JHVA – Satzung


§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein wurde in Augsburg gegründet und führt den Namen “Jüdisch-Historischer Verein Augsburg” (JHVA). Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung lautet der Name Jüdisch-Historischer Verein Augsburg (JHVA) e.V. (e.V. = eingetragener Verein)
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Augsburg.

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das jüdische Kalenderjahr (1. Tischri bis 28/29. Elul). 

§ 2 Zweck, Aufgaben

Themenschwerpunkt und Ziel des Vereins ist die Erforschung und Förderung jüdischer Geschichte in Augsburg und Umgebung, ihrer Beschreibung und Vermittlung. Der JHVA versteht es dabei als seine Aufgabe, mittels, Veranstaltungen, Vorträgen, historischer Stadtführungen und Publikationen zu informieren und aufklärend tätig zu sein. 

Diese Ziele sollen umgesetzt werden durch 

1. Dokumentation, Spurensicherung und Aufarbeitung historischer Quellen und Örtlichkeiten.

2. Organisation und Durchführung von Vorträgen, Gesprächskreisen, Kursen und Stadtführungen für die Allgemeinheit, darunter auch Vorträge an Schulen, VHS, sowie Sozialforschung, Umfragen, Dokumentation, etc.

3. Vermittlung lokaler jüdischer Geschichte gegenüber der übergroßen Mehrheit jüdischer Zuwanderer aus den Staaten der GUS, die heute den Großteil der jüdischen Gemeinden – und so auch in Augsburg – stellen, womit ein wichtiger Beitrag zur Integration geleistet werden soll. Nur wer die Geschichte und Tradition vor Ort kennt, kann sich heimisch fühlen, sich als ihr Bestandteil begreifen und Wurzeln schlagen.

4. Veranstaltung von Ausflügen in benachbarte ehemalige Gemeinden im Augsburger Umland.

5. Durchführung von künstlerischen Wettbewerben (Malerei, Plastik, Gedichte, Aufsätze) etc. nebst Ausstellungen.

6. Pressarbeit, Präsenz in elektronischen Medien, um das historische Bewusstsein für die jüdische Geschichte zu wecken und anhand lokaler Begebenheiten zu vertiefen und erfahrbar zu machen. Dies soll durchaus auch im internationalen Zusammenhang, also auch in anderen Sprachen, wie etwa, English, Französisch oder Russisch umgesetzt werden.

7. Herausgabe einer regelmäßig erscheinenden Vereinszeitschrift zur Dokumentation und als Rechenschaft der Vereinstätigkeit.

8. Publikationen zur lokalen jüdischen Geschichte, Kunst und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart.

9. Veranstaltungen zum religiösen jüdischen Jahr, die Religion und Kultur des Judentums erfahrbar machen, wie etwa Schabbesfeier, Lieder- und Theaterabende, Lesungen, etc.

10. Teilnahme am Historischen Bürgerfest in Augsburg

11. Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Organisationen. 

 

§ 3 Gemeinnützigkeit 

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. d. Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.  

2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.  

3.  Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. 

4. Die Mitglieder erhalten für ihre Mitgliedschaft keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.  

5. Niemand darf aus dem Vereinsvermögen durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.   

 § 4 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Der Verein besteht aus
    1. ordentlichen Mitgliedern,
    2. fördernden Mitgliedern und
    3. Ehrenmitgliedern.
  2. Ordentliches oder förderndes Mitglied des Vereins kann jede vollgeschäftsfähige, natürliche oder juristische Person aus dem In- und Ausland werden, die kein Mitglied einer Organisation ist, die aktiv gegen die Ziele des Vereins arbeitet.
  3. Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag (ggf. per Brief oder e-mail), der an den Vorstand gerichtet werden wird.
  4. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrags ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

Auf Vorschlag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder auf Lebenszeit ernennen. 

 

 

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt aus dem Verein, Ausschluss
    oder Tod.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung (ggf. per Brief, Telefax oder e-mail) gegenüber dem Vorstand. Der Austritt kann jederzeit erklärt, wobei keine Rückerstattung gezahlter Mitgliedsbeiträge stattfindet.

Ein Mitglied kann durch einen Mehrheitsbeschluss aller Vorstandsmitglieder vom Verein ausgeschlossen werden. Der Beschluss des Vorstandes wird schriftlich begründet und dem Mitglied zugesandt.
Über den Ausschluss ist die Mitgliederversammlung in ordnungsgemäßen Sitzungen zu informieren. Gegen die Ablehnung und gegen den Ausschluss kann Berufung zur nächsten Mitgliederversammlung eingelegt werden.  

 

§ 6 Mitgliedsbeiträge

  1. Die Vereinsmitglieder sind in der Regel zur Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages verpflichtet. Dieser Beitrag wird jährlich einmal eingezogen. Die Mitglieder sollen Kontoeinzugsermächtigungen erteilen. Zeitpunkt des Lasteneinzugsverfahrens ist das Quartal des Beitritts. Die durch Rücklastschriften entstehenden Unkosten werden an das Mitglied weitergereicht. Die Höhe des Beitrages entspricht dem Betrag auf der Beitrittserklärung. Der gezahlte Beitrag bezieht sich immer auf das jeweilige jüdische Kalenderjahr. Eine Rückerstattung bezahlter Mitgliedsbeiträge erfolgt in der Regel nicht.
  2. Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen befreit.

Der Vorstand kann in geeigneten Fällen Gebühren oder Beiträge durch Beschluss ganz oder teilweise erlassen oder stunden. 

 

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. 

 

§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister.
  2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf zwei Jahre gewählt. Die Mitglieder des Vorstands bleiben auch nach Ablauf ihrer Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt.
  3. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, kann für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen ein Nachfolger gewählt werden.
  4. Der Verein wird durch zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten.

 

§ 9 Zuständigkeit des Vorstandes

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Organ des Vereins übertragen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung, sowie Aufstellung der Tagesordnung,
  2. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung, 
  3. Verwaltung des Vereinsvermögens,
  4. Buchführung und Erstellung des Jahresberichtes,
  5. Beschlussfassung über die Aufnahme von Mitgliedern,
  6. Beschlussfassung über den Ausschluss von Mitgliedern,
  7. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge,
  8. Erlass von Beitrags-, Haus- und sonstigen Ordnungen, die nicht Bestandteil der Satzung sind.

Der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende vertritt zusammen mit einem weiteren Mitglied den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Rechtsgeschäfte mit einem Betrag über 1.000 € sind für den Verein nur verbindlich, wenn der Vorstand zugestimmt hat. 

 

§ 10 Sitzungen und Beschlüsse des Vorstandes

  1. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom Stellvertreter, einberufen werden. Die Tagesordnung soll angekündigt werden. Eine Einberufungsfrist von zwei Wochen soll eingehalten werden.
  2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Bei Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, soweit in der Satzung nicht etwas anderes bestimmt ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die des Stellvertreters.
  3. Die Organe des Vereins können unter gegebenen Umständen auch online, bzw. in schriftlicher Weise tätig werden. Zur schriftlichen Beschlussfassung ist hierbei eine Überlegungsfrist von maximal einer Woche ab Zustellung der Anträge zu berücksichtigen. Für alle Beschlüsse wie für bestimmte einzelne Angelegenheiten ist eine schriftliche Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit der Stimmen prinzipiell vorgesehen. In diesem Sinne sind auch Online-Versammlungen möglich, insofern die Sachlage dies erfordern sollte und wenn alle Vorstandsmitglieder dem Gegenstand der Beschlussfassung zustimmen.

 

 

§ 11 Kassenführung

Die zur Erreichung des Vereinszwecks notwendigen Mittel werden in erster Linie aus Beiträgen und Spenden aufgebracht. Der Schatzmeister hat über die Kassengeschäfte Buch zu führen und eine Jahresabrechnung zu erstellen. Zahlungen dürfen nur aufgrund von Auszahlungsanordnungen des Vorsitzenden  oder – bei dessen Verhinderung – des stellvertretenden Vorsitzenden geleistet werden. Die Jahresrechnung ist von zwei Kassenprüfern zu prüfen. Sie ist der Mitgliederversammlung vorzulegen. 

 

§ 12 Mitgliederversammlung

  1. In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechtes kann nur ein anderes ordentliches Mitglied schriftlich (per Brief, Telefax oder e-mail) bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen. Ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.
  2. Die Bestimmungen von § 10 finden so es die Umstände erfordern Anwendung.
  3. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
    1. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes.
    2. Beschlussfassung über die Geschäftsordnung für den Vorstand.
    3. Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes.
    4. Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung des Vereins.
    5. Ernennung von Ehrenmitgliedern

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie muss außerdem dann einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins dies erfordert oder wenn die Einberufung von einem Viertel der Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand schriftlich verlangt wird. Jede Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen durch persönliche Einladungsschreiben einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse (per Brief, Telefax oder e-mail) gerichtet ist. Dabei ist die vorgesehene Tagesordnung mitzuteilen. Jedes ordentliche Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich (per Brief, Telefax oder e-mail) eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Versammlung. Fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder haben nur ein Beratungsrecht. 

 

§ 13 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, geleitet. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorhergehenden Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden.
  2. Zu Beginn der Mitgliederversammlung bestimmt der Versammlungsleiter einen Schriftführer, der ein Protokoll aufzunehmen hat. Das Protokoll ist vom Schriftführer und ggf. vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen.
  3. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich erfolgen, wenn ein Drittel der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
  4. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der ordentlichen Mitglieder anwesend oder per Vollmacht gemäß § 12 (1) vertreten ist. Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, auf Antrag eine weitere Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. 
  5. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Zur Änderung der Satzung bzw. zur Auflösung des Vereins ist jedoch eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von dem Versammlungsleiter zu ziehende Los.

 

§ 14 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von neun Zehntel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das vorhandene Vermögen an die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. in 60318 Frankfurt am Main (St-Nr. 4725091110-IV/402) die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
  4. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grunde aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

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