Bluat Lech

June 10, 2018

BLUAT LECH
Sonntag | 08.07.2018 | 19:30 Uhr

Das Artus Ensemble präsentiert in Kooperation mit ARGE Städtefreundschaft Mering – Karmiel und Yehuda Shenef

Tragödie am Lechrain 1862 nach einer wahren Begebenheit

Einakter von Martina Drexler

8. Juli 2018 | 19.30 Uhr Stadl-Uni, Bergstr. 10, Unterbergen, Gespielte Lesung • Eintritt frei,


Lecha lecha Augsburg

October 21, 2015

Pünktlich zur anstehenden Wochenlesung “lech lecha” (פרשת לך לך) aus der Tora, die an die Aufforderung an Abraham erinnert, aus dem Land seiner Geburt hinweg und ins spätere Land Israel zu gehen: “Geh, gehe hin …” (lech lecha), erhob sich nun der personifizierte LECH des Augustus-Brunnen am Augsburger Rathausplatz …Lech Lecha Augsburg Rathausplatz 2015Bereits mittelalterlichen Rabbinern wie dem Maharam war die Besonderheit aufgefallen, dass der Augsburger Stadtfluss eben gerade LECH (vgl. gael. loch, engl. lake, … Lache, etc.) hieß und für hebräische Ohren zum Weggehen aufforderte. Kein Wunder also, dass besagter Rabbiner den mittelalterlichen Zionismus begründete und alle Juden aufforderte, nach Israel zurückzukehren. Das war im Jahr 1283, also vor 732 Jahren, lange vor Theodor Herzl. Auch den Augustus-Brunnen gab es da noch nicht. Ob der Lech den Maharam wirklich begrifflich auf die Idee gebracht hat, ist nicht zu beweisen, jedenfalls stammt von ihm die heute noch immer gebräuchliche Formel: nächstes Jahr in Jerusalem

לשנה הבאה בירושלים

Lech lecha Augsburg Augustusbrunnen

This week parashat shavuah “lech lecha” commends Abraham “go leave … your home …”. The word LECH also ist the very name of the Augsburgs biggest river, so already in 1283 Augsburg rabbi Maharam may was inspired by the name to call up all Jews to leave the gelut and to go back to the land of Israel, what makes him the forefather of modern Zionism. Now however at Rathausplatz the figur of river LECH at famous Augsutus fountain moved …


Augsburg Perlachturm 1915 – 2015

May 6, 2015

The postcard at the back is stamped “May 1915”, now it is “May 2015”, 100 years later, best opportunity to do sort of  comparison exposure, although confronted with the far larger quantity of traffic on the road it is not quite possible to stand in the middle of it and to have time to photograph. The snapshot however comes somewhat close and allows to compare what has changed and what has not.

Augsburg Perlachturm Rathaus 1915 - 2015Augsburg, Karolinenstr. mit Perlachturm und Rathaus, 1915 und 2015

מגדל פערלח באוגסבורג אז ועכשיו

Was der Name “Perlach” eigentlich bedeutet, ist wie so oft eigentlich eher unklar. Bekanntlich gibt es einen kleinen Ort dieses Namens (Ramersdorf beim Neuen Südfriedhof) der 1930 nach München eingemeindet wurde. Dort wird der Name wenig plausibel erklärt als “pera = Eber, Schwein” und “loh = Wald”, also “Schweinewald”. Zum einem spricht wenig dafür, warum gerade dort ein Wald ein Schweinewald gewesen sein soll, wo es heute den Fasanengarten gibt … und warum man dann sein Dorf “Schweinewald” nennen sollte … und in Augsburg den Stadtturm”Schweinewald-Turm”.

In Augsburg bindet man sich den “per” als Bären auf und “lach” soll demnach ein “öffentliche Vorführung” geheißen haben, per-lach also eine Art “Bärenschau”. Das ergibt zwar angesichts eines 70 m hohen Turms keinen großen Sinn, aber im Turm selbst hat man auf die lateinische Vokabel “perlego” verwiesen, was keine Referenz auf dänisches Spielzeug sein soll, sondern “vorlesen” heißt, weil man am Turm (nicht vom Turm) Bekanntmachungen verlautbart hätte, wofür es freilich auch keinen Beleg gibt.

Dabei müsste man eigentlich gerade in Augsburg doch wissen, dass das alte Wort “lach” auch in “Lech” erhalten oder im englischen “Lake”, italienisch “Lago”,gällisch “Loch” grob gesagt “Gewässer” heißt: See, Fluss … und man den Lech vom Turm aus sehen kann (konnte), wie auch die “Wer(tach)” (= grüner Fluss). Wäre zumindest auch ein Motiv für den Turmbau und sozusagen mal eine vegane Erklärung

Jiddisch gelesen hieße פערלח übrigens ferlach – also verlachen, auslachen, der Perlachturm als “Verlach-Turm”(wie beim “Turamichele”), jedenfalls also für alle geeignet, die ihren Humor auf die Spitze treiben , oder die Pointe oben suchen …


“Mord am Lech”

September 12, 2014

yehuda shenef - Mord am Lech - kokavim verlagYehuda Shenef – “Mord am Lech

– ein jüdisch-bayrischer Kriminalfall aus dem Jahr 1862″

Kokavim-Verlag, Friedberg, September 2014

262 S., 35.- Euro

ISBN 978 3944 09 2034

Im Sommer 1862 wurde der junge jüdische Juwelier Ludwig Bach aus Kriegshaber bei Augsburg in Unterbergen (heute eingemeindet in Schmiechen bei Mering Landkreis Landsberg am Lech)  ermordert und ausgeraubt. Die Leiche entsorgte der Täter auf einer Kiesinsel im wasserarmen Lech, wo sie am nächsten Morgen gefunden wurde.

Das Buch berichtet über den Fall, der damals großes Aufsehen erregte, über die Lebensumstände von Opfer und Täter und vermittelt lebendiges Zeitkolorit aus der Endphase des souveränen bayrischen Königreichs, in der Moderne, Emanzipation und Antisemitismus entstanden.

Einleitend untersucht wird die Rolle der Juden in der Kriminalgeschichte des 19. Jahrhunderts, als Opfer und Täter, wobei zahlreiche vertraut erscheinende Klischees auf den Prüfstand gestellt und anhand zeitgenössischer  Fallbeispiele aus der Region aufgezeigt werden. Ausführlich behandelt wird auch die Entwicklung der damaligen jüdischen Gemeinden in Augsburg und Kriegshaber und ihre Rivalität, warum die geplante neue Synagoge nicht und an ihrer Stelle eine Kirche gebaut wurde, was der Fall mit dem erst kürzlich wieder aufgestellten Goldschmiedebrunnen in der Augsburger Fußgängerzone damit zu tun hat, usw.

Yehuda Shenef, Mord am Lech (murder at river Lech), the new book on the historical murder case of young Jewish Jewish goldsmith Ludwig Elieser Bach from Kriegshaber, who in August 1862 was killed an robbed in Unterbergen near Mering, some kilometer south of Augsburg, in the district of Landsberg /Lech


“Mord am Lech”

May 18, 2014

Das neue Buch ist fertig und erscheint bald als Druck:

Yehuda Shenef – “Mord am Lech”

Yehuda Shenef Mord am Lech 2014 kokavim

Thema ist ein authentischer Fall aus dem Jahre 1862 beim dem ein jugendlicher Juwelier aus Kriegshaber ermordet und beraubt wurde. Dargestellt wird anhand zahlreicher zeitgenössischer Berichte und Dokumente das Umfeld von Täter und Opfer und bei der Gelegenheit überhaupt die Gesellschaft der damaligen Zeit, wie auch die Rolle der Juden in der deutschen Kriminalistik des 19. Jahrhunderts.

Demnächst im Kokavim-Verlag und in allen Buchhandlungen, Amazon & Co.

 

 


Am Lech bei Prittriching

April 1, 2014

not far from Augsburg down south river Lech is Prittiching neighboring Unterbergen

Prittriching am Lech

Prittriching bei Augsburg

Prittriching sundown

Lebensgefahr in Prittriching

btw this was posting no. 800


LECH

March 18, 2014

LECH, a river in Augsburg, a beer in Poland

lech lecha


Schwein gehabt in Augsburg

June 21, 2013

 Augsburg Augustus SchweinsteigerKaiser Augustus als “Schweinsteiger” am Rathaus-Platz

Richtig, im Judentum ist Schweinefleisch “tabu”, nicht kòscher. Das macht es aber auch nicht schwerer dem Appel zu folgen, der heute am Augsburger Rathaus-Platz für vegetarische (oder weit besser noch: vegane) Ernährung zu werben und gegen sog. “Massentierhaltung” zu protestieren.

Schweine Lech Augsburg Augustus BrunnenSchweine und Lech – Figur am Augustus-Brunnen in Augsburg

Das Judentum hat, wie man weiß, mit Tierschutz, recht viel am Hut. Keine andere Religion verknüpft eine solche Menge an gesetzlichen Bestimmungen mit dem Schutz von Natur und Tieren. In biblischen Zeiten war Fleischessen jedoch eine Ausnahme und alles andere als alltäglich. Auch weil Tauben, Schafe, Stiere eher Währungseinheit, Tausch- und Zahlungsmittel (auch im Kontext des Tempelopfers) waren. Vor Noach war das Essen von Tierleichen überhaupt kein Thema und im Grunde ist auch danach nicht so gerne gesehen.

Das sehr charakteristische Verbot vom Mischen von Milch und Fleisch – ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal des Judentums – basiert auf dem immerhin drei mal in Tora erwähnten Verbot ein Ziegenkind in der Milch seiner Mutter zu kochen. Diese dreifache Erwähnung führte zur dreifachen Anwendung des Gebots: weder die Praxis ist erlaubt, noch das Essen und schließlich auch nicht in irgendeiner Weise davon zu profitieren. Auch wer Milch und Fleisch mischt, ohne es selbst zu essen, verstößt gegen das Gebot der Tora, auch wer Milch und Fleisch weder zusammen isst und es auch nicht zusammen mischt, verstößt trotzdem gegen das Verbot der Tora, wenn er eine solche Mischung bloß verkauft und damit einen Vorteil daraus zieht.

Es ist klar, dass die Bestimmungen aus Talmud-Tora Massentierhaltung im modernen Sinne ziemlich unmöglich machen, schon weil gewöhnliche Milch-“Gewinnung” ohne Grausamkeit und Tierquälerei faktisch nicht möglich ist. Dem geschwängerten Muttertier wird das Kalb, dem Kalb die Milch, und wenn es männlich ist auch das Leben weg genommen, weshalb die weiße Milch im Grunde rot und blutig ist. Massentierhaltung und industrielle Ver- oder besser gesagt Ent-Wertung von Tieren ist mit der Halacha nicht vereinbar.

Die Bestimmungen von חלב ישראל‎ werden allgemein natürlich nicht praktiziert und so ist der Hinweise darauf, dass der Konsum von Milch, die nicht chalav jisrael ist zu טמטום הלב (timtum ha-lew) führt. Dies bezieht sich auf eine grundsätzliche Haltung, doch auch wenn diskutabel erscheint, was eine “Herzverdummung” im Grunde sein mag und Kabbalisten eigene Vorstellungen davon haben, braucht man es nicht zu verkomplizieren.  Im Klartext kann man es auch rational leicht fassen, denn die “Fähigkeit”.

Grausamkeit gegenüber Tieren als Basis des eigenen Genusses ohne eine Spur Mitgefühl zu praktizieren oder zu akzeptieren oder davon zu profitieren

ist im Grunde keine kulturelle Leistung auf die man stolz sein kann, sondern lediglich eine still Übereinkunft in der Gesellschaft, die damit sehr, sehr viel Geld verdient und fast ausschließlich bei eigenen Verfehlungen sehr nachsichtig ist.

Für ein physisches Verständnis von timtum ha-lew spricht schließlich auch die heutzutage in allen Geschäften in zig Varianten anzutreffenden “Produkte”, die damit werben, “laktosefrei” zu sein, also keinen “Milchzucker” zu enthalten. Offenbar macht all dies eine Menge Leute buchstäblich krank.

Augsburg Rathaus Mastschwein

Augustusbrunnen Augsburg Wertach Schwein

In order to promote vegetarian or vegan cuisine (and a certain organization), there was a animal welfare action with huge pigs at Rathaus – Platz in Augsburg today. Opportunity to point out, that Talmud Tora laws of course are not compatible with the practices of  mass husbandry or factory farming, since cruelty against animals is forbidden. Of course that also applies for non cholov yisroel milk and the like.