“… die Juden in Augsburg zu kennzeichnen mit einem gelben Ring…”


Gelber Ring als Kennzeichen an Autos

Gelber Ring als Kennzeichen an Autos

Am 23. September 1434, d.h. heute vor exakt 575 Jahren wurde mit kaiserlicher Genehmigung den Juden in Augsburg verordnet, an ihrer Kleidung einen übergroßen gelben Ring zu tragen:

“… die Juden hie zu Augsburg ze bezaichnen mit ainem gelben Ring, der einer spann weyt und ein völligen Dumen breit brait sey …”

und zwar

” … uff daz claid, ez sy mantel oder Rogg ze nayen und nit ze bedecken …”

Dies galt auch für auswärtige Juden, die in die Stadt kamen, aus welchen Gründen auch immer.

Wer als Jude dagegen verstieß, hatte 3 Gulden zu bezahlen, was der mehrfachen Jahressteuer pro Kopf entsprach und für einen Monat die Stadt zu verlassen, was bei ungüstiger Witterung einem wahrscheinlichen Tod gleichkommen konnte.

 

at the former Judenwall in Augsburg

at the former Judenwall in Augsburg

Is it possible to clarify and study a subject as the yellow badge or ring by varying it by relating or misrelating de/”contextualize”) a former function which today only is known as symbol hinting at a much newer one …

yellow badge with Augsburg landmark Perlach Tower

yellow badge with Augsburg landmark Perlach Tower

There are many open questions: Is the design of prohibition signs influenced by a (yellow) ring:

 

 

Was there ever an option? Gab es jemals es eine Wahl?

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14 Responses to “… die Juden in Augsburg zu kennzeichnen mit einem gelben Ring…”

  1. Joshua says:

    How many cars you had provided with those rings? ;-)

  2. ssssnake says:

    Ja, okay, Du hast recht.

    Vergessen oder verdrängen ist oft schlecht, da man den gleichen Fehler wiederholen könnte.

    Hab ich wohl in den falschen Hals bekommen. Aber das passiert mir ja öfter. Also im schlimmsten Fall war ich “verständnisresistent” *g*

  3. yehuda says:

    Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verantworten, sondern darum ihre Wiederholung zu vermeiden. Das geht nur, wenn man sie nicht vergisst.

  4. ssssnake says:

    Möh,
    aber ohne Zukunft schauen wir auch doof drein. ;-)

    Ich möchte auf jeden Fall nicht die Vergangenheit verantworten.

    Egal ob Judenhut, deutsche Schlager oder sonstwas. Sollen die das vor Demjenigen verantworten, der richten darf.

    Darum gehts mich auch nix an. Soll sich doch jeder seine Zeichen sonstwohin pappen.

  5. yehuda says:

    Aus historischer Pespektive gilt wohl eher: alt = interessant und natürlich stammt nicht alles was unser Leben ausmacht aus den letzten 15 Jahren, manches ist schon älter, teilweise bedeutend älter. Und selbst wenn Dinge “allgemein” vergessen sind oder vergessen werden, heißt es nicht, dass sie nicht wirken, weiter wirken. Beispielsweise unsere Vorfahren, die tot sein mögen, aber in uns auch weiterleben.

    Hier geht es ja nicht darum Judenhut oder Gelben Ring oder Fleck wieder einzuführen, sondern daran zu erinnern, dass es das gab, in der Stadtgeschichte und nicht nur dort.

    Ohne Vergangenheit gibt es auch keine Zukunft.

  6. ssssnake says:

    Die Autos auf dem ersten Bild haben doch keinen Fahrer, oder?
    Waren das nur geparkte Autos?
    Oder sind die so rumgefahren?
    *misstrauischguck*

    Ich weiss, ich nerve… ;-)

  7. ssssnake says:

    *mörgs*
    VergangenhEit heisst es.

  8. ssssnake says:

    Klar, “Die 12 Jahre” sind sehr präsent.

    Aaaber:
    was mehr als 500 Jahre in der Vergangenhait liegt ist _für mich_ mehr als vergangen und für die aktuelle Situation nicht mehr relevant.
    Das hat sich erledigt, wurde revidiert und verändert.

    Also meine ich mit meinem neutral/egalen Verständnis, das es einfach “wurscht” ist.
    ICH würde das nicht erwähnen und nicht mehr ins Gedächtnis rufen, weil es in _meinem_ Umkreis einfach niemanden mehr interessiert.

    Was natürlich für andere Menschen GANZ anders sein kann.

  9. yehuda says:

    Damals wurden damit Zeichen gesetzt und wegen des Jahrestages ist es gut daran zu erinnern, auch weil sonst die Neigung herrscht die “Geschichte” auf 12 Jahre verengen, über die man am besten nicht reden will.

    Nach Ringen, bzw. Assoziationen dazu Ausschau zu halten ist nicht verkehrt, es muss aber nicht händeringend sein.

    Was den Kriegshaber Friedhof anbetrifft, so haben wir nach wie vor keinen äußeren Grund für irgendeine Form von Optimismus.

  10. ssssnake says:

    Hö?

    Ohne jüdischen Hintergrund vermisse ich den Sinn…

    Bissl lang her das Ganze, oder muss ich in der Stadt nach den Ringen Ausschau halten?

    Mir wäre es lieber, wenn die Grabsteine in Kriegshaber nicht mehr ganz so schief stehen würden…

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