Comeback Kid

June 24, 2014

Goldschmiedebrunnen Augsburg Juni 2014

Nach 593 Tagen (oder fast 85 Wochen) Abwesenheit kehrte heute mittag um ca. 13 Uhr der lange vemisste Goldschmiedebrunnen am eheamligen Annaplatz zurück, unweit von seinem früheren Standort.

Augsburg Goldschmiedebrunnen MontageRemontage

Goldschmiedebrunnen Augsburg Remontage

Der Brunnen wurde 1912 von der jüdischen Bankierswitwe Sabine Bühler (aus Pfersee/Kriegshaber) gestiftet. Im Weltkrieg sollte die Figur, die an einen Freund der Stifterin erinnerte, geraubt, um eingeschmolzen zu werden, überstand  den Anschlag aber (fast unbeschadet). Auf einem Hamburger Schrottplatz wieder gefunden, kam sie zurück nach Augsburg, wo ihr in der Nachkriegszeit immer wieder der Pokal gestohlen wurde. Exakt einen Tag vor dem hundertsten Geburtstag am 8. November 2012 wurde der Brunnen an seinem alten Platz vor dem Karstadt-Kaufhaus demontiert. Über die Notwendigkeit zu debattierenwäre bestenfalls mühsig.

Goldschmiedebrunnen Augsburg BühlerBühler-Kaufmann-Brunnen mit Köpf-Haus

Goldschmiede-Brunnen Augsburg

Freuen wir uns stattdessen, dass die von Hugo Kaufmann nach Vorlage geschaffene Figur auch ihr zweites Exil gut überstanden hat und sehen darüber hinweg, dass sie frontal betrachtet das wenig attraktive Sparkassen-Haus zum Hintergrund hat.

Goldschmiedebrunnen Anna-Kirche Juni 2014

Goldschmiedebrunnen Augsburg Hugo Kaufmann Sabine Bühler Ludwig BachThe Boy is back

Goldschmiedebrunnen Augsburg Stadt von morgenGute Frage !?

Goldschmiedebrunnen

Augsburger Goldschmiedebrunnen Hugo Kaufmanna nais Eckerle

 


Der 9. November in Augsburg – ein Jubiläum ohne Jubilar

November 9, 2012

Vor exakt hundert Jahren, am Samstag-Abend des 9. November 1912 wurde am St. Anna Platz vor dem Stetten-Institut der Goldschmiedebrunnen feierlich enthüllt. Gestiftet hatte ihn Sabine Bühler (geb. Ullmann, 1857-1930), Witwe des jüdischen Bankiers und Mäzens August Bühler, dessen früheres Bankhaus den Augsburgern heute als „Deutsche Bank“ am Königsplatz bekannt ist.

Die Brunnen-Figur, die einen Goldschmiede-Lehrling mit Pokal darstellen soll, wurde von ihrem Neffen dem renommierten Berliner Bildhauer Professor Hugo Kaufmann (1868-1919) geschaffen.

Der frühere St. Anna – Platz heißt seit den 1930er Jahren Martin-Luther-Platz. Auch das Stetten-Institut ist längst verschwunden. Das Institut ist umgezogen, das Haus am Platz wurde abgerissen, um einem modernen Betonbau Platz zu machen, der seit Jahrzehnten bereits das Kaufhaus „Karstadt“ beheimatet.

Nun, ganz pünktlich zum Jubiläum ist auch der Brunnen mitsamt der Figur „verschwunden“.

Zum 100 Jahrestag: Koan Brunnen – es bleibt dem Leser überlassen, das bayerisch oder japanisch zu deuten

Im Rahmen der im Gange befindlichen Umgestaltung der Innenstadt, die der Annastraße nach zweitausendfuffzig Jahren ein neues Straßenpflaster einbrockte, soll der Brunnen nur versetzt werden und zwar angeblich an seinen ursprünglichen Standort direkt an der am Platz vorbeiführenden Annastraße bei der heutigen Sparkasse.

Zwar zeigen auch frühe Vorkriegsbilder den Brunnen nur an seinem bisherigen Platz

(siehe z.B. http://www.bildindex.de/obj20461482.html#|home  )- aber was hilft hier Lamentieren?

Ausschnitt aus einem Augsburg Stadtplan des Jahres 1929, No. 3 = Goldschmiedebrunnen

Quelle: http://www.projekt-augsburg-city.de/innenstadt/

Im Januar hatten wir bereits auf den bevorstehenden Jahrestag hingewiesen:

https://jhva.wordpress.com/2012/01/12/der-augsburger-goldschmiedebrunnen/

Es ist nicht das erste Verschwinden der Brunnenfigur, deren Pokale schon immer immer wieder geklaut wurde. Die Nazi-Stadtverwaltung demontierte den Goldschmiede – Lehrling bereits im Jahr 1943, um das Material für Rüstungszwecke zu spenden. Dazu kamm es dann doch nicht. 1950 wurde die Figur auf einem Schrottplatz in Hamburg gefunden und fort wieder nach Augsburg gebracht.

Schade,  dass der Brunnen nun so punktgenau  vor dem heutigen runden hundertsten Jubiläum seiner Einweihung demontiert, zerbröckelt und abtransportiert wurde.

Die Chance, dem Datum 9. November in Augsburg wenigstens eine kleine, positiv besetzte jüdische Bedeutung zukommen zu lassen, wurde damit natürlich buchstäblich mit dem Presslufthammer beseitigt.

* * *

On 9th of November 1912 the Goldsmith Fountain was inaugurated. The remarkable monument was donated by Jewish widow Sabine Bühler (Nee Ullmann) to the City of Augsburg and was modelled by famous sculptor Prof. Hugo Kaufmann from Berlin, who was Mrs. Bühlers nephew. Now to the day one hundred years later,there is no ceremony, festivity or whatever in order to remember the anniversary. Instead, believe it or not, the fountain actually in the last days was dismantled. Neither local press nor TV took any notice.

Dead on time there just is a small heap of rubble left. The fountain however will be transfered to the other end of the place. Some day.

All pictures were taken between 1st and 9th of November 2012


Über das Schicksal jüdischer Bergarbeiter in Deutschland

July 2, 2012

Unter deutschen Bergarbeitern war der Begriff der „Maloche“ für „schwere Arbeit“, das entsprechende Verb „malochen“ oder die Bezeichnung des „Malochers“ als jemanden der schwer schuften muss, so geläufig, dass er  es zu landesweiter Bekanntheit geschafft hat. Inzwischen wissen viele, dass der Begriff sich von hebräischen מלאכה (malacha) ableitet, das jüdisch-deutsch als „maloche“ ausgesprochen wurde.

Im heutigen Hebräisch ist es jedoch nicht ganz so einfach, den Unterschied der „malacha“ zum inzwischen eher synonym aufgefassten Begriff עבודה (awuda) zu verstehen. Während im religiösen Kontext „awuda“ eher Dienstbarkeit, im Sinne von Gottesdienst oder aber Götzendienst (עבודה זרה, wörtlich Fremddienst), nennt sich die sozialdemokratische Arbeiterpartei Israels עבודה (awuda). „Malocher“ sind hingegen bereits in der Bibel zahlreich erwähnt als „mal’ach“ (מאלך), wörtlich „Arbeiter“. Im deutschen werden sie aber nicht als solche, sondern als „Engel“ übersetzt, was sich vom griechischen ἄγγελος angelos = Bote, Gesandter ableitet. Schließlich verwendete die frühe zionistische Bewegung noch den Ausdruck des פועל (po’el) für den Arbeiter, heute durch zahlreiche Sportvereine wie  ‏הפועל תל-אביב‎ (Hapoel Tel Aviv) geläufig.

Wie dem auch sei, ist wenig hinterfragt worden, warum deutsche Bergarbeiter ihre Schufterei denn nun ausgerechnet mit einem hebräischen (bzw. jiddischen) Begriff bezeichneten, wo das Klischee „den“ Juden fast durchweg Geldgeschäfte ohne körperlicher Anstrengung unterstellte. Die Antwort darauf ist, dass es zahlreiche jüdische Bergarbeiter in Ostpreußen und im Ruhgebiet gab. Über ihre sehr schlechten Arbeitsbedingungen schrieb vor hundert Jahren der Münchner, jedoch in Bamberg geborene  Sexualforscher und Dermatologe Felix Aaron Theilhaber (1884-1956), der auch als politischer, zionistischer Journalist und Schriftsteller arbeitete, in der „Welt am Montag“. Sein Artikel „Jüdische Arbeiter in preußischen Bergwerken“ wurde am 5. Juli 1912 von der in Berlin erschienenen „Allgemeine Zeitung des Judentums“ (76. Jahrgang, Nummer 27) zitiert, als Anklage gegen den recht- und schutzlosen Status „armer russischer Einwanderer jüdischen Glaubens“, die von ihren nur nach Profit strebenden deutschen Arbeitgebern ausgebeutet werden konnten:

Dieses Arbeitsherr von Ausländern ist natürlich völlig recht- und schutzlos und muss es immer bleiben. Als Ausländer ist jeder der Gefahr ausgesetzt, bei der geringsten Veranlassung ausgewiesen zu werden. Wehe dem, der als „rot“ nur verschrien ist. Man kennt eine Menge von Fällen, wo Fremde trotz jahrzehntelanger unbescholtener Führung und Arbeit in Deutschland bei der geringsten Regung für das Koalitionsrecht sofort in die ihnen inzwischen fremdgewordene „Heimat“ gehetzt wurden. Bei Streiks ist der Ausländer der geborene Streikbrecher. Er kann nicht feiern und Streikunterstützung annehmen, da er sonst sofort zurücktransportiert wird, was der unglückliche Jude, der einmal Russland verlassen hat, unter allen Umständen zu vermeiden sucht.

Der russische Jude ist aber auch, wenn er krank oder altersschwach ist, keine Belastung für die Krankenkasse der Bergwerke. Wir wissen, dass die größte Krankheits- und Sterblichkeitszahl bei den Bergleuten vorkommt, dass sie ganz besonders der Hilfe und hygienischen Fürsorge bedürfen. Statt dessen bietet sich nun billiges Schachtfutter: wenn ihre Knochen mürbe geworden sind, lässt man sie in Polen verfaulen. Sobald so ein „Kaftanjude“ über die Grenze geschafft worden ist, kräht kein Hahn nach ihm. Menschen die Jahr und Tag unter deutschen Verhältnissen gelebt haben, sollen dann plötzlich wieder zu Russengestempelt werden. Selbst Kinder, die in Schlesien geboren wurden, die deutsche Sprache sprechen, sind dann verdammt, mit in das dunkelste Selbstherrscherreich geschleppt zu werden, wo das Bekenntnis zum Judentum völlig entrechtet.

Die Juden werden heute von den Russen nach dem Ausspruch eines russischen Ministers zu einem Drittel ausgehungert, zu einem Drittel zu Tode gehetzt (in Gefängnissen, in Sibirien, usw.), zu einem Drittel verjagt. Die Wertschätzung des polnischen Juden in Deutschland ist nicht viel größer. In Amerika hat er sich zwar bewährt, wie Roosevelt, Taft u.a. bestätigen, wie z.B. auch jüngst der Münchner Schulmann Kerschensteiner in längeren Auslassungen ausführte. Dass die preußische Regierung aber keine Sympathien für die östlichen Juden hat, ist bekannt. Trotzdem will sie die jüdischen Weber von Balutz und Lodz kommen lassen, um billige und willfährigere Arbeitermassen der Großindustrie zuzuführen.

Die deutsche Arbeiterschaft hat einen seiner Hauptkämpfe gerade in der Bergwerkindustrie auszufechten. Eine bodenständige, einheitliche, deutsche Arbeitermasse wird sich ganz anders in den Lohnkämpfen halten können als ein Proletariat aus allerlei religiös, kulturell und politisch differenzierten Gliedern, die nebenher noch völlig abhängig von jedem Schutzmann, von der Regierung und dem Winken eines Bergwerkdirektors sind.

http://www.migrationsroute.nrw.de/themen.php?thema_id=36&erinnerungsort=bochum

Natürlich geschieht dies ganze finstere Unternehmen unter dem Segen etwelcher Juden, ja gebärden sich einige in jüdischen Zeitungen, als ob die Judenfrage gelöst wäre. Vor allem sind es die Veranstalter einer Zusammenkunft, die Pfingsten zu Kattowitz stattfand, wo der Handel sanktioniert wurde.

Auf diese Tatsachen, die noch nicht allgemein bekannt sind, eine Auge zu haben, wird gut sein. Denn es ist vielleicht noch möglich, sowohl die Freunde des arbeitenden deutschen Volkes wie auch die wirklichen, echten Vertreter der Judenheit auf Vorgänge aufmerksam zu machen, die nur der Dividendenpolitik der Bergwerkes Vorteile zu bringen imstande sind. Den jüdischen Arbeitermassen wird durch solche Machenschaften weder der Friede des eigenen Herdes, noch die Sicherheit für die Zukunft und die Freiheit gegeben.“

Felix Aaron Theilhaber gründete in Berlin die „Gesellschaft zur Sexualreform (Gesex)“ und war mit Magnus Hirschfeld führend als Sexualforscher. Er kämpfte engagiert für die Abschaffung der Paragraphen die Schwangerschaftsabbruch und Homosexualität unter Strafe stellten und warb für Geburtenkontrolle, jedoch sollte noch mehr als ein halbes Jahrhundert vergehen, ehe diese Positionen in Deutschland breitere Akzeptanz finden konnten. Im Jahr 1911 verfasste er eine bemerkenswerte Schrift mit dem Titel „Der Untergang der deutschen Juden“, in welcher er konstatierte, dass das deutsche Judentum mittels Assimilierung, Säkularisierung, Verstädterung, Mischehen und Kinderlosigkeit dem Untergang geweiht und in wenigen Jahrzehnten nur noch sporadisch in größeren Städten vorzufinden sei, während es in seinen traditionellen ländlichen Hochburgen, fast gänzlich verschwinden werde. Eine Prognose, die auch ohne den „Holocaust“ zum heutigen (2012) Istzustand geführt hätte, diesen jedenfalls relativ gut beschreibt …

Im selben Jahr 1911 begann er seine Arbeit in den Diensten der Organisation des türkischen Roten Halbmonds als Militärarzt, u.a. im Türkisch-Italienischen Krieg in Libyen und im Balkan-Krieg oder als türkischer Gesandter im von den Engländern bald “Palästina” genannten Teil des endenden Osmanischen Reiches. Im ersten Weltkrieg wurde er als deutscher Pilot mit dem „Eisernen Kreuz“ ausgezeichnet, später 1933 jedoch von der „Gestapo“ verhaftet und zwei Monate festgehalten. 1935 gelang es ihm dennoch nach Israel auszureisen, wo er während des Krieges 1941 die Makkabi Krankenkasse gründete, die 1949 bereits 250 Versicherte im Raum Tel Aviv betreute und heute mit 1.9 Millionen Mitgliedern die größte Krankenversicherung Israels ist. Felix Theilhaber starb 1956 in Tel Aviv. Sein 1921 geborener Sohn Michal Adin Talbar war 1966 Unterhändler des deutsch-israelischen Wirtschaftsabkommens und erhielt 1985 das Großkreuz erster Klasse für seine auf Aussöhnung und Verständigung zwischen Deutschen und Israelis bedachtes Engagement, insbesondere im Bereich des Sports.

http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Maccabi_Health_Care_Services_2011_logo.svg

One hundred years ago zionist journalist and writer Felix Aaron Theilhaber who also was sexual researcher, military surgeon, advocate for gay rights as well as founder of Israel’s today largest health care service Maccabi, wrote an article on Jewish immigrants from Russia who were exploited as cheap mineworker without rights in Germany, at any time to be blackmailed because of their fear to be deported back again to Russia where they fled persecutions.

Although Jewish mine workers in Germany are anything but common knowledge – it jus is known that there were many workers from “Poland” … – the term for toiling (very hard work) common among miners in German is “malokhen” which actually derives from Hebrew “malakha” and Yiddish Taytsh מאַלאָכען. Until today the term in German is frequent not only for mine workers but widely known as synonym for hard and cheap labor.


1912: Goodbye Uganda, hello Yemen!

June 27, 2012

Vor ziemlich genau hundert Jahren tagte der Wiener Kongress der inzwischen längst vergessenen „Jüdischen Territorial Organisation“ (JTO), einem Splitter der zionistischen Bewegung, die als letzte an der Idee festhalten wollte, in Uganda oder sonst außer Israel einen modernen jüdischen Staat zu errichten. Im Jahr 1903 bot Joseph Chamberlain (1836-1914), Vater des späteren britischen Premiers Arthur Neville Chamberlain, und damaliger Kolonialsekretär Theodor Herzl ein 5000 Quadratmeilen (ca. 13.000 km²) umfassendes Gebiet am Mau Plateau, das heute an der Grenz zwischen Uganda und Kenia verläuft. Dorthin sollten rumänische und russische Juden, die durch Pogrome „echter Russen“ heimatlos gemacht wurden umgesiedelt werden. Zugleich sollte hier aber auch die von den Zionisten gewünschte nationale Heimstädte der Juden entstehen. Auf dem Basler Kongress 1903 warb Theodor Herzl entscheiden für den „Uganda-Plan“, weshalb eine Delegation beauftragt wurde, das Land zu erkunden. Die Prüfer vermeldeten jedoch unbehagliche Details, etwa zahlreiche Raubtiere wie Löwen, aber auch Mengen von Massai-Kriegern, die als geschickte Jäger durch die Gegend zogen. Der Plan wurde abgelehnt, was Herzl demoralisierte. Der britische Schriftsteller, Journalist und politischer Aktivist Israel Zangwill (1864-1926) warb vor hundert Jahren so ziemlich als letzter für den Uganda-Plan, der hernach in der Versenkung blieb. Löwen und Massai blieben unter sich und wer schon mit Massai-Jiddisch-Wörterbüchern anfing, konnte sich bereits wieder anderen Aufgaben zuwenden.

Dem Bericht der „Wiener jüdischen Volksstimme“ vom 27. Juni 1912 gemäß tagte der JTO-Kongress „eigentlich unter großer Teilnahmslosigkeit der jüdischen Öffentlichkeit“. Interesse bestehe allenfalls an dem erfolgreichen Schriftsteller Israel Zangwill, dem die antisemitische Presse als Stereotyp für sich entdeckt hatte:

„… oder wenn schon irgend ein Interesse sich kundgegeben wird, so wird es sicherlich Israel Zangwill gelten. Aber auch diesem nicht so sehr als Führer dieser Weltorganisation, sondern in erster Reihe als Träger eines weithin bekannten Namens.

Man wird vielleicht seine geradezu sprichwörtlich gewordene Hässlichkeit anstaunen oder die zum eisernen Inventar eines jeden Zangwill-Artikels gehörenden „scharfbebrillten, kurzsichtigen aber klugen Augen“ des Mannes sehen wollen, der sich weit über die Grenzen seines Volkes und seines Landes Anerkennung und Bewunderung zu erwerben gewusst hat.

Belesene werden den erfolgreichen und genialen Erzähler kennen lernen wollen und ich gehe nicht fehl, wenn ich erst an letzter Stelle diejenigen nenne, die in Zangwill den treuen Sohn seines Volkes sehen, welcher mit einem durch nichts zu vergleichenden Idealismus und mit Hintansetzung seiner sonstigen Interessen unentwegt für die Bedrückten und Elenden im Judentum eintritt und ihnen eine andere, eine bessere Zukunft schaffen will.

Der Kongress aber als solcher, die Partei die ihn abhält, ihre Tendenzen und ihre repräsentativen Persönlichkeiten sind nicht dazu in der Lage ein besonderes Interesse zu wecken … Gegründet wurde die territorialistische Partei unmittelbar nach dem berühmten Uganda-Kongress, dem letzten an dem Herzl noch teilnahm. Die Ursache zu dieser Gründung war die schroff ablehnende Haltung, die der Kongress gegen die Anregung Herzls mit England wegen der Besiedlung Ugandas durch die verschiedenen Ländern zum Auswandern gezwungenen Juden zu unterhandeln einnahm. Herzl wollte nicht auf Palästina als jüdisches Zukunftsland verzichten und betonte dies auch. Er sah ein, dass es unmöglich sei in absehbarer Zeit Palästina zu erhalten und betrachtete daher Uganda als vorläufiges und vorübergehendes Besiedlungsgebiet, als ein „Nachtasyl“ in dem die Juden weilen sollten, bis ihnen auch Palästina zugänglich sei.

Ussischkin aber und mit ihm die überwiegende Mehrheit des Kongresse bestanden auf die Ausschaltung jedes Nebenziels und wollten von Uganda oder einem anderen vorübergehenden Siedlungsgebiet nichts wissen. Herzl schied mit gebrochenem Herzen vom Kongress.

Zangwill aber und seine Anhänger griffen Herzls Vorschlag auf und Herzls Sinn, wenn auch gegen seinen Willen entstand die territorialistische Partei. Auch Zangwill dauerte das Warten auf Palästina zu lange. Die damalige Lage des Judentums verlangte dringend rasche Hilfe. Die Juden die aus Rumänien und Russland vor den Heldentaten der „echt russischen Leute“ flüchten mussten, konnten nicht mit der Hoffnung auf eine recht problematische bessere Zukunft in Palästina vertröstet werden.

Uganda schlug fehl. Das Land war zur Kolonisation ungeeignet. Zangwill und seine Getreuen konnte dies aber nicht abhalten, die Landkarte zur Hand zu nehmen und den Heimatlosen eine Heimat zu suchen. Mit einer pünktlichen Regelmäßigkeit finden seither die Jtotisten vor jedem Kongress ein Stückchen Erde das sie dann freudestrahlend der staunenden Mitwelt als zukünftiges Judenland präsentieren. Kommissionen, die sich mit der Erforschung des gerade vorgeschlagenen Landstrichs befassen sollten wurden beschlossen. Sie „forschten“ und das Resultat war mit derselben Pünktlichkeit ein negatives.“

Zangwill bezweifelte als einer der wenigen zionistischen Führer, dass es zum Ausgleich zwischen Juden und Arabern im Lande Israel kommen könne. Damals lebten nur etwa 250.000 Araber im relativ dünnbesiedelten Land. Die seit 1850 entstandenen neuzeitlichen jüdischen Siedlungen hatten jedoch auch für eine muslimische Zuwanderung aus den Gebieten der heutigen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon und Jordanien gesorgt. Sie fanden bei jüdischen Gutsbesitzern  wie den Rothschilds Anstellungen als Hilfskräfte in der Landwirtschaft. Auf diese – eher ironische  – Weise schuf der moderne Zionismus nicht nur ein nationale Heimstädte für die Juden, sondern auch für hoffnungs- wie arbeitslose Muslime aus benachbarten Provinzen des zerbröckelnden osmanischen Reiches. Mit der Umbenennung des britischen Mandats nach 1918 erhielten sie sodann auch einen Sammelnamen, den sie jedoch erst ein halbes Jahrhundert später für sich in Anspruch nahmen: „Palestine“.

Etwa zur selben Zeit, als der Uganda-Plan endgültig zu den Akten gelegt wurde, dämmerte den zionistischen Vordenkern aus Europa auch, dass mit Grundstückkäufen allein kein Staat zu machen sei, wenn auf einen jüdischen Landbesitzer Dutzende billige arabische Arbeiter kämen. Auf diese Weise könnte man allenfalls einen arabischen Staat bilden, jedoch keinen jüdischen. Man dachte nach und bemerkte plötzlich, dass es vor allen an jüdischen Arbeitern fehlte, da sich die bisherige jüdische Ansiedlung größtenteils auf Städte konzentrierte. Zwar gab es dort inzwischen auch Arbeitslose und andere Problemfälle, jedoch waren nicht alle sozialistischen oder bürgerliche Zionisten bereit zur Feldarbeit. Man dachte nochmals nach und kam nun auf die Idee muslimische Araber gegen jüdische Araber aus dem Jemen als billige Arbeitskräfte zu ersetzen. Aus der Unzufriedenheit entlassener muslimischer Arbeiter entstand im Laufe der kommenden dreißig Jahre eine sder wesentlicheren Motive des noch immer andauernden Nahostkonflikts.

Aus der Perspektive des Sommers 1912 jedoch noch ein weiterer Bericht aus der „Wiener jüdischen Volksstimme“ vom 27. Juni 1912:

 

Von der jüdischen Kolonisationsarbeit in Palästina

Immer mehr kommt in der jüdischen Siedlungsarbeit ein neues Prinzip zur Geltung. Während die Zionsfreunde einer früheren Epoche das Hauptgewicht auf den privatrechtliche, Erwerb des Bodens legten und der politische Zionismus die Idee der öffentlich-rechtlichen Sicherung verkündete, bricht sich jetzt die Erkenntnis, dass es auch einen dritten Faktor gibt, der von ebenso großer Bedeutung für die Zukunft der Kolonisation ist, nämlich: „Die jüdische Arbeit auf jüdischem Boden. Man ist heute wohl allgemein zur Ansicht gekommen, dass ein Plantagenbesitzer in Palästina, auf dem lediglich nichtjüdische Arbeiter beschäftigt werden, sich nicht wesentlich von einem jüdischen Gut in Galizien unterscheidet, auf dem nur polnische oder ruthenische Arbeiter zu finden sind.

Der jüdische Nationalfonds, der sich aus seinen Anfängen zu einer der mächtigsten jüdischen Weltinstitutionen emporgeschwungen hat, und der im letzten Jahr eine Jahreseinnahme von 700.000 Francs aufweisen konnte, hat die Wichtigkeit und weittragende Bedeutung dieses neuesten Prinzips klar erkannt und seine Tätigkeit danach ausgerichtet. Nicht nur, dass er auf seinen Gütern und in den Siedlungen der von  ihm geförderten Gesellschaften (Siedlungsgesellschaft „Erez Israel“), Palestine Land Development Company) in Hulda und Benschemen bei Jaffa, in Merchawja in der Ebene Jesreel, in Kinneret und Daganja am Tiboriassoo – eine große im stetigen Wachsen begriffene Zahl von jüdischen Arbeiten beschäftigt.

Er hat sich auch der Arbeiterfürsorge in den Kolonien zugewandt und kann auf diesem Gebiet bereits auf bedeutende Erfolge hinweisen. In den Kolonien Petach Tikwa und Chedera hat er mit einem Kostenaufwand von 40.000 Francs für die unverheirateten Arbeiter Heime gegründet, an deren weiteren Ausbau jetzt geschritten wird. Durch eine Spende des Herrn Ingenieur Salomon Halperin aus Kiew in der Höhe von 30.000 Francs wird er in die Lage versetzt, ein großes Heim in der Siedlungsgenossenschaft Merchawja, sowie Einzelhäuser für aschkenasische und jemenitische Arbeiterfamilien zu bauen. Der Bau von zwölf jemenitischen Häusern in Petach Tikwa und von drei Häusern für aschkenasische Arbeiter, gleichfalls in Petach Tikwa oder Chedera, soll demnächst in Angriff genommen werden.

Bekanntlich ist dem Jüdischen Nationalfonds auch der David und Fanny Wolffsohn – Fond angeglieder, aus dessen Mitteln mit einem Aufwand von 15.000 Francs bisher fünf Häuser in Petach Tikwa, fünf in Rechowot, vier in Rischon Le Zion und eins in Wadi el Chanin gebaut worden sind. In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch der Verein „Efra“ in Berlin sich auf dem Gebiet des Arbeiterhäuserbaus rühmlich betätigt hat.

Diese ganze Tätigkeit reicht aber noch nicht entfernt hin, um dem großen Mangel an Arbeiterwohnungen abzuhelfen. Die Frage wird besonders dringend angesichts einer neuen Erscheinung, die sich in letzter Zeit immer stärker bemerkbar macht. Es ist dies die immer zunehmende Einwanderung der jemenitischen Juden.

 Die jüdische Presse hatte schon öfter Gelegenheit über diese unsere Stammesbrüder aus dem fernen südlichen Arabien zu berichten. Immer mehr bestätigt sich die sehr günstige Meinung, die man gleich von Anfang an in Palästina über sie gewonnen hat. Man ist sich darüber einig, dass wir es hier mit einem fleißigen und genügsamen Arbeiterelement zu tun haben, das im fernen Jemen die altjüdische Tugenden einer hohen Religiosität und strenger Sittlichkeit rein und unverfälscht bewahrt hat. Die geringen Ansprüche, die die Jemeniten an das Leben stellen, versetzen sie in die Lage, mit Erfolg den Konkurrenzkampf aufzunehmen. Es ist ganz klar, dass sie für die jüdische Siedlung nicht nur in nationaler Beziehung das beste Arbeitermaterial bilden; sie sind auch wirtschaftlich ein äußerst wertvolles Element, da man sich auf ihre Ehrlichkeit und ihren Fleiß unbedingt verlassen kann.

In erster Linie muss aber dafür gesorgt werden, dass die Jemeniten in den Kolonien Beschäftigung und Unterkommen finden, denn sobald sie in die großen Städte abwandern, wo es keine genügende Arbeit für sie gibt, so ist, wie es die Tatsachen leider schon gezeigt haben, zu befürchten, dass sie die Bettlerbevölkerung nur vermehren würden. Was nun die Arbeitsgelegenheit betrifft, so liegen die Verhältnisse sehr günstig. Für absehbare Zeit wird es viele tausende Jemeniten in den jüdischen Kolonien reichlich Arbeit geben. Anders verhält es sich mit der Wohnungsfrage. Die Kolonien sind begreiflicherweise nicht in der Lage, den Bau von Arbeiterhäusern in großem Umfange selbst in die Hand zu nehmen und da die Jemeniten vollständig mittellos ins Land kommen, ist von ihrer eigenen Initiative auch nichts zu erwarten. Hier können also wieder nur Kolonisationsgesellschaften eingreifen und in erster Reihe hat es sich der Jüdische Nationalfonds zur Aufgabe gestellt, das große Problem der Beschaffung von Wohnungen für die jemenitischen Einwanderer zu lösen. Während der letzte Anwesenheit seiner Direktoren Dr. Bodenheimer und Dr. Tschlenow in Palästina hat er gleich 23.000 Francs für den Bau von Jemenitenhäusern bewilligt. In den letzten Tagen sind weitere 30.000 Francs bewilligt worden und für das nächste Jahr ist die Gewährung von mindestens 50.000 Francs in Aussicht genommen. In diesem Jahr sollen noch 100 Häuser fertiggestellt werden und mindestens ebenso viele im nächsten Jahr gebaut werden.

Der jüdische Nationalfonds, der indes viele andere wichtige Aufgaben zu bewältigen hat, ist mit der diesen Bewilligungen bis an die äußerste Grenze gegangen. Es lässt sich aber nicht verkennen, dass eine gründliche Lösung der Frage weit höhere Ansprüche stellt. Sollte es gelingen, in wenigen Jahren die Ansiedlung von einigen tausend jemenitischen Familien durchzuführen, so wäre damit eine Tat für die jüdische Zukunft in Palästina geleistet, deren segensreiche Folgen nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Man könnte ruhig behaupten, dass damit eine neue Epoche in der jüdischen Siedlungsarbeit eingeleitet wäre.

Der Bau eines Einzelhauses nebst Ankauf eines kleinen Garten erfordert einen Kostenaufwand von ungefähr 1.000 Francs. Jeder wohlhabende Jude sollte eine Spende darin setzen, durch eine Spende von 1.000 Francs dem Nationalfonds die Möglichkeit zu geben, eine Jemenitenfamilie anzusiedeln. Das Bewusstsein, durch diese Spende der jüdischen Volksarbeit in Palästina die schaffende Kraft einer jüdischen Familie zugeführt zu haben, dürfte den Spender eine erhebende Genugtuung bilden.

 

Almost exactly a hundred years ago the last Zionist group gave up Uganda as a proposed interim solution for a national home of the Jews as proposed by the British government official Joseph Chamberlain to Theo Herzl in 1903. In the same time Zionist leaders saw reason that it was way better to promote a national Jewish home when settling Jewish Arabs from Yemen instead of Muslim Arabs from other parts of the crumbling Ottoman Empire.

 

 

 

 


Synagoge Kriegshaber

July 18, 2007

Synagoge Kriegshaber UmgebungSynagoge Kriegshaber front

Alte “Judenhäuser” KriegshaberKriegshaber Thora Vorhang 1723 Synagoge Kriegshaber Rückseite

 

Die jüdische Gemeinde im (bis 1805)(vorder)österreichischen Kriegshaber bestand hauptsächlich entlang der Hauptstraße (heute Ulmerstraße), zwischen dem (von Juden erbauten) „Zollhaus“ und dem „Spectrum“ (ehemalige Turnhalle).

Wie die Gemeinde geht auch ihr erstes Bethaus wenigstens auf die Zeit um 1540 zurück, ist aber wohl älter. Im nordöstlich benachbarten Oberhausen bestand c. von 1420 bis 1560 eine kleine jüdische Gemeinschaft an der Zollernstraße unweit des alten Oberhausener Schlosses (heute: Josefinum-Klinik). Auch bei Christen war Kriegshaber zunächst eine Oberhauser Filialgemeinde. Die heutige Kirche gegenüber der Synagoge wurde erst sehr spät, um 1870 gebaut, nachdem am selben Platz ein geplanter Neubau einer liberalen Synagoge mit orientalischen Fassaden mangels Interesse nicht zustande kam.

Der stattdessen weiter benutzte Bau basiert auf den bereits 1550 genutzten Wohnhaus, wurde aber mehrmals baulich verändert. An die für die Mikwe hinter der Synagoge benötigten Wasserquelle erinnert heute noch der christliche “Brückenheilige” Nepomuk, während der Bach inzwischen verschwunden ist. Der heutige “Synagogen”-Bau geht auf das Jahr  1669 zurück und wurde 1729 und 1840 renoviert. Von 1862 bis 1912 hatte das Gebäude bunte, rot-blaue Fenster. Die letzte Restaurierung war 1913. Anders als die Nachbargemeinden in Pfersee, Steppach und Schlipsheim die alle die 1870er Jahre nicht überstanden, blieb die Kriegshaber Gemeinde bestehen, freilich auch nur bis 1941. Die Synagoge wurde von lokalen Nazi geschändet und entweiht, aber nicht zerstört.

1945 nutzen jüdisch-amerikanishe Soldaten zusammen mit einer Anzahl meist aus Osteuropa verschleppter sog. „KZniks“ das halbwegs intakte – wie bereits 400 Jahre früher – als simplen Betraum, für den es nur einen Tisch, einen Schrank und eine Handvoll Stühle bedurfte. Bis 1951 gab es freilich nur sporadische Gottesdienste. Im selben Jahr endete man auch damit, am jüdischen Friedhof von Kriegshaber / Pfersee zu begraben.

Hernach wurde das Gebäude verkauft und aufgeteilt. Unterhalb des Betraums befand sich eine Wohnung (die zuletzt von einem Kroaten bewohnt war, der dem Verfasser bekannt ist). In den letzten Jahren stand das Gebäude leer und litt stark durch Witterung. Eine Reihe von Nutzungs-Ideen scheiterten an mangelnden finanziellen Mitteln. Der jüdischen Gemeinde in Augsburg, die mit etwa 1800 Mitgliedern ihren historischen Höchststand erreicht hat, käme eine zweite Synagoge durchaus gelegen, da viele der russisch-sprachigen, überwiegend älteren Aussiedler in den Stadtteilen Pfersee, Kriegshaber und Oberhausen wohnen.

Finanziellen Support dafür wird es aber nicht geben, denn so viel „Normalität“ braucht es dann doch wieder nicht. Das Gebäude wird also entweder baufällig einkrachen (10 %-Wahrscheinlichkeit, möglich, aber zu schlechte Publizität), weiterhin behelfsmäßig ausgebessert und neu gestrichen (20 %-Wahrscheinlichkeit, weil billig und „fachmännisch“ begründbar), an einen privaten Investor veräußert, der das Haus komplett umbaut (wie in Harburg), sich aber der historischen Bausubstanz bewusst ist und die strengen Auflagen des Denkmalschutz einhält und übererfüllt (20 %-Wahrscheinlichkeit, weil kostet nicht viel, sondern bringt sogar Geld (doch dann: wohin damit??) und beseitigt das alle Jahre wieder mal aufkommende leidige Thema), offizielle Umwidmung mit richtig viel Geld aber ohne rechtes Konzept und Bedarf zum „Dokumentationszentrum für das schwäbische Landjudentum“, „Begegnungsstätte Kriegshaber“, wo man Weihnachtslieder mit Klezmer, Döner und Räucherstäbchen vermischen kann, für 5 Millionen Euro, damit dort später eine wissenschaftliche Hilfskraft zwei Mal im Monat erklärt, was den Zerstörungen entgangen ist und was es bedeutet haben könnte. Wahrscheinlichkeit 45 %, da „die große Lösung“ der aufstrebenden Boomtown-Region Augsburg am ehesten nahesteht. Die restlichen 5 % bleiben übrig für nicht erwartbare, aber auch nicht kategorisch auszuschließende Überraschungen, wie etwa Ankauf durch die Lauder-Stiftung, die in Kriegshaber eine Charedim-Kolonie ansiedelt oder Chabad, die Kriegshaber für sich entdecken, … vielleicht wartet man aber auch bis das Gebäude zur Moschee konvertieren werden kann. Wir werden es sehen, oder auch nicht.

Eine jüdische Gemeinde, die es von 1540 bis 1940 hier gab und seitdem nicht mehr, wird es aber nicht mehr geben. Wetten?