Totale Mondfinsternis (auch) über Augsburg

July 29, 2018

 red moon between city theater and cathedral of Augsburg

In vielen Kulturen und Religionen wurden (und werden) Phänomene wie Kometen, Sonnen- oder Mondfinsternisse als (meist: schlechte) Omen oder Vorzeichen gehalten, die bevorstehende Katastrophen wie Kriege, Hungersnöte und dergleichen ankündigen, während es sich für Astronomen im Grunde leicht zu berechnende Routineereignisse handelt, die – keine Frage – nichts desto trotz, im Wortsinn sehenswert sind.

Ähnlich nüchtern betrachtet das klassische Judentum solche Erscheinungen. Schon Jeremia ben Hilkia sagt:

אל דרך הגוים אל תלמדו ומאתות השמים אל תחתו  כי יחתו הגוים מהמה

Lernt nicht den Lehren der Völker und fürchtet euch nicht vor den Zeichen des Himmels, wie sie sich fürchten. Denn die Praktiken der Völker sind nutzlos“ (Jeremia 10.2-3)

Und auch im Talmud heißt es ganz sicher: „Folgen die Juden den Worten Gottes, haben sie keinen Grund, sich wegen solcher Zeichen Sorgen zu machen.“ (Sucka 29a)

Roter Mond zwischen Perlachturm und Rathaus

fotografiert aus dem 7. Stock mit Zoom

Although many people all over the world regard solar or lunar eclipses as somewhat sinister omen, astronomers in contrary rate those occurrences quite prosaic as regular and calculable constellations – which however by all means are worth watching, no doubt.

Similar sober is the traditional Jewish standpoint in relation to any of those celestial phenomena. Already the prophet Jeremia ben Hilkia said:

Do not learn the ways of the peoples and don’t be frightened by signs in sky, although they are frightened of them. For the practices of the peoples are worthless.”  (Verse 10.2-3)

While the Talmud is likewise unambitious: “When the Jews follow the word of God, they have no reason to worry about all those signs.”

 

ירח אדום מעל אוגסבורג

צולם מחלוני

 

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Augsburger Zirbelnuss

July 13, 2018

מעיל של העיר אוגסבורג

Zirbelnuss in Augsburg an Staatsbibliothek


Augsburg Stadtgraben

July 12, 2018

בחפיר באוגסבורג
city moat in Augsburg


Augsburger Synagoge im Winter

February 19, 2018

some impressions from yesterdays onset of winter (just about the 27th of this season):

רשמים של בית הכנסת אוגסבורג

Впечатления синагоги Аугсбурга

انطباعات كنيس أوغسبورغ


(c) yehuda shenef Feb. 2018


Oberdorfer Schirme Augsburg

February 11, 2018

Unter dem Namen Oberdorfer & Gutmann gründete sich im 19. Jahrhundert in Augsburg eine sehr renommierte, weit überregional beachtete jüdische Schirmfabrik mit Fabrikation und Verkaufsräumen in Augsburgs Prachtsstraße der Maximilianstraße.

Werbung für Oberdorfer und Gutmann im Augsburger Adressbuch von 1873

Gutmann übernahm dabei die vorher in der Stadt ansässige Schirm-Fabrikation Geneve und brachte sie in das gemeinsame Unternehmen Oberdorfer und Gutmann ein, aus dem er sich später freilich wieder zurückzog, weshalb im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts qualitativ hochwertige Schirmfabrikate, die sich mit den beleibten französischen Modelen und Vorbildern messen lassen konnten ausschließlich mit der heimischen Marke OBERDORFER in Verbindung gebracht wurden.

Auf den folgenden Bildern zu sehen ist ein nunmehr über hundert Jahre altes und somit rares Oberdorfer-Fabrikat aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg (ca. 1912), präsentiert von Margit Hummel, Friedberg.

(c) Photos: Yehuda Shenef (Geneve), 11. Feb. 2018

Margit Hummel strolling with a 1912 umbrella of Augsburgs once famous Oberdorfer umbrella factory fabrication, which in 19th centurry was founded as Oberdorfer & Gutmann and based on the acquisition of the renowned Geneve umbrella which nwas acquired by Gutmann.


Augsburg at dusk

January 31, 2018

Gestern Abend um viertel nach “siebzehn” (i.e. fünf) bei einsetzender Abenddämmerung

אוגסבורג – מגדל פערלאך והעירייה – עם רדת החשכה

Augsbourg – la tour de Perlach et l’hôtel de ville – à la tombée de la nuit

 


Kriegshaber Toravorhang zurück in der ehemaligen Synagoge

January 30, 2018

Kriegshaber Toravorhang zurück in der ehemaligen Synagoge … zeitweilig zumindest.

פרוכת קריסהבר

Das obige Exemplar aus dem Jahre 1723 von Elkana Schatz Naumberg für die Kriegshaber Gemeinde gefertigt, befindet sich gewöhnlich in der Judaica-Ausstellung des Israel Museums in Jerusalem. Es ist vorübergehend in der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber zu sehen, wo ab heute Abend bis Mitte Juni des Jahres eine Ausstellung zu “Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber” öffnet.

http://www.jkmas.de/2018/01/erinnerung-ausstellung-kriegshaber/#more-7928

Das in Schwarzweiß gezeigte Exemplar aus dem Jahr 1751 wurde 1927 von Theo Harburger in Augsburg abgelichtet (CAHJP P160/105) und ist wohl “verloren” gegangen.

Auch in den Nachbargemeinden gab es vergleichbar hochwertig verarbeitete Stücke, wie das Pferseer Exemplar von Jakob Koppel Gans aus der Gemeinde belegt (Jüdische Museum New York):

פרוכת פארשי

F 1285, Torah Ark Curtain and Valance, Jacob Koppel Gans, Photographer: John Parnell, Photo © The Jewish Museum, New York