אשר, אפרים און מנשה

June 1, 2016

בילד פון די שבטים פון ישראל, אשר, אפרים און מנשה

אין בית הכנסת פון אוגסבורג, בייערן

פון היינריך לעמפּל (1877-1951) פֿאַר פריץ לאַנדאַוער 100 יאר צוריק, קאָליר דיזיינד דורך חנה טאַוסענדפעלס

Synagogue Augsburg Asher Menashe EphraimAsher, Menashe & Ephraim

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Ascher-Mittwoch

March 8, 2011

Ascher (אשר) ist gemäß der Thora der Sohn Jakobs und der Silpa, einer Magd von Jakobs Frau Lea, geboren in Padan Aram (פדן ארם).  

Ein vor ca. 3300 Jahren gestorbener zumindest griechisch Sethos I. genannter Pharao (ägyptisch eigentlich pa-ro = „großes Haus“, wobei „ägyptisch“ auch schon wieder ein griechisches Wort ist), der an sich „sate mari ne poteh“ (spielt auf zwei Gottesnamen an, heißt wörtlich genommen aber in etwa „Wüste geliebt vom Töpfer“) gab mal damit an ein Volk namens „Aser“ oder Ascher“ besiegt zu haben. Das kann stimmen oder auch nicht. Sein eigener Name jedenfalls war wohl eine Art altägyptischer Variante von Schicklgruber und wenig ewigkeitstauglich, weshalb „Wüsti“ sich als König den Namen „Ka nachat chai im west“ gab, was so viel heißt wie „Starker Stier von West“ (West wäre das altägyptische Wort für den griechisch Theben genannten Ort).

Über „Wüsti“ lässt sich noch sagen, dass er der Vater des noch weit berühmteren  Pharao Ramses II. war, dessen Mumie (… richtig, ein griechisches Wort) im Museum von Kairo liegt. Ramses ist natürlich auch nur der griechische Name … Wüsti, also sein Papa hatte ihn schon im Alter von 10 Jahren zum Oberbefehlshaber der ägyptischen Streitkräfte ernannt, woraus sich womöglich ableiten lässt, dass die Probleme in diesem Bereich nicht zu ernst waren.

Wie auch immer, auch der Name Assur (die genaue Aussprache ist unbekannt und könnte auch ascher lauten), von sich Assyrien und Syrien ableitet wird mit Ascher in Verbindung gebracht, aber nicht zu sehr versteht sich, da das große Assyrer-Reich ja wohl nichts zu tun haben kann mit dem benachbarten, gleichnamigen  israelischen Stamm, dessen Vorfahren von dort kamen.

Jakob, dessen Name in der Erzählung der Thora bekanntlich zu Israel wird, jedenfalls ist der Vater von Ascher und er sagt seinem Sohn “fettes Brot” (שמנה לחמו) voraus – wonach sich in den letzten Jahren auch eine Hamburger Hiphop Band benannt  haben soll.

Kaum noch bekannt ist freilich, dass humanistische Gelehrte des europäischen Spätmittelalters jenem Ascher nun einen jährlichen Gedenktag widmeten, obwohl dieser seitdem stets am Ende des Winters kurz vor Frühling begangen wird:

den Ascher-Mittwoch (Ash Wednesday in English). Das Brauchtum, das sich in vielen Regionen entwicklet hat, ist freilich recht unterschiedlich. Während manche zumindest den Vortag noch heftig feiern, beginnen andere an diesem Tag eine lange Fastenzeit, partiell vergleichbar mit dem Ramadam der Muslime (deren Tradition den Ascher nur unter anderem Namen kennt) , wieder andere nehmen diesen Tag zum Anlass sich politisch zu betätigen und dergleichen mehr.