Zum Angriff auf den Offenbacher Rabbi


Medienberichten (op-online, hr-online u.a.) zufolge wurde der Offenbacher Rabbi am Sonntag-Abend im KOMM-Center [(K)aufhaus (O)ffenbach (M)ain/(M)itte] von einem Mob wohl muslimischer “Jugendlicher” tätlich angegriffen und unter anderem mit Bezug auf “Palästina” als „Scheißjude“ beleidigt. Zwar ermittelt nun der “Staatsschutz“, jedoch dürften die Ermittlungen deutlich erschwert worden sein, da sowohl Wächter des “Security-Dienst” des Centers, als auch Polizisten vor Ort das Opfer nötigten, seine mit der Kamera des Mobiltelefons gemachten Bilder der ca. 7 Angreifer zu löschen. Das dürfte gewisse Fragen aufwerfen.

 KOMM Shopping Center Offenbach

Dazu die Pressemitteilung der ORD:

27. Sivan 5773 / 05. Juni 2013

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland ist in hohem Maße beunruhigt über die antisemitischen Pöbeleien und Diffamierungen, denen Rabbiner Menachem Gurewitz, Offenbach, besonders in den letzten Wochen ausgesetzt ist.

Nachdem sich wieder mal gezeigt hat, dass die Täter von antisemitischen Übergriffen Jugendliche sind, sind Gesellschaft und Öffentlichkeit aufgefordert, die entschiedene Ablehnung von Antisemitismus und Rassismus jeglicher Art den Jugendlichen stärker zu vermitteln.

Es kann nicht stillschweigend darüber hinweg gesehen werden, wenn in unserem Land Juden auf offener Straße gemobbt, bedroht und beschimpft werden, nur weil sie als solche durch ihre Kopfbedeckung z.B. äußerlich zu erkennen sind.

Die ORD appelliert an Schulen, Kultuseinrichtungen und Politik, das Thema jugendliche Gewalt im Kontext von Antisemitismus und Hass auf Andersdenkende und -gläubige stärker zur Geltung zu bringen.

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Die ORD ist die Vereinigung orthodoxer Rabbiner in Deutschland. Sie wurde 2003 gegründet und hat heute 45 Mitglieder. Das Ziel der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland ist es, sich um das jüdische Leben und den Erhalt und die Weiterentwicklung von jüdischer Tradition und Halacha in Deutschland zu kümmern, wobei vor allem die Zuwanderung der Mitglieder aus den ehemaligen GUS-Staaten eine besondere Aufmerksamkeit erfahren soll.

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Ein Portrait des Rabbiners dem wie seiner Gemeinde in Offenbach unsere Solidarität gilt:

http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2941.html

Last sunday a mob of seven probably Muslim wretches attacked Offenbach Rabbi Menachem Gurewitz at the KOMM Center mall. Afterwards he was forced by the watchmen of the facilities “security-service” as well as by the police officers to delete the pictures he took from the seven offenders.

One Response to Zum Angriff auf den Offenbacher Rabbi

  1. Christian Hauser, Mainz says:

    Man hätte nicht daran gedacht, dass so etwas wieder passieren kann in Deutschland, aber letzten Herbst wurde bereits der liberale Rabbiner Alter in Berlin angegriffen und vor winigen Jharen der Chabad-Rabbiner in Frankfurt niedergestochen. Wenn man bedenkt, wie wenige Juden es überhaupt in Deutschland gibt und wie wenige als solche erkennbar in der Öffentlichkeit sind, ist das Risiko angegriffen zu werden offenkundig SEHR HOCH. Eine Schande ist natürlich, dass Polizei und Richter ganz offensichtlich Partei für die Angreifer übernehmen. Wären es DEUTSCHE Nazis würden unsere Medien Sturm laufen, so sind es aber ARABISCHE oder TÜRKISCHE Nazis und damit kann drüber hinweggsehen. Im Frankfurter Fall wurde der niedergestochne Rabbiner mit “Judenschwein” beschimpft, aber da der afghanische Täter zuvor auch schon mal nichtjüdische Deutsche angeriffen hatte sah das Gericht den Vorwurf des Antisemitismus als wiederlegt an.

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