Zu Besuch in Braunau am Inn


Braunau, eine kleine Stadt am Ufer des Inns, ist weltweit bekannt als Geburtsort von Adolf Hitler, dessen Name „wie ein Fluch“ auf dem kleinen Ort liegt. Trotz aller Bemühungen lokaler Historiker und Image-Strategen wird sich an der Außenwahrnehmung des Ortes auch nichts ändern. Heute hat Braunau nach zahlreichen Eingemeindungen etwa 16.000 Einwohner. Am anderen Ufer des Inns liegt das bayerische, aber weithin unbekannte Simbach.

Auch Braunau war den größten Teil seiner Geschichte bayerisch. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung datiert etwa 900 Jahre zurück. Im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges geriet Bayern und damit auch das bayerische Innviertel unter österreichische Besatzung. Während der bayerische Kurfürst Max Emanuel ins Exil nach Brüssel ging, rebellierte die ländliche Bevölkerung gegen hohe Abgaben und Zwangsrekrutierungen der Habsburger. Es gab eine Reihe von Gemetzeln, wie etwa die berüchtigte „Sendlinger Mordweihnacht“, bei der am Tag des christlichen Weihnachtsfest des Jahres 1705 (bei 40 getöteten kaiserlichen Soldaten) rund 1.100 Aufständische massakriert worden sein sollen. Überliefert ist der Kampfruf „Lieber bayrisch sterben als österreichisch verderben!“ Andererseits hatte die Auseinandersetzung wohl auch markant provinzielle Züge. Eine ebenfalls Ende Dezember 1705 in Braunau am Inn tagende Versammlung, wurde als „Braunauer Parlament“ bekannt und appellierte an die eigenen Leute, dass vermögende Bauern ihre Söhne nicht mehr vom Dienst an der Waffe freikaufen dürften, um die Armen in die Schlacht zu schicken. Eine zeitgenössische politische Karikatur verspottet „das Rebellische bayerische Parlament zu Braunau“ deshalb auch als eine eher derbe Wirtshausversammlung auf der auch Schweine und kackende Hunde ihren Anteil nehmen dürfen:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Braunauer_Parlament_Spottbild.jpg&filetimestamp=200711

Die Geschichte unterstreicht dennoch den Aufstand der bayerischen Bevölkerung gegen die österreichische Besatzung. Mit dem „Frieden von Teschen“ im Jahre 1779 gelangte das Inn-Viertel und damit auch Braunau nun aber doch in österreichischen Besitz. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen Bayern und Österreich im bayerischen Erbfolgekrieg, der weil nicht viel passierte auch als „Kartoffelkrieg“ oder „Zwetschgenrummel“ verlacht wurde.

Am 26. August 1806 wurde in Braunau der aus Schondorf stammende und in Nürnberg wirkende Drucker Johann Philipp Palm (1776-1806) auf Anordnung von Napoleon erschossen. Palm hatte im Frühjahr 1806 in Nürnberg ein Pamphlet mit dem Titel „Deutschland in seiner tiefsten Not“ gedruckt und verteilt, welches zum Widerstand gegen die französische Fremdherrschaft und Besatzung aufrief und unfähige und korrupte deutsche Politiker anprangerte. In Augsburg gelangte die Schrift in die Hände der Franzosen, die sofort nach dem Drucker und Autoren der Schrift fahndeten. Zunächst blieb die Suche erfolglos, da Palm sich ins damals preußische Erlangen abgesetzt hatte. Als er jedoch wieder heimlich nach Nürnberg zurückkam, wurde er wegen der Belohnung verraten und zum Tode verurteilt. Palm beteuerte seine Unschuld, woraus man schließt, dass er nicht der Verfasser der Schrift war. Da dieser sicher auch mit der Todesstrafe rechnen konnte, nannte er keine Namen. Aber auch nach seiner Hinrichtung meldete sich niemand, um die Autorenschaft der Schrift zu beanspruchen. Palm wurde am 22. August ins österreichische, aber von Franzosen besetzte Braunau am Inn überführt und dort Tage später öffentlich erschossen. Den Beschreibungen gemäß waren die ersten beiden Schussreihen nicht tödlich, weshalb es einer dritten bedurfte. 1866 errichtete man in Braunau ein Denkmal für Johann Philipp Palm, der auch in seiner Geburtsstadt als „deutscher“ Märtyrer“ verehrt wird. Seit einem Jahrzehnt gibt es dort einen mit einem stattlichen Preisgeld von 20.000 Euro ausgestatteten „Johann-Philipp-Palm“-Preis für Verdienste um Meinungs- und Pressefreiheit.

Im Jahr zuvor, 1865 erhielt Braunau, durch den Agrarökonom und Gutsbesitzer Ferdinand Wertheimer im benachbarten Ranshofen einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Er war der größte Arbeitgeber am Ort und hatte mit der Eisenbahn, dem fortschrittlichen Landbau und seinen Viehzüchtungen am Aufschwung der Region maßgeblichen Anteil. Ab 1867 vertrat Wertheimer den Umkreis als Abgeordneter im Oberösterreichischen Landtag wie auch als Mitglied des Landesauschusses. Am 21. September 1883 verstarb er in Linz. Sein Leichnam wurde nach Augsburg überführt und am jüdischen Friedhof von Pfersee und Kriegshaber bestattet.

Wenige Jahre später, am 20. April 1889 wurde abends gegen halb sieben Adolf Hitler in der obersten Etage des Gasthaus „ Pommer“ (Name des Wirts, später: „Hirsch“), Hausnummer 15 (früher Haus 19, bzw. 219) in der Straße „Salzburger Vorstadt“ geboren. Dort bewohnte die Familie des Grenzbeamten eine kleine Wohnung mit Loggia auf der Hofseite. Der Zeitpunkt der Geburt, in der Abenddämmerung des Karsamstags markiert in der christlichen Überlieferung den Beginn der sog, „Osternacht“, die auch als „heiligste“ oder die „Nacht der Nächte“ bezeichnet wird und von wachenden frommen Christen mit Gebeten verbracht wird, um den Übergang vom Tod zum Leben zu begleiten. Zwei Tage später, also am Ostermontag, nahm Ignaz Probst die katholische Taufe vor. Die Ansicht, dass die Taufe in der Schlosskapelle des Wertheimer Gutshof in Ranshofen vorgenommen wurde, stimmt nach Angaben von Manfred Rachbauer (Bezirksmuseum Braunau), der die Unterlagen eingesehen hat, nicht.  Jedoch heißt es bei Gerald Lehner (Egon Ranshofen-Wertheimer und Leopold Kohr, Mit der Washington Post gegen die Nazis,Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien 1995, S. 62-75): „Leopold Kohr erinnert sich: “Besonders gespenstisch für Egon war, daß in der Kapelle des Gutes Ranshofen einst ein Baby auf den Namen Adolf getauft worden ist, eben Hitler.” Das erhaltene „Taufschein und Geburtszeugnis“ des „Adolfus“ (!) ist auf den 12. November 1924 datiert und natürlich kein Original. Da Hitler bis zum 20. Dezember 1924 in Landsberg im Gefängnis war, ist es fraglich, zu welchem Zweck die Urkunde sechs Wochen vorher in Braunau eigentlich ausgestellt wurde.  Obwohl auch nicht klar ist, warum Hitlers Eltern für die Taufe ihres vierten Kindes den Weg zur etwa 3.5 km entfernten Schlosskirche in Ranshofen bevorzugt haben sollten, wo doch die Stadtkirche St. Stephan mit dem markanten „Stefferl“ – Turm nur knappe 300 m entfernt war, ist eine Taufe Adolf Hitlers in Ranshofen wohl nicht gänzlich auszuschließen. Da Hitler 1924 aber bereits allseits bekannt und Ranshofen aber noch im Besitz der Wertheimer war, ist es denkbar, dass ein solcher Zusammenhang nun nicht mehr opportun gewesen sein könnte.

: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/Bundesarchiv_Bild_183-1989-0322-506%2C_Adolf_Hitler%2C_Kinderbild.jpg

Adolf Hitlers Vater war der 1837 geborene Alois Hitler (eigentlich Hiedler = Hütler, also „Hutmacher“), der bis 1876 noch den Namen Schicklgruber trug. 1885 heiratete er in bereits dritter Ehe seine bedeutend jüngere und schwangere Cousine Klara Pölzl (geb. 1860). Wegen des engen Verwandtschaftsgrades bedurfte die katholische Ehe der Zustimmung des Vatikan, die das Paar erhielt. Fluch oder Segen – die ersten drei Kinder der Hitlers starben noch vor der Geburt des Adolf. Sein 1894 geborener Bruder Edmund starb im Jahr 1900 als Adolf fast elf Jahre alt war. Neben ihm selbst überlebte nur seine Schwester Paula ihre Kindheit. Obwohl der Ort allgemein mit Hitler assoziiert wird und auch Schaulustige aus Fernost anlockt, verbrachte Hitler bis 1892 doch nur die ersten drei Lebensjahre in Braunau. Die Familie zog häufig um, landete im bayerischen Passau ebenso wie in Linz und Steyr.

coat of arms of Braunau at river Inn  

Im März 1938 wurde Österreich durch den „Anschluss“ Bestandteil des „Deutschen Reichs“, ein halbes Jahr später sodann Ranshofen nach Braunau eingemeindet. Etwa zur selben Zeit erwarb Martin Bormann (1900-1945), Kanzleichef und privater Vermögensverwalter von Hitler für 150.000 Mark das Haus der Familie Pommer, die offenbar nur unter Zwang verkauften. Im Gasthof wurde nun eine „Volksbücherei“ eingerichtet (was an der Fassade des Hauses noch zu lesen steht) und das Gebäude als Hitlers „Geburtshaus“ vermarktet.

Am 2. Mai 1945 wurde Braunau von US-Truppen erobert. Nazis versuchten Berichten gemäß das Haus zu sprengen, was Ihnen aber wie der Ausgang des Krieges insgesamt misslang. Die US Army richtete nun eine Ausstellung über die deutschen Konzentrationslager ein. 1952 wurde das Haus an die früheren Besitzer zurückgegeben. In einem Lager, das bislang zur Internierung alliierten Kriegsgefangenen diente, wurde nun ein DP-Lager für KZ-Überlebende eingerichtet.

http://www.dpcamps.org/Braunau1914.jpg

Im März 1989, kurz vor Hitlers 100. Geburtstag wurde ein Mahnstein „gegen Krieg und Faschismus“ vor dem Geburtshaus aufgestellt. Der Stein trägt die etwas oberflächliche Inschrift: „Für Frieden Freiheit und Demokratie, nie wieder Faschismus, Millionen Tote mahnen“. Eine weitere Inschrift auf der anderen Seite (müßig, welche als Vorder- oder Rückseite interpretiert werden soll) bekundet das Objekt als einen „Stein aus dem Konzentrationslager Mauthausen“. Die Distanz von Braunau wären mindestens etwa 125 km, wohingegen die zeitliche Distanz nach 1945 es zulassen sollte, mittlerweile doch von einem ehemaligen Konzentrationslager zu sprechen. Wiederholte Bestrebungen im Haus ein „Hitler-Museum“ zu errichten, scheiterten aber am Widerstand der Einheimischen. Was hätte man dort auch ausstellen können? Zeitgenössische Windeln, Wiegen oder typisch oberösterreichisches Spielzeug für Kleinkinder des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts? Zuletzt beherbergte das jetzt leer stehende Haus jedoch eine Werkstadt für Behinderte, was im Kontext zweifellos auch eine denkwürdige Widmung darstellt.

Unlängst wurde „das Geburtshaus“ mit einer Pappfigur dekoriert, die den anderen Braunauer darstellt, der allein wegen seines Bartes zum Markenzeichen des Ortes wurde. Die Rede ist vom 1567 verstorbenen Hanns Staininger, der viele Jahre Stadthauptmann in Braunau war. Sein angeblich dreieinhalb Ellen langer Bart war selbst für  Kaiser Anlass genug, ihn zu öffentlichen Festen und Empfängen einzuladen, wo ein Diener zu jeder Seite den halben Bart getragen haben soll. Hitlers nur etwa daumengroßer von Charlie Chaplin abgekupferter Bart fiel dagegen sehr minimalistisch aus. Nicht auszudenken, wenn Hitler sich an das historische Vorbild Stainingers gehalten und seine Anhänger es ihm gleichgetan hätten.

Das tun stattdessen in gewisser Weise die Braunauer von heute, da Steininger einem hier und da begegnet, nicht nur als Figur neben dem „Geburtshaus“, sondern auch an der Fassade des Rathauses. Sein Grabstein, der nur ihn selbst mit langem Bart darstellt befindet sich an der Außenwand der Kirche, wo man nachlesen kann, dass der „fürsichtig, ersam und weis Hanns Steininger gewester Bürger und des Innern Raths allhie zu Braunau entschlafen war“ und dass mit ihm die „ersam tugendhafte Catharina Siedlerin, seine ehelich Hausfrau“ 1570 starb, wohl hoffnungsvoll: „Gott der Herr wolle ihnen und allen verleihen eine freudenreiche Auferstehung“. Eine solche erstrebt der Ort, der unter dem Hitler-Erbe leidet.

Image-Kampagnen verkünden die vielleicht etwas simple, vielleicht aber auch schon wieder etwas missverständliche Botschaft „I steh auf Braunau“, die man mit einem roten Symbol-Herz auf Tassen, T-Shirts, Aufklebern, Feuerzeugen oder sogar auch kleinen Stoffhasen, kaufen kann. Ob man damit aber gegen die Erinnerung an das verschwiegene Hitler-Baby ankommen kann? Gegen das (in diesem Fall offenbar gewünschte) Vergessen wirken hingegen in einer Reihe von Varianten käufliche Postkarten mit dem Geburtshaus Hitlers, wo auf der Rückseite zu Lesen steht „Malerisches Oberösterreich: Braunau am Inn, ein Städtchen zum Verlieben, Salzburger Vorstadt mit Hitler’s Geburtshaus“. Auf der Webseite von Hagalil kritisierte Michael Westerholz, „dass faschistische Zeichen wie Hakenkreuze und Fahnen sowie Hitler-Bilder nicht verkauft, der „Hitler-Gruß“ nicht gezeigt werden dürfen. Aber ausgerechnet Bilder jenes Hauses, in dem letztlich alles begann, doch?“ (http://www.hagalil.com/archiv/2011/04/11/braunau/)

Man ahnt, dass einige Personen doch etwas unglücklich darüber sind, dass es den Nazis nicht gelang, das Haus zu sprengen. Der Umgang mit der städtischen Fußnote – also solche könnte man die bloße Geburt und den temporären Aufenthalt eines Säuglings wohl objektiv bewerten – bleibt schwierig, weil die Vermarktung des Geburtshauses durch die Nazis (vielleicht ähnlich wie das des „deutschen“ Papstes, im nur etwa 20 km westlich gelegenen Marktl am Inn) dem Ort einen kaum mehr zu entfernenden Stempel aufdrückte. Jedoch ist es reichlich albern, der Kinderstube eines Babies eine „magische“ Wirkung zuzuschreiben oder aus der Abbildung einer Häuserfassade eine politische Gesinnung abzuleiten. Adolf Hitler war eine der prominentesten Personen des zwanzigsten Jahrhunderts (nach christlichem Kalender) und diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. Da sich im Nebenhaus ein Asia Imbiss namens „Ban Lucky“ mit „Thai Sushi Spezialitäten“ und gegenüber ein „Naturladen“ befindet, läge der Gedanken nahe, im (ehemaligen?) „Geburtshaus“ ganz einfach wieder ein solides Gasthaus einzurichten, dieses Mal vielleicht ausdrücklich mit koscherer Küche, um Nazi-Sympathisanten auf Distanz zu halten.

Seit 1992 gibt es das Geschichtsforum „Braunauer Tage“. Im Jahre 2006 wurde der Park neben dem Krankenhaus nach den von Nationalsozialisten hingerichteten Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter benannt und im Folgejahr sog. „Stolpersteine“ verlegt. Seit 2007 wird der „Egon Ranshofen-Wertheimer-Preis“ verliehen, benannt nach dem katholisch getauften Enkel Ferdinand Wertheimers. Letzterer ist in Braunau so unbekannt, wie Hitler ungenannt. Das Ver/Schweigen Hitlers über Jahrzehnte hinweg sorgte auch dafür, dass man erst im Sommer 2011 die an Hitler verliehene Ehrenbürgerwürde wieder entzog. Dabei handelte es sich natürlich nur um einen formellen Akt, aber wo weder körperliche noch geistige Gegenwart vorherrscht, kommt Symbolismen ein umso größerer Wert zu. Vielleicht wird man in ein paar Jahren ja auch Ferdinand Wertheimer angemessen in Ehren halten. Einen noch sehr bescheidenen Ansatz dafür bietet bereits das Heimatmuseum in Braunau:

Eine jüdische Geschichte Braunaus als solche ist nicht überliefert. Vielleicht war der Ort, der zur Zeit von Hitlers Geburt nur knappe 5000 Einwohner hatte, zu klein, um eine permanente Ansiedlung von Juden zu ermöglichen. Andererseits gab es im Laufe der Jahrhunderte einzelne Juden, die in Braunau lebten oder Handel trieben. Dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Nicht zu leugnen ist wie auch immer die Tatsache, dass Braunau am Inn es Ferdinand Wertheimer (1817-1833) verdankte an das Eisenbahnnetz angeschlossen zu werden.

Etwas versteckt gibt es in Braunau eine im Keller liegende Gedenkstätte für deutsch-österreichische Soldaten insbesondere des Zweiten Weltkriegs, mit frischen Kränzen seitens der “Stadtgemeinde Braunau” und des “Österreichisch Schwarzen Kreuzes”. Auch den Soldaten Stalingrads wird gedacht. Den Opfern des Nazi-Regimes?

* * *

Braunau, a little town at river Inn at the border between Bavaria and Austria is best known as birth place of Nazi leader Adolf Hitler. The house where Hitler was born then was an inn (pub & hotel), but also had permanent tenants. Since the family left Braunau already in 1892, when Baby Hitler was just a three year old toddler, you would think: and that’s that. But the Nazis themselves made a big deal about the “birth house”. No less figure than Martin Bormann, head of the Nazi Party chancellery, private secretary to Hitler and his property administrator bought – after applying some pressure on the previous owner – the house from the landlord, in order to establish a “Volksbücherei” (public library), what still can be read on the façade of the building. In the last days of the war the local Nazi tried to blow up the house, but as with the war proper they again failed.

Today the people of Braunau still have trouble dealing with the(ir own) Hitler past and obviously it is not that easy to achieve a balance between hushing up Hitler, resp. keeping away secret admirers on the one hand and a rather usual appreciation of the century old local history of a small town which most of its past was neither Austrian nor German, but Bavarian on the other. More or less awkward attempts to spruce up the “image” of the small town include campaigns with slogans like “I steh auf Braunau” (roughly speaking: “Braunau turns me on”) which you may buy on T-Shirts, coffee mugs, cigarette lighters or bumper stickers … alternative strategies target at other people of the local history, like Hanns Steininger, a 16th century municipal leader who came to fame because of his body long beard which measured three and a half cubits. However, since also Hitler was famous for his type of beard, it maybe just signals the further end…

There is no known Jewish part of the history of Braunau, which maybe was too small to attract a permanent Jewish settlement.  Apparently there never was a synagogue or cemetery. Undeniable however is the fact that the credit for connecting Braunau to the railroad network belongs to Ferdinand Wertheimer, a Jewish agronomist and owner of the considerable cloister state Ranshofen, who became honorary citizen of Braunau, Ranshofen and Ried.

to be continued

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3 Responses to Zu Besuch in Braunau am Inn

  1. Die erwähnten “Braunauer Tage” heißen Braunauer Zeitgeschichte-Tage http://www.hrb.at/bzt

  2. Sabine Kammer says:

    Very interesting article. It is good to give the world other perspectives.

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