1916 – 2016: 100 Jahre Eingemeindung von Kriegshaber in Augsburg

March 25, 2016

Die Geschichte von Kriegshaber ist zwar weit älter und hat viele bedeutende Höhepunkte, insbesondere in unserem jüdischen Horizont, doch die nunmehr vor genau einhundert Jahren vollzogene Eingemeindung Kriegshabers zum Stadtteil von Augsburg war sicher eine wesentliche Zäsur in der Geschichte, wenngleich wenige Jahrzehnte später durch den Krieg und der daraus resultierenden 40 jährigen amerikanischen Besatzung (nicht nur) optisch noch prägendere Faktoren Kriegshaber beeinflussen sollten.
In den letzten Jahren entstehen auf dem Terrain der früheren Kasernen und housing areas neue Wohnsiedlungen, die dem Viertel im Nordwesten Augsburgs ein ganz anderen Gepräge geben, als es dies zuvor hat. Man könnte meinen, dass Kriegshaber durch das „großstädtische“ Zusammenwachsen (mit allen erwünschten und unerwünschten Aspekten, baulichen Highlights und Sünden) vielleicht erst jetzt tatsächlich ein Stadtteil von Augsburg wird.

!מיר וועלן זען

Jedenfalls wünschen wir Kriegshaber und Augsburg, mit denen wir in besonderer Weise verbunden sind, alles Gute zum 100. Jahrestag und eine friedliche und lebenswerte Zukunft.

100 Jahre Kriegshaber in Augsburg Logo JHVA100 year anniversary of the incorporation of Kriegshaber to Augsburg

Unser Logo 100 Jahren Kriegshaber in Augsburg setzt sich zusammen aus dem Kirchturm von St. Thaddäus beim ( … ja … ähm… Oberhausener) Bahnhof, dem höchsten Gebäude in Kriegshaber, der „dasteht wie eine Eins“, aber eben erst durch die beiden Nullen (… hintersinnig?) des jüdischen Fensters der ehemaligen Synagoge Kriegshaber zur Hundert wird. Tatsächlich war das alte, “tausenjährige”) (österreichische) Kriegshaber vor allem ein jüdischer Ort, erst in der bayerischen (Spät)phase ergab sich eine christliche Mehrheit. Kirchlich eigenständig wurde Kriegshaber gar erst in den 1860ern (zuvor gehörten die christliche Minderheit Kriegshabers zu … ähm, ja … Oberhausen) und das wohl auch nur, weil die geplante neue Synagoge dann doch nicht gebaut wurde (Die Pläne und Gründe dafür sind im Buch “Mord am Lech” (ISBN: 978-3944-092-034) erläutert).

100 Jahre Kriegshaber Eingmeindung Augsburg JHVA Farbe100 יום השנה של ההתאגדות של קריגסהאבר כדי אוגסבורג

100 years ago – on April, 1 – Kriegshaber was incorporated to Augsburg. Our logo depicts the number by the church tower of St. Thaddaeus and the window of the former synagogue, both at Ulmer Str.

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בית הכנסת אוגסבורג

June 25, 2012

la synagogue d’Augsbourg

 


Augsburg Augenburg

April 21, 2008

Der Name der Stadt Augsburg, da sind sich alle Experten einigermaßen einig, stammt vom lat. “Augustus”, was “Erhabener” und ähnliches heißt, im Indischen wäre das “Buddha” und griechisch ist es “Sebastian”(os), also eine Art “Messias” für Allesgläubige. In Augsburg wird geglaubt, dass mit Augustus jener Octavian gemeint war, der der Überlieferung gemäß von Julius Caesar (aka Giulio Kesar) adoptiert wurde. Nannten sich im Mittelalter die Herrscher nach letzterem gerne Kaiser, so war bei den antiken römischen Herrschern der eigentliche Herrschertitel “Augustus”, während Caesar nur den Thronfolger bezeichnete. Älteste Augsburger römische Inschriften verweisen auf ein “Aelia Augusta” und damit auf eine dem Hadrian geweihte Stadt. Da dies aber Augsburg rund 150 Jahre von seinen 1985 gefeierten 2000 Jahre nehmen würde, richtet sich unser Augenmerk auf anderes, etwa auf Augsburg als Burg des Auges. Das ergibt zwar auch keinen konkreteren Sinn, ist aber einer nettere Idee. Als Stadtwappen (coat of arms) dient seit etwa 400 Jahren (also ab ca. 1600) ja die sog. Zirbelnuss oder Pyr, Stadtpyr, usw. genannt, ein mitunter stark vergrößerter “Pinienzapfen” (pine cone), während in 150 Jahren vorher  (also etwa nach 1450) eine (freielich etwas auf den Kopf gestellte Weintraube (Rebe, grape vine) angenommen wurde. Noch früher war ein einfacher Stern über dem Stadttor das Emblem der Stadt und vor dem 13. Jahrhundert spielte all das soweiso keine Rolle, außer für spätere Zeitgenossen, die ihren Ort älter “machen” wollte, als belegbar war. Sie verlegten die Gründung der Stadt, die wie auch immer erst ab 1176 ein Stadtrecht nachweisen kann, sogleich in die Zeit Trojas, dessen Legenden freilich ebenfalls aus der Renaissance stammen könnten – was somit dann fast wieder passen könnte.

The name Augsburg may be read as “eye castle” or “château l oeil”, what is more funny and a much better eye sight than a pruney pine cone which in someone s ancient believe and phantasy had been a design “symbol” for a phallus … but however you only need symbols when there is no more function.