Landauer-Haus in Augsburg


In den Jahren 1910/11 baute der Architekt Fritz Landauer  für seinen Cousin Otto Landauer (1882-1974)  in der Fröhlichstr. 5 sein erstes Wohnhaus. Fritz Landauer (1883-1968) wurde am als Sohn von Joseph (1853-1929) und Anna Landauer (1861-1913) geboren. Sein Vater wie seine Onkel sind Söhne des aus Hürben stammenden Webers und Textilfabrikanten Moses Samuel Landauer (1808-1894), Begründer der in Oberhausen ansässigen Fabrik M.S.Landauer, die 1938 enteignet wurde. In der Nachkriegszeit bis 1995 war am Werksgelände die Textilfirma Elbeo von Dietrich Bahner. Fritz Landauer ist in Augsburg vorallem für den Bau der Synagoge (1913-1917) an der Halderstr. 6-8 bekannt, die weniger seinen als den Vorstellungen der Bauherren entsprach. Fritz Landauer hat auch Grabsteine entworfen, wovon er im englischen Exil eine Weile leben sollte. Seine “Handschrift” ist an verschiedenen Grabsteinen seiner Landauer erkennbar.

The architect Fritz Landauer (1883-1968) was born in Augsburg as son of Joseph and Anna Landauer. The grand house  Froehlichstr. 5 for his cousin Otto Landauer (son of Joseph Landauers brother Heinrich Landauer and Bettina, nee Stein) was his first major construction project. Fritz Landauer in Augsburg today is best known for the Synagogue Halderstr. 6-8 (built 1913-17). Landauer escaped the Nazi regime in 1937 and lived in England until he passed away in 1968. Temporarily he made ends meet with designing and manufacturing of grave markers – a previous experience he made in Augsburg, where his parents as well as all aunts and uncles are buried.

One Response to Landauer-Haus in Augsburg

  1. newsreader says:

    Bericht der “Augsburger Allgemeinen”

    28.01.2010 05:49 Uhr / Von Lena Jakat

    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Spaziergang-durch-Haeuserhistorie-_arid,2056596_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

    Die Villa baute sich Otto Landauer zur Hochzeit. Zuerst entstand das Anwesen in seinem Kopf – bis ins Detail: getäfelte Wände, luxuriöses Bad, zwei repräsentative Salons. Seinen Bruder, den für seine Synagogen berühmten Architekten Fritz Landauer, beauftragte er mit der Umsetzung. Die besondere Herausforderung: Das Leben des Hauses nach Außen sichtbar zu machen. „Hinter dem verspielten Fenster lag das Kinderzimmer, hinter den hohen Rundfenstern der Speiseraum“, erläutert Michael Spotka vom Jüdischen Kulturmuseum.

    Die Villa an der Frölichstraße 5 ist eines von 23 Häusern, dessen Bewohnern und Innenleben die aktuelle Ausstellung des Architekturmuseums „Häusergeschichte(n)“ gewidmet ist. Vier davon wurden auf einem Spaziergang am Sonntag vorgestellt.

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