„Jüdischer Friedhof Kriegshaber im Gespräch“


Pressemeldung

–>27.05.10

Jüdischer Friedhof Kriegshaber im Gespräch

Kategorie: Kultur

Der Jüdische Friedhof Kriegshaber (Hooverstraße) war Thema eines Gesprächs von Bürgermeister und Kulturreferent Peter Grab und Umweltreferent Rainer Schaal mit dem ehemaligen US-Botschafter Peter Rosenblatt und seiner Frau Naomi Rosenblatt. Das Ehepaar, das Augsburg erstmals besuchte, hat ein besonderes Interesse an dem Friedhof, weil dort auch einige der Vorfahren von Peter Rosenblatt ihre letzte Ruhestätte fanden.

Am Gespräch beteiligt waren auch Yehuda Schenef, 1. Vorsitzender des Jüdisch-Historischen Vereins Augsburg, und dessen Sprecherin Margit Hummel sowie Vereinsmitglied Agnes-Maria Schilling.

Trägerin des Jüdischen Friedhofs ist die Israelitische Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben. Probleme für den Schutz und Erhalt der historisch bedeutsamen Stätte ergeben sich unter anderem aus der niedrigen Umfassungsmauer und aus dem Umstand, dass an den Friedhof ein Spielplatz mit Spielwiese grenzt, die zum Ballspielen genutzt wird. Kinder klettern daher regelmäßig auf der Suche nach Bällen über die Mauer. Auch Abfall wird auf das Friedhofsgelände geworfen. Um das Ballspielen von der Friedhofsmauer weg auf die andere Seite des Spielplatzes zu verlagern, hat das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen nach einer Ortsbegehung mit Vertretern des Jüdisch-Historischen Vereins bereits im Herbst 2009 eine Bepflanzung parallel zur Mauer vorgenommen.

Im Gespräch mit den amerikanischen Gästen boten Bürgermeister Grab und Umweltreferent Schaal dem Jüdisch-Historischen Verein an, Kontakt mit der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben aufzunehmen, um sich für mehr Schutz des Friedhofs einzusetzen. Konkret soll es um eine mögliche Erhöhung der Friedhofsmauer gehen. Ein runder Tisch mit Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde wird angestrebt.

Peter Rosenblatt zeigte sich erleichtert und dankbar für die Initiative der Stadt

Der Jüdische Friedhof Kriegshaber datiert von 1627 und gehört damit zu den ältesten Friedhöfen Augsburgs. „Er erzählt die Geschichte jüdischen Lebens in der Region über vier Jahrhunderte hinweg. Als Teil des historischen Gedächtnisses unserer Stadt ist er als schützenswert einzustufen“, so Grab. Dieser Tatsache, so Umweltreferent Rainer Schaal, sei sich die Stadt bewusst. „Daher hat das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen die Bepflanzung umgehend vorgenommen. Wir würden weitere Maßnahmen zum Schutz und Erhalt des Friedhofs sehr begrüßen. Diese müssen aber von der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben als Trägerin angestoßen werden. Deshalb suchen wir den Kontakt mit den Verantwortlichen“, so der Umweltreferent.

 http://www.stadt-augsburg.de/index.php?id=17571&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2676&tx_ttnews%5BbackPid%5D=17564&cHash=586d1b16d9

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Consultation on Kriegshaber Jewish Cemetery 

photos: yehuda shenef (jhva)

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