Blindstudie Israel


Israel flag face

Im April dieses Jahres ist im Berliner Links Verlag das Buch „Israel – ein Länderporträt“ erschienen. Verfasst wurde es von Ruth Kinet, die nach der eigenen Beschreibung 1972 geboren wurde, in Augsburg und Berlin Philosophie studierte und bis 2012 einige Jahre in Tel Aviv verbrachte und nunmehr in Berlin lebt. Ihr im Nachwort erwähnter Vater, der evangelische Theologe Dr. Dirk Kinet (geb. 1941) unterrichtet an der Augsburger Universität u.a. Hebräisch – und der Augsburge-Bezug rechtfertigt, dass wir uns das Werk und seinen Hintergrund etwas näher ansehen wollten. Dr. Kinet hat selbst schon Werke zur Geschichte Israels verfasst. In diesen bleibt er mit seiner Bibelkritik im Rahmen der theologischen Mehrheitsmeinung der letzten vier Jahrzehnte.

Deren Ausrichtung war und ist es, systematisch daran zu arbeiten, den Stellenwert der israelischen Frühgeschichte aufzuweichen und im Kontext anderer, in der Prämisse bereits übergeordneter Überlieferungen der Region zu relativieren. Deren Quellen werden kaum oder gar nicht angezweifelt, so wie die Kritik selbstredend natürlich vorsichtshalber schon vorchristlich endet und folglich weder christliche noch islamische Traditionen hinterfragt. Entsprechend richteten sich auch Erwartungshaltung und Fragestellung einer Reihe biblischer Archäologen, deren Zwischenergebnisse als herangezogene empirische Wissenschaften, helfen sollten die neuen Ansichten zu schärfen. Im Rahmen der gesetzten Erwartungen ist das sicher gelungen und in den letzten Jahren haben sich auch einige Vorstellungen über die biblische Archäologie konkretisiert – spektakulär dabei insbesondere auch reihenweise gefälschte Belege für die Existenz des Frühchristentums.

Diese scheinbar objektive Bibelkritik (die sich, wie gesagt, weitgehend auf Negierung oder Relativierung der israelischen, jüdischen Frühgeschichte versteht) ist in Tendenzen seit dem Aufkommen des Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts nachweisbar. Mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 und nach dem Erfolg des 6-Tage-Kriegs im Juni 1967 verstärkte sich dies spürbar und wurde entsprechend auch Teil der anti-israelischen Propaganda. Zur dominanten Ausrichtung  der Forschung wurde dies jedoch erst nach dem Jom Kipur-Krieg im Herbst 1973 und der folgenden „Ölkrise“, als der inzwischen gestürzte libysche Erdöl-Rebel Gaddafi, zum „Kulturkampf“ gegen den Zionismus aufrief und dazu aufforderte, die Legitimation des Staates Israels in Frage zu stellen. Anreize dafür gab Gaddafi mit zahlreichen Millionenspenden an westeuropäische, aber auch US-amerikanische Universitäten. Natürlich muss man sich den Verlauf nicht so vorstellen, dass Theologen oder Historiker nun auf der Gehaltsliste des libyschen Revolutionsführers standen, der von europäischen Linken zeitweilig wie ein „Popstar“ verehrte wurde, aber wir können in den frühen 1970er Jahren getrost davon ausgehen, dass tagespolitische Entwicklungen, und insbesondere auch politische Pamphlete von Führern wie Gaddafi in der Studentenschaft des Westens konvertiert und diskutiert wurden. Dass die Saat politisch aufging, steht ja auch außer Zweifel.

Sieht man sich aber zeitgenössische Zeitungen aus dem Sommer 1967 an, als Israel in wenigen Tagen die Armeen aller seiner arabischen Feinde besiegte, das seit 1948 von den Arabern geteilte Jerusalem wiedervereinigte, Judäa, Samaria, den Golan und den Sinai eroberte, so stößt man überall auf euphorische Unterstützung für den Judenstaat. In einer in dieser Weise heute noch üblichen Straßenbefragung von Passanten in der Innenstadt ermittelte die Augsburger Allgemeine im Juni 1967 die Bereitschaft, Israel zu unterstützen (der 6-Tage-Krieg war da bereits ein paar Tage beendet!). Alle Befragten waren uniso begeistert vom militärischen Erfolg des „schwer geprüften jüdischen Volkes“, während die jungen Befragten, darunter auch Studenten durchweg meinten, dass sie sich vorgenommen hätten, im Sommer, im Herbst, in den Ferien, … selbst nach Israel zu reisen, um dort vor Ort zu helfen. Offenbar bestand damals ein gewisses Bedürfnis sich auf die Seite des Siegers zu stellen, das 1973 dann “irgendwie” abhandenkam. 

 Westerwelle Gaddafi November 2010

Westerwelle und Gaddafi im November 2010

Aber wie nun liest sich das im Kontext dieser Entwicklung 40 Jahre später?

Schon die ersten Sätze im Klappentext von Ruth Kinets Buch suggerieren eine unverkennbare Tatsache:

„Israel entfernt sich immer weiter von der Weltgemeinschaft. Seine vielschichtigen Konflikte im Innern sind kaum noch zu verstehen, der Friedensprozess existiert nur noch in den Wunschphantasien westlicher Politiker, und die politische Rhetorik beschwört das Gefühl, Israel stehe allein gegen den Rest der Welt. Der Graben des Unverständnisses zwischen Israel und seinen Nachbarn und Verbündeten vertieft sich zusehends.“ 

 

Und? Stimmt das etwa nicht? Sicher, wenn man es so – und zwar so und nichts anders – sehen will. Setzt man weiterhin die Prämisse voraus, dass Israel ein „Fremdkörper“ in der nur scheinbar homogenen arabischen Umgebung ist, problematisiert und fokussiert man Israel entsprechend. Aus einer vorgeblich „neutralen“ Position werden Israelis mit Kritik konfrontiert, die oft genug wortgleich mit den Forderungen von Israels Feinden daherkommt, nicht selten sogar noch extremer.

Entsprechend manipulativ ist oft auch bereits das Vokabular zahlreicher Journalisten: Während deutsche Medien (von „taz“ über „Spiegel“ bis zur „Tagesschau“) israelische Parteien wie den Likud des Premiers Netanjahu als „rechtsgerichtet“ bezeichnen – was in deutschen Ohren unleugbar sehr bestimmte Assoziationen weckt und wohl auch wecken soll, tituliert man die gerade erst gestürzte Muslimbruderschaft in Ägypten als „konservativ“. Da denkt man in Deutschland allenfalls an Heiner Geisler, Volker Kauder oder Ilse Aigner. Der im Iran frisch gewählte künftige Präsident, der Scharia-Richter Rouhani, der in den vergangenen Jahren als Verhandlungsführer der iranischen Atomkommission seine europäischen Gesprächspartner an die Wand laufen ließ, wird sogar als „liberal“ porträtiert, so als handele es sich um eine lustig kostümierte Ausgabe von Rainer Brüderle.

 

Wie dem auch sei, zählt zum Wunschdenken der Israel-Kritiker die Behauptung der zunehmenden „Isolation“ Israels, als Folge einer völlig uneinsichtigen Politik der („rechtsgerichteten“) Regierung(en), die tatsächlich aber nur eine Veränderung in der Haltung der „Kritiker“ wiederspiegelt, die sich seit dem noch von Gaddafi in Sirte veranstalteten Gipfel der Arabischen Liga im März 2010 nochmals radikalisiert hat (http://www.danieldagan.com/?p=23219). Schon damals trat der inzwischen auch zu Hause umstrittene türkische Regierungschef Erdogan als ganz unverblümter Gegner Israels in Erscheinung (ebenso die ägyptische Regierung Mubarak/Mussa) und rief dazu auf, den Konflikt um die israelische Gaza-Blockade zu verschärfen. Dies geschah zwei Monate später bekanntlich tatsächlich. Dass diese Zuspitzung unter der (letzten) Schirmherrschaft Gaddafis beim Gipfel der Arabischen Liga verabredet wurde, hat man in der Berichterstattung jedoch weggelassen. Warum wohl?

 

Und wie so oft, wenn es um Juden geht, werden Kriterien zur Beurteilung herangezogen, die in anderen Kontexten niemals zur Anwendung kämen, weil man sie allgemein als völlig absurd einstufen würde. Ein Beispiel dafür gibt uns auch die Autorin Ruth Kinet in ihrem Buch, wo ein Kapitel (S. 127 ff) überschrieben ist mit dem Titel:

 

 „Nicht erwünscht: Menschen mit Behinderungen!

An der Aussage ist nichts unklar, doch recht schnell ist man darüber erstaunt worauf die vorangestellte Prämisse basiert. Als Kinets Kronzeuge tritt ein gewisser Avraham Rabby in Erscheinung. Er ist blind und sei als jüdischer Einwanderer aus den USA nach Israel gekommen. „Bei seiner Einwanderung wurde seine Behinderung in seinem Staatsbürgerschaftsprofil vermerkt. Deswegen wurde er automatisch vom Dienst in der Armee entbunden.“

Das ist alles? Ja, im Grunde.

Herr Rabby machte daraus im August 2012 einigen Wirbel und die englisch-sprachige Jerusalem Post“, auf deren Artikel (http://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/Disabled-Israelis-must-also-serve-equally-in-IDF) sich Frau Kinet beruft, räumte angesichts der „Paralympic Games“ in London, Rabby mit einem eigenem (!) Artikel die Gelegenheit ein, an den Staatspräsidenten Schimon Peres zu appellieren und allgemeine Forderungen zu stellen.   

Da nun haben wir den ultimativen Beweis, erbracht von einer „Insiderin“, die sich selbst jahrelang in Israel aufhielt, um hautnah die Veröffentlichung eines Artikels abzuwarten, der entlarvt, wie der israelische Staat mit Behinderten umgeht: Blinde werden nicht zum Militärdienst eingezogen. Skandal! Was für eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit!

Nun, ahnt man ja fast, wer ein ernsthaftes Interesse daran hätte, dies zu ändern … und warum …. und obwohl es angesichts einer solchen „Anklage“ nicht ganz leicht fällt sich zwischen Stirnrunzeln und Lachen zu entscheiden, will ich zunächst die nüchterne Frage stellen, wie das mit Blindheit & Wehrdienst denn etwa im Heimatland der Journalistin gehandhabt wird? 

 

Natürlich findet man über Google im deutschsprachigen Internet Diskussionen zur Frage, ob Blinde zur Bundeswehr müssen (http://www.gutefrage.net/frage/muessen-blinde-menschen-zur-bundeswehr): Ja – man hätte das zumindest ahnen müssen – gibt es diesbezüglich in Deutschland logischerweise sogar DIN-Normen (= Deutsches Institut für Normung – Normen, …), etwa DIN 58220 die regelt, welche maximale Sehhilfen zulässig sind, woraus sich im Umkehrschluss wiederum ergibt, dass Personen mit schwächerer Sehkraft ausgemustert werden.

Mit Blinden will sich die Norm erst gar nicht befassen. Und jetzt können wir raten warum? Wirklich ernst nehmen kann die Frage aber niemand so recht und so lauten die Antworten in den Foren etwa so

Ja, sie werden zu Piloten ausgebildet.“

Ja, sie werden dort zu Minensuchern ausgebildet. Ihr ausgeprägter Tastsinn ist da sehr hilfreich …“

Was soll ein Blinder beim Bund? Blindgänger suchen?“

 

Wer blind ist, entspricht in Deutschland der Tauglichkeitsstufe „T5“ und gilt damit als „nicht wehrdienstfähig“. In diese selbe Kategorie fallen übrigens auch Personen, die an Krebs erkrankt sind (die Diagnose genügt), einen Herzklappenfehler haben, an Psychosen oder Epilepsie (ICD-10: G40) leiden. Nun kann man sich fragen, ob es nicht eine arge Diskriminierung von Behinderten ist, wenn im demokratischen Deutschland Leuten mit Psychosen der uniformierte Dienst fürs Vaterland schlicht verweigert wird. Früher ging das doch auch!

Noch düsterer wird das Bild für die Heimat der Autorin übrigens wenn man sich vergegenwärtigt, dass in die vom Wehrdienst ausschließende T5 – Kategorie auch Personen fallen, die bloß Asthma haben oder Diabetes (und auch hier genügt bereits die Diagnose ..!). Ich meine, dass wir auf eine Diskussion verzichten können, welche die rechtliche Gleichstellung von Diabetikern und Blinden vor deutschen Musterungsbehörden analysieren will.

Zu T5 siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Tauglichkeitsgrad#T5_.28nicht_wehrdienstf.C3.A4hig.29  

 

Natürlich hat man als Blinder auch in anderen Staaten keine Chance auf eine Einberufung in die Armee. Warum also befasst sich eine deutsche Journalistin, die zumindest die Situation im eigenem Land hätte recherchieren können, mit so einer Frage? Um zu zeigen, wie feindselig die israelische Gesellschaft gegenüber Behinderten ist? Im Gegensatz zur „liberalen“ Hamas, die mit Scheich Yassin einen Blinden und Rollstuhlfahrer als Führer hatte, der noch dazu von Israelis in die Luft gesprengt wurde?

Zu Avraham „Rami“ Rabby hätte Kinet auch recherchieren können, dass dieser als „Aktivist“ gerne aneckt und exemplarische Konflikte heraufbeschwört (z.B. http://benetech.blogspot.de/2008/09/dragonair-hauls-rami-off-plane.html), was zugegeben zumindest für Gesprächsstoff sorgt und nicht prinzipiell zu beanstanden ist. Es spricht auch gar nichts dagegen, als Blinder an öffentlichen Diskursen teilzunehmen oder solche gezielt anzustoßen.   

Obwohl blind, arbeitete er dennoch als Diplomat (u.a. in Trinidad, London und Südafrika) für das US-amerikanische Außenministerium. Nebenbei bemerkt: Avraham „Rami“ Rabby ist auch kein Neueinwanderer, sondern wurde in Israel geboren (siehe: https://nfb.org/images/nfb/publications/bm/bm07/bm0709/bm070910.htm): „Born in Israel, Mr. Rabby, who is known as Rami, was sent to live with an aunt in England at the age of ten because his parents believed there were better schools for the blind there. A Hebrew speaker, he quickly mastered English at Worcester College for Blind Boys.“ Erst 1980 wurde er US-Amerikaner.

Ganz offensichtlich hat Frau Kinet aber noch nicht mal den englischen Artikel der Jerusalem Post richtig verstanden und auch nicht weiter recherchiert (wahrscheinlich weil sie die Prämisse in Bezug auf Israel schon als erfüllt ansah). Zwei ganz wesentliche Punkte für die angebliche Diskriminierung Blinder in Israel hätten ihre Aufmerksamkeit erreichen können: Zum einem die Tatsache, dass Rabby 1950 in Israel geboren wurde und kein Neueinwanderer war, wie sie vermutet. Er kehrte 2007 lediglich aus den USA nach Israel zurück. Da sie in einem anderem Kapitel (S. 86 ff) ihres Buches auch über die Armee in Israel schreibt und sogar erwähnt, dass man bis zum Alter von 40 Jahren zum Reservedienst eingezogen werden kann, hätte ihr auch auffallen können, dass Herr Abraham Rabby, als er im Sommer 2012 den besagten Artikel in der Jerusalem Post schrieb, bereits 62 Jahre alt war.

 

Dass Herr Rabby in Israel in Punkto Militärdienst künftig aber nur noch am Alter scheitern würde, kann man zum Thema passend noch aus dieser halbwegs aktuellen Meldung vom 31. Mai 2013 folgern:

“Israeli scientists develop bionic eye for people born blind”

A tiny camera receives visual information from the environment and transmits signals to a bionic contact lens.

Read more: http://www.haaretz.com/news/national/israeli-scientists-develop-bionic-eye-for-people-born-blind.premium-1.526953

 

Nein, es ist nicht Israel, dass sich von der “Weltgemeinschaft” entfernt, es sind Kritiker dieser Art, die sich, auch wenn sie in Israel selbst leben entfernen, und zwar von jeder Form der Vernunft. Ja, das geht! Der eben erst gestürzte Herr Mohamed Mohamed Mursi (MMM) lebte als Anhänger der Muslimbruderschaft (nachdem sie Anwar as Sadat ermordete) Jahrelang im Exil in Kalifornien, etwa zur selben Zeit, als Harvey Milk und andere für die Schwulenbewegung auftraten. Da Triple-M aber sein Weltbild bereits mitbrachte, konnte die „Zügellosigkeit“ der Kalifornier ihn und seine verschleierte Frau jedoch nicht „verderben“, im Gegenteil. Er brauchte nur beobachten und Beispiele für die Verruchtheit des „Westens“ zur No-Tiz bringen.

Die letzten Jahre in Israel waren von immer neuen Rekorden im Tourismus geprägt. Jahr für Jahr, Monat für Monat wächst der Tourismus und damit die Zahl ausländischer Besucher, die in Israel ihren wertvollen Urlaub verbringen. Auch die Zahlen deutscher Besucher steigen kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Von einer zunehmenden „Isolation“ kann gar keine Rede sein. Im Gegenteil, die Aussicht beim Besuch in „alternativen“ Reiseländern wie der Türkei oder in Ägypten (und wer wollte derzeit nach Syrien?) Opfer von militärischer Gewalt oder brutalen Polizei-Aktionen (fragen sie mal Claudia Roth, die Augsburger Parteichefin der Grünen Bundespartei nach ihren jüngsten Erfahrungen in der Türkei …) ist realistisch gegeben, weshalb sich im sicheren Israel eine Reihe zusätzlicher Buchungen ergeben.

Ein anderer Aspekt, der in vielleicht noch drastischerer Weise die angebliche internationale „Isolation“ verdeutlicht, in der Israel sich befinden soll, ist die in den letzten zehn Jahren geradezu sprunghaft angestiegenen Waffenexporte des jüdischen Staates. Mittlerweile werden israelische Rüstungsgüter in 130 Staaten weltweit gekauft. Natürlich kann man über Rüstungsexporte auch kritisch nachdenken – und Deutschland als eine der führenden Nationen in diesem Geschäft, das anders als Israel aber auch autokratische Regime im Nahen Osten beliefert – hätte sicher Anlass zum Nachdenken. Aber von einer Isolation kann hier gar keine Rede sein, nur weil ein paar Leute keine Orangen von jüdischen Siedlern in Samaria kaufen wollen. 

Recht frisch ist die Nachricht darüber, dass arabische Christen in Israel nun eine „Neue Testament“ Partei (Bne Brit Chadasch, Kinder des Neuen Testaments) gründen, Israel als jüdischen Staat anerkennen und auch zum Militärdienst antreten wollen. (source: www.jta.org/2013/07/10)

* * *

Imagine a man, 60 years old, Israeli and (physically) blind. What if this man would not be drafted for military service. Nothing, because no army in the wolrd drafts blind men ..? According to German journalist Ruth KInet from Berlin, who lived a couple of years in Tel Aviv it proves that disabled people are discriminated against in Israel. D0ooo not believe? Well, just read her new 2013 book “Israel – ein Länderproträt”

18 Responses to Blindstudie Israel

  1. yehuda says:

    http://juedischerundschau.de/der-humanismus-der-israelischen-armee-135910401/

    “Behinderte Frauen und Männer aus Israel sind neben Drusen , Beduinen, Arabern, Armeniern und Christen als Freiwillige in die israelischen Streitkräften der Zahal integriert. Sie sind hochmotiviert, unabhängig davon, welche Art der Einschränkung bei ihnen vorliegt, ob körperlich oder geistig. Für jeden, der es wünscht, wird eine geeignete Aufgabe gefunden.”

  2. Anja says:

    Wenn es gegen Israel oder Juden geht, ist wirklich nichts zu blöd. Solche “Freunde” braucht niemand.

  3. Sybil says:

    I read this paragraph completely concerning the comparison of hottest and earlier technologies, it’s amazing article.

  4. Ruth Kinet says:

    Ich bin überrascht, wie viele Leser dieses Blogs vollkommen ungeprüft und unkritisch dem Autor des oben stehenden Artikels Glauben schenken. Es sind darin so viele Halbwahrheiten und auch Fehler, dass ich Ihnen einfach die Lektüre meines Buches empfehlen möchte. Machen Sie sich selbst ein Bild! Wer möchte, kann auch nachhören, was ich heute morgen auf WDR 5 in der Sendung “Neugier genügt” über mein Verhältnis zu Israel erzählt habe. Auch hierzu möchte ich Sie herzlich einladen. http://www.wdr5.de/nachhoeren/redezeit.html

    • yehuda says:

      Nu? Der Radio-Beitrag nimmt auf die in diesem Artikel geäußerte Kritik nicht Bezug. Der Hinweis deshalb etwas sinnfrei.

      Der Talk beim WDR ist zweiteilig.

      Das eine sind private Erfahrungen im Kindergarten oder mit Leuten, die in den Einkaufswagen schauen (probieren Sie das auch mal in Kalifornien, woher die Colesterol-Phobie nach Israel kam). Das ist netter Smalltalk und Privatmeinung. Nicht der Rede wert.
      Der Schluss befasst sich mit dem „Friedensprozess“. Und da ist wieder der Reflex mit der einseitigen Kritik an Israel, deren Positionen und Gesprächsbedingungen für die Palästinenser „unannehmbar“ wären und ihnen die „Selbstachtung“ rauben würden, usw. – Anders rum? Kein Thema.
      Einmal mehr ist etwas abgewandelt Thomas Friedmans „golden rule“ zutreffend in Bezug auf „den“ Nahostkonflikt:

      Whatever people tell you in private on Middle East is irrelevant. All what matters is what they will defend in public in their own language.”

      Als Literatur-Tipp empfehle ich unseren Lesern was Spannenderes als den 217. Enthüllungsbericht zu Israel:

      http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/2026836/

      Tuvia Tenenbom: Allein unter Deutschen – Eine Entdeckungsreise
      Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
      Suhrkamp Verlag Berlin 2012
      431 Seiten, 16,99 Euro

      Und bezüglich Israel?

      Selbst hinfahren mit der Gewissheit, dass Israelis wirklich keine politisierenden Amateur-Psychoanalytiker aus Deutschland brauchen, so wie Deutsche (slicha: Europäer!!) keine Israelis brauchen, die ihnen erklären wollen, wie man Fußball spielt oder Bier braut.

      • Ruth Kinet says:

        Haben Sie das Buch schon gelesen? Die Lektüre wird allerdings etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen als eine halbe Stunde. Ich finde es immer wieder bemerkenswert zu sehen, wie freihändig Menschen, die sich im Internet nicht mit vollem Namen zu erkennen geben, über Dinge schreiben und urteilen, die sie nicht kennen.

        • yehuda says:

          Ja, ich habe das Buch mit seinen 199 Seiten tatsächlich gelesen, aber mit Achselzucken.
          Ich habe viele Diskussionen mit politisch engagierten jungen Deutschen (ähm … Europäern!) die vielseitiger kaum sein können, aber einen „empathischen Blick“ bekommen, wenn „es“ um Israel geht. Wenn ich dann nach einer Stunde Zuhören einer Gruppe vom CSU-Nachwuchs bescheinige, dass sie sich in Bezug auf Israel wie Vertreter der Linkspartei anhören, sagt man mir: „Wir müssen uns ja nicht überall unterscheiden“. Klar, dafür sind ja die anderen Themen da.

          Also ganz so originell ist die Masche mit dem „isolierten“ uneinsichtigen Israelis nicht.

          An Ihrem Buch war allenfalls das besonders eigentümlich Beispiel für die Methode der „Kritik an Israel nach Sonderkriterien“ interessant, weil Blinde eben auch sonst nirgendwo zum Militärdienst eigezogen werden. Ich hab nicht nachgeschaut, vermute aber, dass das in Belgien nun auch nicht anders sein wird.

          Da Sie nun aber ein gutes Buch für all jene geschrieben haben, die immer schon der Meinung waren, dass Israel „sich immer weiter von der Weltgemeinschaft isoliert“, müsste Sie das auch nicht weiter kümmern, wenn Sie was besseres zu tun hätten. Aber ich wüsche Ihnen, dass Sie da was finden. Es ist Sommer und der ist in Deutschland (… Europa ..! Kruzifix nochamal!) etwas limitierter als in Israel, wie Sie ja wissen.

          Trotzdem vielen herzlichen Dank für Ihre wiederholte Aufmerksamkeit und weiterhin viel Erfolg.

    • apiskybele says:

      Was glauben Sie denn, was man tut bevor man eine Kritik schreibt? Richtig, man liest das Werk, manchmal mit heftigen Bauchschmerzen angesichts der geäußerten Behauptungen, aber dann liest man umso sorgfältiger, bevor man sich äußert! Sie können (wie unsere anderen Leser) sicher sein, dass unsere Autoren wissen, von was sie berichten. Deshalb können sie sich auch zur Sache äußern und müssen andere (die Leser dieses Blogs!) auch nicht pauschal verunglimpfen. Alles eine Frage des Stils!

  5. Saskia says:

    “Nun kann man sich fragen, ob es nicht eine arge Diskriminierung von Behinderten ist, wenn im demokratischen Deutschland Leuten mit Psychosen der uniformierte Dienst fürs Vaterland schlicht verweigert wird. Früher ging das doch auch!”

    Gadol!

  6. Erwin Loser says:

    Ist es denn immer gleich Antisemitismus wenn man Israel kritisiert? Warum sollte denn nun Israel immer über jeder Kritik stehen? Gerade unter Freunden ist es doch wichtig auf Fehler hinzuweisen.

    • apiskybele says:

      Gerade Kritik unter Freunden sollte sachlich gut begründet und wohlwollend sein. Beides lässt die pauschale Vorwurfshaltung gegenüber Israel vermissen. Der Artikel führt eine Reihe solcher konkreter Beispiele auf. Von Antisemitismus ist übrigens nirgends die Rede.

    • yehuda says:

      Israel steht keineswegs über “jeder Kritik”. Wir sind auch nicht Israel, meinen aber, dass eine Kritik auch eine Aufforderung zum Diskurs ist oder aber unterbleiben sollte, wo dies etwa nicht gewünscht ist. Auch Kritik und Kritiker können hinterfragt werden, etwa in Bezug auf Substanz, Stil oder Kohärenz ihrer Kritik. Dabei geht es vorallem um Argumente und deren Motivation.

      Nehmen wir an, Sie essen Fleisch oder grillen ganz gern, wie bei launigen Temperaturen viele Leute derzeit. Wäre es deshalb angemessen zu behaupten, sie würden Tierquälerei jeder Art rechtfertigen, womöglich als einziger in der Region? Und nebenbei bemerkt: Als Ihr Freund dürften wir das öffentlich über Sie behaupten (am besten in einem Buch und ohne Angabe darüber, wie wir es mit Tierschutz halten?) …

  7. Carmen Müller says:

    Das Beispiel mit dem Blinden ist ja wirklich haarsträubend. Das ist doch jeder akademische oder journalistische Ethos eingebüßt. Leider ist das aber kein Einzelfall. Wenn es gegen Israel geht, ist jedes Mittel recht. Gerade bei Leuten, die sich den Anstrich geben „für die Juden“ zu sein und den und den „jüdischen“ Freund zu haben.

    Gratulation übrigens zu ihrem herausragenden Forum. Weiter so.

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