חג שבועות שמח

May 25, 2012

A happy as healthy and kosher Festival of Weeks (Shavuot) to all our member s and friends all over the world

Frohes Fest -חג שבועות שמח

Bonne fête! С праздником ! عطلة سعيدة

 


Isidor Obermayer 1783 – 1862

April 5, 2012

Vor genau 150 Jahren, wohl am 4. April 1862 starb in Augsburg der Vorsitzende der noch inoffiziellen jüdischen Gemeinde, der Eisenbahnpionier, Händler, Investor und Bankier Isidor Obermayer.

Isidor (Jitzchak bar Jakow) wurde als Sohn von Jakob Obermayer (1755-1828) aus Kriegshaber und Ida Oppenheimer (1765-1845) aus Pfersee geboren und wohnte mit seinen Eltern ab 1804 in Augsburg im dort erworbenen Haus am Obstmarkt, Ecke Hafnerberg. Sein Vater war Geschäftspartner der angesehenen Kaula – Familie aus Hechingen und Stuttgart, die auch in Kriegshaber, dann in Augsburg (und München) präsent waren und gehörte zu jenen jüdischen Bankiers, die sich in jener Zeit für ihre Familien ein bleibendes Wohnrecht in Augsburg erkaufen konnten. Im Jahre 1821 erwarb Isidor, damals bereits erfolgreich als Wechselhändler tätig, das Anwesen Heilig-Grabgasse, Ecke Maximilianstraße, welches den heutigen Augsburger als Standesamt bestens bekannt ist. 1822 wurde er zur Augsburger Börse zugelassen. Isidor Obermayer gilt als einflussreicher Mitbegründer der modernen königlich bayerischen Staatsbank, sowie der 1834 initiierten und im Oktober 1835 eröffneten Bayerischen Hypotheken und Wechselbank, die 1998 mit der Bayerischen Vereinsbank zur „Bayerischen Hypo- und Vereinsbank“ fusionierte und heute noch die fünftgrößte deutsche Bank ist. Als Eisenbahnpionier war Isidor Obermayer maßgeblich verantwortlich für den Ausbau der ersten bayerischen Überlandstrecke zwischen Augsburg und München, wofür er seitens der ausführenden „München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft“ damit beauftragt wurde aus dem englischen Pionierland höchstpersönlich Schienen und die ersten Lokomotiven zu besorgen. Diese wurden bis 1840 wie vorstellbar ist, recht mühsam und langwierig per Schiff und über Land nach Augsburg, bzw. zu den jeweiligen Streckenabschnitten verbracht. Das damalige erste Augsburger Bahnhofsgebäude beim Roten Tor wird heute als Straßenbahndepot benutzt, ist aber das älteste noch existierende ehemalige Bahnhofsgebäude der Welt. 1846 wurde im Westen der Altstadt das heutige Bahnhofsgebäude errichtet, das eines der ältesten im Betrieb befindlichen ist.

Trotz aller gesellschaftlichen und finanziellen Erfolge – wozu man auch die Verheiratung seiner Tochter Henriette mit dem Erben des mächtigen Kölner Bankhauses von Salomon Oppenheim rechnen kann – gelang es Isidor Obermayer nicht der jüdischen Gemeinde in Augsburg, die nach dem Tod seines Vaters Jakob im Jahre 1828 rapide anwuchs, substantiell zu unterstützen, obwohl es ihm weder an Räumlichkeiten noch an finanziellen Mitteln und auch nicht an Einfluss mangelte. Zeitgenössische Klagen konstatieren, dass die durchaus vermögende Judenschaft in Augsburg keine eigentliche solche sei, da obgleich sie Millionäre und weitere fast ebenso potente Mitglieder habe, noch nicht mal eine kleine Synagoge zustande brachte, wie man sie in jedem Bauerndorf finden könne. Jakob Obermayer wurde von Samson Binswanger, gegen dessen Ansiedlungsrecht in Augsburg er jahrelang und schließlich erfolglos kämpfte, überredet, nun, wo sie dann doch Nachbarn am Obstmarkt geworden waren, eine Betstube für die Juden in Augsburg einzurichten. Es blieb jedoch bei diesem als Übergangslösung gedachten Einrichtung, die nach dem Tod von Jakob Obermayer und Samson Binswanger aufgegeben wurde. Von 1830 an bis zum Tod von Isidor Obermayer fanden die Gottesdienste der Augsburger Juden im Hinterzimmer einer Garküche (heute würde man sagen „Schnellimbiss“) abgehalten (natürlich mit entsprechenden Gerüchen und Geräuschen). Es gab in Augsburg keinen Rabbiner, keine Lehrer für den Unterricht der Kinder und folglich auch keine eigentliche Schule. Der Unterricht wurde von Lehrern aus Pfersee und Kriegshaber erteilt, die eigens dafür nach Augsburg kommen mussten. Entsprechend verhielt es sich mit dem Tauchbad, mit Heiraten, Beerdigungen, usw. Binnen sechs Jahrzehnten hatten die federführenden Obermayer in Augsburg nicht mal Ansätze einer für jede funktionierende jüdische Gemeinde grundlegende Infrastruktur zuwege gebracht. Erst mit Isidors Sohn Carl von Obermayer (1811-1889) sollten einige dieser Missstände verschwinden, aber auch neue hinzukommen.

Ehemaliges Gartenhaus von Isidor Obermayer am Schwibbogenplatz in Augsburg, heute ein Jugendzentrum

 

Isidor Obermayer starb am Spätabend des 3. April 1862 in seinem Haus in der Maximilianstraße. Sein Tod ist fast untrennbar mit der damaligen Bühnengröße Tenor Theodor Wachtel verbunden.

Der „Schwäbische Kurier (Augsburger neueste Nachrichten)“ berichtete davon, zitierte dabei aber

Aus dem ‚Bayerischen Kurier‘: Der bekannte Tenorist Wachtel, welcher in Augsburg gastierte, war bei dem dortigen Consul Obermayer zu eienr Abendgesellschaft eingeladen. Alles war in der heitersten Stimmung und noch um halb 12 Uhr begeisterte er die Gesellschaft durch das Terzett aus Tell. Er sang eben die letzten Zeilen von dem schönen Liede Arnolds, womit dieser den Tod seines Vaters beklagte: ‚Er fiel, er starb der heiligen Sache, zu seiner Seite stand ihm nicht der Sohn‘ – als Diener in das Zimmer stürzten und Herrn Consul Obermayer zuriefen, er möge schnell in das Zimmer seines Vaters kommen. Der Sohn eilte hinab und fand den geliebten Vater, Herrn Bankier Obermayer vom Schlage gerührt, tot.“

Carl von Obermayer, mittlerweile Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Augsburg (das Konsularbüro befand sich im Haus) hatte den damals bekannten Tenor Theodor Wachtel (1823-1893), der wegen einiger Auftritte im Theater in der Stadt weilte und während dessen bei den Obermayers wohnte zu einer Geselligkeit eingeladen. Ob tatsächlich gerade jene Worte gesungen wurden, als die Dienerschaft den Konsul aufschreckte, ist nicht zu bestimmen. Der wahre Kern dürfte freilich in der Ausführung bestehen, dass der Vater starb, ohne dass der Sohn ihm beistand. Isidor Obermayer war bereits seit sechs Jahren Witwer und galt allgemein als kränkelnd. Der Winter 1861/ 1862 war ihm nicht gut bekommen. Nach Angaben des aus Pfersee stammenden Militärarztes David Ullman (1824-1910), dessen Praxis sich am Judenberg befand und der Obermayer behandelte sollte dieser in seinem angeschlagenen Zustand jegliche Anstrengung und Aufregung vermeiden. Bei der Abendgesellschaft an der neben Sängern und Schauspielern „über zwei Dutzend“ Leute aus der feineren Gesellschaft Augsburgs teilnahmen, soll es jedoch hoch hergegangen sein.

Theo Wachtel

Theodor Wachtel (1823-1893) wurde als Sohn eines Kutschers in Hamburg geboren und führte zunächst den Betrieb seines Vaters nach dessen Tod weiter, bis eines Tages, wohl bei einer Fahrt, seine Tenor-Stimme entdeckt wurde. Eine klassische Ausbildung als Sänger erhielt er nicht, doch schätzten Kritiker über Jahrzehnte hinweg seine wohl erhebliche Stimmgewalt, monierten mitunter aber seine wohl eher dürftigen schauspielerischen Qualitäten. Manche verspotteten ihn gar als „jaulenden Kutscher“. Aufgrund seines für den zumindest damaligen „Geschmack“ galt Wachtel jedoch auch als Frauenschwarm und hatte entsprechend viele Verehrerinnen. U.a. sang er bei der Premiere von Wagners „Thannhäuser“ den „Walther“. Zur Zeit seines Besuches im Palais der Obermayer in Augsburg (Carl hatte er in Wien kennen gelernt), sang er an der Wiener Hofoper, wo er bis 1865 blieb. Er trat sicher mehrmals an allen größeren und wichtigen Bühnen im deutschsprachigen Raum auf und war modern interpretiert eine Art „Popstar“ mit eigenen Autogramm-Karten, die man damals freilich noch „Visitenkartenportraits“ nannte. Mehrere Tourneen und Gastspiele führten ihn auch ins Ausland, etwa zu Beginn der 1860er Jahre mehrmals für mehrere Monate nach England, gelegentlich nach Paris oder in den 1870ern auch zweimal in die USA.

In der Woche nach Isidor Obermayers Tod trat Theo Wachtel dann, wie vorgesehen, im Augsburger Stadttheater auf. Das Theater befand sich damals noch am Lauterlech, brannte aber im März 1874 ab. Theaterliebhaber und Förderer, zu denen auch die Obermayers gehörten, unterstützten aber bereits vorher die Pläne zum Neubau eines repräsentativen Theaters, das nun gebaut und 1876 eingeweiht werden konnte. Wachtel bot verschiedene Kostproben, insbesondere aber den „Postillon von Lonjumeau“, eine komische Oper in ein drei Akten von Adolph Adam, die sich in bestimmten Kreisen großer Beliebtheit erfreuten, vergleichbar heutiger „Musicals“. Ein Logenplatz kostete damals stattliche zwei Gulden, im zweiten Rang immer noch ein Gulden und einen halben. Die billigeren Plätze wurden aber offenbar stärker von der jüngsten Preiserhöhung betroffen, als eben jene.

In vielerlei Hinsicht interessant ist hierzu die Kritik der „Neuen Augsburger Zeitung“ vom 8. April 1862:

„Dienstag, 8. April. Zweites Gastspiel des Herrn Theodor Wachtel. Martha, Oper von Fiottow. Ein Unbekannter hat im Briefkasten eines hiesigen Lokalblatts demonstriert, dass die Besitzer der Logen ersten Ranges bei der gegenwärtigen Preiserhöhung eigentlich unverhältnismäßig billig weggekommen sind. Leider Gottes scheinen sie davon gar nicht mal profitieren zu wollen; denn für Herrn Wachtel gewiss eine seltene Erscheinung, gerade der erste Rang war nur schwach besetzt, wozu freilich einige in diesen Tagen neuerdings auftretende Todesfälle etwas beitragen mögen. Der Enthusiasmus für den trefflichen Sänger war aber deshalb nicht geringer, und weniger als dreimaliger Hervorruf nacheinander war gar nicht da. Herr Wachtel sang aber auch danach und besonders in den beiden Arien „Ach so fromm“ und „Mag der Himmel dir vergeben“, entwickelte der Gast seine ganze herrliche Stimmfülle glänzend. Das Ensemble der Oper war ungestört und die Träger der Hauptpartien, Fräulein Klettner, Fräulein Ultsch und Herr Feuerstake, sehr gut, obgleich es nur dem letzteren – der übrigens eine stete Neigung zum Karikieren hat – gelang nach dem Porterlied einen Applaus von dem Publikum zu erobern, das nur für die Töne eines Einzigen Ohren hatte, der eben Wachtel hieß.“

Der Kritik können wir die offenbar auch in Augsburg anzutreffende Bewunderung für Wachtel nachvollziehen. Die etwas makabere Begründung der leer gebliebenen Logen-Plätze mit Todesfällen bezieht sich zweifellos auf Isidor Obermayer. Dass die Abendgesellschaft des Konsuls Obermayer im Hause seines kranken Vaters, in der Etage über dessen Gemächern durch den mitternächtlichen Tod jäh abgebrochen wurde, war der feinen Gesellschaft in Augsburg nicht entgangen, befanden sich unter den Versammelten ja auch Bürgermeister Georg von Forndran und verschiedene andere Honoratioren. Zugegen war freilich auch das damals 24jährige in der Kritik als „gut“ gewürdigte Fräulein Rosalie Ultsch, die eine Liaison mit dem Konsul hatte und später seine Frau wurde. Isidor Obermayer hatte für die Beziehung seines Sohnes zur der aus Bad Kissingen und einfachen Verhältnissen stammenden Schauspielerin und Tänzerin, die er als mäßige Lola Montez – Kopie abtat keinerlei Sympathie. Immer wieder war es zwischen Carl und seinem Vater deswegen auch zu Streitereien gekommen.

Am 7. April veröffentlichte die Neue Augsburger Zeitung eine „Danksagung“ von Carl Obermayer und seinem Kölner Schwager Simon Oppenheim: „Wir fühlen uns gedrungen, für die vielen Beweise der Liebe und Anteilnahme, welche dem Andenken unsers teuren heimgegangenen Vaters und Schwiegervaters, besonders bei dem Begräbnis dargebracht wurden, unseren tiefgefühlten Dank auszusprechen und die Erinnerung daran, die nie erlöschen wird, soll uns aufrichten in unserm großen und gerechten Schmerz – Augsburg, 7. April 1862 – Carl Obermayer, Simon Oppenheim

In der Woche darauf meldete das selbe Blatt: „Herr Banquier Isidor Obermayer hat unter seinen frommen Vermächtnissen auch die „Anstalt für alte und kranke weibliche Dienstboten“ dahier mit einem Legate von 100 Gulden bedacht. Dem edlen Manne sei dafür der tiefsinnigste Dank gesagt – Augsburg, den 15. April 1862, das Comité der Versorgungsastalt alter und kranker weiblicher Dienstboten, Josef G. Dreer, Vorstand

Aus der öffentlichen Magistratssitzung wurde folgendes vermeldet: „Konsul Obermayer (Obermayr) zeigt an, dass sein verstorbener Vater Herr Isidor Obermayer ein Kapital von 500 Gulden legiert habe, aus dessen Zinsen jährlich eine israelitische und wenn eine solche nicht vorhanden ist, eine andere Familie unterstützt werden soll. Derselbe hat ferner dem Frauen-Verein für verehelichte Wöchnerinnen 200 Gulden und den Kinderbewahranstalten 200 Gulden vermacht, was dankbar akzeptiert wurde.“

Schließlich notierte die Neue Augsburger Zeitung auch das finanzielle Erbe, demnach hätte „der dieser Tage dahier Verstorbene Bankier Herr Isidor Obermayr ein Vermögen von mehreren Millionen hinterlassen“.

Grabplatte des Isidor Obermayer am jüdischen Friedhof Kriegshaber Pfersee. Das eigentliche Grabmonument im Obermayer Familienensemble wurde in der Nazizeit zerstört und nach dem Krieg in das Monument am Eingang des Friedhofs verbaut. Dank früherer Aufzeichnungen aus Pfersee ist jedoch der Begräbnisplatz bekannt.


Schuschan – Purim

March 9, 2012

(wikipedia)

Am Tag nach dem Fest der Purim gibt es ein weiteres, am 15. Adar, das Schuschan-Purim genannt wird und sich auf die Stadt Schuschan bezieht, die von Kyros eroberte elamitische Burg und Hauptstadt des Perser-Reiches zur Zeit der Ester-Geschichte. Genau genommen müsste man es in Schuschan feiern, heute als Schusch شوش bekannt, welches nur noch eine kleine unbedeutende Distrikthauptstadt in der Provinz Chusestan im Südwesten des Iran mit etwa 70.000 Einwohnern . Die Stadt hatte bereits zur Zeit von Alexander aus Mazedonien ihre frühere Bedeutung eingebüßt, hatte später noch eine paar gute Jahre als warmer Wintersitz diverser Herrscher. Im Jahr 638 wurde die dann überwiegend christlich-jüdische Stadt von den Muslimen und im Jahr 1218 von den Mongolen nochmals komplett zerstört. Die sehr alte Stadt ist reich an archäologischen Funden und ihr heutiges Wahrzeichen sind die Burg und der Daniel-Turm, der dem vermuteten Grab des biblischen Profeten des Menetekel gewidmet ist.

Die Frage war, wie man Schuschan-Purim außerhalb von Schuschan feiern sollte? So kamen die Weisen auf die Idee, es auf das Land Israel zu beziehen. Da nun aber zur Zeit als sie darüber nachdachten, die Städte allesamt ruiniert waren, versetzte man die Argumentation zusätzlich noch zeitlich in die Tage der Eroberung des Landes durch Joschua (Jesus) zurück. Alle Städte in Israel die zur seiner (Joschua/Jesus) Zeit eine Stadtmauer hatten, gelten demnach als qualifiziert dafür, das Fest der Purim einen Tag später zu feiern als sonst. Heute wird dies jedoch nur noch auf Jerusalem und eben Schuschan selbst bezogen, wobei letzteres nicht in Frage kommt, wobei jedoch auch in Akko, Jaffa und Tiberia zumindest die Megilla gelesen wird, ohne Brachot wie sich versteht. Auch in Jerusalem bezieht es sich auf die Stadt in ihren modernen Grenzen und nicht auf die ummauerte Altstadt, deren Bau aus weit späterer Zeit stammt.

Accoring to tradition the day after Purim is celebrated as Shushan-Purim, named after the former capital of the Persian kingdom in the time of Queen Ester, which today is a small province town of some 70.000 in the southwestern part of Iran. In Israel Jerusalem and other ancient cities walled in at the time when Joshua (Jesus) conquered the country replace Shushan for that purpose.


The Origin of the Esther bunny

March 7, 2012

Usually the bunny is referred to the Christian festival of Easter which replaced the biblical festival of Passover. While in many languages the Christian festival still reminds the Jewish “pessach” פסח origin (Latin: pascha; Russian: Пасха; French: Pâques; Greek: πάσχα; Italian: Pasqua; Dutch: Pasen; etc.), Germanic languages have „easter“ instead (German: Oster; etc.), in recent centuries derived from a notional Germanic goddess “Eastr”, “Ostera”, “Etcetera” … The most likely explanation of course would be a connection to oriental goddess “Ishtar”, whose tree cult also is present in winter time all over Europe, but for convenience or political reasons this usually is no considered option. However, be it as it marches, ummm, … may … we like to introduce another less likely, but finally somewhat puzzling answer to a question not raised so far: the Augsburg Esther Bunny who reads Megilat Esther, the Ester – Hase which in German combines Purim with spring time, what derives from Persian puns with the خرگوش and more older cuneiform script. Would you mind eating Zimmes צימעס instead of sweets like Hamantash – big deal? Probably. Just realize that the awkward “Hamantashn thing” develops more and more to be a(meal) replacement of Christian housel – where symbolically you would eat a person, i.e. Haman, resp. his many many (for what reason sweet?) ears … and you will drink lots of wine with it.

Esterhase ester bunny

What’s up, Mordechai  ..?”

 

Ostern wird gewöhnlich von einer imaginären, sonst nicht nachweisbaren Göttin “ostera” oder “Ister”, etc. abgeleitet, um der wesentlich wahrscheinlicheren Ableitung von Ischtar/Ischar zu entgehen, deren Baumkult im Winter freilich weit verbreitet ist. Wir schlagen deshalb alternativ den Augsburger Esther-Hasen vor, der aus dem Busch springt, und das “Buch Ester” liest. Dazu isst man dann eben Zimmes anstelle von klebrig-süßen Hamantaschen. Letzteres tendiert zunehmend zu einer Art karnevalistischem Abendmahlersatz. Man isst dabei ja zumindest symbolisch den Körper einer Person, oder Teile davon, wie die (warum auch immer) süßen Ohren des Haman und trinkt Wein dazu, bis man Haman und … wen oder was gleich nochmal verwechselt?


Einladung zur Mitgliederversammlung des JHVA

February 29, 2012

* * *

Der Jüdisch Historische Verein Augsburg JHVA lädt zum 18. März 2012 ab 14 Uhr seine Mitglieder und Freunde zur satzungsgemäßen ordentlichen Mitgliederversammlung ein. Tagungsordnung und -ort wurden intern mitgeteilt. Für Interessierte auf Anfrage.

 

Jüdisch Historischer Verein Augsburg

 

Wenn Sie uns treffen und kennenlernen möchten, können sich gerne mit uns nach dem internen Teil (der etwa eine Stunde dauern wird) nach ca. 15 Uhr zu uns gesellen und in Kontakt mit uns treten.

Haben Sie Interesse? So treten Sie mit uns in Kontakt über das Forum hier oder die email-Adresse info (at) medinat-schwaben.org

 

The annual meeting of the JHVA will take place March 18th this year at 2 pm, guest are welcome after 3 pm, by given announcement.


chag Chanucka sameach

December 20, 2011
To all our friends and members greetings from Augsburg

May the warmth and glow of each candle you light 
make your heart happy and Chanucka bright!

Wishing you every happiness at Chag Chanucka 5772 filled with many blessings

shalom ve bracha, Glueck & Segen


5 years

October 25, 2011

Today marks the fifth anniversary of the founding of the JHVA.

It was fun fun fun …

“If I say Noah …”


Enthüllung einer Informationstafel am Jüdischen Friedhof Kriegshaber

September 22, 2011

 

מידע הפאנל חדש קריגסהאבר בית העלמין היהודי

 

Am gestrigen Mittwoch nach 17 Uhr wurde am alten jüdischen Friedhof an der Hooverstr. 15 im Beisein zahlreicher Gäste, am Eingang eine Informationstafel enthüllt die das Jüdische „Museum gemeinsam mit dem Netzwerk Historische Synagogen-Orte in Schwaben erarbeitet hat“. Dazu sprachen Dr. Benigna Schönhagen vom Jüdischen Kultusmuseum Augsburg, Bürgermeister Peter Grab, Dr. Henry Brand von der IKG Schwaben-Augsburg und Prof. Rolf Kießling.

In vier kurzen Einzelportraits wurden sodann in zeitlicher Abfolge Personen vorgestellt, die mit dem Friedhof in Verbindung stehen und einen kurzen Überblick über die lange Geschichte seiner Belegung Aufschluss geben sollten: Schimon Wolf Wertheimer (Yehuda Shenef, JHVA), Carl von Obermayer (Franz Josef Merkl), Ludwig Einstein (Referentin des Jüdischen Museum Augsburg) und die frühere Wärter Familie Felber (Gernot Römer) die von 1927 bis 2005 den Friedhof betreut hatte. Im Anschluss konnten die etwa 50 Anwesenden den Friedhof besichtigen und sich eigene Eindrücke über den aktuellen Zustand verschaffen.

(c) pictures by jhva: Elena Asnis (people) and Yehuda Shenef (others)

Right in front of the old Jewish cemetery of Kriegshaber / Pfersee yestaerday afternoon was the unveiling of an information panel, elaborated and organized by the Jewish Cultural Museum of Augsburg and the “Netzwerk”. After several introductional speeches by head of the musem Dr. Benigna Schönhagen, mayor Peter Grab, Dr. Henry Brandt from the Jewish community in Augsburg and Prof. Kießling three short biographies on people buried at the cemetery and another one on the Felber family who was keeping the cemetery almost 80 years alowed some 50 visitors a brief glimpse into the history of the place, which however many attended personally after the speeches.


Zum 50. Jahrestag der Errichtung der Friedhofshalle am jüdischen Friedhof Hochfeld Augsburg

June 28, 2011

Vor ziemlich genau 50 Jahren, Anfang Juli 1961 wurde am jüdischen Friedhof zwischen Alten Postweg und Haunstetter Str. im Stadtteil Hochfeld der Grundstein zur neuen Tahara gelegt. Die Gründungsurkunde, die bei der Grundsteinlegung in das Fundament eingemauert wurde besagt dazu:

Als Ersatz für die durch schwere Bombenangriffe im Jahre 1944-45 zerstörte Friedhofshalle, lässt die israelitische Kultusgemeinde Schwaben – Augsburg unter dem derzeitigen Gesamt-Vorstand durch den Architekten Dipl. Ing. Hermann Guttmann, Frankfurt am Main diese neu errichten, um dem Menschenbruder nach dem Prinzip der Gleichheit nach dem Tode gleiche Ehrung und Bestattung, sowie Trost den Trauernden teilwerden zu lassen.

Augsburg, Tammus 5721, Juli 1961

Der heutige Sprachgebrauch würde „nach dem Prinzip der Gleichheit“ gewiss auch die „Menschenschwester“ einschließen. Das genaue Datum der Grundsteinlegung ist nicht bekannt, jedoch entsprach der 1. Juli bereits dem 17. Tammus, weshalb nur der Zeitraum bis Monatsende 29. Tammus (13. Juli) in Frage kommt.

Bei Angriffen der US-amerikanischen Luftwaffe auf die nahegelegenen Messerschmidtwerke  wurden durch verirrte Bomben einige Schäden am Friedhof verursacht. In einem Bericht des Städtischen Friedhof- und Bestattungsamts vom 15. Juli 1948 heißt es dazu: „Ein kleiner Teil dieses Friedhofs um die Trauerhalle wurde durch einen Luftangriff m Februar 1944 zerstört. Durch diese Bombenwirkung wurden insgesamt 246 Steine umgeworfen, von denen 118 Stück teils überhaupt nicht und teils leichter beschädigt sind und demnächst aufgestellt werden sollen. 47 Steine sind reparaturbedürftig und 81 Stück mehr instandsetzungsfähig. Teile der südlichen und nördlichen Umfassungsmauer fielen ebenfalls den Bomben zum Opfer. Die Trauerhalle wurde durch einen Volltreffer völlig vernichtet.“

(Quelle: Archiv IKG Augsburg)

Den städtischen Berichten zur Bestandsaufnahme der jüdischen Friedhöfe in Augsburg aus dem Jahre 1948 beigefügt waren auch Photographien, die entsprechende Schäden festhalten. Eine Aufnahme vom zerstörten Tahara-Haus zeigt dessen wenige Überreste mit einem markanten David-Stern.

Wenngleich inzwischen weitgehend vergessen gehörte Hermann Zvi Guttmann zu den prägenden, gestalterischen Persönlichkeiten des Judentums der Bundesrepublik Deutschland. Als Architekt zahlreicher Nachkriegs-Synagogen, Gedenkstätten und Friedhofshallen verlieh er mit seiner Arbeit die sichtbaren Zeichen jüdischen Lebens nach der „Schoa“ Gestalt.

 

Guttmann wurde 1917 im polnischen Bielsko geboren und studierte in Krakau Germanistik und Philosophie. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen gelang ihm die Flucht ins sowjetisch besetzte Lemberg, wo er bis 1941 am polytechnischen Institut ein Architekturstudium beginnen konnte. Dieses setzte er nach Ende des zweiten Weltkriegs in München an der Technischen Universität fort und machte sich nach dem Staatsexamen als Diplom-Ingenieur in Frankfurt am Main selbständig. In den kommenden Jahrzehnten widmete sich Guttman der Restauration oder Neubau zahlreicher Synagogen in Deutschland, etwa in Frankfurt am Main, Offenbach, Düsseldorf, Hannover, Bayreuth, Osnabrück oder Würzburg. In Fürth restaurierte er 1967 die aus dem Jahr 1763 stammende alte Synagoge. Aus dem selben Jahr stammt sein international wohl am meisten beachtetes Werk, das sog. jüdische Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen „Konzentrationslagers“ Dachau.

http://www.insel-verlag.de/autoren/hermann_zvi_guttmann_1679.html

Auch in Augsburg prägte Guttmann das Erscheinungsbild der jüdischen Nachkriegsgemeinde. Neben der 1961 in Zusammenarbeit mit dem heimischen Architekten Rudolf Brochno (von dem auch das Rathaus in Adelsried und das Army-Hospital in der Flak Kaserne stammten) gestaltete er 1963 – wieder gemeinsam mit Brochno den ehemaligen Trauungsaal im Gebäude an der Halderstraße zur „kleine Synagoge“. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist sie bis heute Ort der Gottesdienste der Israelitischen Kultusgemeinde. Eingeweiht wurde der Bau unter der Teilnahme zahlreicher Ehrengäste am 15. Dezember 1963. 

Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde im Jahre 1963: vorne 1. und 2. Vorsitzender Julius Spokojny und Ludwig Ruppin, hinten: Albert Schenavsky, Salo Neuburger, Max Koritscher und Henric Rübenfeld

(source: Gebt Ehre der Lehre, Erinnerungsschrift zur Einweihung der kleinen Synagoge, Dezember 1963, IKG Schwaben Augsburg)

50 years ago in early July 1961 Jewish architect Hermann Zvi Guttmann from Frankfurt established the new Tahara at Hochfeld Jewish Cemetery in Augsburg. The previous cemetery hall on 25th of February 1944 was completely levelled by an US  bombing raid, aimed to the Messerschmidt factory nearby. Guttmann who constructed a number of post-war synagogues, cemetery halls and memorials all over Germany in 1963 also designed the renovation and modification of the “small synagogue” at Halderstr. in Augsburg, currently used by the Jewish community of Augsburg.


Chag Pessach sameach

April 18, 2011

חג הפסח שמח

Allen Freunden und Mitgliedern des JHVA, den Angehörigen, Nachbarn und Rivalen (so es solche gibt) wünschen wir ein koscheres, starkes, gesundes und ermutigendes Pessach-Fest, der Zeit unserer Freiheit. 

Unser Fokus gilt in diesem Jahr besonders dem überall anzutreffenden vierten der Söhne, welcher nicht zu fragen versteht, worunter besser zu verstehen ist, dass er nicht hinterfragen kann, sondern die Gegebenheiten als gegeben hinnimmt, ohne ihre oft sehr wackeligen, dürftigen Grundlagen herauszufordern, in Frage zu stellen. Dies zeigte nicht zuletzt auch die Entwicklung der letzten Monate in Ägypten und anderen arabsichen Staaten, wenngleich nicht nur dort, die vor-herrschenden ”pharaonischen” Mechanismen noch in Betrieb und ihre Idole noch auf den Sockeln sind, und sei es weil man sie nun “Kunst” nennt.


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