Adolf Hitler an der Mauer des jüdischen Friedhofs in Augsburg

June 1, 2018

Nicht persönlich, aber namentlich … immerhin. Was  das auch immer zu besagen hat.

שם אדולף היטלר
ליד בית הקברות היהודי אוגסבורג

Bild:  (c) yehuda shenef / 2. August 2012 am heutigen Ernst-Cramer-Weg

im Stadtteil Augsburg-Hochfeld

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Rabbi Jehuda Löw ben Bezalel

September 8, 2017

Maharal  יהודה ליווא בן בצלאל  

 Jahrzeit 18. Elul

Rav Judah Löw wurde um 1525 wahrscheinlich in Posen geboren. Er entstammte einer rabbinischen Familie, die ursprünglich in Worms beheimatet war.

Der Maharal (Akronym aus Morenu HaRav Löw – unser Lehrer, Rabbiner Löw) zeichnete sich als gewissenhafter Schüler aus und eignete sich nicht nur großes Torawissen an, sondern hatte auch umfassende naturwissenschaftliche Kenntnisse, die ihn in Kontakt mit führenden Forschern seiner Zeit wie dem Astronomen Tycho Brahe brachten.

1553 wurde er zum Rabbiner von Nikolsburg gewählt und nahm damit auch die Position des Landesrabbiners von Mähren ein. Zwanzig Jahre lang wirkte er dort als Rabbiner, bis er nach Prag berufen wurde, wo er eine Jeschiwa eröffnete. Mit einer mehrjährigen Unterbrechung als Rabbiner von Posen blieb der Maharal bis an sein Lebensende in Prag, wo er 1609 starb.

Grabmahl des Maharal am jüdischen Friedhof Prag – gekrönt von einer Zirbelnuss

Der Maharal war schon zu Lebzeiten eine berühmte und geachtete Torapersönlichkeit. Er schrieb zahlreiche Bücher, von denen vor allem sein Kommentar Gur Aryeh zu Raschis Chumasch-Kommentar zu nennen ist. Er vertrat die Ansicht, dass man gemäß den Pirkej Awot kleine Jungen zuerst Chumasch und Mischna lehren sollte, was sein Schüler Rav Yom Tov Heller in seinem Kommentar zur Mischna Tosafos Yom Tovvermerkt. Als großer Experte von Sohar und Kabbala, deren Gedankengut in seine Werke einfloss, ist er auch später in chassidischen Kreisen sehr anerkannt worden.

In etlichen Erzählungen wird die Schaffung des Prager Golem Rabbi Löw zugewiesen.

Text: Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) @ http://www.ordonline.de

 

 


erweiterte Neuauflage: “Das Haus der drei Sterne”

November 13, 2016

Yehuda Shenef:  –  Das Haus der drei Sterne: Die Geschichte des jüdischen Friedhofs von Pfersee, Kriegshaber und Steppach bei Augsburg, in Österreich, Bayern und Deutschland

Neuazflage des Buches von 2013

yehuda-shenef-das-haus-der-drei-sterne-neuauflage-2016https://www.amazon.de/dp/374310069X/

ISBN: 978-3743-100-695

288 Seiten / 16.50 Euro

Der jüdische Friedhof an der heutigen Hooverstraße im Augsburger Norden hat eine sehr wechselvolle Geschichte, wie kaum ein anderer in Deutschland. Hier ruhen berühmte Gelehrte, Eisenbahnpioniere, Politiker und Bankiers, bis 1815 auch Hofagenten aus München, bis 1865 auch Augsburger.

Gegründet wurde er zur Beginn des 30-jährigen Krieges in der damals österreichischen Markgrafschaft Burgau, von den Juden aus Pfersee, Kriegshaber und Steppach, just am selben Tag, als gleich daneben ein Feuerball in der Umgebung einschlug.

Hundert Jahre später eskalierte der Bau eines Hauses am Friedhof beinahe zum Krieg zwischen Österreich und der benachbarten Reichstadt. Ein weiteres Jahrhundert später, übte das Militär des Königreichs Bayern neben dem Friedhof den Umgang mit Kanonenkugeln, wobei immer wieder Trauernde, Passanten und Gräber getroffen wurden.

Die Nazis schändeten 1942 den Friedhof als Vergeltung für einen alliierten Bombenangriff auf die MAN-Werke am Vortag. Als nach den Zweiten Weltkrieg um den Friedhof herum eine Wohnsiedlung für US-Soldaten entstand, bildete der Friedhof eine exterritoriale Enklave, für deren Erhalt sich General Eisenhower einsetzte, der bald darauf Präsident der USA wurde.
Nun steht dem lange vernachlässigten Friedhof eine russische Zukunft, als letzte Ruhestätte aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderter Juden, bevor.

Die um hundert Seiten erweiterte Neuauflage des Buches bietet eine Auswahl an Grabsteinen und Inschriften nebst dem (fast) vollständig rekonstruierten Grabregister.

Mit Vorworten von Dr. Arthur Obermayer, Boston (Obermayer Foundation) und Botschafter Peter R. Rosenblatt, Washington DC, beide Nachkommen jüdischer Familien aus Kriegshaber und Pfersee.

 


Dr. Richard Grünfeld

August 4, 2016

מורנו הרב

ר יצחק בן ר אליעזר ליפמן זל

נפטר ביום יט תשרי תרצב

תנצבה

 

Dr. Richard Grünfeld

1863 – 1931

Großherzoglicher Kreisrabbiner in Bingen am Rhein 1889 –  1910

Bezirksrabbiner in Augsburg 1910 – 1929

Caecilie Lilli Grünfeld geborene Stein

1871 – 1934

תנצבה

Rabbiner Richard Grünfeld Augsburg Grabstein gravemarker

The Hebrew inscription mentions Richard Grünfeld by his Hebrew name Itzchak son of Elieser Lipman as well as the day of his death which was the 19th of Tishri.


Jüdischer Friedhof BINSWANGEN Jewish Cemetery

May 24, 2016

new book by Yehuda Shenef

(Deutsch & English)
Der jüdische Friedhof bei Binswangen –
Hintergründe, Fotos. Grabsteininschriften, Familiengeschichten
The Jewish Cemetery at Binswangen –
Background, Photos, Grave Marker Inscriptions, Family History
Yehuda Shenef - Der jüdische Friedhof bei Binswangen The Jewish Cemetery at Binswangen
240 Seiten / pages  // 17.50 €
ISBN: 978-3848220335

Jüdischer Friedhof Erfurt

October 19, 2015

https://jhva.wordpress.com/2012/05/23/der-alte-judische-friedhof-in-erfurt-cyriakstrase

בית קברות יהודים ארפורט


Carl von Obermayer

August 14, 2015

Carl von Obermayer 1811 - 1889

Portrait von Carl von Obermayer (1811 Kriegshaber – 1889 Wien). Enkel des Bankiers und Wechselhändlers Jakob Obermayer und Sohn des Bankiers und Eisenbahnpioniers Isidor Obermayer, der mit der Besorgung von Schienen und Lokomotiven aus England, maßgeblich zum Bau der ersten bayerischen Überlandbahn von Augsburg nach München beitrug und 1821 das stattliche Palais an der Max-Straße in Augsburg erwarb, das heute als Standesamt bekannt ist.

Obermayer Palais Augsburg Maximilianstr Standesamt

Auch Carl von Obermayer lebte dort und erbte es. Er war Kommandant der Augsburger Landwehr alter Ordnung (einer Art Mischung aus Miliz, Bürger- und Feuerwehr), Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Augsburg mit Amtssitz in seinem Wohnhaus, ein bedeutender Militärstratege mit zahlreichen Aufenthalten im Ausland und Berater der Preußischen Regierung und erster Vorsitzender der 1863 formell vom bayerischen König Ludwig II. anerkannten Israelitischen Kultusgemeinde in Augsburg.

Obermayer Palais Wien Jauresgasse Reisnerstr.

 Palais in Wien

Nach seinem Umzug nach Wien residierte er mit seiner zweiten Frau Rosalie in seinem Palais in der Jauresgasse/Ecke Reisnerstr., heute Sitz der Botschaft der “Islamischen Republik Iran”. Nach seinem Tod wurde Carl von Obermayer im von ihm selbst angelegten Familienensemble der Obermayer-Familie am jüdischen Friedhof von Kriegshaber/Pfersee beigesetzt.

Sein immer wieder nach Jahren mal restauriertes Grabmal wurde in den vergangen Zeiten des öfteren von Vandalen beschädigt. Um dem erneuten Verfall entgegenzuwirken, wollen wir hier auch einmal mehr an einen der großen Söhne Augsburgs erinnern.

Grabstein Carl von Obermayer Kriegshaber Augsburg Juli 2015