אל תלכי ללקט בשדה אחר

January 14, 2013

Synagoge Kriegshaber

ווו אַמאָל איז געווען די מקווה פון ייִדיש קהל פון קריעגסהבער אין עתיד וועט זייַן געזאמלט די אשפה פון דער נייַ מוזיי

Kriegshaber Mikwe Tauchbad Mikvah

Kriegshaber mikvah Mikwe

באייר תשע

Where once was the mikvah of Kriegshaber in the future the garbage of the new museum will be collected.

Kriegshaber synagoge Januar 2013

Kriegshaber Synagoge Müllraum

Ziemlich genau da, wo sich nach Angaben alter Katasterpläne früher das Tauchbad (Mikwe) der jüdischen Gemeinde von Kriegshaber befand, wird später in einer eigens dafür geschaffenen Konstruktion der Abfall des künftigen jüdischen Museums gesammelt.

Kriegshaber Museum Synagoge Müllraum

https://jhva.wordpress.com/2011/12/21/die-tauche-von-kriegshaber/


Kriegshaber synagogue construction site

July 17, 2012

Not just the former synagogue at Kriegshaber after deaces of neglect is being restored in order to convert the building into a museum also at the rear side of the building where once was the mikvah (German: Tauche) there are extensive construction works. Apparanetly there now will be elevators and the like. They do not fit the historical structure but rather for the convenience of potential visitors and staff.

 

Pictures: yehuda, May 25, 2012


Die “Kleine Synagoge” in Erfurt

June 1, 2012

Auf halbem Wege zwischen der Krämerbrücke und dem Rathaus liegt das ehemalige Wohnhaus Zur großen und kleinen Weinkrause“ heißt es in einem Artikel der „Osttthüringer Zeitung“ von Christian Scheider aus dem Jahre 1997 zur „Wiederentdeckung“ der Synagoge an der Gera. 1823 war das Gebäude von Ephraim Salomon Unger erworben worden, als die Erfurter Gemeinde etwa hundert Personen umfasste.  1839 musste der marode alte Bau einem neuen weichen und das Haus 1840 zur Synagoge geweiht, wobei im Keller direkt am Fluss auch eine Mikwe eingerichtet wurde. 1884 wurde mit der Einweihung der großen Synagoge am Kartäuserring (1964 nach Juri Gagarin benannt) das Gebäude bereits wieder aufgegeben und an einen Essigfabrikanten verkauft, der das Haus als Lager nutzte.

1916 wurde es von der Stadt Erfurt erworben, die dort Wohnungen einrichtete. 1938 wurde der Straßennamen „An der Judenschule“ in „An der Stadtmünze“ geändert, weshalb auch namentlich nichts mehr an die jüdische Vergangenheit erinnerte. Erst in den 1990ern wurde man darauf aufmerksam und man stellte das bisherige Wohnhaus unter Denkmalschutz und die Überreste der früheren „jüdischen“ Bausubstanz (darunter auch die Frauenempore und der Toraschrein) wieder her. 1998 eröffnete man nun eine „Begegnungsstätte“, am 9. November, obwohl das Gebäude 1938 längst keine Synagoge mehr war und entsprechend auch nicht heimgesucht wurde. Die 1997 noch als „Alte Synagoge“ bezeichnete Einrichtung wird nun als „Kleine Synagoge“ bezeichnet und beworben, obwohl es sich seit über 127 Jahren um keine Synagoge mehr handelt.

Da man in Erfurt offenbar einigen Wert auf „Synagogen“ legt, ist es unklar, warum das Gebäude dann nicht der heutigen jüdischen Gemeinde überlassen wurde, die mit einer fachkundig restaurierten, funktionalen Mikwe doch wohl etwas anfangen könnte. In der „Begegnungsstätte“ jedenfalls gibt es hier Vorlesungen (etwa über „Mönche und Klöster“, 21.05.) oder Konzerte (z.B. „Jüdische Lieder und Tänze des Misrachi Ensembles, 01.06.).


Im Keller ist die zu seicht ausgefallene ehemalige Mikwe und an ein paar Tischen im Nebenraum eine Anzahl jüdischer „Ritualgegenstände“ zu sehen, wie Weinbecher, Tfilin und dergleichen, offenbar in der Absicht, anhand dessen „das Judentum“ zu erklären. Am anderen Ufer des Flusses befinden sich eine Reihe gemütlicher Kneipen und Restaurants, wo man beim Bier darüber oder über anderes nachgrübeln kann mit gutem Blick zur ehemaligen Synagoge.

The old synagogue of Erfurt was established in 1840 next to Gera river and was used until 1884 when the Jewish community of Erfurt inaugurated a bigger one. The building was sold and used as storage room until in 1916 the City of Erfurt acquired and converted it into a tenement, what it was used for about 75 following years. In 1938 the street name “An der Judenschule” (At the Jewish school, means Synagogue or Yeshiva) was changed into “An der Stadtmünze” (At the coining press) by the Nazi German. Since there were no more Jews in Erfurt afterwards the history of the building was forgotten. Only in the 1990s the situation changed and the building was listed. Restauration effected some previous details as the Torah Ark, the women’s gallery and the recreated mikveh in the basement. However the building was not passed to the Jewish community of Erfurt, which is located somewhat at the outskirts, but again was converted into a “Begegnungsstaette”, what is a kind of “center for encounter”. Here are some lectures on several subjects or concerts, to what of course there are no objections, if it was not the “Jewish ticket” which was used by the municipality for the purpose to get substantial governmental subsidies, while the Jewish community has a shadowy existence. On the other bank of the small river there are a number of restaurants and pubs where you can have some good Czech beer and a more lively place of encounter with nice Erfurt people.