Augsburg Bahnhofstraße 1916 und 2016

February 11, 2016

Die Postkarte von 1916 zeigt den Beginn der Augsburger Bahnhofstraße (dem früheren Pferseer Gäßchen, bzw. Pferseer Weg) am Königsplatz, vorne die frühere an die Deutsche Bank verkaufte Bühler-Bank, die es heute noch dort gibt, wenngleich sich, wie man sehen kann, die Fassade sichtlich verändert hat. Im alten Stuil erhalten ist lediglich in der Bildmitte das sog. Möhnle-Haus (Bahnhofstr. 4, Ecke Schaezlerstr.)

Augsburg Bahnhofstr Königsplatz 1916 und 2016Vor hundert Jahren war ein Großteil der Geschäfte in der Bahnhofstraße und um den Königsplatz im Besitz von Juden, dazu zählten ganz prominent das Kaufhaus der Gebrüder Landauer (zuletzt Galeria, in den 1930ern “arisiert” als “Zentralkaufhaus”) und das Hotel “Bayerischer Hof” (heute “LEW” Glashaus Ecke Schaezlerstr./Bahnhofstr.), das ihnen ebenfalls gehört hatte.

In der Bahnhofstraße hatte auch Hetz-Nazi Julius Streicher gewohnt bevor er über Mindelheim als Lehrer nach Nürnberg kam. Da es in seinem Herkunftsort Fleinhausen keine Juden gab, können wir annehmen, dass sein Hass auf Juden hier in der Bahnhofstraße entstand.

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Repainting Fleinhausen

November 22, 2013

Fleinhausen

פליינהאוזן ליד אוגסבורג

painting Fleinhausen Dinkelscherben Augsburg   Fleinhausen /Dinkelscherben near Augsburg

Fleinhausen ist ein kleiner Ort und mit etwa 350 Einwohnern in Dinkelscherben (c. 6500 Einwohner) eingemeindet, etwa 25 km westlich von Augsburg.  Die eigene Webseite www.fleinhausen.de verrät nicht viel mehr, als dass es, wie an zahllosen anderen Orten der Region eine Freiwillige Feuerwehr und einen Schützenverein gibt. Auf Bildern kann man noch sehen, dass unterhalb der Kirche vor der „Touristik-Oase“ ein mit bayrischem Rautenmuster beschnitzter  „Maibaum“ aufgestellt wurde, das war Ende April. Bald darauf gab es ein Schützenfest am Ort, bei dem auch „auch ungeübten Schützen eine Gewinnchance“ eingeräumt wurde, und im Juli gab es ein „Dorffest“ für Jung + Alt. Wenn  nun selbst auf der Webseite der „SPD-Augsburg-Land“ schon seit eineinhalb Jahren zu lesen steht „Fleinhausen ist (fast) nur schön“, und neben der Unfallgefahr an der Hauptstraße allenfalls der Zustand der „großen Treppe“ am Friedhof beanstandet wird, wird klar: Hier ist Provinz.

Richtig, Fleinhausen ist kein Ort den man kennen muss, obwohl er nach Angaben auf der Webseite der Marktgemeinde Dinkelscherben www.dinkelscherben.dehier abgeblich schon eine „1304 bezeugte Gerichtsstätte, die sicherlich schon bis in die Karolingerzeit zurückgeht“ (wenn  nicht gar auf Troja, wie Augsburg gemäß der Angeberei frühneuzeitlicher Humanisten – Gelehrter) und – weil auf der Straße von Augsburg nach Ulm gelegen – auch eine „Zollstätte“ bestanden haben soll. Aus dem späteren 15. Jahrhundert stammt die Kirche und 1941 wurde demnach das benachbarte Pfarrhaus renoviert. In einer Zeit sodann, in der andernorts bekanntlich recht viel zerstört wurde … 

Fleinhausen Kirche Friedhof DinkelscherbenFleinhauser Dorfkirche

Jesus hinter Gittern in Fleinhausen Dinkelscherben bei Augsburggefangen in Fleinhausen: Jesus hinter Gittern

Fleinhausen nun war, was vor Ort nirgendwo thematisiert wird, (meist als „bei Augsburg“ umschriebener) Geburtsort von Julius Streicher, der zu den prominentesten und einflussreichsten Nazi-Führern in Deutschland gehörte und als Herausgeber seiner pornografisch untermalten Hetzblatts „Der Stürmer“ das weitgehend erfolgreiche Ziel gesetzt hatte, „das deutsche Volk zu fanatischen Antisemiten zu erziehen.“ Im Oktober 1946 wurde der Nazi-Führer als einer der Hauptkriegsverbrecher vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zum Tode verurteilt. Zweifellos gab es in der Menschheitsgeschichte wohl keinen markanteren Judenhasser als jenen 1885 als unehelichen Sohn eines Volkschullehrers geborenen Julius Sebastian Streicher, dessen Einfluss von vielen auch heute noch unterschätzt wird, obwohl oder weil recht viele der von ihm und seinem Hetzblatt propagierten Stereotypen über angeblich typische Merkmale „der Juden“ auch in den Köpfen der Nazi-Enkel und Urenkel noch geläufig – mancherorts auch verankert sind.

Engel von Fleinhausen Angel of Fleinhausen

Fleinhausen Priester

Der selbstgestrickten Legende nach sei über ihn – als eine Art „Todgeburt“ – bereits die Messe gelesen worden, ehe er in der Fleinhausen Dorfkirche auf wundersame Weise zum Leben erwachte und solcherart zu Höherem berufen war. Die selbst attestierte Besonderheit ließ aber auf sich warten, weshalb der junge Streicher sich in Augsburg zunächst als sog. „Einjährig Freiwilliger“ seinen Militärdienst absolvierte. Das war wenig spektakulär und anders als man beim späteren Image Streichers vermuten könnte, machte er keine weitere militärische Karriere. Lediglich die später für den selbstherrlich umher stolzierenden Nazi-Fürst typische Requisite der Reitpeitsche gibt Aufschluss über seine Zugehörigkeit zum bayerischen Feldartillerie-Regiment. Während sich zahlreiche Angehörige des Regiments u.a. für den Dienst in den deutschen Kolonien meldeten, schien Streicher vorerst genug zu haben und absolvierte am „Augsburger Lehrerseminar“ eine Ausbildung zum Schullehrer, dann doch dem Vorbild des wenig geliebten Vaters folgend. Streicher wohnte damals in der Augsburger Bahnhofstraße, umgeben von jüdischen Geschäften. Zehn Jahre später sollte, nur knapp 200 m entfernt in der Halderstraße die neue Synagoge eingeweiht werden. In dieser Umgebung  kam der spätere „Juden-Hetzer“ wohl erstmals mit Juden in Berührung. Was Streicher an den Augsburger Juden so erzürnt haben könnte, ist ohne Lektüre seines späteren Hetzblattes kaum zu verstehen. Immer wieder thematisierte „Der Stürmer“ eine angebliche „jüdische Infiltration“, etwa wenn es in Kaufhäusern, die Juden gehörten – zum Kaufhaus Landauer am Augsburger Königsplatz hatte Streicher kaum zwei Minuten Fußweg – Weihnachtsartikel und dergleichen zu kaufen gab. Man vergleiche das mit dem heutigen Vorwurf an muslimische Zuwanderer, dass diese sich nicht anpassten. Noch populärer waren im „Stürmer“ nur noch die sexuellen Anzüglichkeiten, meist dargestellt von Monstern, die schönen blonden Mädchen nachstiegen. 1909 ging Streicher nach Franken, wo er von nun an sein Unwesen trieb und in der Stadt der Nazi-Parteitage zum Führer in der „deutschesten aller deutschen Städte“ bemüht war, alles „Jüdische“ systematisch umzudeuten und auszurotten.

Augsburg Bahnhofstr Hauptbahnhof BürkleinBahnhofstraße in Augsburg (Mitte November 2013)

Sieht man sich die von dem Zeichner Philipp Rupprecht (1900-1975) unter dem Pseudonym „Fips“ geschaffenen Karikaturen an, die meist aufgedunsene, hässliche Rundköpfe mit krummen Nasen und wulstigen Lippen darstellten, kommt man nicht umhin die auffallende Ähnlichkeit zwischen Streichers eigenem Aussehen und dem antisemitischen Klischee-Figuren zu bemerken. Noch eigenartiger ist es natürlich, dass Streicher mit antisemitischen Figuren seines Zeichners Fips, die am meisten ihm selbst ähnelten Erfolg haben konnte. Über Auffassungsgabe und Realitätssinn ihrer Zeitgenossen sagt dies ebenso viel wie über die Wirkung immer wieder wiederholter, unhinterfragter Propaganda. Die Leute werden blind und blöd davon und sehen nicht mal mehr, dass der Wolf im Schafspelz gar keinen Schafspelz trägt. Den tragen die dummen Betrachter, die sich an den niedergemetzelten Schafen bereichert haben, freilich nur in guter Absicht. Und so ist es natürlich vor allem wohl der Neid des kleinen hässlichen Dörflers, der Julius Streicher umtrieb. Er, der Super-“Arier” projezierte seine äußere Hässlichkeit wie innere Unzulänglichkeit auf “die Juden” und vergiftete damit ein bereitwillig folgendes Volk, das den Parolen “Die Juden sind unser Unglück” oder “DIe Juden gefährden den Weltfrieden” Glauben schenken wollten.

Julius StreicherJulius Streicher (1885 – 1946)  יוליוס שטרייכר  מנהיג נאצי

Stürmer Karikatur Streicherpseudo-jüdische “Stürmer”-Karikatur nach dem Spiegelbild Streichers

anti-Jewish a cartoon from “Der Stuermer” –Weekly, which actually looks like Streicher himself

Mit irgendeinem Juden hatte dieser Blödsinn noch weniger zu tun als wie mit Fleinhausen dem Dorf im Norden von Dinkelscherben. Die Tatsache, dass ein geistig Umnachteter aus dem Fenster springt allein ist kein Indiz dafür, dass sich unten auf der Straße ein Flughafen befindet. Eher nicht … 

Bildergebnis für christo fermATO

 Christo si é fermato a Fleinhausen (Touristik Oase)

Totengedenken Fleinhausen Dinkelscherbenkein Wort über den berühmtesten Sohn des OrtesKulturweg Fleinhausen Markt Dinkelscherben

In the small village of Fleinhausen, now incorporated to Dinkelscherben, some 25 km west from Augsburg in 1885 Julius Streicher was born and baptized, where his father was local school teacher. Probably in Augsburg young Streicher first get in contact with “the Jews” he later depicted in his “Stuermer” as monsters, although the cartoons actually equaled more than anyone else.

Since Fleinhausen was just a small village; there never was a Jewish community (at least nothing is known on it), but in the course of the centuries there were many Jews who visited the village or passed it as travelers and traders, as others did. However you can bet there were Jewhaters and maybe still are.


Erinnerung an die große Synagoge in Nürnberg

August 14, 2012

postcard ca.1920 and situation today

Am 21. Elul 5634 (= 8 September 1874) wurde der 1870 begonnene Synagogenbau zwischen Pegnitz-Ufer und Hans-Sachs-Platz in Nürnberg eingeweiht. Es war nicht die einzige Synagoge in der Geschichte Nürnbergs und in jener Zeit, doch es war sicher die imposanteste und am meisten fotografierte. Wohl von keiner anderen deutschen Synagoge erschienen so viele unterschiedliche Postkarten (von Augsburg bis heute keine), von Photographien und Malereien ganz zu schweigen. Julius Streicher (geb. in Fleinhausen/Dinkelscherben bei Augsburg) war dies ein Dorn im Auge, vielleicht auch ein Busch. Seiner Ansicht nach passte sie nicht in das Stadtbild der „deutschesten aller deutschen Städte“ und so kam es, dass die Synagoge bereits am 10. August 1938, ein Vierteljahr vor der sog. „Reichskristallnacht“ zerstört und binnen kurzer Zeit beseitigt wurde. Die Überreste und Erinnerungen an den früheren Prachtbau wurden durch eine völlige bauliche Umgestaltung in der Nachkriegszeit entsorgt, auch begünstigt durch eine gewisse Amtskontinuität.

"Hans sucks ..."

Memorial of Hans Sachs (1494-1576), German “Mastersinger” and playwriter, who became famous because of the “Meistersinger” opera by Richard Wagner. The monument at former Spitalplatz (now Hans-Sachs-Platz), planned in 1872, was established in June 1874, severeal weeks before the almost completed synagogue (groundbreaking 1870) was inaugurated. Note the homophone “alternative” spelling of the name sprayed on the left of the official dedication: “Hans sucks …”

Modell der Großen Synagoge am Hans-Sachs-Platz (im Adolf-Hamburger Seniorenheim der IKG Nürnberg)

Heute erinnert am Hans-Sachs-Platz gar nichts mehr an die frühere Existenz der Synagoge. Erst seit 1971 gibt es auf der früheren Rückseite bei der Heubrücke an der Pegnitz eine sog. “Gedenkstätte”, die seitdem aus mehreren deutschen und hebräischen Inschriften und Steinen mit einem Relief der Synagoge und zuletzt im November 2001 um eine Tafel erweitert wurde, die an den früheren Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Nürnberg Leo Katzenberger, der von den Nazis ermordet wurde, erinnern will:

Zum Gedenken an LEO KATZENBERGER Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg 25.11.1873 – 3.6.1942 – verhaftet und angeklagt aufgrund der „Nürnberger Gesetze“, in einem Schauprozess des Sondergerichts Nürnberg ohne Schuld verurteilt und hingerichtet als Opfer der NS-Rassenjustiz.“

(Translation: In Memory of LEO KATZENBERGER head of the Jewish community of Nuremberg 1873 – 1942, arrested and accused on the basis of the “Nuremberg Laws” in a tribunal of the special court Nuremberg sentenced without guilt and executed as victim of the Nazi racial justice)

Leo Katzenberger war von 1939 bis 1942 der letzte Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Nürnberg. Er wurde beschuldigt ein sexuelles Verhältnis mit der „Arierin“ Irene Seiler, die in einer seiner Mietwohnungen lebte, gehabt zu haben und wurde deshalb wegen Verstoßes gegen die sog. „Volksschädlingsverordnung“ (VVO) von einem Nürnberger Gericht zum Tode verurteilt und am 3. Juni 1942 in München geköpft. Irene Sailer wurde wegen „Rassenschande“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Tatsächlich bestand zwischen beiden jedoch nur ein Mietverhältnis. Im 1961 gedrehten US-Spielfilm „Das Urteil von Nürnberg“ mit Spencer Tracey, Richard Widmark, Montgomery Clift, Burt Lancaster, William Shatner u.a. der sich mit den Nürnberger Prozessen gegen NS-Juristen beschäftigt, wird Irene Seiler von Judy Garland gespielt.

Judy Garland interview on the importance of the Nuremberg movie and her role (5044)

Pultähnliche Stele mit der Aufschrift:

An dieser Stelle stand die im Jahre 1874  fertig gestellte und im maurischen Stil erbaute Nürnberger Hauptsynagoge. Noch vor der Kristallnacht wurde sie am 10.8.1938 von den NS-Machthabern zerstört und abgetragen.“

Man braucht keine historischen Photographien, an denen es wie bereits erwähnt nicht mangeln würde, um festzustellen, dass, anders als der Text behauptet, die Synagoge nicht nur an “an dieser Stelle” stand, sondern durchaus “etwas” größer war. Der Stil der Synagoge war auch nicht “maurisch”, allenfalls wies die Fassade einige orientalisch anmutende Ornamente auf und es waren auch nicht die “Machthaber” des NS-Regimes, die das Bauwerk zerstörten (dafür waren Leute wie Hitler, Streicher, Goebbels persönlich wohl zu kränklich), sondern junge Nürnberger Nazis und auch an denen bestand kein Mangel. Anstelle lapidar darauf hinzuweisen, dass die Synagoge “abgetragen” wurde (womöglich durch den Wind?), hätte der Text auch dazu Bezug nehmen können, warum der Platz in der Nachkriegszeit nicht wieder für den Neubau oder gar die Rekonstruktion der Synagoge benutzt wurde. Platz wäre dafür gewesen, für die weitere Inschrift und für entsprechende Baumaßnahmen.

(At this spot was the main synagogue of Nuremberg which in 1874 was established in Moorish style. Still before the Kristallnacht on 10th of August 1938 it was destroyed by the Nazi rulers and “carried away” – Of course the place of the synagogue was a little bit bigger than the small desk-like memorial. The style of the synagogue of course was not “Moorish” as maintained also by the Nazi who argued this way against the building as inappropriate in “the most German of all German cities”. The building just had some ornaments at the facade. The same way you can say every bulbous tower of countless churches especially in Southern Germany were “Moorish”)

An beiden Seiten des Pult-Denkmals steht in deutscher und hebräischer Sprache  geschrieben ein halber Vers aus dem Buch des jüdischen Profeten Chagai (חגי):

מי בכם הנשאר אשר ראה את־הבית הזה בכבודו

Was übersetzt wurde mit: “„Wer ist unter euch noch übrig, der dieses Haus in seiner Herrlichkeit gesehen hat?“”

(Chagai 2.3: Who is left among you that saw this house in its honor?)

Der Vers vollständig zitiert würde so weiterghen:

מה אתם ראים אתו עתה הלוא כמהו כאין בעיניכם

Und was seht Ihr jetzt? Hat es irgendeinen Wert in Euren Augen ..?“ (And what are you seeing now? Has it any value in your eyes?)

Man kommt doch ein wenig ins Grübeln, warum der zweite Teil des Verses weggelassen wurde. Vielleicht weil die Anspielung reichte, vielleicht weil 1971 aber noch immer eine Zeit war, in der man es bei solchen Anspielungen belassen musste. 2012 jedenfalls ist auch das vergessen.

Auf der rechten und linken Seite des Pult-Denkmals befindet sich nun an den Mauern ebenfalls in deutscher und hebräischer Sprache ein weiteres Zitat aus der jüdischen Bibel, nun aus dem Buch der “Sprüche” (Proverbs):

כי־תאמר הן לא־ידענו זה הלא־תכן לבות הוא־יבין ונצר נפשך הוא ידע והשיב לאדם כפעלו

(in order to read the Hebrew text it was neccessary to remove some foliage first)

… was auf der gegenüberliegenden Seite übersetzt wurde als „Wenn man sagt: Sieh, wir wussten nichts davon! Glaubst Du nicht, dass er, der das Herz des Menschen kennt, ihn durchschaut? Er vergilt dem Menschen nach seinen Taten

במקום בית הכנסת שעבר נירנברג יש זיכרון אשר מנציח הבניין וראש האחרון של הקהילה היהודית אשר נהרג על ידי הנאצים

(wikipedia)

(כל טקסט ותמונות על ידי יהודה שנף, אם לא צוין אחרת)