אבישי כהן – שלום עליכם
כל העיכובים הקטנים והמעצבנים הם פעולות של מלאכי השלום ששומרים עלינו
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Die nach Augenzeugenberichten ebenso beeindruckende wie kunstvolle Synagoge in Nördlingens Kreuzgasse wurde am 19. Cheschwan 5647 (= 17. November 1886) eingeweiht. Sie diente einer zeitweilig bis zu 500 Mitglieder umfassenden Gemeinde. Die Synagoge wurde am 10. November 1938 erheblich beschädigt. 1955 wurden die beiden Türme abgebrochen und das Gebäude ganz anderweitig benutzt, u.a. als Kirche, Kino und Arbeitsamt. Auch diese Überreste wurden 1998 abgebrochen und stattdessen ein Altenheim errichtet.

(oil on canvas, 80 x 60 cm)
בית הכנסת נערדלינגן בנוי תרמ”ז
The impressive as elaborate Synagogue of Noerdlingen was inaugurated on Wednesday 19th of Cheschwan 5647 (i.e. 17 th November, 1886). It served an up to 500-member congregation. The building was significantly damaged on 10th of November 1938 as so many others in Nazi-Germany, but however not destroyed.
Anyway in 1955, the two towers were demolished and the building converted for quite other purposes (church, job center, movie theater). The remaining structure finally in 1998 was eradicated and replaced by a new one serving as retirement home.
This Shabbes marks the 650th death-day of Karaite Jew David-ben-Josef ha-Tiplisi (1279 – 1359)- aka “Tipsiles” or “Typsiles” – who at the request of the municipal leaders in the first quarter of the 14th century (another source states the year 1353, what is less likely ) legendarily invented in Augsburg gun-powder and early cannon.
Of course there are quite a lot of different stories relating the invention to “Greek fire”, “the” Chinese, to Alchemists as Roger Bacons and the like, but the Augsburg legend obviously is the only one which directly affects the invention of the gun-powder on a weapon grade level, what isn’t the case with any others.

15th century illustration (now at Vienna Hofmuseum)
As a Karaite Jew from “the Eastern World” David lived apart from the Jewish quarters of the mediaeval Imperial City of Augsburg and his practice to wear a green turban on his head made a great stir. The urban legend reports that Tipsiles (who also is supposed to be the first maker of paper and the city’s pharmacist) was amply rewarded with a piece of ground in the northeastern part of the then expanding city suburb of “Jakobervorstadt” . The street name “Pulvergaesschen” (lit. powder alley) is said to go back to it. Maybe the reference of a David mentioned in a deed of 1323 (David received the sum of 120 Augsburg Pfennigs and another 76 the following year) confirms the presence of Tipsiles, but of course David would not be entirely sufficient to serve as a proof.

Illustration from the "Book of Fireworks", Augsburg 1529
Another likely relic however might be a small figurine fixed at a wall in St. Anna Chapel (built in 1321), which depicts the head of a red bearded man wearing a green or greenish blue turban. The small sculpture only in late 19th century was found at construction works under the flooring of the Chapel of the Hirn family which is the oldest part of the Church. Since there are no other known stories of people wearing greenish turban in mediaeval Augsburg, there probably unavoidable is a connection to the “Legend of Tipsiles the Jew who invented Gun-powder” (even if it was the other way around).

maybe it is Tipsiles maybe it's not
Nur wenige technische Neuerungen haben die Welt so nachhaltig geprägt und verändert wie die Erfindung und Anwendung des Schießpulvers (längst nicht nur für militärische Zwecke). Kein Wunder also, dass sehr viele diese Entdeckung für sich beanspruchen wollen. Unter den zahlreichen Überlieferungen führt eine Spur auch ins mittelalterliche Augsburg und dies durchaus mit einer gewissen Plausibilität.
Die frühesten Vermutungen gehen auf China zurück. Die freilich meist wenig spezifizierten Andeutungen auf eine „chinesische Erfindung“ entpuppen sich bei näherer Betrachtung in der Regel als wenig überzeugend. Zwar werden bereits für das Jahr 1044 ominöse Brandsätze erwähnt, doch ist dabei nicht nur die Datierung fraglich, da das als Quelle angeführte Werk namens „Wu Ching Tzung Tao“ in seiner frühesten Kopie erst in der Ming-Zeit um 1550 überliefert ist, als in Europa sozusagen längst aus allen Rohren geschossen wurde. Eine nachträglich Rückdatierung ist nicht ausgeschlossen und auch nicht unwahrscheinlich. Im Text selbst ist nun das sicher nicht grundlos als anrüchig empfundene Kampfmittel mit dem vielsagenden Namen „fên phao kuan fa“ erwähnt, was als „Fäkalien-Schleuderbombe“ übersetzt wird. Zur Herstellung nimmt man der Beschreibung gemäß reichlich getrocknete und fein gemahlene menschliche Fäkalien, etwas Öl des Tigli-Baums, eine Brise Arsensulfid und dergleichen mehr. Wie auch immer, ist es unstrittig, dass es in China auf dieser Basis zu keiner waffenfähigen Entwicklung gekommen ist .
Neben „den Chinesen“ wurde oft der Freiburger Franziskaner Bertholdus Niger als Entdecker genannt, der je nach Quelle 1353 oder 1359 das explosive Pulver gemischt haben soll. Mehr noch soll sogar sein ins deutsche übersetzte Name Schwartz namensgebend für das Schwarzpulver gewesen sein. Das freilich ist historisch nicht aufrechtzuerhalten, da bereits 1326, also rund drei Jahrzehnte zuvor, der Einsatz waffenfähigen Schießpulvers in Europa zweifelsfrei belegt ist. Zudem stammt die Bezeichnung Schwarzpulver erst aus dem 19. Jahrhundert und diente zur Unterscheidung des dunklen Pulvers zur Abgrenzung eines neu entwickelten weißen auf der Basis von Cellulosenitrat. Gleichwohl die Freiburger ihrem legendären Mönch sogar ein Denkmal setzten, scheidet er als Entdecker des „Donnerpulvers“ selbstverständlich aus.
Als zweifellos ernsthafterer Anwärter lässt sich jedoch Nigers franziskanischer Kollege Roger Bacon (1214 – 1292) erwägen. Der aus dem englischen Ilchester bei Somerset stammende „Universalgelehrte“ ist als origineller Denker überliefert, seiner Zeit in manchem augenscheinlich weit voraus. Er erkannt u.a. die Gesetze der Reflexion und der Strahlenbrechung und hatte, für einen Menschen des 13. Jahrhunderts sicher ungewöhnlich, auch zumindest vage Vorstellungen von Unterseeboten, Flugmaschinen, komplizierte Hebevorrichtungen und durch Radantrieb funktionierende Wagen und Schiffe. So man ihm all dies oder Teile davon nicht posthum angedichtet hat, ist es verständlich, dass er später im Ruf stand eine Art “Seher” gewesen zu sein.
Um 1250 erwähnte Bacon demnach in seinem Traktat „De secretis operibus artis et naturae“ die Herstellung eines Pulvers aus Kaliumnitrat, Holzkohle, Schwefel und Salpeter, was in der Zusammensetzung als ältester literarischer Nachweis des Schwarzpulvers gilt. Bei aller Fortschrittlichkeit in seinem Denken war Bacon trotzdem jedoch ein Kind seiner Zeit und im Glauben an Magie und Geister verhaftet. So versuchte er als Alchemist ernsthaft Gold herzustellen, um mittels der hermetischen Kunst dem Königshof die nötigen Geldmittel zu beschaffen, was auch heute ein Ausweg aus finanziellen Krisen wäre. Offenbar blieb es aber nicht nur damit beim theoretischen Ansatz, denn noch 1267 schrieb Bacon in einem Brief an den Bischof von Paris über die Herstellung es oben beschriebenen Pulvers und beklagte, dass er kein optimales Mischungsverhältnis finden konnte. Heutige Historiker hingegen kämpfen mit der Deutung komplexer Anagramme und Bacons kryptischen Formelsprache, von denen spätere wie zeitgenössische Okkultisten behaupten, dass sie nur “Eingeweihten” zugänglich seien. Bezeichnend ist wie auch immer jedoch das Fehlen jeglicher Berichte über die Entwicklung eigentlicher Schusswaffen im örtlichen wie zeitlichen Umfeld zu Roger Bacon.
„Die ersten Feuerwaffen dürften relativ primitive Konstruktionen gewesen sein. Einfache Rohre und vasen- bzw. büchsenförmige kurze Geschütze in Mörserform jeweils mit verstärkter Pulverkammer, in das ein Zündloch gebohrt oder beim Guß bereits vorgesehen war, erschöpften anfangs die Variationsbreite. Die Zündung erfolgte mit dem Glüheisen. Die ersten Büchsen waren relativ kurz, und lange, schlanke Rohre (Schlangen, Basilisken) wurden erst im 15. Jahrhundert üblich.“
(- Karl Georg Zinn – Kanonen und Pest – über die Ursprünge der Neuzeit im 14. Und 15. Jahrhundert, Opladen 1989, Anm. 252)
An diese vermutlich authentischen Grundlagen knüpft eine weniger bekannte Augsburger Legende an, die freilich eine Reihe von bemerkenswerten Umständen beinhaltet und letztlich sogar auf eine konkrete Person zurückgeführt werden kann.
Im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts, so berichtet die Erzählung, habe ein fremdartiger Neubürger durch seine äußere Erscheinung für einiges Aufsehen in Augsburg gesorgt, wo er nahe bei St. Ulrich in der heutigen Maximilianstraße wohnte. Der bärtige Mann trug auf seinem Kopf einen grünen Turban und da dies – heute wie damals – in Augsburg kein geläufiger Anblick war, machten sich die Leute zahlreiche Gedanken darüber, wer dieser Mann war und wo er wohl herstammen mochte. Zusammen mit seinem dunkel gekleideten und zudem noch finster dreinblickenden Diener hatte er die Angewohnheit nachts auf dem Dach seines Hauses herumzuspazieren und den Himmel zu beobachten oder Blitze zu fabrizieren. Die Gerüchte über den vermeintlichen Zauber drangen schließlich auch zum Rat der Stadt, der sich freilich mit anderen Problemen befassen musste, wurde Augsburg doch von äußeren Feinden bedroht. Die pragmatischen Schwaben gaben deshalb wenig auf das Geschwätz der Leute und „so gab’s etliche Köpfe unter denen vom Rat, die vermeinten, man könne ja den gelehrten Fremden in seinem Dachstüblein einmal befragen, ob der nicht Hilfe in solcher Not wüßt‘.“
Bei ihrem Besuch in der Dachstube des Mannes entdeckten die Räte sodann zahllose Bücher, Schriftrollen und eine Unmenge an Flaschen und Behälter jeder Art. Auf die Frage, ob er dazu in der Lage sei, den Augsburgern eine Waffe zu schaffen, mit welcher man dem „grimmen, neidischen Feind“ beikommen könne, bot der eigentümliche Mann mit dem grünen Turban ihnen eine sofortige Demonstration. Er mischte in einen Mörser verschiedene Pulver zusammen, legte einen Stein darauf und trat damit ans Fenster. Dort entzündete er das Pulver und sofort gab es „einen Blitz und einen Schlag als ob das Wildfeuer vom Himmel herunterfahre“. Die Ratsherren erschraken selbstverständlich und wollten fast die Flucht ergreifen, doch als der Rauch verflogen war, beobachteten sie, dass draußen eine blecherne Wetterfahne ein großes Loch aufwies: „Das tat die Gewalt des Steines, den das seltsame Pulver mit Blitz und Donner aus dem gelben Mörser geschleudert hatte.“
Wieder pragmatisch verstanden die beeindruckten Stadtherren, dass was sie erschrak auch andere erschrecken konnte und so baten sie den Meister, so bald es ihm möglich wäre zum Rathaus der Stadt zu kommen, um weitere Demonstrationen seiner fürchterlichen Kunst zu geben. Dort vollzog er mit seinem Diener weitere Experimente und der Rat ließ nach den Angaben des Fremden Rohre gießen, aus denen sodann „der Blitzstrahl und der runde Stein fuhren mit einer Gewalt als der wildeste Feuerstrahl vom Wetterhimmel.“
Da der Fremde die Stadt mit seiner Waffe aus der feindlichen Bedrängnis rettete, blieb die Belohnung nicht aus und so schenkte man ihm ein Grundstück in der damals noch kaum besiedelten nördlichen Jakober Vorstadt, woran die heute noch erhaltene Straßenbezeichnung Pulvergäßchen erinnern solle. Das besagte Grundstück dürfte demnach etwa dem Areal des ehemaligen Hauptkrankenhauses entsprechen. Der Legende gemäß handelte es sich bei dem rätselhaften Fremden mit dem grünen Turban um einen Juden namens Tipsiles. Dieser sei mit seinem Diener Ismael auf der Flucht vor „den wilden Horden des Sultans“ nach Augsburg gelangt.
Man muss sich nicht in Lokalpatriotismus üben, wenn man feststellt, dass man der „Legende von Tipsiles, dem Juden der in Augsburg das Schießpulver erfand“ eine gewisse Plausibilität nicht absprechen kann. Die Datierung der Erzählung in das erste Viertel des 14. Jahrhunderts ist zeitnah zum tatsächlich überlieferten historischen Geschehen. Der Einsatz von sog. Bombarden – primitive Vorläufer späterer Kanonen, die aus röhrenförmig geschmiedeten Stahlplatten bestanden, die mit Metallreifen verstärkt wurden – ist bereits um das Jahr 1340 bezeugt. Doch bereits aus dem Jahr 1326 stammen die ersten bildlichen Darstellungen von Feuerwaffen, die zwei Jahre zuvor, also 1324 in den Kämpfen um die Stadt Metz zum Einsatz gekommen sind. Der englische Kleriker Walter de Milimete aus der Grafschaft Cornwall, bildete dabei in einer Illustration seiner heute in Oxford aufbewahrten Handschrift mit dem Titel „De Officilis Regum“ (Die Pflichten des Königs), die er für Edward III. verfasste, ein kanonenartiges Geschütz ab, das Metallpfeile per Pulverkraft verschießt. Die nach dem Illustrator „Milimete-Geschütz“ genannte Waffe gleicht dabei – analog zur Augsburger Tipsiles-Legende – mehr einer knapp einen Meter langen, liegenden Vase als einer Kanone späterer Art. Die Lade- und Zündtechnik wirkte aber bereits wie bei sämtlichen verbesserten Modellen bis ins 18. Jahrhundert. Man leerte das waffenfähige Pulver in eine hinten verschlossene Rinne und setzte ein passendes Geschoss auf die Ladung. Die Zündung erfolgte nämlich auch hier schon durch einen (meist) seitlichen Luntenstock, und nicht wie manche Autoren annahmen durch ein glühendes Loseisen.

illustration of an early cannon, year 1326
Es ist bekannt, dass Augsburg in jener Zeit an der Seite Kaiser Ludwig des Bayern stand, der sich wiederholt bei Augsburger Juden verschuldete und dafür einmal sogar seine Stadt München als Pfand einsetzte. Belegt ist zudem, dass Augsburg dem, 1324 von Papst Johannes XXII gebannten, keineswegs unumstrittenen Kaiser wiederholt bei militärischen Auseinandersetzungen zur Seite stand und Soldaten zu seinen Heeren beisteuerte. Zeitweilig geschah dies auch im Bündnis mit den Engländern, weshalb der Augsburger Bischof sogar auch am Hofe des englischen Königs empfangen und mit reichlichen Geschenken belohnt wurde. Vielleicht war dieser als Waffenhändler auf Reisen. Eine wie auch immer geartete Augsburger Beteiligung an den Auseinandersetzung im Krieg von Metz ist folglich durchaus denkbar.
Plausibel erscheint nun auch die exotisch wirkende Herkunft und das Erscheinungsbild des Tipsiles im Kontext des Geschehenes der Augsburger Überlieferung. In einer Zeit in welcher es insbesondere auch in Süddeutschland wegen Ritualmord- und Hostienschändungsanklagen schlimmste Verfolgungen ganzer jüdischer Gemeinden gab, ist es kaum denkbar, dass eine Tradition einen noch dazu fremdländischen Juden ersinnt, um die Erfindung eines bald weltbekannten Pulvers für die Geschichte der Stadt zu reklamieren.
Anders als bei „den Chinesen“, Berthodus Niger aber auch Roger Bacon steht die Erfindung des Schießpulvers hier im unmittelbaren Zusammenhang mit dem praktischen Einsatz als Waffe, deren Erwähnungen sich „nach Metz“ in ganz Europa häufen. Schon 1327 ordnen die Räte der Stadt Florenz die Herstellung von Kanonen und Metallkugeln (pilas seu pallectas ferreas et canones de metallo) an. Um 1330 kommen als vasi e scioppi bezeichnete Geschütze bei der Belagerung italienischer Städte zum Einsatz. 1339 verwendeten Franzosen bei Perigord und Cambrai gegen Edward III von ihnen als pot-de-fer bezeichnete Kanonen – weshalb es verständlich ist, dass er sich diese von Walter Milimete beschreiben ließ. In Italien sind in dieser Zeit bereits Vorläufer von Handfeuerwaffen illustriert.
Das Schwarzpulver war nun der erste Explosivstoff, der als Treibladung für Schusswaffen verwendet wurde. Es wurde erst relativ spät im ausgehenden 18. Jahrhundert durch effektivere Mischungen verdrängt. Nur im Schießsport, bei Feuerwerken oder bei historischen Festen wird Schwarzpulver heute noch benützt.
Wer war jener Tipsiles, der auch in der Jewish Encyclopedia kurz Erwähnung findet und der nach einer weiteren Augsburger Überlieferung nicht nur das Schießpulver, oder genauer gesagt die Kanone erfand, sondern auch der erste Papiermacher der Stadt und zudem offenbar auch Apotheker war?
Der eigentümliche Name hat einen gräzisierenden Klang freilich ohne griechisch zu sein, vielmehr handelt es sich dabei um eine Korruption von Tiplisi, der sich ursprünglich auf die heutige georgische Hauptstadt Tiflis (neu- georgisch: Tblisi) im Kaukasus bezieht.
Im 9. Jahrhundert hatte Musa al Safrani (aus der persischen Ortschaft Safran stammend), dessen Name hebräisch Amran Ha-Parsi (der Perser) lautete in Bagdad eine karaitische Sekte begründet. Die Karaiten, die in ihrer Blütezeit im 11./ 12. Jahrhundert etwa ein Drittel der Juden ausmachten (der Historiker Salo Wittmayer Baron (1895-1989) schätzt sogar runde 40 %), hielten den Talmud, all seine Überlieferungen und Bestimmungen für völlig unverbindliche Meinungen und waren deshalb mit der Mehrheit der Juden, die sich an den rabbinischen Lehren orientierte in teilweise heftige Kontroversen verstrickt. Karaiten oder Karäer wurden wegen ihrer Ablehnung des Talmuds auch nicht von Christen bedrängt, da ihre bloße Bibeltreue nach christlicher Auffassung nicht den Lehren des Evangeliums im Wege standen. Diese „Toleranz“ gegenüber Karaiten hielt bis ins 20. Jahrhundert an, weshalb die wenigen Hundert von ihnen auch von den Nationalsozialisten nicht verfolgt wurden. Andererseits waren auch die Karaiten untereinander zerstritten und splitterten sich in mehrere rivalisierende Gruppen auf. Da ihnen das schriftlich fixierte Gerüst des Talmuds fehlte, bildeten sich zahlreiche Karaiten-Schulen mit abweichenden Interpretationen des biblischen Textes. Musa Al-Safrani etwa vertrat eine Reihe von Ansichten, die zwar Anklang bei seinen Schülern hatten, das Establishment der Karaiten in Bagdad aber gegen ihn aufbrachten. Als sie ihn öffentlich verfluchten und schließlich beseitigen wollten, floh er und landete nach einiger Wanderschaft im Kaukasus. Dort hatte er unter chasarischen Konvertiten weit mehr Erfolg und ließ sich dauerhaft in Tiflis nieder. Sein dort erworbener Beiname Abu Imran ha-Tiplisi ging schließlich auf seine Anhänger über, die „die Tifliser“ genannt wurden und nun wiederum in Ägypten ebenso vertreten waren wie im byzantinischen Reich oder im israelischen Haifa. Sie brachten eine Reihe von beachtlichen Gelehrten hervor, die neben religiösen auch medizinische, astronomische und dazu grammatikalische Werke verfassten.
Aus der karaitischen Schule der Tiplisim, deren Merkmal das Tragen grüner Kopfbedeckungen war, nun stammte auch der 1279 in Haifa geborene, aber in Ägypten aufgewachsene Daud Jusuf Al-Tiplisi (hebräisch: David ben Josef), der zeitweilig am Hof des Sultans Nasir Muhamad (1285 – 1340) diente, aber um das Jahr 1309 herum das Land verließ, nachdem der junge Herrscher zeitweilig gestürzt wurde. Er ging nun zurück in seine Geburtsstadt Haifa und von dort wiederum nach Konstantinopel wo er einer der Lehrer des in Kairo geborenen Aharon ben Elia (1300 – 1369) wurde, einem der bedeutendsten Gelehrten des karaitischen Judentums. In Konstantinopel verfasste David ha-Tiplisi eine Reihe von Schriften, wovon jene mit dem Namen „Chochma nistara“ (verborgene Weisheit) in Auszügen erhalten geblieben ist. Aus den Responsen seines Schülers Bachja ben Salomon (1294 – 1355) nun wissen wir, dass David – aus einem uns unbekannten Grund – Konstantinopel verlassen hatte und in das Gebiet von „ostera uswabin“ übersiedelte, was sich unschwer als Österreich und Schwaben deuten lässt. Als zeitliche Angabe ergibt sich aus dem weiteren Zusammenhang, dass dies sieben Jahre vor der Eroberung der ca. 90 km südlich von Konstantinopel gelegenen Stadt Bursa geschah, demnach also wohl im Jahre 1319.

David ben Josef Ha-Tiplisi (1279 - 1359)
(painting by Chana Tausendfels, 2005)
Zwar findet sich für das Jahr 1324 in den Augsburger Annalen ein David verzeichnet, jedoch können wir nicht sagen, ob sich dieser Eintrag auf David ben Josef bezieht. Auch der in der Tipsiles-Legende erwähnte Name seines Dieners Ismael findet sich in den Augsburger Steuerbüchern, freilich mit enormen zeitlichen Abstand im Jahre 1383, jedoch in der Schreibweise Yshmahel. Relevant für die Geschichte des Tipsiles in Augsburg nun aber auch die Notiz, dass er weit abseits der städtischen Judenviertel des Königshofs und des Rathauses wohnte, nämlich in der später so genannten Maximilianstraße. Schon die klare räumliche Trennung von der Judengemeinde legt nahe, dass er allgemein einen Sonderstatus innehatte. Der Umstand, dass David ben Josef ein Karaite war, also das talmudische Judentum ablehnte, könnte diese Absonderung von der restlichen Gemeinde erklären. Ungeklärt ist nun jedoch der eigentliche Grund wie die Dauer seines Aufenthaltes, wovon auch sein Schüler nichts zu berichten weiß. Aus einer anderen Quelle findet sich spät eine Spur, die besagt, dass der nun wieder Daud Jusuf Al-Tiplisi genannte Gelehrte am 20. Tamus des Jahres 5119 ( = 1259) in Akko starb. Augsburg hatte er, wenn nicht bereits zuvor, wohl während des Massakers im November 1348 verlassen. Damit blieb ihm auch erspart, dass nach der Ausweisung der Augsburger Juden über deren Friedhof das städtische Waffenarsenal errichtet wurde.
Neben der Zuschreibung der Namensgebung für das Pulvergäßchen erinnert an Tipsiles in Augsburg womöglich noch eine kleine Figur, die sich in der Kirche St. Anna befindet. Sie stellt den Kopf eines rothaarigen Mannes dar, der einen grün oder grünbläulichen Turban trägt. Die Figur als solche ist für eine christliche Kirche in Schwaben sicherlich eher atypisch. Sie wurde erst am Ende des 19. Jahrhunderts bei Restaurierungsarbeiten in der auf das 14. Jahrhundert zurückgehenden Hirn‘schen Kapelle im Fußboden gefunden und ohne besonderen Bezug für ein Schmuckstück gehalten. Als solches hängt es in der Kirche nun an einer Seitenwand.
Das überlieferte Todesdatum des David ben Josef jährt sich am kommenden Schabbat zum 650. Mal, weshalb der jhva an dieser Stelle an den mutmaßlichen Erfinder des waffenfähigen Schießpulvers, bzw. der modernen Schusswaffen erinnern will.

the "new" Tahara was built in 1882

contrasty grave markers
Until the formal establishment of a Jewish Community in Munich in1815 ,Munich’s Jews buried their dead at the Jewish Cemetery of Kriegshaber / Pfersee, this includes the first leaders and rabbis of the still unofficial community in the residential city, such as Shimon Wolf Wertheimer, firstborn son of the famous Rabbi and imperial court Jew in Vienna, Shimshon Wertheimer, or Abraham Uhlfelder, whose descendants established in Munich the famous Uhlfelder storehouse … and … most recently the scholar Rabbi Loeb Gumperts in September 1815.
The cemetery opened in 1816 at Thalkirchner Str. 240 in the Munich suburb Sendling (subway: U3 -Brudermuehlstr.), but due to a rapidly growing Jewish community the cemetery expanded in 1854, 1871 and finally 1881. A year later, the old Tahara House was broken down and replaced by a much bigger one at the south end of the graveyard. A quarter century later, when there was no more option for expansions, the Jewish Community acquired an area for another cemetery in the Munich district of Freimann. The now old cemetery since then has been used only sporadically. The last burial so far however took place in August 2003.
The graves were supposed to be directed towards Jerusalem, but the planners obviously failed to do so, thus they are orientated towards Rome, more precisely towards Venice, Sicily and Malta – but that kind of orientation problem unfortunately is quite common for many Jewish communities in this era as well as the following epochs. The floor plan of the cemetery complies with an irregular pentagon. Along the eponymous Thalkirchner Str. where you will also find the large main gate, the cemetery wall measures 180 m. North of it joins at right angles at the Blyerstrasse an approx. 70 m long piece of wall. The following pieces are each 130 meters, 100 and 80 m long, resulting in a total length of the well-preserved wall of about 560 m. The area amounts to approximately 2.5 ha. The cemetery now is divided into 35, again irregular, not quite logically numbered sectors on the ground, labeled by small cornerstones. Sector 11 in the middle of the cemetery is the oldest part around which over time has been extended in stages. The adjacent area to the north where was the first Tahara remained without graves.

rough layout plan of the old Munich Jewish Cemetery
The cemetery has about 5.300 graves, many of the older ones from the early 19th Century are not well preserved. The sometimes dense tree vegetation, however, only in rare cases is at the expense of existing tombstones, what in other places, unfortunately, sometimes is quite different. This argues for a continued good care of the graveyard, ensured since 1917 by the family of Mrs. Johanna Angermeier who herself is responsible as keeper of the cemetery since 1965. She keeps a grave book compiled in rough alphabetical order in 1882 which bases on an older now lost one. Admittedly, some entries of the book, randomly chosen, do not always correspond to the inscriptions of the preserved grave marker, whereas stones lettered in Hebrew only sometimes apparently are missing. Nevertheless, the book provides information of individual sectors, rows and grave numbers and is therefore good orientation guide for locating specific grave sites. As there obviously is no documentation of the cemetery, it is certainly desirable that the information of the book would be generally available, for instance in the Internet to make easier any research by relatives or genealogists. As Mrs. Angermeier admitted, not all gravestones are on their original site and a number of stones are missing. Some went missing in the Nazi era, others had their metal letters removed in the 1940s when they had been melted down to run bullets. But this however is of course no peculiarity of Munich, rather this could be the grave marker of Israel Neustetter which has been erected upside down.

Andrea, Jakow and Margit in front of the Tahara
The oldest preserved tombstones are characterized by a then common dignified sobriety and plainness, which soon after the middle of the 19th Century changes to the costlier styles of Neo-Gothic and Second Empire, before it was lost in partially ostentatious, but nonetheless sometimes artfully, monuments (for instance in Moorish architecture or Jugendstil) – what, as is well known, became quite significant for liberal Jewish communities whose exponents amalgamated with the bourgeois upper classes.
In addition to numerous members of the families Strauss, Hirsch auf Gereuth, Aufhaeuser, Einstein, Schuelein, Obermayer, Feuchtwanger, Westheimer and Wertheimer there also are the grave markers of rabbis such as Hirsch Aub (1795 – 1875) or Dr. Josef Perles (Peretz ben Baruch Ascher) 1835 – 1894), who from 1871 until his death was the Rabbi of the Cultusgemeinde in Munich and the author of numerous profound articles on the history and religion of Judaism – for example on “The Memory-Book of Pfersee” (1873) or about “The epistle of Kalonymos ben Kalonymos to Josef Caspi” (1879). The most prominent name at the old Munich Jewish cemetery however probably is that of Karl Marx, but of course it is just a coincidence of two individuals bearing the very same name.

Familienwappen

almost as heavy as a tombstone ...
Since the Jewish community of Munich as well as the much later founded one of Augsburg recruited many of its members from the former Swabian margravate Burgau communities as Pfersee, Kriegshaber and Steppach there of course are numerous family relations. Besides the well-known names there for instance is Mathilde Skutsch (1866 – 1929) who was buried with her husband the President of the Senate Julius Ulrich (1854 – 1927). The Skutch family of course was well known in Kriegshaber were some members were Rabbis or Dayanim. On the other hand the bereaved of Isaak (”Eisik”) Welsch, died who in June 1846 at the age of 85 and is buried at the cemetery Thalkirchner Str. In Sector 15 still proudly emphasized the origin of the deceased from Steppach.

different styles of grave markers

dedicated to the Jews from Munich killed in KZs

"Betreten auf eigene Gefahr !"


Bis zur formellen Gründung einer jüdischen Gemeinde in München 1815 begruben Münchner Juden ihre Toten am Friedhof Kriegshaber-Pfersee, darunter die ersten Führer und Rabbiner der zunächst noch inoffiziellen Gemeinde in der Residenzstadt, wie Schimon Wolf Wertheimer, ältester Sohn des berühmten Rabbiners und kaiserlichen Hoffaktors in Wien, Schimschon Wertheimer oder Abraham Uhlfelder, dessen Nachkommen in München das Kaufhaus Uhlfelder am Oberanger gründeten und zuletzt der Gelehrte Rabbi Loeb Gumperts im September 1815.
1816 eröffnete der Friedhof an der Thalkirchner Straße 240 im Münchner Stadtteil Sendling (U3 Brudermühlstr.), da jedoch mit München auch die jüdische Gemeinde der Stadt rasch anwuchs, wurde der Grabplatz 1854, 1871 und zuletzt schließlich 1881 erweitert. Im Jahr darauf wurde das alte Tahara-Haus abgerissen und durch ein großes neues am Südende ersetzt. Ein Vierteljahrhundert danach, als es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr gab, bekam die Münchner Gemeinde im Stadtteil Freimann einen neuen Friedhof. Der nunmehr alte Friedhof wurde seitdem eher nur noch sporadisch genutzt. Das letzte Begräbnis fand jedoch fand erst im Jahr 2003 statt.
Die Gräber sollten sicher nach Jerusalem ausgerichtet werden, was den Planern aber offenkundig misslang, weshalb sie stattdessen eher nach Rom, genauer gesagt Richtung Venedig, Sizilien und Malta zeigen – aber dieses Orientierungsproblem ist leider typisch für zahlreiche jüdische Gemeinden in dieser, aber auch folgender Epochen. Der Grundriss des Friedhofs entspricht etwa einem unregelmäßigem Pentagon. Entlang der namensgebenden Thalkirchner Straße, an der sich auch das große Haupteingangstor befindet, misst der Friedhof 180 m. Nördlich schließt sich im rechten Winkel an der Blyerstraße eine etwa 70 m lange Mauer an. Die folgenden Mauerstücke sind jeweils 130 m, 100 und 80 m lang, woraus sich eine Gesamtlänge der gut erhaltenen Mauer von ca. 560 m ergibt. Die Fläche beträgt damit etwa 2.5 ha. Der Friedhof selbst nun ist in insgesamt 35 wiederum unregelmäßige, nicht ganz logisch gegliederte Sektoren eingeteilt, die vor Ort durch kleine nummerierte Ecksteine gekennzeichnet sind. Der Sektor 11 in der Mitte des Friedhofs ist der älteste Teil um den herum im Laufe der Zeit erweitert wurde. Der daran nördlich angrenzende Bereich der früheren Tahara ist freigeblieben.

Monumentales Grabmal von Max und Therese Heilbronner im maurischen Stil
Der Friedhof verfügt über ca. 5300 Gräber, von denen viele ältere aus dem früheren 19. Jahrhundert nicht gut erhalten sind. Der stellenweise dichte Baumbewuchs jedoch geht nur in seltenen Fällen auf Kosten der vorhandenen Grabsteine, was mancherorts leider ganz anders ist. Dies spricht für eine kontinuierlich gute Pflege des Areals, für die die seit 1917 ansässige Familie der selbst schon seit 1965 vor Ort tätigen Friedhofswärterin Johanna Angermeier verantwortlich zeigt. Sie hütet auch ein 1882 in grober alphabetischer Ordnung erstelltes Grabbuch, das auf einem älteren, inzwischen verschollenen Friedhofsbuch basiert. Freilich stimmen die Angaben des Buches stichprobenweise nicht immer mit den Angaben auf den erhaltenen Grabsteinen überein, während ausschließlich in hebräischer Sprache notierte Steine dem Anschein mitunter nach ganz fehlen. Trotzdem bietet das Buch mittels Angabe einzelner Sektoren, Reihen und Grabnummern eine gute Orientierungshilfe für das Auffinden einzelner Grabplätze. Da eine Dokumentation des Friedhofs offenbar fehlt, wäre es freilich wünschenswert, dass die Angaben des Buches allgemein zugänglich wären, etwa im Internet, um Angehörigen und Genealogen die Forschung zu erleichtern. Freilich stehen nicht alle Grabsteine heute auf ihrem ursprünglichen Platz und eine Reihe von Steinen fehlen ganz, da sie in der Nazi-Zeit geraubt wurden, so man sich nicht damit begnügte die in den 1940ern als „kriegswichtig“ erachteten metallenen Buchstaben zu entfernen und einzuschmelzen. Aber auch dies ist keine Münchner Besonderheit. Dann schon eher ein auf dem Kopf stehend wiedererrichtete Stein des Israel Neustetter.

grave marker upside down
Die ältesten erhalten Grabsteine weisen noch eine bis dato als schicklich erachtete Schlichtheit auf, die bald ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Stil der Neugotik und des Second Empire übergehen, ehe diese sich zur Jahrhundertwende in teilweise protzig wirkenden, gelegentlich aber durchaus kunstvoll (etwa im maurischen oder Jugendstil) wirkenden Monumenten verliert, die bekanntlich charakteristisch für im Großbürgertum aufgegangene liberale jüdische Gemeinden waren.
Neben zahlreichen Angehörigen der Familien Strauß, Hirsch auf Gereuth, Aufhäuser, Einstein, Schülein, Obermayer, Feuchtwanger, Westheimer und Wertheimer finden sich auch Grabmale von Rabbinern wie Hirsch Aub (1795 – 1875) oder Dr. Josef Perles (Peretz ben Baruch Ascher) 1835 – 1894), der von 1871 bis zu seinem Tod Rabbiner der Israelitischen Cultusgemeinde in München und Autor zahlreicher profunder Artikel zur Geschichte und Religion des Judentums war – beispielsweise über „Das Memorbuch von Pfersee“ (1873). Der prominenteste Name am Friedhof an der Thalkirchner Straße dürfte wohl der des Karl Marx sein, jedoch handelt es sich hier nur um eine zufällige Namensgleichheit.

grave marker of Rabbi Dr. Josef Perles s.A.
Da die Münchner wie auch die noch viel später gegründete Augsburger jüdische Gemeinde in nicht unwesentlichen Teilen aus Mitgliedern der schwäbisch-burgauischen Gemeinden von Pfersee, Steppach und Kriegshaber rekrutiert wurden, finden sich selbstverständlich zahlreiche Belege familiärer Bezüge. Neben den bekannten Namen wäre dies z.B. Mathilde Skutsch (1866 – 1929), die mit ihrem Gatten Julius Ulrich (1854 – 1927), seineszeichens Senatspräsident bestattet wurde. Die Hinterbliebenen des im Juni 1846 im Alter von 85 Jahren verstorbenen und im Sektor 15 begrabenen Isaak („Eisik“) Welsch etwa betonten noch stolz die Herkunft des Verstorbenen aus Steppach.

crumbling inscription

Haupttor des alten Münchner Friedhofs
In der Augsburger Allgemeinen wurde einmal mehr die Untätigkeit in Bezug auf die Situation der ehemaligen Synagoge Kriegshaber angemahnt. Entsprechende Berichte in unserer Sammlung gehen tatsächlich bereits in die 1970er Jahre zurück.

die ehemalige Synagoge von hinten gesehen
“Seit Jahren beschäftigt sich die Stadt mit der Sanierung der alten Synagoge Kriegshaber. Die Instandsetzungspläne liegen fertig in der Schublade. Auch die künftigen Mieter von der Israelitischen Kultusgemeinde haben ihre Ideen für eine sinnvolle Nutzung in einem Konzept verankert.
Die Entwurfsplanung für die 1850 erbaute Synagoge steht. Demnach müssen rund 1,5 Millionen Euro für die Sanierung in die Hand genommen werden. Im aktuellen Haushaltsjahr seien dafür keine Gelder vorgesehen, sagt Merkle. Er strebt nun an, im Nachtragshaushalt zumindest eine Verpflichtungsermächtigung für 2010 zu verankern. „Dies bedeutet, das noch heuer die Arbeiten ausgeschrieben und im nächsten Jahr zügig begonnen werden können.“ 2010, das ein „sehr schwieriges Haushaltsjahr werden wird“, möchte der Referent eine halbe Million Euro unterbringen, 2011 dann den Rest.”

painting of the interior
The painting depicts the interior of the former Synagogue of Kriegshaber as it was in the olden days. There also is the famous parochet made by Elchanan Schatz Naumburg of Fuerth and founded by R. Jehuda Loeb Ulmo in 1723, which is now part of the renowned Judaica exhibition of the Israel Museum in Jerusalem.
http://www.imjnet.org.il/htmls/article_368.aspx?c0=13719&bsp=12759
Darstellung aus dem Innenraum der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber in alten Zeiten. Zu sehen ist auch der berühmte Vorhang von Elchanan Schatz Naumburg aus Fürth, der 1723/24 von R. Jehuda Löw Ulmo gestiftet wurde und sich mittlerweile als Bestandteil der bedeutenden Judaica-Austellung im Israel Museum in Jerusalem befindet.