אם הבקר טוב גם בוקר טוב

July 19, 2013

אם הבקר טוב גם בוקר טוב

איללערבוירען

איללערבוירען

כך חשבו בוקרים יהודים בשוואביה

ב-19 מאה

If the cattle is well, its a good morning, that what Jewish cowboys in Swabia had in mind

Braunrind Illerbeuren

Swabian or Allgäuer (“allgoyer”) Braunrind or Braunvieh is the traditional brown livestock of Bavaria (Austria and Swiss). In 19th century many emigrants, among them many Jews (until 1870s at least three-fourths of the domestic cattle breed and trade was in Jewish hands)  brought braunvieh to the US where it was bred in higher numbers. When the Kingdom of Bavaria became part of Germany in 1870 cattle brute from the north cut out the “heimisch” breed.

When in Bavaria braunvieh was almost on the brink of extinction the cattle was reimported from the US and has been true-bred. At the farming museum (Bauernhofmuseum) of Illerbeuren near Memmingen a number of original Swabian braunvieh is ready to answer your questions (their common language by the way until today is sort of רער טאיטשע געייה – resp. taytsh lowing.

swabian brown cattle

Allgäuer Braunvieh Illerbeuren

Further information: Schwäbisches Bauernhofmuseum, Museumstr. 8, 87758 Kronburg-Illerbeuren

www.bauernhofmuseum.de 


Erinnerung an die Synagoge in Memmingen

July 9, 2012

 בית כנםת מעמינגן

(wikipedia)

In den letzten Jahren war in Abständen immer wieder davon zu hören, dass auf dem Platz der früheren, zur Zeit der Nazis zerstörten Memminger Synagoge, Auseinandersetzungen darüber geführt wurden, ob man dort ein Wirtshaus mit Biergarten bauen sollte – oder eben nicht. Das empfanden einige als geschmacklos, weil man ja nicht Bier trinken könne, wo früher die Synagoge stand. Ganz so, als hätten nun ausgerechnet Memminger Juden etwa kein Bier getrunken, was sie ganz sicher getan haben. Gut, das beste Bier haben sie wohl nicht in Memmingen, das stimmt schon, aber nun auch nicht das schlechteste. Da gibt es weit übleres Gesöff.

(wikipedia)

Auf dem Grundstück am Schweizerberg, schön eingewachsen mit Gestrüpp, damit man davon von außen nicht zu viel sehen konnte, stand hier, bis vor kurzem wenigstens, ein „Denkmal“ zur Erinnerung an die frühere Synagoge. Es galt dem Vernehmen nach vielen Memmingern  als „hässlich“. Einen Schönheitspreis konnte es damit zugegeben nicht gewinnen, aber davon hat Memmingen ja auch sonst nicht zu viele.  Unter den Denkmal-kritischen Stimmen, so ist zu hören, sind jedoch auch welche, die bereits die Synagoge nicht mochten, obwohl diese nun eben alles andere als ein hässlicher Bau war. Und so teilt sich dann die Meinung derer, die daran erinnern wollen, oder eben nicht.

Ein Vorschlag bestand tatsächlich darin, die zerstörte Synagoge nachzubauen und so einen Beitrag zu leisten. Zu was fragt sich? Gegen das Vergessen, hieß es. Offenbar kam man in Memmingen aber dazu überein, dass es dann ohne Juden in Memmingen nun ja noch viel weniger eine Synagoge braucht. Immerhin gibt es ja im Stadtmuseum auch schon ein schematisches, halboffenes Modell der Synagoge im Maßstab 1:50, da brauchts dann auch keine Hecken, um es zu verstecken. Ja und halbwegs abstrakt gemalt wurde die Synagoge ja auch schon. Das passt schon. Übertreiben muss man es ja auch nicht, oder?

Nun also sind Bauarbeiten im Gange, ein roter Bau mit großen Glasscheiben steht schon, sicher auch für Transparenz, damit sich dort auch die lokalen “Piraten” wohlfühlen, und der Platz wird auch gerade mit Steinen ausgelegt. Schön und sauber. Jedoch wurde das Denkmal zur Erinnerung an die frühere Synagoge  komplett demontiert.  Leider wurde keine Inschrift hinterlassen, die an das Denkmal erinnern könnte. Ein ortskundiger Anwohner versicherte jedoch: „des war schon die Stadt die des weggeschafft hat“ und auch „das des scho wieder aufbaut wird und sogar noch gräßer als wie vorher“. Nun, da sind wir beruhigt, dass die Stadt „das“ weggeschafft hatte. Gar nicht auszudenken, wenn das Souvenirjäger gewesen wären, die das Denkmal des nachts gestohlen hätten ..! Wer, weiß, als nächstes verschwände dann vielleicht das Kemptner Tor, das alte Zunfthaus am Weinmarkt, für dessen Restaurierung es in der Tat einen Denkmalschutzpreis gab, oder das alte Frauenhaus mitsamt den Erinnerungen an die berühmten Memminger Hübschlerinnen, die zumindest bei Durchreisenden in alten Reichsstadt-Tagen ein gewisses Ansehen hatten, oder nennen wir es „Etwas“. Aber das gibt es ja auch nicht mehr, inhaltlich gesehen.

Das verschwundene Denkmal soll wieder aufgestellt werden. Größer soll es werden, wie schon gesagt, aber bestimmt auch wieder mit schönsten Hecken eingepfercht, damit man sich hernach nicht gegenseitig stört, beim „Kranzablegen“  einerseits und beim Biertrinken oder Döner-Essen andererseits. Die Pläne dazu wird sicher schon jemand ausgeheckt haben.

In recent years there was a controversy in Memmingen about how to use the place where once was the former synagogue of the former Reichsstadt. The huge and beautiful synagogue within a couple of days in November 1938 was completely levelled. The idea was to establish here a restaurant with a nice “Bier-Garten“, what according to others was considered as affront or rated as inappropriate.

You cannot drink beer where once Jews drank beer? Well, just include Maccabi Beer from Israel to be on the safe side or open the first kosher restaurant in Memmingen which will attract tourists from Augsburg, Ulm, Munich and Stuttgart. Okay, just kidding. I know you won’t.

However, they know get a very nice red brick like building with many huge glas windows. Probably there will be some Turkish or Asian fast food in order to avoid any xenophobic discussion others than anti-Jewish ones.

To remember the building there was a grayish memorial, considered as “ugly” by many, who maybe also did not like the synagogue which was there before. Recently it was dismantled but will be replaced after the construction works will be finished. Sure there will be some hedges, so that beer drinkers and kebab eaters and people who lay wreaths will not be disgusted mutually.

Forgot to Remember to Forget

I forgot to remember to forget her
I can’t seem to get her off my mind
I thought I’d never miss her
but I found out somehow
I think about her almost all the time


The day she went away
I made myself a promise
That I’d soon forget we’d ever met
But something sure is wrong
Cause I’m so blue and lonely
I forgot to remember to forget


Die Herkunft der mittelalterlichen Augsburger Juden

August 30, 2010

Über die Bedeutung der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Augsburg geben nicht zuletzt auch die Orte ab, aus denen Juden in die Reichsstadt zogen. Auch die städtischen Steuerlisten ab dem 14. Jahrhundert geben darüber Zeugnis, dass nicht nur Juden aus den benachbarten Regionen, sondern auch aus fernerliegenden bekannten Zentren jüdischer Gelehrsamkeit nach Augsburg kamen, um mittels Heirat, als Rabbiner oder als Schüler Bestandteil der schwäbischen Gemeinde zu werden.

Im Einzugsgebiet werden dabei Orte genannt, die heute nicht unbedingt immer auf Anhieb mit mittelalterlichen jüdischen Gemeinden in Verbindung gebracht werden: Dinkelsbühl, Nördlingen, Oettingen, Pappenheim, Regensburg, Harburg, Donauwörth, Neuburg, Ingolstadt, Lauingen, Dillingen, Höchstädt, Wertingen, Schrobenhausen, Aichach, Freising, München, Friedberg, Zusmarshausen, Burgau, Ulm, Biberach, Mindelheim, Memmingen, Landsberg und Mühldorf am Inn.

Aber auch aus Orten und Städten in größerer Entfernung kamen Juden nach Augsburg: Köln, Mainz, Worms, Speyer, Straßburg und das benachbarte elsässische Bischoffsheim, Rothenburg ob der Tauber, Zürich, Nürnberg und das kärntische Millstatt (Muelrestat) .

Freilich ist es nicht im sicher, einzelne Orte sicher zu identifizieren. Beispielsweise gibt es nicht weniger als drei schwäbische Orte mit dem Namen Biberach, einige Neuburgs und da die meisten Schreibweisen noch variabel waren könnte ein Rothenburg auch als Rottenburg gelesen werden und der Ort Werd, den wir nicht zu Unrecht wir als Werd an der Donau deuten, sprich als Donauwörth, könnte aber auch der heute noch so heißende kleine Ort Wörth sein, gleichfalls an der Donau, unweit von Regensburg, aber, da Angaben zum Fluss fehlen vielleicht auch Wörth an der Isar, Wörth am Rhein, Wörth am Main und warum nicht auch Wörth an der Sauer im Elsaß ..? Sicher behaupten lässt sich das ebenso wenig wie die Annahme alle genannten Juden -insofern keine Verwandtschaft plausibel ist – kämen aus einem einzigen Werd.

The origin of the medieval Jews of Augsburg

The significance of the Jewish community in medieval Augsburg, also is explained by the places from which Jews moved to the Imperial City. Also the municipal tax records from 14 Century on provide evidence that Jews not only from the neighboring regions but also from more distant known centers of Jewish scholarship moved to Augsburg to get member of the Swabian Jewish community by marriage as a rabbi or student.

In the catchment area of the Imperial City there are many places, which today are not necessarily always instantly connect to the medieval Jewish communitiest: Dinkelsbuehl, Noerdlingen, Oettingen, Pappenheim, Regensburg (Ratisbon), Harburg, Donauwoerth, Neuburg, Ingolstadt, Lauingen, Dillingen, Hoechstaedt, Wertingen, Schrobenhausen , Aichach, Freising, Munich, Friedberg, Zusmarshausen, Burgau, Ulm, Biberach, Mindelheim, Memmingen, Landsberg and Muehldorf am Inn.

However, even from in towns and cities further away Jews came to Augsburg: Cologne, Mainz (Mayence), Worms, Speyer, Strasbourg and the neighboring Alsatian Bischoffsheim, Rothenburg ob der Tauber, Zurich, Nuremberg and the Carinthian Millstatt (Muelrestat). Of course it is not always safe to identify individual toponyms. For example, there are no fewer than three Swabian places called Biberach, some Neuburgs (new castle) and since most writing still is variable Rothenburg eventually also could be read as Rottenburg and place Werd, which we identify not without reason as Werd at the Danube = Donauwoerth, actually also may be quite another Woerth on the Danube, near Regensburg, but perhaps also Worth on the Isar, Worth on the Rhine, Worth on the Main, and why not Worth on the Sauer in Alsace .. ? We do not know in all cases for sure and there also is no guaranty that all entries actually refer only to one single one of them.