Die Augsburger Judenhaube


Wem heute der Begriff „Judenhaube“ begegnet, wird wohl sofort an eine Kippa oder Jarmulke denken, wie sie von jüdischen Männern getragen werden. Obwohl es sich weder um eine Vorschrift der Tora noch des Talmuds handelt, legen insbesondere auch liberale Juden auf das Aufsetzen einer Kippa bei entsprechenden Veranstaltungen großen Wert, womöglich weil es sich sowohl um ein einfach zu erledigende, wie zugleich auch als Markenzeichen wirkende Übung handelt. Entsprechend wird dann auch, wer als sog. „Nichtjude“ und Mann etwa eine Synagoge oder einen jüdischen Friedhof besucht, in der Regel dazu aufgefordert, eine Kopfbedeckung zu tragen, sei es eine Mütze, ein Hut oder eben eine solche Kippa, die ggf. dann auch aus Pappe sein darf.

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Der Begriff der Judenhaube, der sich auch im zehnten Band des Deutschen Wörterbuchs der Gebrüder Grimm aus dem Jahre 1877 findet, bezeichnet jedoch nicht die Kopfbedeckung für Männer, sondern eine Trachtenhaube für Frauen, genauer gesagt:  „eine Frauenzimmerhaube der Augsburger Tracht“.

Im „Encyclopädischen Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe“ von August Daniel von Binzer aus dem Jahr 1828 ist die „Juden-Haube“ erklärt als “eine, reich mit Spitzen verzierte Haube, wie sie vorzüglich von Jüdinnen getragen wurde.“ Im neunten Band der 1795 in Berlin erschienenen „Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781“ von Friedrich Nicolai heißt es die Judenhaube sei von bunter Farbe und bedecke auch den Hinterkopf, habe sonst aber „die Form wie die schwäbischen Hauben in Augsburg“. Die mit ihr verwandte Bockelhaube, von manchen eher im Winter getragen, war demnach etwas kleiner als die Judenhaube und hatte einen kleineren Ausschnitt auf der Stirn als diese. Nichts desto trotz wurden beiden Hauben häufig verwechselt, was zumindest in früheren Zeiten wohl auch kein „Malheur“ war. In der Anmerkung heißt es dann, dass diese Art der Mode über Handelswege aus Spanien, Venedig und Genua in die schwäbischen Reichsstädte kamen. Demgegenüber merkte jedoch Paul von Stetten in seiner „Augsburger Kunstgeschichte“ an, dass diese Mode erst nach dem Dreißigjährigen Krieg aufgekommen sei. Im Deutschen Provinzialwörterbuch von Anton von Klein aus dem Jahr 1792 (Band 1, S. 55) wird auch die Bockelhaube als „eine Augsburgische Frauenzimmerhaube“ erklärt. Andererseits kann man auf älteren Augsburger Gemälden wie etwa den Monatsbildern aus dem frühen 16. Jahrhundert durchaus entsprechende Hauben sehen.

Gottlieb Siegmund Corvinus‘ „Nutzbares, galantes und curioses Frauenzimmer-Lexikon“ aus dem Jahr 1739 notiert: „Juden-Haube, heisset in Augsburg ein kleiner Überschlag über das Haupt und Nest, von vornher mit einem spitzigen Schnäpflein versehen; ist insgemein von Estoff oder Damast und mit Spitzen frisieret; so die Weibes-Bilder zur Sommerzeit im Hause tragen; das Nest daran wird insgemein mit einer Schleife oben und unten besetzt.“

Wie bereits im Mittelalter war die gute Kleidung einiger Juden christlichen Geistlichen ein Dorn im Auge. Im Augsburg der 1430er Jahre beklagen Kleriker sich darüber, dass die Juden, die direkt angrenzend an die alte Bischofsstadt ihr Viertel hatten, aufgrund ihrer Kleidung von der einfachen Bevölkerung so höflich und respektvoll gegrüßt werden als handele es sich bei ihnen um Priester oder andere Geistliche. Um dem Einhalt zu gebieten, verordneten die Räte der Stadt auf Druck des Bischofs  den Augsburger Juden am 23. September 1434 künftig, übergroße gelbe Ringe von einem Durchmesser von etwa 19 cm gut sichtbar auf ihrer Kleidung zu tragen. Auf diese Weise sollte künftig kein Zweifel mehr darüber bestehen, ob es ein ehrbarer christlicher Geistlicher oder eben ein Jude war, der gut gekleidet durch die Gassen der Stadt lief. Diese Art der negativen Diskriminierung (zu der der historische „Judenhut“ übrigens nicht gehörte, er signalisierte stattdessen bestimmende Vertreter der jüdischen Gemeinden) führte zur Ausgrenzung und raschen Aushöhlung der bis dahin rechtlichen Sonderstellung der Juden in der Reichsstadt, der sodann im Sommer 1438 bereits ein auf die Frist von zwei Jahren angesetzter Beschluss zur Ausweisung aus der Reichsstadt folgte.

Noch weit mehr als drei Jahrhunderte später konnte es aber vorkommen, dass Führer der Christen Anstoß an der guten Kleidung von Juden nehmen konnten. Eine Anordnung des Kurmainzer Bischofs aus dem Sommer 1773 die sich auf die Gegend um Mainz und Hofheim am Taunus (bei Darmstadt, Hessen) bezieht, beklagt eine „verderbliche Kleiderpracht“, die besonders unter den Mainzer Juden herrsche, die der Bischof offenbar aber auch als Ursache der Zerrüttung sah. Er unterstellte, dass teurere, aufwendige Kleidung an anderer Stelle Mangel bewirken müsse. Offenbar war er der Ansicht, dass die Bettelei eines armen Juden durch mehr Genügsamkeit im Auftreten eines anderen reichen Juden vermieden werden konnte. Dem Kurbischof kam es freilich nicht in den Sinn, seinen armen christlichen Untertanen mehr als Almosen zukommen zu lassen oder gar eigenen Prunk, etwa im Schloss Johannisburg, zu ihren Gunsten aufzugeben. Die Juden in seinem Herrschaftsgebiet sollten drei Monate Zeit haben, um die neuen Ordnungen umzusetzen und seine Beamten ihm hernach berichten, ob die Juden die Kleiderordnung befolgten.

Diese Ordnung nun sah vor, dass jüdische Männer, gleich ob verheiratet oder ledig oder Studenten, fortan keine mit Silber oder Gold bordierte Kleidung mehr tragen sollten, desweiteren keine kostbaren Westen, keine Knöpfe aus Silber oder Gold, keine mit Silber gesponnene, samtene oder seidene Kleider, keine seidene Fütterung oder Steinschnallen. Jüdischen Frauen hingegen sollte es verboten werden, künftig ihre Haare zu frisieren und aufzusetzen, ebenso wie das Tragen von aufgetürmten Hauben oder von Flügelhauben gleich ober mit oder ohne Spitzen. Ferner sollten sie keine neumodische Kleidung tragen, auch dann nicht, wenn diese billig sein sollte, keine Blumenknöpfe oder mehrfarbige Bänder und dergleichen. Dem hingegen sollten den Jüdinnen weiterhin erlaubt sein, einfache weißen Judenhauben zu tragen, um ihre Haare zu decken, jedoch sollten diese höchstens drei Reihen hoch sein, und die reichen Weiber vor den armen darin keinen Vorzug haben. Erlaubt waren auch sogenannte bayerische Judenhauben aus reichen Stoffen jedoch allenfalls mit höchstens zwei Finger breiten goldenen oder silbernen Spitzen oder Borden.  Andererseits sollte den kurmainzer Jüdinnen das Tragen jeglichen Schmucks und von Juwelen aller Art untersagt werden. Unter das Verbot fielen auch Imitate wertvoller Steine, Haarnadeln und dergleichen mehr. Lediglich Granate waren erlaubt, jedoch nur dann wenn deren Wert nicht 15 Gulden überstieg und natürlich nicht an Werktagen. Allen Anschein nach blieben die eigenartigen, willkürlich anmutenden Bestimmungen des Kirchenführers auf dem Papier stehen und wurden nicht umgesetzt.

Man könnte aber meinen, dass der Erzbischof andere Sorgen hätte haben können, als die Frage, wie viele Finger breit nun die die silberne Borde die Haube einer Jüdin in einer Kleinstadt wie Hofheim maximal sein sollte oder welchen Wert ein Granat auf ihrem Gewand haben mochte, ob die Fütterung einer Männerjacke nun aus Seide oder sonst einen Stoff war. Immerhin wurde wenige Wochen nach der Anordnung des Erzbischofs am 21. August 1773 der für Kurmainz bis dato maßgebliche Jesuitenorden verboten. Der Papst war nach langem Drängen der europäischen Großmächten dazu gezwungen worden, dem christlichen „Geheimorden“, dem alle möglichen Verschwörungen und Untaten angelastet wurden offiziell zu verbieten. Mag sein, dass antijüdische Bestimmungen die Allgemeinbevölkerung davon ablenken sollten.  Mit den schlichten weißen Hauben waren sicher Unterhauben gemeint, die man unterhalb der kostbaren eigentlichen Judenhauben trug, die hier aus Mainzer Sicht als „bayerisch“ galten.

Alle Quellen sind sich folglich darin einig, dass es sich bei der Judenhaube um eine Kopfbedeckung für Frauen handelt, die insbesondere in schwäbischen Reichsstädten getragen wurden und dabei ohne Zweifel als typisch für Augsburg galt und entsprechend als Synonym für die Augsburgerische Tracht aufgefasst wurde. Obwohl die Mode der Judenhaube allen Anschein nach auch von christlichen Frauen getragen wurde, handelt es sich dabei um eine Besonderheit, die, anders als die manchmal mi ihr gleichgesetzte Bockelhaube, heute fast vollständig in Vergessenheit geraten ist.

Darstellung der in Augsburg geborenen Agnes Bernauer (1410-35), der ersten Frau des bayerischen Herzog Albrecht III, die auf betreiben ihres Schwiegervaters in der Donau ertränkt worden sein soll. Das Bild ist nicht zeitgenössisch, sondern stammt erst aus dem 18. Jahrhundert, als die „Judenhaube“ längst auch lexikalisch erfasst war und populär genug, um dem unbekannten Maler zu ermöglichen mit ihr „die Bernauerin“, bzw. vielleicht auch ihre Augsburger Herkunft zu typisieren. Die Vorlage dafür war eine eher schmucklose Darstellung aus dem 16. Jahrhundert mit längeren Haaren und ohne Kopfbedeckung.

Ein Gemälde des früh verstorbenen jüdischen Malers Mauricy Mosche Gottlieb (מאוריצי גוטליב, 1856-1879) aus dem Jahre 1877 zeigt eine alte betenden Jüdin mit einer golden bestickten Judenhaube.

Isidor Kaufmann (1853-1921) – Jüdische Braut (Detail)

Angeblich auf Katharina von Aragon (1485-1536) soll der Name „Spanierarbeit“ zurückgehen, mit welcher im 19. Jahrhundert bevorzugt die besonders aufwendige Form der ornamentalen Gold- und Silberstickerei bezeichnet, wie sie in dieser Zeit vor allem von Juden in der Gegend um das heutige ukrainische, zwischen Brody und Lemberg gelegene Sasiv bekannt war. Katharina war die erste Ehefrau von Englands König Heinrich VIII., deren Kinderlosigkeit folgenschwerer Anstoß gab zur Gründung und Abspaltung der Anglikanischen Kirche vom Papsttum. Es ist gut möglich, dass mit ihr, bzw. ihrem Modegeschmack die spanische Goldstickerei ins vergleichsweise kalte und regnerische England kam.

Angesichts der Bedeutung des jüdischen Einflusses auf die Stickerei, die offenkundig auch zur Benennung der Augsburger Judenhaube führte, ist es aber plausibler anzunehmen, dass die Technik, wie auch Weiterverbreitung der Mode eher auf die aus Spanien und Portugal vertriebenen Juden Ende des 15. Jahrhunderts zurückgeht, die sich im Hebräischen bis heute als Sefardim, wörtlich „Spanier“ bezeichnen.

Neben den Hauben für Frauen und Männer wurden – und werden – vor allem Halsbänder (atara), Gebetsschale (talit), Toravorhänge (parochim) oder Mäntel oft sehr aufwendig bestickt. Die verarbeiteten Gold- oder Silberfäden setzten dabei eher wirtschaftliche als handwerkliche Grenzen. Probleme die es heute – wo maschinell gefertigte Imitate in der Regel ausreichen – nicht zu geben scheint.

* * *

Several entries in German dictionary. such as the famous as fundamental volumnious Grimm as well as numerous glossary or works on German cultural history, specialist books on garbs, etc. from 18th to 19th century mention a head covering called “Judenhaube”, which is explained as “hairdress typical for women in Augsburg” (sometimes also other Swabian towns are mentioned). However the term “Judenhaube” (Jews bonnet), which many today may misinterpret as Jewish kippah (so called: scul cap, or: yarmulka), in countless variantions worn by Jewish males, in all cases without doubt were regarded as hairdress for women, worn by Jewish and non-Jewish women as well.

In the same way the relation to Augsburg and Swabia is obvious, so that in the Grimm Disctionary on German Language the explanation for the term “Judenhaube” is quite simple “a gentlewoman’s bonnet of Augsburg traditional costumes“. The bonnets usually were manufatured with elaborate and costly silver or gold thread embroidery or lace, also known as “spanier arbeit” (Spanish work/ עבודת שפאניער), probably because Jews from the Iberian Peninsula brought the technique as well as the fashion to continental Europe. In succession of the Augsburg Judenhaube in many regions in Southern Germany a quite similar so called “Bockelhaube” (back bonnet), which is known from about 1750 is widely popular in rural costumes. In previous times however due to the similarity both bonnets often were mixed up, insofar the alternative term was not introduced to cut out the older one which referrers to Jews. After the 19th century the term Judenhaube no longer was used. Today it is almost forgotten.

Almost …🙂

11 Responses to Die Augsburger Judenhaube

  1. Ann E. Wild says:

    Den Beitrag “Die Augsburger Judenhaube” finde ich hochinteressant und sehr informativ. Er weckt aber eine ganze Reihe neue Fragen bei mir. Z.B. gibt es erhaltene Judenhauben, die man sehen kann? Das würde ich sehr gerne tun. Weiß man, wer die Hauben gemacht hat und wo? Ich interessiere mich besonders für die Hohlspitze.

  2. Monika Hoede says:

    Der Beitrag ist sehr spannend! Bei der Suche nach der “Krumbacher Haube” (Rose Julien, Die deutschen Volkstrachten, München 1912, S. 30) bin ich wieder mal hier gelandet und habe die erweiterte Fassung gelesen – sehr gespannt, was noch alles zu finden ist! Das Porträt von 1877 zeigt eindeutig Hohlspitze und ist mit den randbegleitenden Schnecken und der Stirnschniepe den sogenannten Bockelhauben sehr ähnlich. Nur die Form ist schlichter und größer, die Bockel/ Buckel/ Erhöhungen fehlen, die Hohlspitze ist vereinfacht, wie bei allen Hauben um und nach 1850.

    Herzliche Grüße

  3. Andrea says:

    Jau, richtig.
    Besser auf die Gräber achten, als auf Hüte.

    Aber was ich von der Politik halte, sich eher auf verfallenen Gedenkstätten vor anderen gut darzustellen statt mal auf den Tisch zu hauen, auch wenn es nötig wäre, füllt Bücher.

    Aber mein diplomatisches Können würde auf einer Skala von 1-10 auch eine Minus Fünfzig erreichen.^^

    • yehuda says:

      Da hast Du schon recht.

      Aktuell gibt es aber durchaus gewisse Fortschritte was die Bewahrung der neueren der älteren Grabmale am Kriegshaber/Pfersee-Friedhof anbetrifft. Das wäre schon vor 30 oder mehr Jahren sicher besser und aussichtsreicher gewesen … aber … die Fortschritte jetzt sind durchaus ermutigend.

      • Andrea says:

        Yehuda, nicht böse sein, aber was Du als ermutigend ansiehst, lässt mir immer noch vor Frust Fangzähne wachsen^^

        Als ich im letzten Sommer vor dem noch zersplitterteren Mosaik stand, da jemand lieber auf Teufel komm raus und ohne Rücksicht auf Verluste ein Haus renoviert, statt wenigstens zu gucken ob drumherum evenuell etwas zu bewahren gilt, und niemand die Sumpfnatter, die das getan hat zur Rechenschaft zog, war mir klar, dass ich nur schlechte Laune von dem Mist bekomme.

        Und die Laune hab ich auch bekommen… *g*

        • yehuda says:

          Frustriert waren/sind wir, was das alles anbetrifft, wohl über die genau selben Dinge, mehr oder minder. Offenbar hast Du aber nicht bemerkt, dass seit einigen Wochen ein verständiges und fähiges Steinmetzehepaar aus Bamberg im neuen Teil des Friedhofs durchaus einige Fortschritte erzielt. Das meinte ich natürlich, nicht die ansonsten weitergehenden Zerstörungen und die wieder ausufernde Überwucherung …

      • Andrea says:

        Zeitprünge mitten im Satz! Yeah. Gelernt deutsch ich von Yoda…

      • Andrea says:

        Ja, wundervoll! Endlich jemand der sich um die neueren Gräber kümmert. Gut das die jahrhunderte alten Gräber fast alle prima lesbar sind und teilweise in deutsch geschrieben wurden.

        Das sich endlich jemand der neueren Gräber annimmt, die verfallen, abblättern und unlesbar werden. *hüpf*

        • yehuda says:

          Meine Priorität ist das, wie Dir bestens bekannt ist, ja nun wirklich nicht. Ich habe aber weder Hypnose noch Militär zur Verfügung.

  4. Andrea says:

    Hm, ich beziehe mich mal nur auf den ersten Abschnitt:
    Wann und wieso werden “nichtjüdische” Männer genötigt irgendwas (Kippa, Hut, Zeitungspapiermützen oder ähnliches) zu tragen?

    Die männlichen Mitglieder meiner Familie waren recht oft auf jüdischen Friedhöfen. Okay, nur auf den beiden in Augsburg. Aber das oft^^ Aber dort hat nie jemand eine Kopfbedeckung in irgendeiner Form gefordert. Weder liberale noch konservative Juden. Irgendwie war das allen Teilnehmern egal, da sie keine Juden sind.

    Vielleicht nicht nur auf “öffentliche” oder representative Veranstaltungen achten😉

    • yehuda says:

      Dafür gibt es wie schon mehrmals gesagt keine plausible Erklärung.
      Es ist ein jüdischer Brauch (so wie bei Christen umgekehrt, das Hutabsetzen), der kein Gebot der Tora ist und auch keine Vorschrift des Talmud.

      Es ist zudem natürlich zumindest eigenartig, von anderen die Befolgung eines Brauchs einzufordern, wenn man ansonsten eine Großzahl der tatsächlichen Gebote selbst übertritt, beispielsweise das Andenken der Väter und Mütter am Friedhof zu bewahren, und deshalb ggf. die Grabdenkmäler nicht verkommen zu lassen …
      Täte man dies, bräuchte man auch nicht den „Frommen“ markieren, in dem man sich wie im Karneval ein Hütchen aufsetzt und sich Leuten überlegen sieht, die das nicht tun. Richtig?

      Ansonsten hat das klar keinerlei Relevanz.

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