Fahrradwege in Augsburg


… sind eine Thema für sich. Je nachdem wie der (politische?) Wind sich dreht, werden mal neue (meist rötlich markierte) Wege in der Innenstadt angelegt, oder eben wieder planiert. Mal so, mal so.

Am Beispiel Fuggerstraße, Ecke Stadttheater, Grottenau, bzw. Patrizia hat sich das im Laufe des letzten Jahrzehnts tatsächlich schon mehrfach verändert. Mal wurde die Straße aufgerissen, um einen neuen Fahrradweg zu schaffen, dann wurde er drei Jahre später wieder beseitigt, um vier Jahre später wieder neu angelegt zu werden … Natürlich ändert sich auch die Art und Weise jeweils, wie man beim sog. “Oster”-Denkmal nun herum kommt und zur Grottenau und zur Karlstraße (der ehemaligen Judengasse, yes, that’s why), d.h. die Fahrbahn (auch für die Autofahrer) wird mal einen halben Meter rüber oder zurück verlegt. Zuletzt gab es wieder einen Fahrradweg in der Fuggerstraße entlang bis zum Patrizia-Haus, war aber um die Ecke rum zur Grottenau schnell wieder beseitigt (stadtabwärts gibt es aber noch weitere kleine Überbleibsel für Verkehrs-Archäologen). Nun sind im Zuge der aktuellen Umbaumaßnahmen in der City natürlich auch wieder die Reste dieses ehemaligen Fahrrad-Weges größtenteils verschwunden. Der Weg führt nun ja auch wieder um das Denkmal herum, so dass die bisher vereinfachte Form des Abbiegens wieder ausscheidert und Fahrradfahrer wie Autofahrer ums Oster-Denkmal herumkurven müssen, was die Sicherheit der Fahrrad-Fahrer – und weil diese den Fußweg nehmen werden – auch der sog. Fußgänger eher beeinträchtigen als fördern wird. Wozu das ganze? Wahrscheinlich damit in künftigen Sommern mehr Platz für Straßen-Cafes vorhanden ist vorm Patrizia-Häuserl. Grad schad, dass sie nur die Bauplanung, aber nicht das Wetter beeinflussen können, sonst hätten wir dort ganzjährig Osterwetter.

Augsburg Fahhradweg Fuggerstraße StadttheaterÜberrest des letzten Fahhradwegs in der Augsburger Fugger-Straße

So nun kann drauf wetten, dass so ca. um 2017 nachmittags jemanden einen Ausbau der Fahrrad-Wege vorschlägt, damit rechts vom Denkmal in die Grottenau abbiegen kann.

Fahrradweg Ende Denkmal Stattheater Augsburg PatriziaNach aktuellem “Stand” endet der derzeitige Überrest des einstigen Fahrradwegs nun recht unvermittelt im Denkmal vor dem Stadttheater. Sicher wird auch dieser Überrest bald verschwinden, leider auch wieder aus dem Gedächtnis.

Sinn und Zweck der Übung? Fahrradfahrer sollen absteigen oder sich unter die Autofahrer mischen, deren Bahn zugunsten noch fiktiver Straßen-Cafeterias drastisch verengt wurde.

Wie das Foto vom Sonntag aber zeigt, kann es in Augsburg auch schon mal stärker regnen, weshalb die Rechnung mit den Straßen-Cafes vielleicht nicht so ganz aufgehen wird.

* * *

in the city center of Augsburg, near the city theater every three or four years the bikeway is getting removed or newly built. Right now the cycleway which only survived in some smaller parts again is removed completely, … about 2016 0r so we there will be proposals for an expansion of the bikeway-network. Bet ..?

6 Responses to Fahrradwege in Augsburg

  1. Andrea says:

    Jetzt wart doch mal, bis der Schmarrn fertiggebaut ist.

    Ich persönlich würde eh die Rad- und Fußwege vereinen, was ich sehr praktisch finde. Die Radler fahren nicht mehr den Autos vor der Nase rum und überholen wo sie wollen, sondern gehen den Fussgängern auf den Keks. Diese können die Radler wenigstens nicht plattfahren, wenn die wieder mal meinen, die einzig wichtigen Verkehrsteilnehmer zu sein. Was ich beim Warten auf den Bus oft sehe…

    Vielleicht machen sie das ja dort. Der Fußweg, der rechts auf Deinen Bildern fehlt, ist ziemlich breit.

    • yehuda says:

      Auf was will man warten, wenn alle zwei oder drei Jahre der aktuelle Stand revidiert und umgemodelt wird? Das jemanden das (Steuer)Geld ausgeht?

      Schau Dir mal die Planungsbilder an

      Den breiten “Weg” wird es rechts der “Oster-Insel” nicht geben, da dort Tische von Straßencafes eingeplant sind. Und um die Ecke in die Grottenau wird es sowieso erheblich enger.

      Der Fahrradweg-Überrest direkt vorm Denkmal ist nun übrigens schon abgeriegelt worden. Indiz dafür, dass er bald von der Optik verschwindet.

      • Andrea says:

        Ich würde auf das Bauende warten.

        Was in drei Jahren gemacht wird kann man ja, wenn es soweit ist, anmeckern.

        Und auch auf dem Planungsbild sehe ich einen für _mich_ breiten Streifen, auf den ein Radfahrer fährt und Fußgänger läuft. Da dieser aus den “baumverseuchten” Fussweg zu kommen scheint, ist FÜR MICH alles in Ordnung. Ausser die Stadtplaner erwarten von den Radlern bis dahin zu fliegen.

        Und wenn sie in der Grottenau nicht die Fußwege in Fahrbahnen verwandeln, kann es ja kaum weniger Platz geben. Oder werden die Säulen, die die Gebäude tragen auch abgerissen?

        • yehuda says:

          Das (… vorläufige) Bauende wird absehbar bald erreicht sein – aber in ca. drei Jahren spätestens wird es, wie nach Abschluss früherer Arbeiten an der Stelle, wohl wieder neue Arbeiten geben, die die jetzigen Veränderungen wieder rückgängig machen – deren Ende man aber besser erst mal abwartet.

          Warum sich vorher irgendwelche Gedanken drüber machen? Was geht das Passanten an?

          Am “Patrizia”-Gebäude sind um die Ecke zur Grottenau nun Einbuchtungen geschaffen worden.

          Das werden eher keine Stellplätze für Fahrräder sein. Vielleicht werden sie für Autos reserviert, die für das Patrizia-Parkhaus zu breit sind.

          Irgendwann werden wir es wissen – … und auch hier diskutieren.😉

  2. Saskia says:

    Oh an diese Stelle erinnere ich mich noch zu gut… Ich hatte jedesmal Angst, von einem Autofahrer direkt vor der Osterstatue (oder waas auch immer dieses Teil darstellen soll) vom Fahrrad geholt zu werden. Meist fuhr ich lieber auf dem Gehweh, auf die Gefahr hin, von Passanten mit dem Regenschirm verkloppt zu werden. Dieser Radweg ist in meinen Augen nicht besonders sicher und einladend…

    Dass Radwege abgeschafft werden, finde ich katastrophal. Aber irgendwie doch so typisch für Augsburg. Planlos und mit vollgas in den nächsten Stau…

    • yehuda says:

      Es bleibt eine der problematischen Stellen in der Augsburger City. Die Probleme werden absehbar zunehmen, gerade auch in Bezug auf die Radfahrer, die in der engen, nun dreispurigen von Autos befahrenen, Schaezlerstraße (auch da gab es bis zuletzt einen zuvor eigens angelegten Fahrradweg) um ihr Leben fürchten und deshalb in die Fuggerstraße ausweichen werden.

      Planlos ist man nicht, aber die Pläne werden halt nach drei Jahren ungefähr wieder verworfen und durch gegenteilige Konzepte ersetzt. Das geht wie gesagt, schon seit einem Jahrzehnt oder so hin und her. Für irgendwen muss sich das wohl lohnen, wenn schon nicht für Anwohner und Passanten. Die meisten Geschäfte der Umgebung wurden in die Pleite getrieben, dafür gibt es jetzt Immobilienfirmen, Versicherungen oder Spielcasions – und vorallem Leerstände. Was man halt so braucht.🙂

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