Vor 10 Jahren: Augsburger Rabbiner entkommt Anschlag

August 1, 2012

Ende Juli vor zehn Jahren berichtete u.a. die Augsburger Allgemeine die ungewöhnliche Schlagzeile von einem heimtückischen Mordanschlag auf den aus Jerusalem stammenden damaligen orthodoxen Rabbiner Ruven Unger, der später nach Hannover ging, wo er ebenfalls nicht glücklich wurde und zuletzt in Bad Nauheim war.

 

Hier der damalige Bericht der netzeitung:

 

Augsburger Rabbiner entkommt Anschlag

Der Leiter der jüdischen Gemeinde in Augsburg ist offenbar knapp einem Attentat entgangen. Unbekannte hatten die Bremsen seines Auto manipuliert.

AUGSBURG. Auf den Augsburger Rabbiner Reuven Unger ist offenbar ein Anschlag verübt worden. Unbekannte hatten den Bremsschlauch seines Autos manipuliert, wie die «Augsburger Allgemeine» am Freitag berichtete.

 

Ehefrau zog Handbremse

Dem Bericht zufolge fühlt sich der Rabbiner von Angehörigen seiner eigenen Kultusgemeinde bedroht. Als Ungers Frau mit dem Auto aus dem Hof der Synagoge herausfahren wollte, bemerkte sie, dass die Bremse nicht funktionierte, und zog die Handbremse. Zu einem Unfall kam es nicht. Unger erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Der 65-jährige Rabbiner, der die rund 900 Mitglieder zählende israelitische Kultusgemeinde seit 1997 leitet, ist nach Informationen der Zeitung in seiner Gemeinde umstritten.

Gemeindestreit als mögliches Tatmotiv

Nachdem ihm Arbeitsverweigerung und Verletzung der Dienstpflichten vorgeworfen worden waren, wurde ihm im Februar dieses Jahres fristlos gekündigt. Unger erhielt nach einer Einigung mit der Gemeinde sein Amt zurück. Die Querelen gingen aber nach Angaben der Zeitung weiter. Die Augsburger Kripo ermittelt. (ddp)

http://www.netzeitung.de/kultur/153177.html

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