im Buch der Ester … aber nicht alle Verwechslungen beruhen auf Alkohol, weiß man ja. Da Purim und Ostern sich in den meisten Jahren kalendarisch eben nicht begegnen, ist das alles auch nicht weder verwunderlich noch tragisch. Wir denken einfach von Spiel zu Spiel.

An Purim lohnt es sich allerdings auch daran zu denken, dass sich in der Geschichte der Ester, mehr noch in ihrer Person auch bereits die messianische Hoffnung der Rettung des bedrohten Volkes Israel verkörpert. Da Ester („nur“ ?) eine Frau ist, ist das für viele Leute ein eher ungewöhnlicher Gedanke, aber das besagt dann ja nur etwas über die eigenen Gewohnheiten. Wer mehr dazu wissen will, kann es nachlesen im 12, Kapitel des Buches

666 die Zahl des Menschen, das Mysterium der Apokalypse im Spiegel jüdischer Geschichte

von Yehuda Shenef

ISBN: 978-3739238159

304 Seiten, 18 Euro

Yehuda Shenef 666 die Zahl des Menschen


פורים טיש

March 4, 2015

 

חג פורים

שמח

 


לפורים שמח

March 14, 2014

אַ פריילעך ליד

ישראל ורדיגר

 ידידים    /      ניט בלויז

לפורים שמח

nicht nur zu PURIM … enjoy and joy in

 


if you play the Blues … play it black

March 12, 2014

Moshe Schwartz

 


Esther and Mordechai

February 22, 2013

The local tradition in the Iranian town of Hamadan (همدان ) has it that there are the tombs of Mordechai and Esther in a Jewish mausoleum, which is the main pilgrimage site for Jews in Iran, but also respected by Persian Muslim. Enjoy the marvelous videos which bear witness of the high esteem the site obviously has.

חג פורים שמח

 

 

آرامگاه استر و مردخای

You can easily stop the video in order to read the Hebrew inscriptions of the inserted memorial plates.

Persische Juden haben keinen Zweifel daran, dass es sich um die tatsächliche Grabstätte von Esther und Mordechai handelt, auch werden die Personen aus der biblischen Geschichte als authentische, historische Persönlicheiten aufgefasst. Wer dies per se bezwiefeln möchte, sollte bedenken, dass im Kölner Dom, dem Glauben der Katholiken gemäß die Gebeine der “heiligen drei Könige” ruhen sollen.


שירי פורים

February 19, 2013

 

Königin Esther

Augsburg Purim


Schuschan – Purim

March 9, 2012

(wikipedia)

Am Tag nach dem Fest der Purim gibt es ein weiteres, am 15. Adar, das Schuschan-Purim genannt wird und sich auf die Stadt Schuschan bezieht, die von Kyros eroberte elamitische Burg und Hauptstadt des Perser-Reiches zur Zeit der Ester-Geschichte. Genau genommen müsste man es in Schuschan feiern, heute als Schusch شوش bekannt, welches nur noch eine kleine unbedeutende Distrikthauptstadt in der Provinz Chusestan im Südwesten des Iran mit etwa 70.000 Einwohnern . Die Stadt hatte bereits zur Zeit von Alexander aus Mazedonien ihre frühere Bedeutung eingebüßt, hatte später noch eine paar gute Jahre als warmer Wintersitz diverser Herrscher. Im Jahr 638 wurde die dann überwiegend christlich-jüdische Stadt von den Muslimen und im Jahr 1218 von den Mongolen nochmals komplett zerstört. Die sehr alte Stadt ist reich an archäologischen Funden und ihr heutiges Wahrzeichen sind die Burg und der Daniel-Turm, der dem vermuteten Grab des biblischen Profeten des Menetekel gewidmet ist.

Die Frage war, wie man Schuschan-Purim außerhalb von Schuschan feiern sollte? So kamen die Weisen auf die Idee, es auf das Land Israel zu beziehen. Da nun aber zur Zeit als sie darüber nachdachten, die Städte allesamt ruiniert waren, versetzte man die Argumentation zusätzlich noch zeitlich in die Tage der Eroberung des Landes durch Joschua (Jesus) zurück. Alle Städte in Israel die zur seiner (Joschua/Jesus) Zeit eine Stadtmauer hatten, gelten demnach als qualifiziert dafür, das Fest der Purim einen Tag später zu feiern als sonst. Heute wird dies jedoch nur noch auf Jerusalem und eben Schuschan selbst bezogen, wobei letzteres nicht in Frage kommt, wobei jedoch auch in Akko, Jaffa und Tiberia zumindest die Megilla gelesen wird, ohne Brachot wie sich versteht. Auch in Jerusalem bezieht es sich auf die Stadt in ihren modernen Grenzen und nicht auf die ummauerte Altstadt, deren Bau aus weit späterer Zeit stammt.

Accoring to tradition the day after Purim is celebrated as Shushan-Purim, named after the former capital of the Persian kingdom in the time of Queen Ester, which today is a small province town of some 70.000 in the southwestern part of Iran. In Israel Jerusalem and other ancient cities walled in at the time when Joshua (Jesus) conquered the country replace Shushan for that purpose.


שירי פורים

March 8, 2012

Zum Fest der Purim gibt es natürlich jede Menge Lieder, mit denen sich endlos TV-Sendungen oder Parties für Kinder füllen lassen. Die Lektion die man bereits als Kind dabei lernen kann, ist wohl, dass kein Mächtiger oder Wichtiger in der Welt von Kindern späterer Generationen als dumm entlarvt und verlacht werden kann und wird. Darin steckt natürlich auch ein Fingerzeig für heutige Mächtige und Wichtige, Höflinge und Vasallen und wenn sie sich von Kinderfingern beeindrucken lassen, werden Achbubitschatscha und Co. auch ihr Verhalten ändern, alles Böse unterlassen und ebenfalls ein fröhliches Chag Ha-Putin, äh … Purim feiern. Gewiss.

Noch was? Man kann 180 Tage lang seine zusammengeklauten Vorzüge ausstellen und sich mit den 500 engsten Verbündeten und Freunden eine weitere Woche lang auf Kosten der Allgemeinheit den Bauch vollschlagen, Musik und Witze hören, lachen und schunkeln, usw. … doch wenn dann zum krönenden Abschluss  die Kirsche von der Sahnetorte fällt, bleibt eben das als letzter Zapfenstreich in Erinnerung. So ist das Publikum nun mal.

http://www.youtube.com/watch?v=iFZzVq1XTv4&feature=related

Yes, there are many Purim songs, enough for many TV programs or children parties. Every kid may learn from it that all mighty and very important people in the world may be mocked by children in future generations, since there stupidity and vanity will be unmasked. There of course also is a pointer for today’s VIPs and their courtiers, minions and toadies.   

Another message derives from Purim: You may boast of your stolen riches and exhibits from all over the world 180 days in a row and you may furthermore sumptuously regale and host your 500 best and most important friends, partners and allies another week. All impressions will fade away if the queen won’t dance or another little mischief spoils the party. All just will remember the failure and probably laugh at your frustration. That’s the way people are and – considering how stupid it is – they are right. So maybe it is better drawing lots. Lots of.

 Mausoleum of Ester and Mordechai (wikipedia.fa)


The Origin of the Esther bunny

March 7, 2012

Usually the bunny is referred to the Christian festival of Easter which replaced the biblical festival of Passover. While in many languages the Christian festival still reminds the Jewish “pessach” פסח origin (Latin: pascha; Russian: Пасха; French: Pâques; Greek: πάσχα; Italian: Pasqua; Dutch: Pasen; etc.), Germanic languages have „easter“ instead (German: Oster; etc.), in recent centuries derived from a notional Germanic goddess “Eastr”, “Ostera”, “Etcetera” … The most likely explanation of course would be a connection to oriental goddess “Ishtar”, whose tree cult also is present in winter time all over Europe, but for convenience or political reasons this usually is no considered option. However, be it as it marches, ummm, … may … we like to introduce another less likely, but finally somewhat puzzling answer to a question not raised so far: the Augsburg Esther Bunny who reads Megilat Esther, the Ester – Hase which in German combines Purim with spring time, what derives from Persian puns with the خرگوش and more older cuneiform script. Would you mind eating Zimmes צימעס instead of sweets like Hamantash – big deal? Probably. Just realize that the awkward “Hamantashn thing” develops more and more to be a(meal) replacement of Christian housel – where symbolically you would eat a person, i.e. Haman, resp. his many many (for what reason sweet?) ears … and you will drink lots of wine with it.

Esterhase ester bunny

What’s up, Mordechai  ..?”

 

Ostern wird gewöhnlich von einer imaginären, sonst nicht nachweisbaren Göttin “ostera” oder “Ister”, etc. abgeleitet, um der wesentlich wahrscheinlicheren Ableitung von Ischtar/Ischar zu entgehen, deren Baumkult im Winter freilich weit verbreitet ist. Wir schlagen deshalb alternativ den Augsburger Esther-Hasen vor, der aus dem Busch springt, und das “Buch Ester” liest. Dazu isst man dann eben Zimmes anstelle von klebrig-süßen Hamantaschen. Letzteres tendiert zunehmend zu einer Art karnevalistischem Abendmahlersatz. Man isst dabei ja zumindest symbolisch den Körper einer Person, oder Teile davon, wie die (warum auch immer) süßen Ohren des Haman und trinkt Wein dazu, bis man Haman und … wen oder was gleich nochmal verwechselt?