Papirosn

August 28, 2018

A jiddischer Tango:  פּאַפּיראָסן

Zully Goldfarb

A kalte nakht, a nebldike finster umetum

sheyt a yingele fartroiert un kukt zikh ‘rum

Fun regn shtist im hor a vant,

A koshikl trogt er in hant,

un zayne oygn betn yedn shtum

Ikh hob shoyn nit keyn koyekh mer

arumtsugeyn in gaz, hungerig un

opgerizn fun dem regn naz.

Ikh shlep arum zikh fun baginen,

keyner git nisht tsu fardinen,

ale lakhn, makhn fun mir shpaz.

Kupitye koyft zhe, koyft zhe papirosn,

trukene fun regn nisht fargozn.

Koyft she bilik benemones,

koyft un hot oyf mir rakhmones,

ratevet fun hunger mikh atsind..

Kupitye koyft she shvebelakh antikn,

dermit verd ir a yosiml derkvikn.

Umzizt mayn shrayen un mayn loyfn,

keyner vil bay mir nit koyfn,

oysgeyn vel ikh muzn vi a hunt.

Mayn tate in milkhome hot farloyrn zayne hent,

mayn mame hot di tsores mer oyshaltn nisht gekent.

Yung in keyver zi getribn,

bin ikh oyf der velt farblibn,

ungliklekh un elnt vi a shteyn.

Breklekh klayb ikh oyf tsum ezn

oyf dem kaltn mark,

a harte bank iz mayn geleger in dem kaltn park.

In dertsu di politziantn, shlog mikh shvern kantn,

z’helft nit mayn betn, mayn geveyn.

Ikh hob gehat a shvesterl, a kind fun der natur,

mit mir tsusamen zikh geshlept hot zi a gants yor.

Mit ir geven iz mir fil gringer, laykhter vern flegt

der hunger, ven ikh fleg a kuk ton nor oyf ir.

Mit amol gevorn iz zi shvakh un zeyer krank,

oyf mayne hent iz zi geshtorbn oyf a gazn-bank.

Un az ikh hob zi farloyrn, hob ikh alts ongevoyrn,

zol der toyt shoyn kumen oykh tsu mir.

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Bluatlech

August 17, 2018

“… die wahre Geschichte von Ludwig Bach und Mathias Brunnhuber, die in Unterbergen aufeinandertreffen. Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem Bauerssohn Mathias und dem jüdischen Goldschmiedelehrling Ludwig Bach aus Augsburg können größer nicht sein. Dennoch kommen sie ins Gespräch.”

 

„Die Presse war damals, im August 1862, voll vom Mord in Unterbergen“, schildert Drexler. Sie kam auf die Geschichte durch die Buchempfehlung von Günter Wurm, der sie auf die historische Abhandlung „Mord am Lech“ des Augsburger Autors Yehuda Shenef aufmerksam machte. „Schon beim Lesen wusste ich, diese Geschichte muss ich schreiben“, schildert sie. Zunächst einfach nur so für sich selbst, dachte Martina Drexler. „Aber es war bald klar, dass das ein Stoff für das Artus Ensemble ist.“

Das Artus Ensemble ist ein Verein, den sie zusammen mit dem ehemaligen Studienfreund Hubert Schmucker und drei weiteren Theaterfreunden 2010 gegründet hat. Das Ziel des Artus Ensembles ist es, Geschichte aus der Region nicht nur für Theaterliebhaber erlebbar zu machen. Dafür werden die aufgegriffenen historischen Stoffe mit Bezug zur Gegenwart bearbeitet und auf die Bühne gebracht.”

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Der Himmel über dem Moritzplatz

August 16, 2018

Der Himmel über dem Augsburger Moritzplatz, der bis ins 19. Jahrhundert das Verkehrszentrum der Stadt war, bei welchem alle Kutschen und Postreiter ankamen und abgingen.


Augsburger Stolpersteine beschmiert

August 6, 2018

Fand heute nachmittag beim Gang durch die Maximilianstraße direkt vor der Burgerking-/ Die Grünen-Filiale, wo Kunden saßen und aßen die im letzten Jahr verlegten drei “Stolpersteine” zum Gedenken an Emma und Eugen Oberdorfer und an die Schirmfabrik von Jacob Oberdorfer mit jeweils einem weißen Buchstaben beschmiert. Offenbar fiel es niemanden auf und störte auch niemanden. Kaum vorstellbar, dass das bei Tageslicht gemacht wurde, während hunderte Leute hin und herlaufen. Dann aber hat es bis abends halb sechs auch niemand beachtet. Anyway, zu lesen stehen so quasi auf dem Kopf gestellt, die Buchstaben

C D B

die nun was besagen sollen?

Wikipedia kennt unter einem solchem Kürzel etwa die “Chinese Development Bank”, oder den “Codex diplomaticus Brandenburgensis”, eine Urkundensammlung zur Geschichte der Mark Brandenburg – beides eher ohne Bezug zu den Oberdorfern. Sollte es gar für “constant database” stehen? Oder für “see the bee”? Oder eine jener mörkwürdigen Abkürzungen aus dem Urban Dictionary die Hinweise auf den IQ jener Person geben könnte, die es wichtig befand, das Gedenken an die Nazi-Opfer in dieser Weise zu übermalen? Krank ist ein solches Tun auf jeden Fall.