Am Judenberg in Augsburg


Nur wenige erhaltene Namen in Augsburg zeugen von der mittelalterlichen Präsenz von Juden in der Reichsstadt. Die alte Judengasse heißt längst Karlsstrasse, der Judenbrunnen ist längst verschollen ebenso wie der Judenturm, der Judenwall, der Judenkirchhof, Judenstein, usw. – erhalten geblieben ist jedoch der Name  “Judenberg“. Er ist bereits seit etwa sechs Jahrhunderten unter diesem Namen überliefert, soll aber “zuvor” angeblich “hegni-berg” geheißen haben.

Doch was mag “hegni” nun wohl sein? Ein Hegni-Teil um dem Jüdischen zu widersprechen? Ein falsch gelesener oder notierter hagai vielleicht …? Aber das wäre ja als chagai womöglich doch schon wieder jüdisch!! Dann doch vielleicht lieber was nordisches, wie es ja nun vorallem in den 1930ern in Augsburg gedeutet wurde. In grauer Vorzeit könnte hier beispielsweise die isländische Botschaft gestanden haben.

Dumm nur, dass Island erst seit dem 12. Jahrhundert besiedelt wurde, womöglich von Augsburger Juden, die ihre Kippot vergasen und deshalb ihre Schofarim umfunktionierten.

Clevere Schwaben eben!

Am Judenberg in Augsburg

Am Judenberg in Augsburg

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