Ulmo Grabstein Kriegshaber im Laufe der Zeit


Die Entwicklung am jüdischen Friedhof Kriegshaber an Hand des Beispiels des Grabsteins der Chana Ulmo aus dem Jahr 1741

Kriegshaber Cemetery January 20080. vor der Reinigung des bis dato “unbekannten” Grabsteins

Chana Ulmo Grabstein Kriegshaber 2008

1. bei der Reinigung

mit Softschwamm und Wasser

im frostigen Anfang Januar 2008

Chana Ulmo Grabstein Kriegshaber 20102. hinterlassener Pflegezustand im März 2010

Chana Ulmo Grabstein März 20133. mittlerweile neu aufgetretener Schimmel im März 2013

Chana Ulmo gravemarker Kriegshaber Jewish Cemetery December 20134. aktueller zustand gestern nachmittag 19. Dezember 2013

5. “See the stone set in your eyes …” 

5 Responses to Ulmo Grabstein Kriegshaber im Laufe der Zeit

  1. gunnerjoshua says:

    At least one can see HOW EASY it still was to achieve quite good results without that much effort.

  2. Andrea says:

    *seufzt*

    Ich habs satt.
    “Wenn nicht endlich jemand Geld dafür springen lässt, machen wir es nicht mehr…”

    Arbeit und Kritik an Unständen, die diese erst nötig gemacht haben sind übrigens zwei paar Schuhe… Keiner hat von Dir verlangt die Arbeit zu machen und dann Stillschweigen darüber zu bewahren.

    Und klar kannst Du in diesem Blog posten was Du magst, wann immer Du magst und soviel Du magst. Viel Spaß dabei, die Kreativität soll dich nie verlassen und Du sollst immer viele Bilder im Speicher haben!

    Nur reinigt halt posten keine Grabsteine, mäht keinen Rasen, fällt keine Bäume, zupft kein Unkraut und macht auch lustigerweise Efeu nicht den Gar aus.

    Als Schlussfrage: Vielleicht in der Schuld Deiner Ahnen?

    • yehuda says:

      Nun ich sage: „Was soll sich an Missständen ändern, wenn man sie nicht thematisiert?“

      Deine Gegenfrage „Was ändert das Thematisieren an den Missständen?“ ist natürlich auch berechtigt, aber nur vordergründig schlüssig.

      Ohne Problematisierung gibt es kein Interesse dafür und der Verfall geht weiter. Eine Frage des Geldes ist das nur insofern, als dass es ja Mittel gibt, aber sie nicht eingesetzt werden. Ich habe für meine Arbeit nie Geld verlangt und beklage mich auch nicht darüber.

      Wenn andere aber Geld oder geldwerte Leistungen dafür bekommen, dass es eine solche Pflege gibt, es darüber vertragliche Verpflichtungen, usw. gibt, dann muss man erwarten können, dass dies auch geschieht. Kosmetisches Drüberwischen vertuscht nur die dauerhafte Fehlentwicklung und stabilisiert sie. Das kann nicht im Interesse von uns und der Allgemeinheit sein.

      Mit meinen Ahnen hat das nichts zu tun. Es geht doch nicht darum, dass man sich nicht um die Gräber der eigenen direkten Vorfahren kümmert. Auf dem Friedhof zwei direkte Vorfahren mütterlicherseits, aber zu mir sind schon 14 Generationen Distanz oder fast 300 Jahre. Da brauchst du dann schon einen “Ur-Macher”, um das zu formulieren: Ur-Ur-Ur-Ur …

      Aus dieser Verwandtschaft ergibt sich aber wie auch immer keine (und schon gar keine dauerhafte) Verpflichtung meinerseits, die Verantwortung für den gesamten Friedhof und seine hunderten Gräber und mehr noch für die Gesellschaft zu übernehmen, die ja auch damit prahlt, dass sie es täte, … weil …. ähm… ja…. hmmm ….sie angeblich „aus der Geschichte“ gelernt habe.

      Ich habe den Bestand und die Geschichte des Friedhofs dokumentiert und damit einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Erinnerung an die Verstorbenen bewahrt bleiben kann. Ich wohne nicht auf dem Friedhof, ich arbeite dort nicht und er ist auch nicht zu einem einzigen Quadratmeter mein Eigentum.

      Räumst Du denn den gesamten Friedhof auf, auf dem deine Großeltern begraben liegen? Kümmerst Dich dort auch um verwahrloste Gräber anderswo, räumst allen Abfall weg, weil dort der Urgroßvater Deines Urgroßvaters bestattet wurde?

  3. Andrea says:

    Spitze. Wenn ich das richtig sehe, spart der Schimmel immer den gleichen Teil aus.

    Hoffentlich stehen da die wichtigen Informationen.

    Ansonsten würde ich mich dringend an die jüdische Gemeinde dieses Ortes wenden.

    Das Grabmal nochmal reinigen ist aber eher doof. Auch recht kompliziert. Lieber was im Internet posten, davon wird es sicher besser. *Geht grummelnd ihrer Wege*

    • yehuda says:

      Wie Du siehst, hatte ich den Grabstein (wie viele andere auch) in den letzten Jahren schon mal weitgehend gereinigt. Die Inschrift ist seitdem natürlich identifiziert und mit schriftlichen Aufzeichnungen abgeglichen und dokumentiert. Zwischenzeitlich ist der Schimmel aber wieder zurück, etwa im selben Ausmaß wie in den Jahren zuvor. Darauf hinzuweisen, ist die Absicht des Artikels mit der Auswahl an Fotos. Das ließe sich “methodisch” mehrhundertfach mit anderen Grabsteinen in selber Weise wiederholen. Und vielleicht tue ich das auf dieser Internetseite auch, wenn mir danach ist. Es könnte sein, dass man mit Aufmerksamkeit mehr erreicht, als die fortschreitende Verwahrlosung tunlichst zu verheimlichen, die im Schatten der vorgeblichen Perfektion wieder um sich greift. Immerhin werden dafür ja Gelder ausgegeben, die ihren Zweck offenbar nicht erfüllen. Wir bekommen keine Gelder, sollen aber die Arbeit machen und ansonsten den Mund halten ..? Ein paar Mal (wie bekanntlich demonstriert) geht auch das, aber dauerhaft, über Jahre hinweg? Wieso? In wessen Schuld stehen wir denn?

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